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Kindergärten: Schmied will Kompetenzen in einer Hand

14.10.2012 | 18:19 |   (Die Presse)

Unterrichtsministerin Claudia Schmied möchte die Sprachförderung noch stärker in den Kindergärten verankern.

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Wien/Chs. „Klare politische Kompetenzen“ für die heimischen Kindergärten fordert Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) in der aktuellen Auseinandersetzung über die sprachliche Frühförderung. Der schwarze Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz hatte Schmied zuletzt vorgeworfen, dass die Integration im Bildungssystem nicht funktioniere – und die Ministerin das Problem nicht erkenne. Schmied wies die Vorwürfe im „Presse“-Interview am Samstag zurück – und spricht sich nun für klare Zuständigkeiten bei den Kindergärten aus. Derzeit teilen sich Bund, Länder und Gemeinden die Aufgaben. Mit oft mäßigem Erfolg, wie der öffentliche Protest der Kindergärtnerinnen vor zwei Wochen gezeigt hat.

Klare Strukturen, so die Ministerin, würden die Umsetzung von Bildungsreformen – etwa auch im Bereich der Sprachförderung – erleichtern. „In einem kleinen Land wie Österreich ist diese Forderung wohl nachvollziehbar.“ In den Bereichen, die in Bundeskompetenz liegen, gäbe es bereits große Fortschritte – etwa bei der neuen Pädagogenbildung.

 

Für zweites Kindergartenjahr

Die Ministerin will die sprachliche Frühförderung noch besser im Kindergarten verankern. Helfen soll dabei die oft diskutierte Einführung des zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres. Hier sieht sie vor allem den Integrationsstaatssekretär gefordert: Kurz soll „den Worten endlich Taten folgen lassen und die Landeshauptleute von der Einführung überzeugen“, so Schmied.

In den Bereichen, in denen sie federführend zuständig sei, komme der Sprachförderung bereits großer Stellenwert zu: etwa im neu konzipierten Bildungsplan für den Kindergarten, der nun für drei Jahre gilt. Auch an den 40 heimischen Bundesanstalten für Kindergartenpädagogik (Bakip) will Schmied den Schwerpunkt noch stärker auf die Vermittlung von Sprachkompetenz legen. Und zwar sowohl in der Aus- als auch in der Fortbildung der Kindergartenpädagogen.

Das Problem: Bereits jetzt wollen viele Absolventinnen der Bakip gar nicht mehr als Kindergärnterinnen arbeiten. Schmied will auch hier gegensteuern. Ansetzen müsse man bei den Gehältern, vor allem aber auch bei der Durchlässigkeit. Die Ausbildung der Kindergartenpädagoginnen soll nicht nur akademisch werden. Teile der Bakip- Ausbildung sollen künftig auch auf ein Lehramtsstudium anrechenbar sein. Das soll interessierten Kindergärtnerinnen den späteren Umstieg ins Schulsystem erleichtern. „Diese Menschen, die sich bereits für einen pädagogischen Beruf entschieden haben, dürfen uns nicht verloren gehen“, so Schmied.

Bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 soll die neue Pädagogenbildung stehen. „Die Gespräche mit dem Wissenschaftsminister laufen gut.“ Generell orte die Ministerin „Bewegung in der ÖVP“. Nicht zuletzt durch die ÖVP-nahen Experten von „Unternehmen 2025“, die Parteichef Michael Spindelegger mit teils progressiven Vorschlägen unter Druck gebracht haben.

Auf einen Blick

Integration. Heftige Debatten gibt es derzeit über die Zugänge zur Sprachförderung von Migranten. ÖVP-Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz fordert „Deutsch vor Schuleintritt“, die rote Unterrichtsministerin Claudia Schmied setzt weiter auf parallele Intensivförderung. Mehr Bedeutung in der Sprachförderung soll künftig dem Kindergarten zukommen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2012)

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2 Kommentare
Gast: geh anders
17.10.2012 12:00
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tu ma sie net mobben. hab i selber schon getan. is net ok, find ich

das foto erinnert

sowohl an haider als auch an grasser. grauslig!

Schlagzeilen Bildung