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Politikerbesuche: Schulen sollen selbst entscheiden

15.10.2012 | 13:49 |   (DiePresse.com)

Bundesschulsprecher Felix Wagner kritisiert, dass die Entscheidungskompetenz derzeit beim Landesschulrat liegt.

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Der neue Bundesschulsprecher Felix Wagner will Lehrer, Eltern und Schüler einer Schule entscheiden lassen, ob Politiker diese besuchen dürfen oder nicht. Die Entscheidungskompetenz über diese Frage müsse direkt an die Schulen verlagert werden, so Wagner in einer Aussendung am Montag. Derzeit liegt sie bei den Landesschulräten.

"Politische Bildung hat immer noch einen Lückenbüßerstatus im Lehrplan, daher fordert die Bundesschülervertretung seit vielen Jahren die Einführung des Unterrichtsfachs Politische Bildung als Pflichtgegenstand für alle Schüler", betonte der von der ÖVP-nahen Schülerunion gestellte Bundesschulsprecher. Wichtig sei dabei, den Schülern auch praxisbezogenen Unterricht zu bieten - dafür gebe es wohl keine bessere Möglichkeit als Diskussionen mit aktuellen Politikern. Die Auswahl der besuchenden Politiker dürfe aber keine parteipolitische Schlagseite haben.

Die Schulbesuche von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) führten kürzlich zu einer heftigen Kontroverse mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Der Politikwissenschaftler Peter Filzmaier, der die Studie "Jugend und Politische Bildung" verfasst hat, sieht Politikerbesuche unter bestimmten Bedingungen als sinnvoll - problematisch sei aber die mediale Inszenierung. "Es gibt viele gute Argumente, warum Schüler mit dem Umweltminister über Umwelt diskutieren sollen oder mit der Unterrichtsministerin über Bildung – aber es gibt kein Argument für das schöne Foto", so Filzmaier zur "Presse".

(APA/Red.)

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7 Kommentare

komisch

die Sache ist schon ein bisserl komisch - wenn Schüler andere Schüler photographieren / filmen und das youtube stellen werden sie von der Schule verwiesen. Wenn Reporter Politiker mit Kindern in der Schule photographieren / filmen ist das okey ?

Gast: geh anders
16.10.2012 11:35
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unverlässliches personal

noch besser fände ich es, würde man wie in australien die kinder selber unterrichten dürfen. also, schulpflicht ja, aber nicht in schulen.

objektive Person

Ich finde den Vorschlag von unserem Bundesschulsprecher sehr gut und würde vielleicht noch dazulegen, dass nur Politikwissenschaftler die Schulen besuchen sollten und dabei mit den Schülern jede Partei objektiv behandeln.
In Tirol gibt es Schulen, an denen der Bürgermeister einer Gemeinde in der Schule Politische- Bildung unterrichtet und das finde ich für unzuverlässig, den solch eine Person wird insgeheim seine Partei immer befürworten!!!

Neue Korruptionsart

Genau....die Schule, die Politiker dann rein lässt und gute Miene zum bösen Spiel macht bekommt Förderungen usw.

Im Prinzip einfach eine neue Art der Inseratenkorruption...und sonst nichts.

Brav erzogen der ÖPV-Schülerunion Bundesschulsprecher.

Gast: Liensberger A
15.10.2012 18:09
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Wenn alle Fraktionen des Parlaments mit gleichwertigen Politikern zu einem Thema eingeladen werden

Um mit den Schülern zu diskutieren, so ist das im Sinne der politischen Bildung!

Wer sollte, da was dagegen haben?

politiker sollten gaststunden halten

aber in pflichtschulen. dann könnte sich etwas zum besseren ändern.

Re: politiker sollten gaststunden halten

Das ist eine originelle Idee :-)

Schlagzeilen Bildung