Burgenland: Neue Regeln für Direktoren-Bestellung

Künftig müssen Bewerber in jedem Teil des Auswahlverfahrens mehr als 50 Prozent der Höchstpunktezahl erreichen. Findet sich kein geeigneter Kandidat, muss neu ausgeschrieben werden.

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(c) Presse Fabry

Im Burgenland wird das Verfahren zur Bestellung von Schuldirektoren und anderen Leitungsfunktionen im Schuldienst adaptiert. Neuerungen betreffen etwa die Verkleinerung der Kommission beim Hearing. Außerdem muss künftig auch bei nur einem Bewerber das komplette Anhörungsverfahren durchgeführt werden, erklärte Landesschulratspräsident Gerhard Resch.

Die neue Regelung, die vom Landesschulrats-Kollegium am Mittwoch bei einer Enthaltung beschlossen wurde, soll am 15. Februar verlautbart werden und damit in Kraft treten. Zu den wichtigsten Änderungen gehöre eine Neubewertung bei der Berücksichtigung der bisherigen beruflichen Leistungen der Bewerber. Diese werden je nach Größe der Schule mit verschiedenen Faktoren bewertet, erläuterte Resch.

Die Zahl der Mitglieder der mündlichen Kommission beim Anhörungsverfahren wird von zehn auf fünf halbiert. Der Vorsitzende kann jedoch beratende Mitglieder ohne Stimmrecht beiziehen. Bei Schulinspektoren soll das Auswahlverfahren einem Assessment-Büro übertragen werden, wie dies auch das Land bei der Stellenbesetzung mache, so Resch.

Künftig müssen Bewerber in jedem Teil des Auswahlverfahrens - beim beruflichen Portfolio, dem Persönlichkeitstest und im Hearing - mehr als 50 Prozent der Höchstpunktezahl erreichen. Findet sich kein geeigneter Kandidat, muss neu ausgeschrieben werden.

Die Stellungnahme der Schule, an der die Bestellung vorgenommen werden soll, wird nicht mehr gesondert berücksichtigt, sondern im Hearing integriert, so Resch. "Wir glauben, dass die Qualität des Auswahlverfahrens in Hinkunft besser wird", erklärte Landesschulrats-Vizepräsident Franz Fischer.

Kritik an der Änderung kam von den Schulpartnern: Es dürfe nicht sein, dass diese als direkt Betroffene im Entscheidungsverfahren völlig ausgeklammert würden, so Elisabeth Tschögl, Landesobfrau der Burgenländischen Schülerunion. Im Burgenland werden laut Resch jährlich zwischen 20 und 50 Bestellungsverfahren durchgeführt.

(APA)

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