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Neue Ausbildung ist Bedingung für neues Dienstrecht

11.10.2012 | 14:26 |   (DiePresse.com)

Eine Einigung beim neuen Dienstrecht der Lehrer dürfte noch lange dauern: Chefverhandler Paul Kimberger besteht auf einer Ausbildung auf Master-Niveau für alle Lehrer.

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Bei den Verhandlungen zum neuen Dienstrecht für Lehrer liegen die Vorstellungen von Lehrervertretern und Regierung noch immer weit auseinander. Der eigentliche Knackpunkt ist dabei für Chefverhandler Paul Kimberger (FCG) nicht das Geld, sondern die neue Lehrerausbildung. Er macht im Gespräch mit DiePresse.com eine Ausbildung auf Master-Niveau für alle Lehrer zur Bedingung. Derzeit werden Pflichtschullehrer an einer Pädagogischen Hochschule ausgebildet und schließen dort mit dem Bachelor ab.

Ursprünglich war dies auch ein Ziel von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), von dem sie sich mittlerweile aber entfernt hat. Sie betonte außerdem schon mehrfach, dass die neue Ausbildung nicht Inhalt der Dienstrechtsverhandlungen sei. Womit die Positionen der Verhandler doch recht weit auseinander liegen. Außerdem sind Kimberger die Kindergartenpädagoginnen ein großes Anliegen, er fordert auch für sie eine Ausbildung auf Master-Niveau.

Bis zu 400.000 Euro Verlust bei Einzelnen

Auch an anderen Punkten spießen sich die Vorstellungen von Ministerium und Lehrervertretern. Kimberger, der Chef der ARGE Lehrer in der GÖD, bemängelte, dass die Regierung immer noch nicht bereit sei zu sagen, wie viel Geld sie für eine Reform des Lehrerdienstrechts in die Hand nehmen will. Für ihn sei jedoch klar, dass dem derzeitigen Vorschlag nicht zugestimmt werden kann: Es handle sich dabei um ein Sparpaket, das bis zu 400.000 Euro Verlust beim Lebenseinkommen der Lehrer bedeuten würde.

Selbst in der Frage, wie die Einkommen zu berechnen seien, sind Lehrervertreter und Regierung nach wie vor uneins. Dennoch sind laut Kimberger bereits bis in den November hinein weitere Verhandlungstermine auf Beamtenebene fixiert, über einen Termin für eine von Regierungsseite angekündigte Runde mit den zuständigen Ressortleiterinnen Schmied, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) sei indes abseits medialer Ankündigungen noch nicht gesprochen worden.

Bis es zur nächsten politischen Runde kommt, werde die Gewerkschaft bei den Verhandlungen weiter Themen einbringen, die neben Einkommen und Arbeitszeit für den Lehrerberuf wesentlich seien, etwa die Frage der Einführung von Junglehrern in den Beruf, leistungsgerechte Bezahlung etwa für Schulleiter und Klassenvorstände und mehr Unterstützung durch Sozialarbeiter und Schulpsychologen. Wenn Lehrer in puncto Bürokratie entlastet würden, könnte man auch über eine Erhöhung der Arbeitszeit sprechen, sagt Kimberger.

(APA/rovi)

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90 Kommentare
 
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LehrerInnendienstrecht kostet

Paul Kimberger meint zwar im Einleitungssatz, dass es nicht ums Geld geht, sondern um die Master-Ausbildung aller künftigen LehrerInnen, er stellt in der Folge aber klar, dass es ohne die Bereitstellung der notwendigen Budgetmittel kein den aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Schule und LehrerInnen angemessenes Dienstrecht und keine grundlegende Verbesserung der Ausbildung aller PädagogInnen geben kann. Dass er einer Arbeitszeiterhöhung zustimmen könnte, wenn LehrerInnen punkto Bürokratie entlastet würden, klingt allerdings nicht nach offensiver Vertretung von ArbeitnehmerInneninteressen: Die Bestimmung der Wochenarbeitszeit, die weit höher ist als die Unterrichtsstunden in der Klasse, ist im "geheimen" Dienstgeber-Entwurf gar kein Thema, der ignoriert die reale Arbeitszeitbelastung und sieht die drastische Erhöhung der Unterrichtsstunden von der 20 auf 24 vor. Die vielversprochene Entlastung der LehrerInnen ist angesichts des Aufnahmestopps im öffentlichen Dienst ein recht leeres Versprechen, und im realen Schulbetrieb finden sich auch keine 7-8 Verwaltungsstunden, von denen LehrerInnen zum Ausgleich für zusätzliche 4 Stunden Unterricht + Vorbereitung + Korrektur/Nachbereitung entlastet werden könnten. Immerhin sagt Paul Kimberger, was die GÖD will: Master-Ausbildung und entsprechende Bezahlung für alle LehrerInnen, keine Lohneinbußen und keine Arbeitszeiterhöhung. Konkrete Forderungen, für die GÖD+ÖGB im Rahmen einer Bildungsoffensive mobilisieren wollen, fehlen.

Gast: Tornado
12.10.2012 19:27
4 0

nur mehr skurill - und gesetzweswidrig

In einer Wiener HTL, wo normalerweise in technischen Fächern nur Dipl.Ing. mit mehrjähriger Industriepraxis unterrichten dürfen, beginnt demnächst ein Student im 5. Semester die Maturanten zu betreuen !
So steht es zumindest auf seiner Webseite.

Imho ohne Deckung durch irgendwelche Gesetze, bestenfalls ein Notstandserlass.

Es kommt einfach niemand mehr an eine Schule, wenn er in der Privatwirtschaft locker das Doppelte verdient.

Der ganze Stundenplan ist nur mehr Makulatur, weil ein Fach aus Personalmangel auf drei oder vier Lehrer aufgeteilt werden muss - wobei jeder einen anderen Schwerpunkt setzt, eigene Prüfungen hält usw. alles auf dem Rücken der SchülerInnen.
=> täglich wird das Gesetz gebrochen!

Wenn schon die Fr. Minister täglich an dieser Schule vorbeifährt - könnte sie nicht mal mit ihren Untertanen reden wo der Schuh wirklich drückt?


Antworten Gast: NocheinParteiloser
13.10.2012 12:25
0 6

Warum ist das NOTWENDIG?

Die Österreicher brennen doch schon für 124.000 aktive Lehrpersonen, also 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse.

Wenn es bei diesem gigantischen Personalüberhang nicht möglich ist eine ordentliche Lehrperson zum Unterrichten zu bekommen, dann muss es sich doch um eine kollektive Arbeitsverweigerung der vorhandenen, bezahlten, Lehrpersonen handeln.

Die Lehrpersonen Österreichs haben doch das Maischbergerproblem: "Wo ist unsere Leistung", denken aber, dass diese ein Recht auf eine Nichtleistungserbringung haben.

Es kann nur noch wenige Jahre dauern bis die Österreicher reagieren und den Versagern den Marsch blasen!

Re: Warum ist das NOTWENDIG?

1. Lehrer unterrichten - zumindest im Gymnasium - zwei Fächer, dass sie studiert haben. Ein Deutschlehrer darf nicht Mathematik unterrichten (außer in der Hauptschule und in der NMS - da muss jeder alles unterrichten auf Anweisung des Direktors, und unsere derzeitige Unterrichtsministerin fördert genau diese Schulform derzeit ja massiv). Einen Mangel an einer HTL kann man also nicht mit beliebigen anderen Lehrern auffüllen.
2. Es gibt keinen Personalüberhang. Die qualitätsvoll machbare Unterrichtsleistung der Unterrichtenden (darum so als Vollanstellung definiert) beträgt je nach Fächerkombination 18-24 Wochenstunden, eine Schulklasse hat im Schnitt gut 30 Unterrichtsstunden pro Woche, dazu kommen Teilungen in den Sprachen, in Fächern wie naturwissenschaftliches Labor usw. So ergibt sich in den Sekundarstufen ganz natürlich ein Lehrer-Schüler-Verhältnis von etwa 1:10. Das ließe sich natürlich erhöhen, etwa durch Wegfall der Sprachteilungen oder durch größere Klassen oder Erhöhung der Lehrverpflichtung. Alle diese Dinge würden aber die Qualtität des Unterrichts naturgemäß verringern, weil die Betreuungszeit pro Schüler sinken würde. Ich hoffe, Ihnen damit die Ihnen scheinbar unbekannten grundlegenden Zusammenhänge erklärt zu haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
14.10.2012 12:40
0 1

Es sind nur feige Ausreden, weil Erklärungen warum es nicht geht!

1) Es gibt keinen Qualitätsunterricht in Österreich, Nur in Ausnahmefällen.

2) Es gibt auch keine Unterrichtsstunden, es gibt nur Unterrichtseinheiten zu 50 Minuten. In der Praxis bleiben davon aber auch nur 30-35 Minuten übrig.

3) Wenn 2,2 bezahlte Lehrpersonen pro Schulklasse kein Personalüberhang sind, übrigens Weltrekord, dann müssen Sie den Zugang zur Realität verloren haben. Schauen Sie sich die Vergleichszahlen der OECD mal an. Ö hat pro Schüler fast doppelt so viele Lehrpersonen wie F!

4) Deine gesamte Argumentation sind nur Erklärungen warum es nicht geht, also Ausreden.

5) Den Österreichern Test es vollkommen egal ob das Totalversagen der einen Partei oder der anderen Partei in die Schuhe geschoben wird. Die Bürger wollen endlich Lösungen sehen.

6) Die Lehrpersonen müssen das Versagen aber genießen, weil sonst hätten diese doch schon lange die notwendigen Korrekturen eingeleitet. Wer sonst kann die Korrekturen machen?

7) Ihre Erklärungen mögen vielleicht stimmen, nutzen aber leider gar nichts. Wo bleiben die brauchbaren Resultate?

Wahrscheinlich ist Ihnen aber unbekannt, dass der Wahnsinn in dem Moment unfinanzierbar wird, wenn kein Depp mehr die Staatsanleihen zeichnet. Dann werden 10.000 Lehrpersonen betteln unterrichten zu dürfen! Dann ist auch Schluss mit dem Ruhegenuss. Sehr viele Jahre sind die Ö davon ja gar nicht mehr entfernt!

Diese Realität wollt Ihr aber offensichtlich nicht anerkennen und nehmt Euch damit die eigene Existenzgrundlage!

Re: Es sind nur feige Ausreden, weil Erklärungen warum es nicht geht!

zu 1) hätte ich gern eine Begründung, ich halte das für eine haltlose Behauptung (ich weiß, wie erfolgreich sich etwa Absolventen unserer Schule in technischen Studien schlagen, bei qualitätslosem Unterricht wäre das wohl kaum möglich).
zu 2): Ja, Unterrichtsstunden (das ist eben eine übliche Bezeichnung) dauern formal 50 Minuten, durch verschiedene Umstände auch mal ein paar Minuten weniger, aber 30-35 Minuten ist definitiv zuwenig - woher haben Sie diesen "in der Praxis"-Wert?
zu 3) Sie haben hier falsche Zahlen, keine Rede von Weltrekord, wir liegen allerdings (gottlob für die SchülerInnen!) zumindest im unteren Mittelfeld, siehe: https://www.bifie.at/buch/936/1/c/7
4) - 7) ist inhaltslose Polemik und kann ich daher nicht beantworten.

Schließlich: ich werde sicher nie darum betteln, unterrichten zu dürfen, ich habe zuvor in Industrie und Wirtschaft gearbeitet und könnte dorthin auch wieder zurück - wenn sich die Bedingungen weiter verschlechtern sollten, übrigens eine naheliegende Option.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
15.10.2012 13:12
0 2

Schon wieder! "Meine Schule" Meine Schüler" sind beim Studium so gut, also bin ich so gut?

Zu1) Es geht nicht um Deine Schule und es geht nicht um Deine Schüler, es geht um eine Gesamtbetrachtung der Leistungsfähigkeit des Bildungssystems. Diese ist nachweislich nicht mehr vorhanden. Wahrscheinlich braucht Dein krankes Ego die Ansprache "Hr. Professor" um sich immer wieder aufzuladen. Dass es sich um Jugendliche handelt, welche per Befehl diese kranke Ansprache verwenden müssen, das blendet Dein krankes Ego aus.

Brav zu studieren bedeutet doch auch schon lange nicht mehr Fähigkeiten zu haben, weil ja die Qualität der Studierenden auch weggekippt ist!

Zu2) Die realen 30-35 Minuten Unterricht passen schon. Die Lehrpersonen Österreichs kommen nach einer OECD Studie im Durchschnitt um 8 Minuten zu spät, dann noch Klassenbucheintragungen, geistiges Sammeln der Lehrpersonen, Störungen und schon sind 15-20 Minuten verloren gegangen! Bei Dir, dem Weltmeister des Unterrichtens, ist es sicher viel besser!

Zu3) Was sollen die gefälschten Bifie Zahlen? Die Österreicher bezahlen für 124.921 Lehrpersonen, welche 1.166.525 Schüler zu betreuen haben. Das Verhältnis war im Schuljahr 2010/11 also 1 Lehrperson für nur 9,34 Schüler und nicht die knapp 20 wie vom Bifie behauptet!

http://www.statistik.at/web_de/static/ergebnisse_im_ueberblick_lehrerinnen_und_lehrer_021629.xlsx

http://www.statistik.at/web_de/static/schuelerinnen_und_schueler_an_oeffentlichen_und_privaten_schulen_192324_bi_020951.xlsx

Re: Schon wieder! "Meine Schule" Meine Schüler" sind beim Studium so gut, also bin ich so gut?

Ihr agressiver und beleidigender Ton ("krankes Ego", "halten sich für den WM des Unterrichtens") und das Fehlen von Sachargumenten (Sie bleiben auf der Ebene bloßer Behauptungen) zeigt sehr gut, dass Sie argumentativ offenbar keine Antwort zustande bringen. Sie haben die Grafik aus meinem Link übrigens falsch ausgelesen, sicher ein Fehler unseres Bildungssystems aus der Vergangenheit. In Ihren Daten für die Gesamtzahl der Unterrichtenden sind auch die Karenzierten enthalten, Sie haben vergessen, die herauszurechnen. Dass das Verhältnis Lehrer-Schüler an einer Schule in Österreich etwa 1:10 beträgt, ist unbestritten. Aber ich bezweifle, dass Sie verstehen, wodurch dieses Verhältnis zustandekommt und welche Änderungen die Verschiebung dieses Verhältnisses mit sich bringen würde.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
15.10.2012 13:11
0 1

Inhaltslose Polemik, weil es nicht zum Polieren Deines Egos taugt?

Dass Sie die Punkte 4-7 als inhaltslose Polemik einstufen liegt wohl nur daran, dass Ihnen diese Punkte das eigene, selbstgebaute Ego, bedrohen würden. Es sind Punkte, welche Aufforderungen zu den notwendigen Korrekturen im Bildungssystem sind. Es ist eine Aufforderung an die Lehrpersonen endlich Resultate abzuliefern, welche den Kindern und Jugendlichen endlich die notwendigen Fähigkeiten vermitteln. Es sind Darstellungen, dass es die Parteinen nicht können, diese Korrekturen also von den Lehrpersonen kommen müssen. Es war auch eine Feststellung, dass Deine Ausreden, warum es nicht geht, keine Hilfe sind. Der von Dir erfolgte Umbau Deiner Realität um Dein Ego zu polieren, der wird doch der Jungend Österreichs auch nicht helfen können. 28% der Jugendlichen können nicht sinnerfassend lesen, 23% haben Probleme mit den Grundrechenarten (Pisa!) zeigen doch die Absurdität Deiner Darstellung.

Wenn erst mal kein Depp die Staatsanleihen zeichnet, dann wird auch die Realwirtschaft heftig betroffen sein, deren Leistungserbringung kann um etwa 50% schrumpfen (30er Jahre!). Und Du bist im Glauben, dass Du dann einen Neuanfang in der Realwirtschaft machen kannst? Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die kommenden Realität Deinen Stolz, Deine Selbstbewusstsein, noch zerbrechen.

Antworten Antworten Gast: bärig
13.10.2012 16:54
0 0

Re: Warum ist das NOTWENDIG?

Zu den Lehrpersonen werden auch jene Lehrer gezählt, die z.B. nicht in Klassen unterrichten, sondern als Beratungslehrer (Einzelbetreuung), Stützlehrer (kleine Gruppe), muttersprachliche Lehrer (kleine Gruppen) u.s.w. Kinder betreuen. Dazu kommen kleine Klassen in manchen Bundesländern (8 Kinder!). In Wien sieht das ganz anders aus!

Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
13.10.2012 17:56
0 1

Re: Re: Warum ist das NOTWENDIG?

Warum haben Sie die 8.000 freigestellten, aber bezahlten, Lehrpersonen vergessen?

Sind Sie auch einer der freigestellten Lehrpersonen?

Dass es viel unnötigen GuGuTschaTscha in den Schulen gibt, welche zusätzliches Personal nach sich zieht, das habe ich nie bestritten.

Nur, nützen tut das nachweislich nichts, weil die Fähigkeiten der Absolventen fallend sind.

Auf den Schulen gehört endlich mal aufgeräumt und diese wieder so in Funktion gesetzt, dass die Absolventen auch was können. Also Arbeiten anstatt GuGuTschaTscha, das gilt selbstverständlich für Lehrpersonen genauso wie für die Schüler.

Wie immer die Fehlentwicklungen auch erklärt werden spielt doch keine Rolle. Die Österreicher brauchen endlich eine Beseitigung der Fehlentwicklungen.

GuguTschaTscha

Dieses Unterrichtsfach ist mir noch unbekannt :D Könnten Sie das für mich erhellen, was verstehen Sie unter GuguTschaTscha?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
14.10.2012 12:40
0 0

Re: GuguTschaTscha.....

.....ist alles was mit dem Erwerb der Fähigkeiten nichts zu tun hat. Davon gibt es in den Ö Schulen eine gewaltige Menge und daher haben die Absolventen auch immer schwächere Fähigkeiten.

Das Resultat vom vielen GuGuTschaTscha und der Vermeidung von Arbeit: Schon 28% der 15/16jährigen können nicht sinnerfassend lesen, 23% haben heftige Probleme mit den Grundrechenarten.

Als Extrembeispiel für das GuGuTschsTscha möchte ich das befohlene Mauerküssen in den Wiener Schulen anführen. Die schulautonomen Tage gehören auch dazu, weil es keinen Erwerb von Fähigkeiten gibt. Aufsteigen mit nicht genügenden Kenntnisse gehört auch dazu.

Vielleicht können Sie mir für die Gesamtheit der unsinnigen Aktivitäten auf den Schulen aber ein besseres Wort zur Verfügung stellen?

Re: Re: GuguTschaTscha.....

Danke für die Erläuterung, ich kann mir allerdings unter Mauerküssen nicht so recht was vorstellen und find auch nix im Web (haben Sie da vielleicht einen Link für mich?), eine gängige pädagogische Praxis dieses Namens kenne ich jedenfalls nicht, schon gar keine, die "mehr Personal nach sich zieht". Die schulautonomen Tage erfordern auch kein zusätzliches Personal, sie sind schlicht ein (durchaus hinterfragenswertes) Relikt aus Zeiten, an denen Notenkonferenzen und Elternsprechtage an Unterrichtsvormittagen stattfanden (deren Verlegung auf elternfreundlichere Zeiten führte zu ebendiesen Frei-Tagen). Ein ersatzloser Entfall dieser unsinnigen schulautonomen Tage (natürlich bei gerechtem Gehaltsausgleich) würde mich sehr freuen.
An und für sich dienen aber alle schulischen Aktivitäten (sie haben noch keine für mich nachvollziehbaren GuguTschaTscha genannt) dem Erwerb von verschiedensten Kompetenzen, soweit ich sehe. Vielleicht haben Sie noch ein für mich verständliches Beispiel für GuguTschaTscha mich.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
15.10.2012 13:13
0 0

Re: Re: Re: GuguTschaTscha.....

Der Link zur Mauerküssaktion, Pressebericht:

http://diepresse.com/home/bildung/schule/561909/Wien_Stadtschulrat-animiert-Schueler-zum-Kuss

Sie haben auch nicht erfassen können, dass meine Argumentation bei den schulautonomen Tagen nicht auf zusätzliches Personal abzielte, sondern schlicht auf die fehlende Arbeit zum Erwerb der notwendigen Fähigkeiten. Sie sind auch sofort wieder mit einer Ausrede gekommen "elternfreundlich"?

Bei Ihnen müssen immer die Anderen Schuld sein, Sie selber als absoluter Weltmeister der "Professoren" betrachtet werden!

Sie sind noch immer im Irrglauben, dass das staatliche Schulsystem dem Erwerb von verschiedensten Kompetenzen dient. Die Realität, siehe Pisastudie, siehe Rückmeldungen von Lehrlingsausbildner, Rückmeldungen von Uniprofessoren, sieht leider ganz anders aus. Nur die amtlichen Dokumente, de Zeugnisse, zeigen vorhandene Fähigkeiten, die Realität leider nicht.

Bei Ihnen selber, also Ihren Schülern, ist das sicher ganz anders. Sie sind der Weltmeister im Vermitteln von Fähigkeiten!

Re: Re: Re: Re: GuguTschaTscha.....

Danke für den Link. Meine Meinung zu den unseligen schulautonomen Tagen habe ich schon kundgetan. Und Ihre Einschätzung meines Selbstverständnisses ist amüsant ...
Warum wir bei Studien wie TIMSS und PISA nicht über die Mittelmäßigkeit hinauskommen, dafür hat jeder scheints seine eigene Version. Ihre scheinbar: das hat nichts mit den Kindern, nichts mit gesellschaftlichen Entwicklungen, das hat einzig und allein mit den Lehrern zu tun.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bärig
14.10.2012 17:11
1 0

Re: Re: GuguTschaTscha.....

Absoluter Schwachsinn, was Sie da von sich geben! Das ist ungefähr so, als ob Sie den Ärzten die Schuld geben, wenn die Leute immer dicker werden!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
15.10.2012 13:14
0 0

Re: Re: Re: GuguTschaTscha.....

Ein wahrlich toller Vergleich!

Österreich hat auch eine Arztpflicht, genauso wie die Schulpflicht!?

Österreichs Kinder gehen auch 10.000 Unterrichtseinheiten zum Arzt so wie diese etwa 10.000 Unterrichtseinheiten in der Obhut der Lehrpersonen sind!?

Die obersten Beamten scheinen aber das richtige Vorbild für die Kinder Österreichs betreffend BMI zu sein. Neugebauer und Kimberger als Vorbilder? Das Warten auf die faulen und trägen Beamten und das Sitzen während deren Gestottere haben mehr Einfluss auf die Leibesfülle von Ö Kindern als die Ärzte!

Re: nur mehr skurill - und gesetzweswidrig

die katastrophenmeldungen werden sich nicht mehr lange unterdrücken lassen.

Hier geht es eigentlich nicht ums Gehalt ...

... und dann eigentlich doch, denn welches Interesse kann der Bund daren haben, wenn in Zukunft nur mehr schlecht ausgebildete LehrerInnen (und die 3 Jahre fürs Bac für 2(!!) Fächer + pädagogische Ausbildung KANN NUR schlecht sein, weil einfach zu kurz) in den Dienst genommen werden? Genau: Es ist billiger, und alles andere ist wurscht, man kann die "neue Schule" ja einfach via Plakatwerbung hochloben.

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Werden die Besten der Besten wirklich um € 1600, netto

monatlich bis zum 40. Lebensjahr werken?
Hätten nicht Eltern und Schüler daran Interesse, dass sie nicht von ausgebrannten Kleinverdienern unterrichtet werden.
74 % der Lehrkräfte sind weiblich - nur mehr Frauen lassen sich die Lehrerhetzte gefallen.

Antworten Gast: bärig
12.10.2012 15:09
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Re: Werden die Besten der Besten wirklich um € 1600, netto

Der Lehrermangel ist bereits so eklatant, dass Studierende- OHNE Abschluss- ab dem 4. Semester an AHS und HS unterrichten dürfen! Einige haben im Vorjahr das Handtuch geworfen- nachdem sie in wiener Schulen unterrichteten- und dem Lehrerdasein eine Absage erteilt!
Ihre Kritik: viel zu große Klassen und in beiden Schulformen sitzen Kinder (in den AHS viele Lernschwache, in den HS stark Verhaltensauffällige, die keinerlei Unterstützung bekommen sowie Kinder ohne Deutschkenntnisse), die für diesen Schultyp nicht geeignet sind.

Antworten Antworten Gast: Hören sie auf Fekter!
12.10.2012 19:30
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Re: Re: Werden die Besten der Besten wirklich um € 1600, netto

Fekter meinte doch letztes Jahr auf einem Kirtag in OÖ wo ich war ca. sinngemäß: Lehrer hackeln nichts und verdienen zu viel. Aber sie wird denen schon noch das Arbeiten beibringen und das Gehalt "kürzen".

Tja, sie dürfte sich durchsetzen. Dass bereits jetzt schon nur noch wenige Junge bereit sind sich das BISHERIGE gefallen zu lassen dürfte der Wurscht sein. Sie kommt halt aus der Pühringer ÖVP. Die glauben in OÖ ja auch sie könnten den Krankenschwestern Jahrelang jetzt jedes Jahr aufs Neue die Löhne kürzen.

Bisher ging das gut, mal schauen wie lange noch, denn die Ersten Krankenschwestern kündigen bereits wegen der Kürzungen.

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Frage

Das jetzige AHS-Lehramt ist doch höchstens mit dem Bachelor vergleichbar. Heisst dies, dass die AHS- Lehrer derzeit zu viel verdienen?

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Re: Frage

Vollkommen ahnungslos. Kennen sie die Universität? Oder glauben sie UNI ist ein Begriff aus der Farbenlehre? Bitte nicht ständig wo mitreden, von dem man offensichtlich nichts weiß.

Re: Frage

WIE BITTE???? Erklären Sie doch einmal, warum ein Lehramtsstudium (zur Info: es gibt kein "AHS-Lehramt" als Studium) nur einem bac entsprechen soll. Lehramtsstudien dauern ebenso lange, schließen ebenso mit einer Diplomarbeit ab, die Unterschiede zwischen 1. Studienrichtung und Diplomstudium sind zum Teil nicht sonderlich groß. Falls Sie darauf anspielen, dass ein Lehramtsstudium in der Regel 2 Studienrichtungen + pädagogische Ausbildung umfasst: das ist keine sinnvolle Argumentation, dann könnte man gleich dem Wirtschaftsingenieurwesen usw. den Dipl.-Ing. absprechen ...

 
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