Wer Migranten kaserniert, löst damit noch keine Probleme

08.01.2013 | 18:13 |  CHRISTOPH SCHWARZ (Die Presse)

Migrantenklassen müssen mehr als ein Placebo zur Beruhigung verunsicherter Eltern sein. Integration durch Segregation ist für sich allein kein Erfolgskonzept.

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Wenn es um die sprachliche Verunglimpfung der Konzepte des politischen Mitbewerbers geht, übernehmen die Parteistrategen nur zu gern den Job des Boulevards. Wenn dann von der „Zwangstagsschule“ und der „Eintopfschule“ (© ÖVP) die Rede ist, kann man sich der erwünschten Lacher sicher sein, und zwar nicht nur im Boulevard. Dass das der inhaltlichen Auseinandersetzung schadet, das nimmt man in Kauf. Seit gestern weiß Unterrichtsministerin Claudia Schmied, dass einem die eigenen Wortspielereien schneller auf den Kopf fallen können, als man glaubt: Da nämlich musste sie einlenken und die Einrichtung jener „Ghettoschulen“ verkünden, gegen die sie in den Vormonaten zu Felde zog.

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Die Kurskorrektur muss für die Ministerin doppelt schmerzhaft sein. Zum einen basieren die Vorschulklassen, in denen Migrantenkinder zusammengefasst werden, um Deutsch zu lernen, bevor sie in die Volksschule gehen dürfen – so die korrekte Beschreibung der „Ghettoklassen“ –, auf einem Konzept von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. Und dieser ist, seit er der Ministerin vor Kurzem via Medien Versäumnisse in Sachen Integration vorgeworfen hat, ihr neuer Lieblingsgegner in der Koalition. Zum anderen musste Claudia Schmied einlenken, weil ausgerechnet die in der SPÖ ohnehin nicht sonderlich wohlgelittene rote Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl einfach Fakten geschaffen hat. Ohne mit der Ministerin Rücksprache zu halten, schickt sie in Brennpunktbezirken vermehrt Migranten in besagte Vorschulklassen.


Die Debatte lässt hoffen. Mit viel Glück beginnen ÖVP und SPÖ nun endlich, offen einzugestehen, was viele Menschen nicht nur in den Ballungszentren seit Langem im Alltag erleben: dass Österreich ein Migrations- und vor allem ein Integrationsproblem hat, für das die althergebrachten Institutionen unseres heimischen Schulsystems keine Lösungen parat haben. Wenn (nationale wie internationale) Bildungsstudien die Defizite von Migranten aufzeigten, verwendete man alle Energie lieber darauf, diese wegzudeuteln, statt sich der Lösung des Problems zu widmen. Sich einzugestehen, dass man beim Zuzug nach Österreich jahrelang verschlafen hat, für klare Kriterien und Perspektiven zu sorgen, war wohl zu schmerzhaft. Die Debatte überließ man lieber der FPÖ.

Die Umfunktionierung der Vorschulen zu Integrationsanstalten ist dennoch mit Vorsicht zu genießen. Bei den Sonderschulen, die für ganz Ähnliches missbraucht werden, klappt es bislang nicht. Der Kunstgriff, den die neue Sprachförderung wagt, ist ein komplizierter: Das Problem – also die hohe Konzentration nicht integrierter Migranten in einzelnen Klassen des Regelschulwesens – soll quasi zu seiner eigenen Lösung werden.

Damit das zum Erfolg wird, müssen die besagten Vorschulklassen aber mehr sein als ein Placebo zur Beruhigung jener Wählerschichten, die ihre eigenen Kinder (zu Recht) nur ungern in Schulen schicken, in denen die türkische Parallelgesellschaft regiert. Die Kasernierung aller Migranten, deren Sprachkenntnisse nicht ausreichen, ist da zu wenig. Integration durch Segregation ist – da ist sich die Wissenschaft einig – kein Erfolgskonzept.


Klar ist: Wer nicht Deutsch spricht, kann dem Unterricht in keinem Fach folgen. Nicht nur der eigene Schulerfolg leidet darunter, auch das Vorankommen des ganzen Klassenverbandes. Klar ist jedoch auch: Eine Sprache lernt man vor allem dort, wo sie gesprochen wird. Und von denjenigen, die sie sprechen – als Muttersprache. Das Ziel reiner Migrantenklassen kann es also bestenfalls sein, die wichtigsten Grundlagen der Sprache zu vermitteln. Und dann so rasch wie möglich die Förderung der Kinder im normalen Klassenverband – mittels Unterstützungslehrern und Fördergruppen – zu ermöglichen.

Dass es im urbanen Raum immer Bezirke mit hohen Migrantenquoten geben wird, ist ein Faktum, dem sich jeder, der nicht die Zwangsumsiedlung ganzer Familien befehligen will, stellen muss. Dass Migrationshintergrund zugleich ein Faktor für Bildungsmisserfolg ist, ließe sich hingegen ändern.

Das ist nicht billig, auf Dauer aber rentabel.

 

E-Mails an: christoph schwarz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2013)

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51 Kommentare
 
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Titelzeile


Mir fällt dazu nur eines ein: Unverschämtheit, Großkotzigkeit, von oben herab.

Hier wird ein richtiger, vernünftiger Schritt gesetzt, nämlich besondere Förderung in einem ganz besonderen Förderbedarf.
Statt sinnlos Probleme ungelöst eine ganze Schullaufbahn hindurch mitzuschleppen, werden einmal Probleme dort angegangen, wo sie entstehen.
Es ist ein kleiner, richtiger, vernünftiger Schritt, mit dem man nicht "Probleme löst" oder "alle Probleme", aber sehr wohl einige. Niemand stellt den Anspruch, dass jetzt alles perfekt wird, aber man versucht wenigstens etwas Richtiges.
Anscheinend hat man mit konkreter, ehrlicher Arbeit die meisten Probleme.
Teuere Lügenpropaganda über Hochglanzprospekte des bmukk, über millionenschwere Einschaltungen in den Boulevardmedien stören niemanden, primitive Hetze, Leute, die den Staat als Selbstbedienungsladen betrachten, auch nicht, aber ein Kurz sehr wohl ...
Man hat ein Problem mit spezieller Förderung, wie sie eigentlich in allen privaten Bildungseinrichtungen Standard ist, und degradiert sie als "Kasernierung" ...
Für mich ist das unterste Schublade einer "Qualitätszeitung".

"Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt."

Dieser sinnvolle Leitsatz in in HARTV IV -grundgesicherten Gesellschaften Westeuropas vermutlich schon länger ausgestorben.

Diskusionen

unnötig, wir müssen was tun, wir müssen was tun, ist komplett der Falsche Weg, wie so viele Wege mit Migranten. Diese Menschen die hier heimisch werden wollen müssen etwas tun. Es ist nicht tragbar das der Helfer den Leuten ihre Arbeit hinterher trägt.
Das Wichtigste überhaupt ist die Überprüfung der Migranten, das bei Betrug die sofortige Abschiebung droht, ohne wenn und aber.
Es kann auch nicht angehen das Migranten zu uns Kommen weil er mit seinen Nachbarn im Streit liegt.

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Von der Hol- und von der Bringschuld

Der gegenwärtige Diskurs handelt ausschließlich davon, was der Staat tun müsse, damit Migrantenkinder erfolgreich an unserem schulischen Ausbildungssystem teilnehmen können.
Ist das nicht ein Diskurs auf Abwegen? Sollen wir da nicht einen großen Schritt zurück tun?

Es ist nicht Aufgabe des Staates, Kindern von Zuwanderern zu ausreichenden Deutschkenntnissen zu verhelfen. Dies sollten unsere Migranten schon selber tun. Die vorhandenen Einrichtungen wie Kindergärten, Vorschulklassen samt Schwerpunktgruppen sind ihnen ohnedies dabei behilflich. Mehr sollte es nicht geben. Den Rest hat die Familie zu besorgen.
Die Leute, die zugewandert sind, damit sie es sich in unserem Sozialsystem bequem machen und die längst entdeckt haben, dass man hier in einer Parallelgesellschaft wunderbar leben kann, sollten nicht auch noch für ihre Resistenz und Ablehnung unserer Kultur belohnt werden. Zuwanderer, die nichts unternehmen, um ihren Nachwuchs fit für den Schulunterricht zu machen, sollten nach einer Fristsetzung ihre Aufenthaltsberechtigung verlieren. Das Fremdengesetz wäre entsprechend zu adaptieren.

Re: Von der Hol- und von der Bringschuld

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Alles relativ...

Nach Artikel 14 Absatz1 der RESOLUTION 61/295 der Generalversammlung der UNO am 13. September 2007, haben „indigene Völker das Recht, ihre eigenen Bildungssysteme und –institutionen einzurichten und zu kontrollieren, in denen in ihrer eigenen Sprache und in einer ihren kulturspezifischen Lehr- und Lernmethoden entsprechenden Weise unterrichtet wird.“

Dieses Recht wird der inländischen Restbevölkerung in Margareten und ähnlichen Bezirken weiterhin vorenthalten.

Ihre Kinder werden durch die strukturelle Gewalt der Schulorganisation in fremde, „multikulturelle“ Klassen überführt, in denen sie nur mehr eine schrumpfende Minderheit darstellen.

Selbstbestimmung (hier des Bildungsweges) und Menschenrechte für Inländer? Ja, wo gibt’s denn so was?

Naja, es ist eben alles relativ…

Von der Hol- und der Bringschuld


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d`accord aber alles für die Katz

solange der Zuzug Bildungs- und unserer Kultur ferner Schichten die (fast) keine Deutschkenntnisse haben weiterhin genehmigt oder gar gefördert wird ist das eine nicht endende kostspielige Angelegenheit für den Staat die nicht rentabel sondern unfinanzierbar wird und wenn schon kein Niedergang so doch eine gesellschaftliche Nivellierung nach unten bedeutet.


Re: d`accord aber alles für die Katz

Kanada zeigt uns, wie es gehn kann:
kein Zuzug ohne ausreichende Sprachkenntnisse und berufliche Qualifikation!!!

Bildung

Man könnte meinen, dass manche (Volks-)schulen die beste Werbung für Privatschulen sind.
Verantwortungsbewußte Eltern werden für ihre Kinder die bestmögliche Ausbildung anstreben, die diese zur Selbstversorgung befähigt und werden nicht dem ideologischen Dogma (pc) folgen.
Ein paar Systemerhalter werden ja immer gebraucht.

Segregation?

Also so viele Mittel, wie in Österreich für Integration aufgewendet werden, würde ich gerne unseren Mindespensionisten (die tatsächlich 45 Jahre gearbeitet haben) zu kommen lassen.

Da Integration nicht gefruchtet hat und es erwiesen ist, dass das Erlernen der Sprache essentiell ist, um sich zu integrieren, muss man bei der letzten Generation der Nichtintegrierten Massnahmen ergreifen, wenn es über die Eltern nicht geht.

Segregation findet durch die Nichtintregrierten ganz bewußt statt. Integration wird nur soweit in Anspruch genommen, soweit man dafür Geld kassieren kann.
In manchen Bezirken in Wien benötigt man kein Deutsch mehr zum Leben.

schlechter Artikel

Dieser Artikel firmiert unter "Meinung": Was ist dann Ihre Meinung? Sie machen nur alles schlecht.

Soll man so weitermachen? Die "Ghettoklassen" gibts ja bereits de facto in gewissen Bezirken. Finden Sie, daß man ohne Sprachkenntnis den Lehrstoff versteht? Hören sie sich einmal eine türkische Informationssendung im Kabelfernsehen an und sagen sie mir dann, was der Inhalt war. (dieses "muttersprachliche Fernsehen" ist auch ein wesentliche Intergrationshindernis, nebenbei bemerkt).

Wer soll sonst Sprachförderung kriegen, außer die, die es brauchen? Müssen dann die heimischen Kinder danebensitzen damits besser ausschaut?

Die Migrantenkinder sollen zuerst im verpflichtenden Kindergartenjahr die 1. Chance und - wenn nötig- im Vorschuljahr die 2. Chance kriegen. Das ist doch fair!
In anderen Einwanderungsländern (USA...) pfeifft man auf solche Kinder, sollen sie halt die gleichen
Niedrig-Lohn Jobs machen wie die Eltern.

Einfach schlechter Artikel - oder wollten Sie durch Ignoranz provozieren? Hiermit gelungen...


Es ist diskriminierend,

dass die Zeitung Die Presse noch immer in deutscher Sprache erscheint. Ich würde empfehlen, dies schnellstmöglich zu ändern, damit auch die nicht-deutschsprachig seienden Österreicher Anteil an Ihren gesellschaftspolitischen Visionen haben können.

Re: Es ist diskriminierend,

@Majo: Und in wie vielen Sprachen soll denn die PRESSE nach Ihrer Meinung erscheinen? Und wer soll das bezahlen? Oder war Ihr Blog im Scherz gemeint?

Re: Re: Es ist diskriminierend,

No na ;))

"Vorschulklassen"

Die Frau Brandsteidl ist eben doch mehr eine Praktikerin im Schulwesen, was man von der Unterrichtsministerin nicht behaupten kann. Die hätte in der Bank bleiben sollen; aber da gab`s ja auch Probleme, die bis heute nicht ordentlich überprüft wurden. Vermutlich hat man sie deshalb ja in`s "sichere" Unterrichtsministerium abgezogen.

Wer lesen kann, ...

... ist klar im Vorteil, Herr Schwarz: es ging und geht sowieso einzig und allein um 1 Jahr Vorschule, danach ganz normal (mit Deutschkenntnissen) weiter in der Volksschule. Es geht keineswegs um dauernde "Kasernierung" oder "Migrantenklassen".

Ihr Kommentar ist also völlig unnötig. "Eulen nach Athen tragen" nennt man das.

Denken Sie darüber nach, Herr Schwarz:

Dewinter riet der Tea Party: “You can’t have a first world country with a third world people” (“Man kann kein Land der Ersten Welt sein mit einer Bevölkerung aus der Dritten Welt”).

Er zitierte Ronald Reagan: “If you can’t make them see the light, make them feel the heat.” (“Wenn man den Menschen nicht beibringen kann, das Licht zu sehen, dann muss man sie die Hitze spüren lassen”) und

Thomas Jefferson: “In matters of style, swim with the current; in matters of principle, stand like a rock”. (“In Stilfragen mit dem Strom schwimmen, in prinzipiellen Fragen wie ein Fels stehen.”)

Liest man diesen Artikel

so hat man den Eindruck, dass bei Herrn Schwarz ein wenig eine rot/grün gefärbte Ideologie platz greift. Sieht man sich in Schulen um, in denen man (noch) nach dem derzeitigen Stand unterrichtet, dann packt einen das kalte Grausen. Alles nur Erdenkliche wird unternommen, um den "armen" Migrantenkindern eine Integration im Unterricht zu ermöglichen und übersieht gleichzeitig, dass unsere (!) Kinder darunter leiden. Ein Unterricht kann sich nicht nach dem schlechtesten Schüler orientieren, denn dann sieht es auch mit dem Klassendurchschnitt schlecht aus. Die Schule muss heutzutage die Schüler auf Leistung bringen. Das klingt zwar hart, ist aber unbedingt notwendig, da der berufliche Alltag - und auf den bereitet die Schule ja vor - Leistung verlangt. Daher müssen alle Migrantenkinder zuerst die Grundlage ihres schulischen wie später auch beruflichen Erfolges lernen und das ist nun mal die deutsche Sprache. So sollte man eben reine Sprachkurse zuerst fördern in speziellen Klassen. Nur dann hat man Aussicht auf Erfolg.

Das ist nicht billig, auf Dauer aber rentabel.

Völlig richtig.
Aber die Kosten sollten nicht dem Steuerzahler, sonden jenen an die Badehose geklebt werden, unsere Politiker, die das Thema jahrzentelang verschlafen haben.

Metternich sagte:

Beim Rennweg fängt der Balkan an und es hat si ch nichts geändert. Das politische Hick-Hack ist entsetzlich, jeder will dem anderen nur eins auswischen und hat Angst weniger oft in den Medien vorzukommen, aber es gibt keine richtigen Vorschläge. Kommen diese dann doch, dann ist der politische Gegner prinzipiell dagegen, weil es darf doch nicht sein, daß der Andere Recht hat. Traurig für diese Stadt, die ständig ganz Österreich regieren will.

"..kann man sich der erwünschten Lacher sicher sein, und zwar nicht nur im Boulevard."

ist das eine umschreibung für "unser online-forum IST der boulevard" ?

spot-on!

:)

Zum einen basieren die Vorschulklassen, in denen Migrantenkinder zusammengefasst werden, um Deutsch zu lernen, bevor sie in die Volksschule gehen dürfen – so die korrekte Beschreibung der „Ghettoklassen“ –, auf einem Konzept von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz.

zum anderen hat kurz verschwiegen, dass 30% der erstklässler mit sprachschwierigkeiten aus autochtonen kreisen stammen.

apropos: bei christian ortner sind diese "jessicas und kevins" sogar die alleinschuldigen am untergang des abendlandes...

Re: Zum einen basieren die Vorschulklassen, in denen Migrantenkinder zusammengefasst werden, um Deutsch zu lernen, bevor sie in die Volksschule gehen dürfen – so die korrekte Beschreibung der „Ghettoklassen“ –, auf einem Konzept von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz.

Offensichtlich gehören Sie zu den 30% "autochtonen" (sic!).

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"Die Debatte überließ man lieber der FPÖ."

Sehr richtig. Die Forderung nach Deutschkursen vor dem Schuleintritt erhebt die FPÖ seit mindestens 15 Jahren. Nach den desaströsen Wien-Ergebnissen bei den Volksschultests scheint dies in den roten Genossen-Schädeln und sogar in manchen verwirrten Zeitungs-Köpfen angelangt zu sein, die bisher alle Vorschläge der FPÖ in Grund und Boden schrieben.

Lieber verrät man die eigene Bevölkerung bis zur Selbstaufgabe, bevor man den Hausverstand einschaltet. Das gilt insbesondere für die PC-Berichterstattung zu diesem Thema.

 
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