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Mittwochs frei: Frankreichs Präsident will Schulreform

10.10.2012 | 10:44 |   (DiePresse.com)

Auch am Mittwoch soll unterrichtet werden: Francois Hollande will das vielfach kritisierte Schulsystem seines Landes gründlich umkrempeln.

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Kürzere Schultage, dafür aber eine Abkehr vom bisher unterrichtsfreien Mittwoch, besser ausgebildete Lehrer und weniger Schulabbrecher: Der französische Präsident Francois Hollande will das vielfach kritisierte Schulsystem seines Landes gründlich umkrempeln. Die Schulbildung sei eine Priorität seiner Regierung, sagte der sozialistische Staatschef bei der Vorstellung der geplanten Schulreform an der Pariser Sorbonne. Unter anderem müsse die Zahl der Schüler, die eine Klasse wiederholen müssen, und die der Schulabgänger ohne Abschluss verringert werden.

Die Reform sieht unter anderem vor, ab dem Schuljahr 2013/2014 den unterrichtsfreien Mittwoch an Grundschulen - eine Besonderheit des französischen Schulsystems - abzuschaffen. Künftig sollen die Kinder am Mittwochvormittag die Schulbank drücken. Dafür soll der Unterricht an anderen Tagen früher enden. Derzeit beginnt der Unterricht in Frankreich selbst in der Vorschule um acht oder neun Uhr und dauert oft bis fünf Uhr nachmittags oder noch länger, was Kinderärzte seit Jahren kritisieren. Auch Hollande sagte, derzeit seien die Unterrichtstage vor allem in der Grundschule zu lang.

Den Plänen zufolge soll außerdem die von der konservativen Vorgängerregierung abgeschaffte praktische Ausbildung der Lehrer wieder eingeführt werden. Zudem will Paris die Zahl der Jugendlichen, welche die Schule ohne Abschluss verlassen - derzeit jährlich rund 140.000 - reduzieren. Dazu sollen unter anderem an Real- und Berufsschulen, an denen besonders viel geschwänzt wird, Referenten eingestellt werden, die sich mit Problemschülern befassen.

Das Vorhaben sei mehr als nur eine Reform, betonte Hollande. Er plane vielmehr eine "Neubegründung" der Schule in Frankreich. Der Sozialist hatte im Wahlkampf versprochen, er werde dem Bildungssystem Priorität einräumen.

(APA/AFP)

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2 Kommentare
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Mittwoch frei?

Wer hätte das gedacht? :) Mich wundert gar nichts mehr! Wie können das die großteils Berufstätigen in F managen?

Bin gespannt was unser Obersozialist von der Seine da bewegen wird!

Gast: LehrerauswienmitFrankreichkenntnis
10.10.2012 10:52
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na das wird ja was...

a) Frankreich kämpft schon jahrelang mit dem miesen Erfolg seiner Gesamtschulen.
b) was sie haben ist daher flankierend ein extrem elitäres weiterführendes Bildungssystem. Wer nicht in die richtigen Schulen gegangen ist, kann nicht in die richtigen (leistungsstandsmäßig hoch stehenden) Class. Präp. gehen, die ausschlaggebend sind ob man überhaupt die Chance bekommt auf eine entsprechende Eliteuni gehen zu können..etwa ECP...
c) nur wer dort gegangen ist kann in die Führungselite des Lnades aufsteigen und damit die gut dotierten Positionen bekommen...
Eben eine Reaktion auf jahrzehntelange Gesamtschulsysteme...
Nun Hr. H. richtet gerade die Wirtschaft seines Landes zugrunde - warum nicht auch in der Folge zukunftswirkam das Bildungswesen....

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