Aktionismus: Neos benennen den Minoritenplatz um

Der Minoritenplatz wurde von den Neos zum "3. Letzten Platz" umbenannt. Damit spielt die Partei auf den drittletzten Platz Österreichs beim PISA-Test im Bereich Lesen an.

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Neos

Die neu gegründete Partei Neos päsentierte heute, Dienstag, ihre bildungspolitischen Forderungen direkt am Minoritenplatz, dem Standort des Unterrichts- und Wissenschaftsministerium. Die Aufmerksamkeit wollten sie vor allem mit einem neuen Straßenschild auf sich ziehen. Der Minortenplatz wurde kurzer Hand in den "3.Letzten Platz" umbenannt.

Damit spielt die Partei auf den drittletzten Platz Österreichs beim PISA-Test im Bereich Lesen an. "Wir sind empört, dass 28 Prozent der 15-Jährigen nicht sinnerfassend lesen können", sagt Matthias Strolz, der Vorsitzende der Neos, und fordert umfassende Reformen im Bildungsbereich.

So setzten sich die Neos für die Einführung der Mittleren Reife ein. Demnach soll jeder Schüler am Ende der Schulpflicht ein gewisses Kompetenzniveau erreicht haben. Auch zur Ganztagsschule haben sich die Neos geäußert. Ihre Forderung: In jeder Schule soll pro Schulstufe mindestens eine Klasse in Ganztagsform mit verschränkten Lern- und Freizeitphasen geführt werden.

Schulen sollen Budgetautonomie erhalten

Auf den pinken Sprechblasen, die die Parteimitglieder in die Höhe hielten, stand geschrieben: "Schulautonomie jetzt - Parteipolitik raus". Konkret fordern die Neos, dass die Auswahl der Direktoren durch den Schulgemeinschaftsausschuss stattfindent und dass die Schulen volle Personal- und Budgetautonomie erhalten.

Generell zeigte sich die junge Partei kämpferisch: "Allen Betonierern im Bildungsbereich sagen wir heute den Kampf an. Wir wollen mit Österreich an die Spitze, aufs Stockerl. Wir wollen die Bildung entfesseln und Österreich erneuern", so Strolz in seiner kurzen Ansprache vor dem Ministerium.

Nach wenigen Minuten war der Auftritt der Neos am Minortienplatz aber auch schon wieder vorbei. Zwar hat die Unterrichtsministerin kurz aus dem Fenster geblickt, ansonsten dürfte die Aktion aber nur wenigen aufgefallen sein.

(j.n.)

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