Deutschkenntnisse: Kurz will neues Schulpflichtgesetz

Der Staatssekretär pocht wieder auf seine eigentliche Position: Nur, wer ausreichend Deutsch kann, soll eingeschult werden.

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Deutschkenntnisse Kurz will neues
Deutschkenntnisse Kurz will neues – (c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)

Erst im Frühsommer hat sich die Koalition nach einem medienwirksamen Streit ebenso medienwirksam auf einen Kompromiss bei der Sprachförderung geeinigt. Nun, im Wahlkampf, pocht Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) wieder auf seine eigentliche Position: Nur, wer ausreichend Deutsch spricht, soll eingeschult werden - und das soll per Gesetz festgeschrieben sein.

Mangelnde Deutschkenntnisse alleine sind laut dem derzeitigen Gesetz nämlich kein ausreichender Grund, um ein Kind nicht einzuschulen, de facto werden diese Kinder aber vielerorts ohnehin bereits jetzt (oder spätestens seit dem Kompromiss der Regierung) in die Vorschule geschickt. Man brauche im nächsten Koalitionsprogramm dazu ein neues Schulpflichtgesetz, erklärt Kurz in den "Oberösterreichischen Nachrichten".

Für Kinder, die schlecht oder gar nicht Deutsch können, solle es ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr geben, verlangte Kurz erneut: "Wenn es dann auch noch ein verpflichtendes Vorschuljahr für diese Kinder gibt, garantiere ich Ihnen Fortschritte und wesentlich weniger Schulabbrecher."

(APA/Red.)

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