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„Megadynamik“ bei Bildung, Fekter will mehr Kontrolle

16.10.2012 | 18:10 |   (Die Presse)

Für den Unterrichtsbereich gibt es im kommenden Jahr von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) rund acht Milliarden Euro, für das Wissenschaftsministerium vier Milliarden.

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Wien/Apa/Red. Im Budgetentwurf für 2013 gehören Bildung und Wissenschaft zu jenen Bereichen, in denen nicht gespart wird. Im Gegenteil: Um Wachstum und Beschäftigung zu forcieren, werde zusätzlich investiert, so Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP). Sowohl für Unterricht als auch für die Hochschulen steigt das Budget – allerdings, wie schon im Vorjahr, nur moderat. Für den Unterrichtsbereich gibt es insgesamt rund acht Milliarden Euro, für Unis und Fachhochschulen rund vier Milliarden.

Ministerin Fekter stellte dem Unterrichtsressort dennoch gewissermaßen die Rute ins Fenster: Das Bildungsbudget sei in den vergangenen Jahren mit einer „Megadynamik“ gestiegen (siehe Grafik) – angesichts der hohen Ausgaben müsse man nun genau schauen, „ob die Wirkungsziele erreicht wurden“.

(c) DiePresse

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Im Unterrichtsministerium verweist man auf die Bildungsstandards, die künftig eine flächendeckende Evaluierung ermöglichten, andererseits auf die Verwaltungsausgaben: Diese seien – mit rund 183 Mio. Euro pro Jahr für Bund und Länder – weit niedriger als oftmals behauptet. Der allergrößte Brocken des Budgets – rund 6,8 Mrd. Euro – würde an Schulen inklusive Lehrpersonal fließen.

Die Budgetzahlen für das Unterrichtsressort sind aufgrund der Umstellung des Haushalts nicht direkt vergleichbar; rechnet man die daraus entstehenden Effekte heraus, ergibt sich ein geringes Plus von rund elf Millionen Euro. Mit „strikter Budgetdisziplin“ sei es aber möglich, die fixierten Reformen sicherzustellen, betont Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) – konkret etwa den Ausbau der Tagesbetreuung, der Neuen Mittelschule und die Weiterführung der Sprachförderung.

 

Plus 175 Millionen für Wissenschaft

Bei Wissenschaft und Forschung gibt es wenige Überraschungen: Das Ressort von Karlheinz Töchterle (ÖVP) erhält rund 4,02 Mrd. Euro, das sind rund 175 Mio. Euro mehr als im Jahr davor. Der Anteil an der sogenannten Hochschulmilliarde, die über drei Jahre hinweg verteilt wird – 250 Mio. an „frischem Geld“ wurden pro Jahr angekündigt – ist darin bereits enthalten; die Differenz bei der Budgetsteigerung erklärt sich durch schon früher akkordierte Einsparungen in anderen Bereichen, etwa bei außeruniversitären Forschungsinstituten. Auch der Forschungsförderungsfonds FWF erhält laut Budget 33 Mio. Euro weniger – allerdings nur auf den ersten Blick: Durch Auflösung von Rücklagen werde es trotzdem zu einem Budgetzuwachs kommen, so das Ministerium. Der Löwenanteil des Budgets – 3,07 Mrd. Euro – geht an die Unis.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2012)

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14 Kommentare
Gast: Die Mitzi soll mal Mathe Unterricht nehmen!
17.10.2012 22:40
1 0

Es wurde gekürzt, nichts in Richtung Steigerungen!!

11 Millionen € gab es mehr. Rechnen muss man aber immer Kaufkraftbereinigt. Tut man das, also rechnet man die Inflation ein, dann gab es eine saftige "Kürzung" im Bildungsbudget.

Aber Steuererhöhen kann sie die Mitzi.

Die Politiker sollen endlich mal ihre Hausaufgaben machen. Weg mit dem Bankgeheimnis und endlich der Oberschicht den Steuerbetrug abdrehen. Dazu noch endlich die Verwaltungsreform angehen, anstatt dafür zu sorgen dass bald haufenweise Österreicher ihre Häuser verkaufen müssen. Denn das passiert wenn die geplante Erhöhung der Grundsteuern durchgeht.

Aber wie war das: Mit mir wird es keine neuen oder höheren Steuern geben!

Klatt gelogen! Die Erhöhung der Grunderwerbsgebühren ist eine Steuererhöhung. Schließlich bemißt sich die Höhe wie bei einer Steuer und nicht wie bei einer Gebühr nach den Kosten der Behörde.

Gast: AdamRies
17.10.2012 20:58
1 0

Megasynamik dür Bildung

Was für eine Trulla!

4 0

Außenstehende...

.. können gar nicht erahnen, wieviel Geld diese Ministerin und ihr Bifie "aus dem Fenster werfen", ohne dass irgend eine Verbesserung bei Schülern und Lehrern ankommt- man könnte fast schon einen Roman über diese Sinnlosigkeiten und Täuschungen aller Betroffenen schreiben.

nichtleser, nichtlerner, nichtwisser

ich werde einmal nicht mitverantwortlich für diese entwicklung gemacht werden können.

Bei Bildungsfragen...

sollte man wirklich keine Fekter konsultieren... die ist in dieser Hinsicht eine Bremse...

Gast: asdfghjk
17.10.2012 16:59
0 0

Megadynamik?

Das SPÖ-geführte Bildungsministerium hatte im Vergleichszeitraum einen Zuwachs von 43,9%, das ÖVP-geführte Wissenschaftsministerium einen Zuwachs von 68,2%.
Die ÖVP-Finanzministerin sieht beim Bildungsministerium eine Megadynamik.
Wieso wundert mich das eigentlich nicht?

Megadynamik?

Wenn der reale Anstieg der Bildungsausgaben grade mal 11 Millionen Euro beträgt, liegt das weit unter der Inflationsrate - bin gespannt, auf welche Verschlechterungen wir uns jetzt einstellen können. Das Unterrichtsministerium kann ja jetzt schon die eigenen Vorgaben (z. B. Klassenschülerhöchstzahl 25) nicht finanzieren, der Bund wird schon gerichtlich geklagt. Die NMS ist auch bereits wieder weitgehend zurückgestutzt, das ursprüngliche Konzept war offensichtlich finanziell dilettantisch geplant (Absicht?).

Megadynamik?

Ich vergleich jetzt mal die Zahlen von 2009 und 2013: Bugetanstieg von 7,20 Mrd. auf 8,13 Mrd., das ist ein Anstieg um 12,9%. Inflation in den letzten 4 Jahren (von 9/08 [107,7], bis 9/12 [116,8]: + 8,45%. Bleiben also real knapp 4 1/2 % Anstieg, und wie die Unis müssen die Schulen ihre Gebäude auch von der BIG mieten, in dieser Zeit liegt das teure Projekt "Neue Mittelschule" (das heuer plötzlich massive Kürzungen erfahren musste, so dass die Schulen den Eltern versprochene Leistungen nicht einhalten konnten) sowie die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl (die der Bund trotz rechtsgültiger Verordnung nicht ausfinanziert und daher schon geklagt wird).

Das genannte effektive Budgetplus von 11 Mill. Euro ist real eine Kürzung (das gleicht die derzeitige Inflation von etwa 3% bei weitem nicht aus). Kürzungen und damit Verschlechterungen im Bildungssystem sind zu erwarten.

Re: Megadynamik?

endlich mal wer, der das erkennt - aber lieber poster - das will niemand hören - siehe unten mein posting !

Gast: geh anders
17.10.2012 11:54
0 0

staatsgewalt

die lieben kinder werden sonst opfer des staates!

Gast: geh anders
17.10.2012 11:54
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!heimunterricht gestatten!

lassens den schülern heimunterricht gelten! bei der korruption sollten die schüler den schulen fernbleiben dürfen wie in australien.

Antworten Gast: bärig
17.10.2012 16:05
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Re: !heimunterricht gestatten!

In Österreich ist Heimunterricht (homeschooling) möglich!

ACHTUNG Fehler

Bezogen auf die Universitäten steckt da ein gewaltiger Fehler in der Grafik bzw. Darstellung durch das Finanzministerium - die Steigerungen ergeben sich einzig und alleine durch die Tatsache, dass die UNIs jetzt selbst für ihre Gebäude aufkommen müssen - wobei es das Geld vom Ministerium zuerst gibt - dann geht es an dir BIG - und dann wieder zurück an den Staat ! Daneben gibt es auch fast keine Beamten mehr - d.h. die Personalkosten scheinen nun auch im UNI-Budget auf - d.h. in den den letzten 10 Jahren gab es nur eine scheinbare Verdopplung des UNI-Budgets - real ist es eine drastische Verringerung ! (Karl Reiter, Gewerkschaft der Hochschullehrer)

7 0

Im Unterrichtsministerium verweist man auf die Bildungsstandards..

..und was ist mit den (Un)summen, die ansonsten noch Jahr führ Jahr (und es werden immer mehr) beim BIFIE versickern? Und was ist mit den Geldern, die jährlich für Hochglanzbroschüren der Frau Minister zum Fenster hinausgeworfen werden? Und wo sind die Gelder geblieben, die in Werbeeinschaltungen für zahlreiche "Qualitätszeitungen" fließen?

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