Schule: Heinisch-Hosek will 50-Minuten-Einheiten abschaffen

Die Bildungsministerin kündigt Reform an. Die Lehrer zweifeln.

PK BM HEINISCH-HOSEK: NEUE REIFEPR�FUNG UND BIFIE
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PK BM HEINISCH-HOSEK: NEUE REIFEPR�FUNG UND BIFIE
(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Wien. Via Tageszeitung „Kurier“ kündigte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Freitag an, sowohl die Schulglocke als auch die 50-Minuten-Einheiten abschaffen zu wollen. Von der Lehrergewerkschaft bekommt sie dafür postwendend eine Abfuhr. Diesmal aber nicht, weil man inhaltlich anderer Meinung ist.

„Wenn die Ministerin öffentlichkeitswirksam fordert, dass die Glocke abgeschafft wird, dann muss ich ihr sagen: Sie gibt es an vielen Schulen ohnehin nicht mehr“, sagt Pflichtschullehrervertreter Paul Kimberger zur „Presse“. Die Abschaffung der 50-Minuten-Einheiten hält er zwar für positiv, die Ankündigung der Abschaffung allein sei aber zu wenig. Es brauche ein alternatives pädagogisches und organisatorisches Konzept. Das Lehrerdienstrecht müsse ebenso wie die Stundentafel adaptiert werden. „Die Abschaffung der 50-Minuten-Einheiten als große Autonomiereform zu verkaufen ist lächerlich“, so Kimberger. Er glaube nicht, dass es Zufall sei, dass Heinisch-Hosek ihr Reformvorhaben kurz vor dem SPÖ-Parteitag verkündet. (j.n.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2014)

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