Das "Kussverbot" in einer Schule im Bezirk Wels-Land sorgt weiter für Diskussion. Dem durch die Maßnahme in Bedrängnis geratene Direktor der Schule wird nun von Landesschulrats-Präsident Fritz Enzenhofer der Rücken gestärkt.
"Die Schule ist auch da, um Erziehungsarbeit zu leisten und die Eltern darin zu unterstützen."
Landesschulrats-Präsident Fritz Enzenhofer
Landesschulrats-Präsident Fritz Enzenhofer
Manchmal müssten Grenzen gesetzt und deren Einhaltung konsequent eingefordert werden, Enzenhofer. Die "Aktion kritischer SchülerInnen" (AKS) will am Montag das Landesschulrats-Gebäude mit küssenden Paaren blockieren.
"Anstatt einen Fehler einzusehen, katapultieren sich der Hauptschuldirektor und der Landesschulrats-Präsident mit ihren Reaktionen weit ins pädagogische Abseits", so AKS-Bundesvorsitzender Klaus Baumgartner. Er forderte Enzenhofer auf, den Beschluss des Schulforums aufzuheben. Sollte er bis Freitag nicht einschreiten, würden am Montag küssende Paare die Eingänge und Stiegen des Landesschulratsgebäudes blockieren, kündigte die AKS an.
Schulen können Hausordnungen mit „schuleigenen Verhaltensvereinbarungen“ erlassen. Beschlossen hat der Direktor das Verbot Ende Oktober gemeinsam mit Lehrern und Eltern im Schulforum. Auf diesen Beschluss verwiesen sowohl der Direktor als auch der Landesschulrats-Präsident. Einmischung von außen sei entbehrlich, die Maßnahme sei im Schulforum zu diskutieren.
(APA/Red.)

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