Sommerferien starten spät und dauern nicht sehr lang

Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei der Dauer der Ferien im Mittelfeld. Die Balten und die südlichen Länder haben am längsten frei.

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(c) APA

Die Sommerferien beginnen in Österreich im europäischen Vergleich relativ spät und dauern durchschnittlich lange. Das zeigt ein Blick in die Bildungsdatenbank Eurydice. Die längsten Sommerferien haben demnach die Balten und die südlichen Länder - dementsprechend beginnen sie dort auch meist am frühesten.

Wenn in Wien, Burgenland und Niederösterreich am 3. Juli (restliche Bundesländer: 10. Juli) der letzte Schultag auf dem Programm steht, sind die Schüler in den meisten anderen Staaten bereits nicht mehr in den Klassen. Den frühesten Ferienbeginn gab es in den bulgarischen Volksschulen sowie in Finnland (Ende Mai). Ferien haben jetzt außerdem schon die Schüler in Estland, Griechenland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Norwegen, Portugal, Rumänien, Schweden, der Türkei, Ungarn sowie in der deutschen Hauptstadt Berlin.

Türkei, Estland und Lettland haben 13 Wochen

Auf die längsten Sommerferien kommen die Kinder und Jugendlichen in der Türkei, Estland und Lettland mit 13 Wochen, ihre Kollegen in Italien (je nach Region) und Griechenland mit zwölf bis 13 Wochen, sowie die Portugiesen, Malteser und Rumänen mit zwölf Wochen.

Einen Sonderfall stellt außerdem Bulgarien dar: Dort ist die Dauer der Schulferien je nach Schulstufe unterschiedlich - die Jüngsten haben sogar bis zu 16 Wochen frei, Ältere dagegen elf bis 13 Wochen. Auch in manchen anderen Staaten gibt es je nach Schulstufe oder Region unterschiedliche Feriendauern.

Die stärksten regionalen Staffelungen gibt es in Deutschland und der Schweiz: In Deutschland sind im Regelfall sechs Wochen frei, in der Schweiz reicht die Spanne von drei Wochen im Kanton Aargau (wobei hier bezirksweise weitere Ferien festgelegt werden können) bis zehn Wochen im Tessin. Die meisten Kantone haben dabei fünf oder sechs Wochen frei. In Dänemark ist nur der Startbeginn der Ferien vorgegeben (27. Juni), die Dauer können die Schulen selbst festlegen.

Die meisten Länder haben zwischen neun (wie Österreich) und zehn Wochen Ferien. Extrem wenig Urlaub gibt es (neben Deutschland und der Schweiz) in England und Wales, Liechtenstein und den Niederlanden (je sechs Wochen).

Kleiner Trost: Je kürzer die Sommerferien, desto länger sind die Auszeiten für die Schüler des betreffenden Landes bzw. der Region unter dem Schuljahr. So gibt es etwa in vielen deutschen Ländern und Schweizer Kantonen längere Herbstferien.

(APA)

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