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"Wiener Lerntafel": Bisher Nachhilfe für 500 Kinder

24.10.2012 | 10:11 |   (DiePresse.com)

Seit der Gründung im Frühjahr 2010 haben rund 500 Mädchen und Buben aus armen Familien bei der Lerntafel Nachhilfe bekommen. Die große Mehrheit davon hat Migrationshintergrund.

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Der Verein "Wiener Lerntafel" bietet Kindern aus armutsbetroffenen Familien kostenlose Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Seit der Gründung im Frühjahr 2010 wurden rund 500 Mädchen und Buben betreut - und zwar fast ausschließlich mit Migrationshintergrund. Denn laut Vereinsobmann Stefan Unterberger sprachen 92 Prozent der Kinder Deutsch nicht als Muttersprache.

Das zeige auch, dass vor allem Migranten von Armut betroffen seien, interpretierte Unterberger die Statistik. Die Rangliste der Muttersprachen führt Türkisch mit 26 Prozent an, dahinter folgt Arabisch (22 Prozent). Allerdings: Zwei Drittel des unterrichteten Nachwuchses wurden in Österreich geboren, nur 4,5 Prozent kamen tatsächlich in der Türkei auf die Welt.

Die Lerntafel hat ihr Angebot seit dem Umzug vom Gasometer an einen größeren Standort im Ekazent Simmering seine Kapazität erweitert. 200 Nachhilfelehrer kümmern sich um derzeit 162 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Pro Monat können nun bis zu 2500 Einheiten angeboten werden.

Die Betreiber sehen das private Nachhilfeinstitut jedenfalls als Erfolg. 80 Prozent der Kids hätten in ihrem schwachen Fach die Prüfungen geschafft. Das Jahresbudget des Vereins beträgt in etwa 160.000 Euro. Der überwiegende Teil sind private Spenden.

 

(APA)

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5 Kommentare

immer wieder faszinierend

was private institutionen schaffen, während die staatlichen, die wir alle finanzieren, primär damit beschäftigt sind, eine positive entwicklung zu verhindern (ja nicht länger arbeiten, fortbildung in den ferien? waaahnsinn usw)

Antworten Gast: bärig
25.10.2012 17:11
2 0

Re: immer wieder faszinierend

Dort werden auch maximal 10 Kinder pro Gruppe betreut- in der Schule sind es zwischen 25 Kinder, die von EINEM Lehrer unterrichtet werden müssen!

Antworten Gast: bärig
25.10.2012 06:38
3 0

Re: immer wieder faszinierend

In diese privaten Institutionen gehen die Lehrer- manche nach ihrem Unterricht, andere sind schon pensioniert- gerne freiwillig hin! Warum? Weil dort Kinder sind, die sich gerne etwas erklären lassen, die die Lehrer nicht beschimpfen oder sich gegenseitig in die Ei.. treten! Dort können die Lehrer wirklich zeigen, was sie drauf haben!

übrigens:

welche Berufsgruppe, denken Sie, gibt in diesem Institut die Gratis-Nachhilfe?

Re: immer wieder faszinierend

Gut. Setzen wir uns dafür ein, dass alle Arbeitnehmer ihre betrieblich geforderten Fortbildugnen in ihrem Zeitausgleich oder ihrem Urlaub absolvieren, und erhöhen wir kollektiv die Jahresarbeitszeit ohne Gehaltsausgleich - das wäre gut für den Wirtschaftsstandort Österreich, gut für die Staatsfinanzen und gut für die Gesamtentwicklung in unserem Land.

Verstehen Sie mich recht: Wenn, dann nicht nur für die anderen (LehrerInnen), sondern für ALLE, alles andere wäre ungerecht.

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