Sprachförderung: Schmied holt Stemer (ÖVP) als Berater

10.01.2013 | 14:54 |   (DiePresse.com)

Der ehemaligen Vorarlberger Schullandesrat wird nach seinem Rücktritt wegen einer Schwarzgeld-Affäre Berater für Früh- und Sprachförderung.

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Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat den ehemaligen Vorarlberger Schullandesrat und Landesschulratspräsidenten Siegi Stemer (ÖVP) als Berater "für den Bereich frühe Bildung mit den Schwerpunkten nachhaltige Sprachförderung, regelmäßige Bewegung und kindgerecht begleitete Übergänge" engagiert. Damit soll Stemer maßgeblich an der Erarbeitung des bis März geplanten Maßnahmenpapiers zum Thema Sprachförderung beteiligt sein.

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Stemer (62) trat im November 2012 wegen einer Schwarzgeld-Affäre im Umfeld der landeseigenen Sportservice Vorarlberg GmbH als Sport- und Schullandesrat zurück. Vor seiner politischen Tätigkeit war er Lehrer und Administrator. Im Ministerium wird er parallel zu seinem Pensionsantritt auf Werkvertragsbasis beschäftigt. Er soll unter anderem ein "Konzept für frühe Bildungsschwerpunkte mit dem besonderen Fokus auf eine früh beginnende und nachhaltige Lese- und Sprachförderung gemeinsam mit WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen" erarbeiten. Für Schmied gewährleistet das Engagement Stemers "die Verbindung von Sachexpertise und Praxis".

Unterdessen sprechen sich die Kindergartenpädagoginnen strikt gegen Sprachförderung von Kindern mit Deutschproblemen in separaten Vorschulklassen aus. "Die angedachte Maßnahme erreicht das Gegenteil von dem, was sie intendiert - Segregation statt Integration" warnt "Educare", eine Plattform für Elementarpädagogik, am Donnerstag in einer Aussendung. Stattdessen müssten die Rahmenbedingungen für Sprachförderung im Kindergarten verbessert werden. "In dieser Verbesserung liegt die Lösung für Kinder, die Entwicklungsprobleme in die Schule mitbringen - Jahre, nachdem sie in der Krippe/im Kindergarten auffällig wurden und nicht adäquat gefördert werden konnten", heißt es von der St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung der Erzdiözese Wien, Trägerin der meisten katholischen Kindergärten in Wien.

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16 Kommentare

Beitrag

Ich finde es enorm wichtig, dass Fachmenschen an so einem wichtigen Thema mitarbeiten!!! Sprachwissenschafter, Sprachheillehrer und durchaus auch LeherInnen, DirektorenInnen, KindergartenpädagogenInnen. Es sollte viel viel mehr vernetzt sein zwischen den Institutionen. Das wäre meiner Meinung nach sehr sehr sinnvoll!
Des weiteren sehe ich eine Vorschulklasse, die rein mit Kindern besetzt ist, die der Unterrichtssprache nicht ausreichend folgen könne sehr kritisch. Diese Kinder haben dann keinerlei SchülerInnen i d Klasse mit welchen sie Deutsch sprechen können bzw.die die Unterrichtssprache 'gut' beherrschen. In den Pausen u in weiteren Situationen werden diese Kinder sich mit ihren Peer groups 'treffen' und in ihrer Muttersprache sprechen. So und wer jetzt auf die Idee kommt ihnen in ihrer Muttersprache zu sprechen zu verbieten, braucht bitte gar keinen Kommentar darauf schreiben. Das ist absolut nicht den Menschenrechten würdig.
Auf alle Fälle müssen Kinder die Unterrichtssprache erlernen, aber dich nicht in dem ich alle Kinder die schlecht Deutsch sprechen in eine Klasse 'stecke'.
Weniger Kinder in der 1.Klasse, 2 LehrerInnen, vieeeel mehr MuttersprachenlehrerInnen und Wertschätzung für die Sprachkenntnisse die sie in ihrer Sprache schon haben!!!
Weniger Kinder u mehr Lehrer sind jedoch in der jetzigen Lage undenkbar, deshalb wird bildungspolitisch wieder ein 'husch husch' Programm überlegt, das wahrscheinlich wenig Sinn hat. Aber lassen wir uns überraschen :)

Bitte aber keine schwarze Gesamtschule!

Ein schwarzer Experte im bunten Zoo könnte eine echte Bereicherung sein. Trotz seiner "Fehler" halte ich ihn für einen äußerst fähigen Mann.

Bevor es aber zu einer Gesamtschule kommt, wo sich die Parteien um die Vorherrschaft der Parteiendoktrin streiten, lieber Parteischulen. Dann weiß ich wenigstens, wohin ich mein Kind nicht schicken werde.

wirklich in einem land wo man lebt sollte man die sprache auch lernen?

das kann doch nicht sein. wieso greift man dieses thema so halbherzig an. jemanden der hier lebt (längerfristig) soll sich gefälligst integrieren. vielleicht sollte man statt fördern einfach mal fordern. sozialleistungen streichen oder geldstrafen verlangen. wer will der kann, wer sich weigert wird bei uns sogar von den gutmenschen unterstützt. sowas gibt es auch nur bei uns. die unwilligen lachen uns nur aus und sagen sich die dummen österreicher, da kannst du alles machen was du willst.

Re: wirklich in einem land wo man lebt sollte man die sprache auch lernen?

Vielleicht werde es helfen, wenn Sie sich klug machen über Sprachenlernen. Was motivierend ist, und was nicht. Wenn ich sowas gehört hätte, als ich nach Österreich gekommen bin, hätte ich ja die Sprache glatt verweigert.

Interessante Einstellung!

Die Anderen müssen die Zuwanderer also motivieren die Sprache im Zielland der Zuwanderung zu lernen?

Wenn die Anderen, die gewünschten Mitmenschen!, keine Motivation geben, dann wird das Erlernen der Sprache verweigert?

Die Zuwanderer haben keine Bringschuld, nur die Anderen sind dafür verantwortlich, dass es den Migranten sehr gut geht, weil das deren Menschenrecht ist?

Kann es sein, dass es genau diese Einstellung, offensichtlich einen kollektive Einstellung der Migranten, ist, welche die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Spannungen erst gemacht haben?

Vielleicht wäre es klug, wenn Sie sich mal mit den Menschenrechten, auch den daraus resultierenden Menschenpflichten!, etwas mehr auseinandersetzen?

Re: Interessante Einstellung!

Vielleicht Sie sich auch mit Motivation in Sprachenlernen? Wenn man abgelehnt wird, von der Gesellschaft, dessen Sprache man eigentlich lernen will, es wirkt sich absolut negativ aus. Als ich angefangen habe, Sprache zu unterichten, wurde mir gesagt, dass ich auf keinen Fall mit den Studierenden Deutsch sprechen soll, da wenn ich fehler mache (was unverweigerlich ist bei Sprachen lernen) wurden sie alle Respekt für mich verlieren. Gute Eistellung, huh?

Re: Re: Interessante Einstellung!

Und vergibt mir mein Tippfehler, als wir vergeben ...usw...

Re: Re: Re: Interessante Einstellung!

schön, dass es leute gibt die mit diskutieren wollen, obwohl sie keine argumente haben. leute die ihre meinung verbreiten die jedes mindestmaß an rationalität und logik vermissen lassen. ich brauche mich nicht mehr schlau machen bzgl. dem erlernen einer fremdsprache. ich weis, wie das funktioniert und was motiviert. das braucht mir niemand erzählen. leute die verweigern, probleme machen und sich sonderbehandlungen wünschen, während andere menschen diskriminiert werden die brauchen nicht zu uns kommen. ja hättest du das gewusst, wenn es so wäre rein hypothetisch. wäre doch schön, weil du 2 alternativen hättest:
1. du gehst gleich wieder in das land zurück, wo du das lästige deutsch nicht lernen musst und dich in deiner sprache unterhalten kannst.
2. du erkennst, dass es notwendig ist die sprache zu erlernen, weil du sonst z.b. übrig bleibst und keine ausbildung oder einer erwerbstätigkeit nachgehen kannst. genauso wenig kannst du dich in der sozialen hängematte gehen lassen lassen, weil du keine finatziellen ansprüche hast aufgrund von faulheit und sturheit.

Re: Re: Re: Re: Interessante Einstellung!

Wenn man so unneugierig ist, wie Sie, ist man eigentlich arm ... ich bin von einem Nachbarland gekommen, wo ich sehr wohl die Sprache gelernt habe...so viel Vorurteil und Annahmen zu haben ist nicht forderlich. Ich beharre darauf, dass man von einer Gesellschaft akkzeptiert fühlen muss, um eine positive Einstellung zu deren Sprache zu haben, und die Sprache dann gut lernen können. Und ich bin nicht hier gekommen zu arbeiten, bleiben oder sonst noch was, habe keine Interesse daran gehabt ... aber die Ehe ...bringt pflichten mit sich.

Re: Re: Re: Re: Interessante Einstellung!

Wenn man so unneugierig ist, wie Sie, ist man eigentlich arm ... ich bin von einem Nachbarland gekommen, wo ich sehr wohl die Sprache gelernt habe...so viel Vorurteil und Annahmen zu haben ist nicht forderlich. Ich beharre darauf, dass man von einer Gesellschaft akkzeptiert fühlen muss, um eine positive Einstellung zu deren Sprache zu haben, und die Sprache dann gut lernen können. Und ich bin nicht hier gekommen zu arbeiten, bleiben oder sonst noch was, habe keine Interesse daran gehabt ... aber die Ehe ...bringt pflichten mit sich.

Re: Re: Re: Re: Interessante Einstellung!

jemand der in ein land kommt und hier dauerhaft oder für einen längeren zeitraum leben möchte, hat eine gewisse bringschuld. Engagement und einsatz ist gefragt. viele einwanderer haben keine problem damit und lösen dieses vorbildhaft. warum sollte man andere für ihre rückständigkeit und ingoranz belohnen. in der arbeit muss ich auch einsatz zeigen, oder denkst du, dass mir mein vorgesetzter jeden handgriff erklärt.

Re: Re: Re: Re: Interessante Einstellung!

jemand der in ein land kommt und hier dauerhaft oder für einen längeren zeitraum leben möchte, hat eine gewisse bringschuld. Engagement und einsatz ist gefragt. viele migranten haben keine problem damit und lösen dieses vorbildhaft. warum sollte man andere für ihre rückständigkeit und ingoranz belohnen. in der arbeit muss ich auch einsatz zeigen, oder denkst du, dass mir mein vorgesetzter jeden handgriff erklärt.

Re: Re: Re: Interessante Einstellung!

schön, dass es leute gibt die mit diskutieren wollen, obwohl sie keine argumente haben. leute die ihre meinung verbreiten die jedes mindestmaß an rationalität und logik vermissen lassen. ich brauche mich nicht mehr schlau machen bzgl. dem erlernen einer fremdsprache. ich weis, wie das funktioniert und was motiviert. das braucht mir niemand erzählen. leute die verweigern, probleme machen und sich sonderbehandlungen wünschen, während andere menschen diskriminiert werden die brauchen nicht zu uns kommen. ja hättest du das gewusst, wenn es so wäre rein hypothetisch. wäre doch schön, weil du 2 alternativen hättest:
1. du gehst gleich wieder in das land zurück, wo du das lästige deutsch nicht lernen musst und dich in deiner sprache unterhalten kannst.
2. du erkennst, dass es notwendig ist die sprache zu erlernen, weil du sonst z.b. übrig bleibst und keine ausbildung oder einer erwerbstätigkeit nachgehen kannst. genauso wenig kannst du dich in der sozialen hängematte gehen lassen lassen, weil du keine finatziellen ansprüche hast aufgrund von faulheit und sturheit.
jemand der in ein land kommt und hier dauerhaft oder für einen längeren zeitraum leben möchte, hat eine gewisse bringschuld. Engagement und einsatz ist gefragt. viele migranten haben keine problem damit und lösen dieses vorbildhaft. warum sollte man andere für ihre rückständigkeit und ingoranz belohnen. in der arbeit muss ich auch einsatz zeigen, oder denkst du, dass mir mein vorgesetzter jeden handgriff erklärt.

unüberhörbare weckrufe!

Werden jetzt die hauptberuflich für die Bildung in Ö. verantwortlichen Politiker wach? Expertisen, Hearings, Arbeitsgruppen seit Jahren - und es gab bisher außer Verhandlungen mit den Gewerkschaften keine Sachentscheidungen? Nur Kosten? In jedem Betrieb wird gekündigt, wer seine Arbeitsaufträge nicht erfüllt.

Passt perfekt!

Der Schwarzeldheini zur Kommunalkreditschmied, begleitet von den grausigen ÖAAB Schnorrern, welche ohne Gegenleistung auch Telekomgelder bekommen haben und dann noch mehr forderten (Neuegebauer, Amon).

Dass diese Republik einen korrupten Inseratenkanzler hat, das passt dann doch auch herrlich. Diese Typen finden sich immer und überall.


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