NMS-Schüler erhalten erneut bessere Noten

Mehr als die Hälfte der Schüler an Neuen Mittelschulen dürfen an eine AHS oder BHS wechseln. In diesem Schuljahr schließen rund 10.000 Schüler der zweiten NMS-Generation ihre vierjährige Ausbildung ab.

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c Clemens Fabry

Wien/Apa. An den Neuen Mittelschulen bekommen die Schüler bessere Noten als an den ehemaligen Hauptschulen, aus denen sie entstanden sind. Das zeigt eine Auswertung des Unterrichtsministeriums. Dabei wurden die aktuellen Semesterzeugnisse des aktuellen Abschlussjahrgangs der Neuen Mittelschule mit den Zeugnissen des letzten Hauptschuljahrgangs derselben Schule aus dem Schuljahr 2011/12 verglichen.

Demnach könnten nach den nun vergebenen Schulnachrichten 57 Prozent der Schüler in den NMS-Abschlussklassen eine AHS bzw. eine berufsbildende höhere Schule besuchen. Beim letzten Hauptschuljahrgang – also vor der Umstellung auf NMS – waren es hingegen nur 45 Prozent.

In diesem Schuljahr schließen rund 10.000 Schüler an 176 Standorten der zweiten NMS-Generation ihre vierjährige Ausbildung ab. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass fast 5700 ein Semesterzeugnis erhielten, das sie zum Besuch eines Gymnasiums berechtigt. Beim letzten Jahrgang als Hauptschulen waren es nur rund 4200 Schüler von insgesamt rund 9300.

Der gleiche Trend hatte sich im Vorjahr bei den Abschlussjahrgängen der ersten NMS-Generation gezeigt: Damals erreichten 53 Prozent im Semesterzeugnis eine AHS-Berechtigung.

 

Gesamtschule für Vorarlberg

In Vorarlberg hat die Landesregierung unterdessen einen Schritt in Richtung Gesamtschule gemacht. Am Dienstag wurde beschlossen, ein wissenschaftliches Projekt zur gemeinsamen Schule der Zehn- bis 14-Jährigen zu starten. Allein: Einen praktischen Versuch – wie angedacht – wird es vorerst nicht geben. Das lancierte Projekt mit Kosten von 100.000 Euro erschöpft sich in der Arbeit von Expertengruppen, die sich etwa mit rechtlichen und organisatorischen Fragen sowie pädagogischen Konzepten auseinandersetzen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2013)

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