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Das unselige neunte Schuljahr

28.10.2012 | 18:25 |  von Rosa Schmidt-Vierthaler (Die Presse)

Die polytechnische Schule ist der Politik ein Dorn im Auge. Warum der Lückenfüller als Problemfall gilt und was die Pädagogen den Kindern dennoch versuchen beizubringen.

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Gegen die Übermacht von synthetischen Neonshirts und Hormonausschüttung kann sich die frische Herbstluft nicht durchsetzen: Der Geruch von 23 pubertierenden Schülern hat in der letzten Stunde auch das hinterste Eck des Klassenzimmers besetzt. Die Lehrer an der Polytechnischen Schule Wintzingerodestraße haben sich wohl schon daran gewöhnt, denn sie unterrichten ausschließlich die neunte Schulstufe. Die Kinder sind 14, maximal 15 Jahre alt und verbringen in dem grobschlächtigen Sechzigerjahrebau in Wien Donaustadt nur ein einziges Schuljahr. In den meisten Fällen ist es ihr letztes. Das Jahr, in dem sie lernen, dass sie das unterste Glied der Bildungskette sind.

Die Jugendlichen wirken deplaciert in ihrer kindlich dekorierten Klasse. An den Fenstern Halloween-Dekoration. An der Wand ein Baum aus Karton, dessen Blätter Nettigkeiten tragen: Höflichkeit, Ehrlichkeit, sich vertragen. Lehrerin Angela Reichl spricht in dieser letzten Stunde des Tages über Restaurants. „Der Kellner ist der, der das Essen bringt. Der, der das Essen macht, ist der Koch. Das kannst du in einer Doppellehre lernen.“ Sie seufzt. Ein Mädchen aus dem Vorjahr habe es geschafft, eine Lehre in einer Bank zu machen, erzählt sie und wartet auf ehrfürchtige Blicke, die nicht kommen. „Glauben Sie, ich könnte in eine HAK gehen?“, fragt eine Schülerin, provokant Kaugummi kauend. „Ja“, sagt die Lehrerin. Wenn sie sich anstrengen würde, könnte sie alles schaffen. Die Floskel wird mit wenig Überzeugung vorgebracht. Jedes Jahr versuchen nur zwei, drei Schüler einer Klasse den Wechsel an eine weiterführende Schule.

 

„Strickfehler im System“

Die polytechnischen Schulen gelten in Österreich als Problemschulen. Seit sie 1962 eingeführt wurden, stehen sie in der Kritik. Sie sind ein einjähriger Lückenfüller zwischen dem Ende der Hauptschule und dem Ende der Schulpflicht. Für alle anderen Schulen ist ein positives Hauptschulzeugnis vonnöten, das „Poly“ muss auch die schlechtesten Schüler aufnehmen. Zahlreichen Kritikern gilt dies als verlorenes Jahr: Der grüne Bildungssprecher Harald Walser etwa warnt vor der Gefahr, dass die polytechnische Schule zur „Sackgasse“, wird, ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon spricht von „Poly-Flüchtlingen“ in anderen Schulen. Auch die OECD empfiehlt dringend Reformen. SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller wiederum will die Handelsschulen abschaffen. Viele Jugendliche würden dort nur auf das Ende der Schulpflicht warten – ein Vorwurf, der auch dem Poly gemacht wird. Für Vorarlbergs ÖVP-Schullandesrat Siegi Stemer ist das neunte Schuljahr insgesamt ein „kleiner Strickfehler im System“.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) verhandelt derzeit die „Reform und Aufwertung der neunten Schulstufe“, heißt es. Einzelheiten will das Unterrichtsministerium nicht bekannt geben. Doch auch vor knapp zwei Jahren schon versprach Schmied baldige Ergebnisse für eine „Reform und Aufwertung“ des neunten Jahres. Fazit: Zufrieden ist eigentlich niemand. Doch ernst zu nehmende Lösungsvorschläge gibt es bisher auch nicht.

Für die Zukunft der Kinder in der Wintzingerodestraße spielen diese Diskussionen keine Rolle, sie kämpfen auf anderem Terrain: „Ihr habt keine Ahnung, wie bös es da draußen ist“, erklärt Angela Reichl im Fach „Berufskunde“. „Wenn ihr arbeitet, könnt ihr nicht verschlafen, da müsst ihr pünktlich kommen.“ Das Mädchen mit dem Kaugummi winkt ab: „Ich will eh nicht arbeiten gehen.“ Sie solle sich ordentlich hinsetzen, sagt Reichl, langsam etwas verärgert, und schaltet den Overhead ein. „Nicht schreiben“, meckern die Schüler, die meisten von ihnen nehmen dennoch brav die Stifte zur Hand und notieren eine Liste von Lehrberufen.

 

Arzt ist kein Lehrberuf

Erklären muss Reichl freilich auch, was nicht darunter fällt: Arzt etwa, oder Lehrerin. Dinge, die viele Volksschüler schon wissen, werden in einige Hefte eingetragen. Dabei handelt es sich hier um das Projekt „Fachmittelschule“: Die Kinder, die in diesen Klassen sitzen, haben alle ein positives Hauptschulzeugnis, damit ist das Niveau etwas höher als in einer durchschnittlichen Poly-Klasse.

Im Jahr 2012 ist die Schülerzahl zwar insgesamt um 0,8 Prozent zurückgegangen, doch niemand hatte so hohe Verluste wie das Poly: Es kommt nur noch auf 16.500 Schüler, das ist ein Minus von 8,9 Prozent innerhalb eines Jahres. Dabei haben die Einrichtungen ein interessantes Konzept: Neben den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch wird eine Fachorientierung angeboten. Schüler können zwischen Bereichen wie Handel/Büro, Dienstleistungen oder Metall/Elektro wählen und bekommen in schuleigenen Werkstätten, Lehrküchen oder Haarstudios erste Eindrücke zu den Berufssparten. Aber: Nicht nur die Schülerzahl geht zurück, sondern auch das Niveau, wie Elisabeth Kiefl erzählt, die Direktorin in der Wintzingerodestraße. Viele Schüler würden das letzte Jahr einfach absitzen. Kern des Unterrichts seien nicht die Inhalte der einzelnen Fächer. Sondern Umgangsformen, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit. „Die Schüler können die Dinge des Alltags wie Grüßen nicht“, sagt Kiefl. In der Berufspraxis würden manche nach der Mittagspause einfach nicht mehr kommen. Das seien die Dinge, an denen sie scheitern würden, ihre Eltern hätten sie ihnen nie beigebracht. „Die Kinder, deren Eltern sich ordentlich um sie kümmern, kommen nicht zu uns. Trotzdem sei die Schule weit besser als ihr Ruf“, so Kiefl. Das bestätigen auch Experten. Die politische Diskussion zur Zukunft des Poly schiebt Kiefl beiseite: „Wir werden abgeschafft, seitdem es uns gibt. Aber: Totgesagte leben länger.“

Dem Mädchen mit dem Kaugummi jedenfalls scheint die Zukunft keine besonders großen Sorgen zu machen. Auf der Rückseite ihres lachsfarbenen T-Shirts steht in Großbuchstaben „Maybe not“.

Auf einen Blick

Polytechnische Schulen stehen als „Restschulen“ in der Kritik, seit es sie gibt. Das Niveau ist niedrig, die Schülerzahl sinkt rapide. Auch Schüler ohne Hauptschulabschluss werden zugelassen. Sie sollen im letzten Jahr der Schulpflicht auf einen Lehrberuf vorbereitet werden. Das Unterrichtsministerium spricht schon seit Jahren von einer Reformierung der neunten Schulstufe. Konkrete Pläne sind jedoch nicht bekannt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2012)

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91 Kommentare
 
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Gast: neunjahre
05.11.2012 08:42
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9 Jahre Schulpflicht...

... auf meine Anfrage beim BMUKK warum es in Österreich 9 Jahre Schulpflicht gibt, aber keine Schule die darauf abgestimmt ist, kam die Antwort die NMS ist eine Reaktion darauf. Nur blöd, dass die NMS wieder nur bis zum 8. Schuljahr ausgelegt ist... Rechnen sollte man überall können! Denn 4 Jahre VS plus 4 Jahre NMS ist 8. Das 9. Schuljahr kommt in den Schulformen in Österreich leider nicht vor! Daher ist das Auffangbecken des Polys entstanden - grauslich aber wahr!

Gast: Verteidiger
04.11.2012 12:38
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Warum wird immer Wien als das Maß aller Dinge genommen.

Warum werden immer Wiener Verhältnisse dargestellt und alle anderen Bundesländer ignoriert? Polytechnische Schulen in zB Niederösterreich haben eine fundierte Berufsgrundbildung und hohe Erfolgsquoten bei der Vermittlung ihrer SchülerInnen auf passende Ausbildungsplätze. Würden weiterflührende Schulen die gesetzlichen Anmelderichtlinien einhalten, und nicht willkürlich Schüler auch noch nach Schulbeginn kurzfristig aufnehmen, nur um vielleicht noch eine zusätzliche Klasse eröffnen zu können, wäre das auch ein Beitrag zum Facharbeitermangel. Abschließend bleibt noch zu sagen, dass schlecht recherchierte Artikel wie dieser, leider in Bildungsfragen immer wieder unsachlich und auf der emotionalen Ebene falsche Dastellungen bringen. Gute Arbeit von engagierten Pädagogen wird verschmäht.

Antworten Gast: guteschule
05.11.2012 08:46
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...weil man nur damit Sensationsjournalismus betreiben kann

... wen bitte schön, interessiert schon ein Artikel über gute Schulen, ausgezeichnete Schüler und gute Lehrer.... Das will niemand lesen - denn: Lehrer haben faul zu sein und ständig frei zu haben, Schüler sind grundsätzlich unfähig und unwillig und gute Schulen gibt es auf keinen Fall! Das ist halt Österreich - finden wir uns damit ab!

Gast: klar
03.11.2012 15:20
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Wieder einmal über die Schule schimpfen!?!

Liebe Frau Schmidt-Vierthaler!
Ihr Artikel ist eine Schande. Anstatt über das stete Bemühen von LehrerInnen zu berichten, die auf wirklich nicht einfachem Gebiet versuchen, SchülerInnen der 9. Schulstufe etwas Wichtiges mitzugeben, schreiben Sie nur von demotivierten Lehrpersonen, frustrierten SchülerInnen, schlechten Raumverhältnissen und dergleichen. Von der Presse hätte ich mir etwas Anderes erwartet. Zumindest eine objektive Betrachtungsweise. Nur Schimpfen und Jammern bringt uns alle nicht weiter. Schon gar nicht unsere Jugend.

schande

Dieser Artikel ist eine Schande für die Presse. Sprachlich vom Poly-Durchschnitt im Fach "Kreatives Schreiben" gar nicht so weit entfernt. Und weltanschaulich von der ganz schlimmen Abteilung ebenso wenig.

Off topic, zumindest teilweise.

Wieso muss ich mir nach dem Lesen dieses Artikels die Frage stellen, ob "die Presse" neuerdings auch schlechte Belletristik-Autoren in ihren Reihen begrüßen darf?

Wenn ich so etwas lesen will besorge ich mir eine Ausgabe der deutschen "Bild". Oder der "Nationalzeitung". Oder von "Mein Kampf". Oder ich lese das Drehbuch zum 239. Rosamunde Pilcher Film.

Stilistisch passend für den Tagebucheintrag eines pubertierenden Teenagers beleidigt dieser Artikel die Fähigkeit zur Differenzierung und Reflexion jedes einzelnen Lesers. Ich dachte mein Jahresvorrat an "Fremdschämen" sei nach der letzten Nationalratssitzung auf ORF 3 aufgebraucht. Ich lag falsch.

Gast: unglaubbar
01.11.2012 19:07
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medienberichterstattung ;(

also ich kenne sowohl die schule als auch die beiden personen, die hier genannt wurden... musste lange überlegen, wo denn dieses foto aufgenommen wurde....ach ja, es ist der letzte winkel der schule....und zu den personen die im artikel genannten wurden nur so viel: nie und nimma geben sie so etwas von sich....die direktorin ist weder pensionsreif, noch ist die lehrerin verzweifelt....beide lieben ihre arbeit, leisten enorm viel und werden von den kindern sehr geschätzt......also was ist da bei der berichtersrattung schief gegangen bzw welches ziel verfolgt diesert bericht????

Antworten Gast: naaklar
01.11.2012 22:16
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Re: medienberichterstattung ;(

Welches Ziel verfolgt es? Na klar: das Ziel, die Polytechnische Schule abzuschaffen. Ob das gut ist oder nicht kann ich nicht sagen, ich war nie an einer.

Gast: bärig
01.11.2012 16:06
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"Ihr habt keine Ahnung....

...wie bös es da draußen ist", sagt eine Lehrerin? Die Frau muss sehr verzweifelt sein! Die ist nicht stolz darauf, was sie mit ihren Schützlingen gemeinsam leistet. Dort liegt der Fehler im System!

Re: "Ihr habt keine Ahnung....

Die Lehrerin versucht lediglich, die desinteressierten Kinder ein wenig aufzurütteln. Es funktioniert aber nicht, weil die "eh nicht arbeiten wollen".

Worauf soll die Lehrerin da bitte stolz sein?

Antworten Antworten Gast: bärig
01.11.2012 19:12
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Re: Re: "Ihr habt keine Ahnung....

Die Lehrerin kann darauf stolz sein, dass die Kinder überhaupt zur Schule gehen! Irgendetwas gibt es dort anscheinend, was ihnen doch gefällt. Sie haben zumindest Menschen, mit denen sie reden können- was bei vielen Kindern zuhause möglicherweise nicht der Fall ist!
"Ein Mädchen aus dem Vorjahr habe es geschafft, eine Lehre in einer Bank zu machen"- Das ist doch was! Hätte sie diese Lehrerin nicht gehabt, wäre das Mädchen heute vielleicht arbeitslos.
"Wenn sie sich anstrengen würde, könnte sie alles schaffen", sagt die Lehrerin. Nein, wenn man an sie glauben würde, dann könnte sie es schaffen! Lehrende müssen viel mehr an die Schüler und an sich selbst glauben! Nur so kann ein gutes Schulsystem entstehen- ob stark differenziert oder gesamtschulisch oder wie auch immer.

Gast: bärig
01.11.2012 15:49
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Veränderbar!?

Werden in den letzten Jahren nicht alle 3- Eltern, Schüler, Lehrer- von den Medien in irgendeiner Weise verdummgeschwätzt? Eltern kümmern sich angeblich nicht um ihre Kinder; Lehrer arbeiten zu wenig; Schüler- zumindest jene, die NUR eine Pflichtschule machen- sind lernschwach; Migrantenkinder fast generell bildungsunwillig. Die Journalisten müssen rechtzeitig zu bestimmten Themen Artikel abliefern, können sich also nicht eingehend mit der Materie befassen.
Was mir aber zu denken gibt: Warum verbünden sich Lehrer nicht mit ihren Schülern und deren Eltern und verbessern gemeinsam das Schulsystem? Vieles ließe sich ohne der Zustimmung der Politiker verändern.

Unfassbar 1

UNFASSBAR wie hier wieder einmal die Schule, die Lehrer/-innen und VOR ALLEM DIE SCHÜLER/-INNEN dargestellt werden!
UNFASSBAR wie dieser Artikel verfasst wurde - VOR ALLEM AUF KOSTEN DER JUGENDLICHEN!
UNFASSBAR leider auch einige Kommentare der Leser/-innen!
SICHERLICH SEHR MOTIVIEREND für PädagogInnen aller Schulstufen und Schularten, wenn ihre Arbeit einmal mehr dermaßen schlecht, unnötig und unpassend dargestellt wird - und LIEBE LESER/-INNEN - es gibt wohl einen sehr großen Teil, die sich nicht wegen der Ferien für diesen Beruf entschieden haben, sondern wegen der Kinder und dem Anliegen etwas an diese weiterzugeben!
Jede Schule in allen Teilen Österreichs hat ihre Probleme - sicherlich in den Ballungszentren ein wenig anders gestrickt als in manch anderen Gegenden - dennoch gibt es sie da und dort. UND trotzdem gibt es die Lehrer/-innen die gerne jeden Tag aufs Neue arbeiten gehen UND SICHER NICHT, um den beinahe schwächsten Schüler/-innen täglich zu lernen, "dass sie das unterste Glied der Bildungskette sind". UNFASSBAR!

Unfassbar 2

Die Polytechnische hat bedauerlicherweise seit vielen Jahren einen schlechten Ruf - leider wird dabei nicht berücksichtigt, dass es auch in diesem Schultyp schon große Reformen gab. Hier sei natürlich festgehalten, dass es diese auch weiterhin geben muss, aber die Berufsorientierung und die Vorbereitung, die in diesem Schultyp passieren sind von großer Bedeutung für Jugendliche, die sich zu einem hohen Prozentsatz für den Ausbildungsweg "Lehre" entscheiden - das zeigt auch die gute Zusammenarbeit mit AK und WKO!
UNFASSBAR! SEHR DEMOTIVIEREND"
UND BITTE - WAS SOLLTE MIT DIESEM ARTIKEL GENAU AUFGEZEIGT WERDEN???

Antworten Gast: bärig
01.11.2012 15:55
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Re: Unfassbar 2

Warum hat das Polytechnische einen schlechten Ruf? Wer ist dafür verantwortlich? Wer ist stolz darauf, an so einer Schule unterrichten zu dürfen? Welche Chancen haben die Schüler, wenn sie aus diesem Schultyp kommen? Wie ist die- positive- Öffentlichkeitsarbeit? Wer macht sie?
Immer nur jammern ist keine Lösung! Vor den Vorhang mit guten Absolventen- das aber muss an den Schulen selbst geschehen!

"Überqualifizierung"

6 Jahre Pflichtschule genügen (für künftige österreichische Künettengraber in China). Weg mit der Überqualifizerung!
Ein österreichisches Phänomen: Die Totgeburt von 1962 lebt noch immer...

Gast: Grubich Lothar
01.11.2012 14:10
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Poly =PTS ist nicht überall dasselbe !

Auf Grund Ihrer negativen Berichterstattung schlage ich Ihnen einen Besuch einer kleinstädtischen Poltechn. Schule in einem anderen Bundesland als Wien vor, Sie werden sehen, die PTS funktioniert, fast alle Schüler haben einem Lehrplatz, viele machen anschließend Lehre mit Matura! (soviel zum "Niveau" dieser Schüler/innen).

Antworten Gast: bärig
01.11.2012 16:01
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Re: Poly =PTS ist nicht überall dasselbe !

Wissen Sie nicht: "Nur negative Schlagzeilen sind gute Schlagzeilen", weil darüber gesprochen wird.
Es ist IHRE Aufgabe, für IHR Unternehmen positive Werbung zu machen- nicht die Aufgabe der Journalisten! Geben Sie eine Zeitschrift heraus, in der die Schüler sich und ihre Arbeiten vorstellen, laden Sie HS-Schüler und Lehrer ein und bekämpfen Sie die Vorurteile gegen diesen Schultyp! Sich mit Schmollmund ins Eck verkriechen wird nichts nützen!

Gast: benzinger
31.10.2012 17:34
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das 9.jahr zuerst

Lieber für alle Kinder, die es brauchen, das 9.Jahr als vorschuljahr in eigenen vorschulklassen ermöglichen, dann hätten wir weniger schulversager und bräuchten das Pol nicht.

Antworten Gast: Sprachpozzelei
01.11.2012 14:25
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Re: das 9.jahr zuerst

Ja, im 9. Schuljahr lernt man nicht mehr viel dazu. Aber die Schüler üben dort zum letztenmal, Hauptwörter mit großem Anfangsbuchstaben zu schreiben und zwischen Pol und Poly zu unterscheiden. Und stimmt schon: statt des Poly-Besuchs räuchten sich viele gern eine an...

Antworten Antworten Gast: benzinger
01.11.2012 22:59
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Re: Re: das 9.jahr zuerst

Ist ja auch enorm wichtig, dass man zwar sonst nicht viel kann, aber Nomen richtig groß schreibt.das verschafft unserer Gesellschaft viele wertvolle schlüsselarbeitskräfte. Ich überlass die großschreibung meinem tablet und der dürfte offensichtlich zu viel rauchen . Braucht man ein 9.Schuljahr um sprachpozzlist zu werden?

presse, oh presse, was machst du da?

facharbeitermangel? ja, haben wir.
betriebe, die lehrlinge ausbilden? ja, haben wir.
der weg dorthin führt über den schultyp, der hier (warum eigentlich?) zerrissen wird...

abgesehen davon, dass dieser artikel im poly vermutlich nicht so oft gelesen wird: was soll damit bezweckt werden? dass noch weniger junge menschen eine lehre ins auge fassen?

was ist denn mit euch los?

Antworten Gast: wie wahr
30.10.2012 22:49
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Re: presse, oh presse, was machst du da?

selten bin ich mit Ihnen einer Meinung, aber hier volle Zustimmung

Gast: dieWahrsagerin
30.10.2012 20:17
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Wahrheit

Diese oben beschriebene PTS hat in Wien einen sehr guten Ruf und die große Frage ist warum ganz einfach nur alles Schlechte und nichts Gutes gesehen wurde - und was wurde wirklich gesehen. Wenn man 5 Minuten in einem Restaurant sitzt kann man sich auch keine allgemeine Meinung bilden.

Keinen Sinn

Ich sehe hinter dem verpflichtendem neunten Schuljahr keinen Sinn. Weg damit.

Re: Keinen Sinn

genau und die Lehre mit dazu - Schulpflicht bis 18.

 
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