Heimische Schüler rechnen selten mit Uni-Abschluss

27.12.2012 | 10:52 |   (DiePresse.com)

Nur in Lettland gehen noch weniger Schüler davon aus, einen Uni-Abschluss zu erreichen als in Österreich.

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Österreichische Schüler gehen im internationalen Vergleich nur selten davon aus, einen Hochschulabschluss zu erlangen. Das zeigt eine Spezialauswertung der letzten PISA-Studie unter Jugendlichen am Ende ihrer Pflichtschulzeit. Demnach erwarten 81 Prozent der 14- bzw. 15-Jährigen in Südkorea, später einmal einen Hochschulabschluss zu erreichen. In Österreich sind es dagegen nur 28 Prozent, das ist der zweitniedrigste Wert nach Lettland (25 Prozent).

Vergleichsweise häufig rechnen Schüler aus Singapur (70 Prozent), Trinidad & Tobago (69 Prozent), Australien (61 Prozent), Mexiko (56), Serbien und Irland (je 55 Prozent) mit einem akademischen Abschluss. Geringere Bildungserwartungen hegen neben Letten und Österreichern auch Schüler aus Slowenien, Macao (je 35 Prozent), Belgien (37 Prozent), Italien, Ungarn und Polen (je 41 Prozent). Bei der PISA-Studie werden nicht nur die Leistungen der Schüler in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften abgefragt, sondern mittels Fragebögen noch zahlreiche statistische Daten erhoben.

Grundsätzlich sind die Erwartungen der Schüler auch realistisch, heißt es in der Studie. In allen untersuchten Staaten schneiden jene Schüler, die mit einem Hochschulabschluss rechnen, in der Mathematik und im Lesen signifikant besser ab als jene, die von keiner akademischen Karriere ausgehen. Mit mehr als 90 PISA-Punkten - das sind umgerechnet mehr als zwei Schuljahre - ist dieser Unterschied in Australien, Österreich, Belgien, Kroatien, Ungarn und der Slowakei am größten.

Lücke zwischen Ambition und Fähigkeiten

Trotzdem gibt es in jedem Land Schüler, deren Ambitionen nicht ihren Fähigkeiten entsprechen. In Österreich klafft diese Lücke am stärksten auseinander: Ein Drittel aller bei PISA als "High Performer" eingestuften Schüler rechnet mit keinem Hochschulabschluss. In Italien sind es 17 Prozent, in Hongkong 13 und in Island zwölf Prozent, alle anderen Staaten kommen auf Werte von höchstens zehn Prozent. Die OECD empfiehlt Österreich daher sicherzustellen, dass die Einordnung der Schüler in maturaführende oder berufsbezogene Schulformen "leistungsabhängig und nicht aufgrund des sozialen Hintergrunds der Schüler erfolgt".

(APA)

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12 Kommentare

mit 15

war ich auch WEIT weg davon mich fuer ein Studium zu interessieren. Mit 20 hab ich begonnen die Matura neben dem Job nachzumachen.
Mit 22 angefangen zu studieren, mit 24 aufgehoert vollzeit zu arbeiten, dafuer vollzeit zu studieren - finanzieller Graus, aber im Studium hats was gebracht... was weiss man schon als 15 Jaehriger, wenn einem die halbe Familie im Nacken sitzt, was man denn nicht fuer einen riesigen Fehler gemacht hat, das Gymnasium fuer die HTL zu verlassen... (hab mich Dank Mathe fuer die HAS nach der 1. entschieden - heute frag ich mich, wo das Problem mit Mathe damals war, denn jetzt faellt mir Mathe leicht)

bzw wer will schon studieren, wenn Studenten ueberall schlecht und einem mit riesigen Ueberschriften ueber Knock-Out-Pruefungen permanent Angst vorm Studium gemacht werden !?

Re: mit 15

Ein ordentlicher und disziplinierter Fünfzehnjähriger HAT sich gefälligst für seine Zukunft respektive Ausbildung zu interessieren, sonst sollten ihm seine Eltern Beine machen, wenn er das nicht tut!

Re: Re: mit 15

interessiert hab ich mich auch dafuer - nur fuers studium nicht. erst, als ich als jahrgangsbeste meinen schulabschluss hatte, hab ich mir zugetraut weiter zu machen. aber nach meinen negativen erfahrungen mit schlechten paedagogen in der unterstufe, die jeglichen mut und jegliche lernfreude genommen haben, hab ichs mir selbst nicht mehr zugetraut. (es war ein lehrer... aber ohne dem fach keine matura...)

...in Schulformen eingeordnet...???

Ach, da wird man eingeordnet?

Ich dachte ja immer es sei meine Entscheidung gewesen.

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ich dachte immer,

das Spiel heißt Uno?

Ich dachte...

... den Uniabschluss bekommt man mit dem einschreiben in die NMS gratis dazu?;)

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Re: Ich dachte...

nur nach Vorweisen des richtigen Parteibuches = Bibel des Parteienapparates

3 3

Heimische Schüler rechnen selten mit Uni-Abschluss

Die Überschrift ist irreführend. Österreichische Schüler "rechnen" gar nicht mehr!

5 5

Nur ja keine allzu hohe Erwartungen in sich setzen!

Die Sozialdemokratie sorgt schon für die Menschen.
Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist immer drin.

1 2

Land von Berge, Land von Strome

....Land von Dolme

Haha.

Die zukünftigen Tshirt-Näher für asiatische Textilfabriken.

wundert mich nicht

seit jahren bekommen sie von allen seiten den "wert" von bildung unter die nase gerieben und was für tr...... die lehrer und -innen sind.

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