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AHS: ÖVP will neues Aufnahmeverfahren, SPÖ dagegen

16.05.2009 | 14:07 |   (DiePresse.com)

Die ÖVP sorgt mit der Forderung nach einem dreiteiligen Aufnahmeverfahren an AHS für Kritik. SP-Bildungsministerin Claudia Schmied spricht von "Retro-Politik". Das BZÖ will ein "Sprechverbot für die ÖVP im Bildungsbereich"

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SP-Bildungsministerin Claudia Schmied hat am Samtsag dem ÖVP-Vorschlag zu einem neuen Aufnahmeverfahren an AHS eine klare Absage erteilt. "Nach einigen Wochen der standespolitischen Ablenkung zeigt der Wunsch von ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon nach neuen Aufnahmetests für die AHS die wahren Ziele der ÖVP-Bildungspolitik: Zurück in die Sechziger-Jahre, zurück in die bildungspolitische Vergangenheit", so Schmied in einer Aussendung.

ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon hatte in der Wochenend-Ausgabe des "Standard" ein dreiteiliges Aufnahme-Verfahren vorgeschlagen. Erstens sollen demnach wie bisher die Noten der vierten Klasse Volksschule berücksichtigt werden. Zweitens soll es ein "Prognoseverfahren" geben, mit dem herausgefunden werden soll, welches Potenzial und welche Interessen ein Kind mitbringt. Und drittens sollen die Volksschulzeugnisse evaluiert werden.

Für Schmied ist das der falsche Weg: Alle internationalen Studien zeigten, "dass die brutale Trennung der Kinder mit zehn Jahren soziale Ungerechtigkeit verschärft und Spitzenleistungen im Bildungssystem verhindert". Amon fordere eine weitere Verschärfung dieser Trennung. "Internationale Bildungswissenschafter werden mit Recht den Kopf schütteln", so die Ministerin. Sie betonte: "Die von Amon geforderte Retro-Politik wird es in dieser Regierung nicht geben. Seine vollkommen unüberlegten Forderungen sind nicht Teil des Regierungsprogramms und somit auch kein Thema dieser Regierung."

Ablehung auch von BZÖ und Grünen

Ein klares Nein kam auch vom BZÖ. Generalsekretär Martin Strutz sprach von einem "brutalen Versuch einer sozialen Selektion" und "absoluten Tiefpunkt der immer absurderen ÖVP-Bildungspolitik". "Ich fordere ein Sprechverbot für die ÖVP im Bildungsbereich", so Strutz. Er warf der ÖVP vor: "Die Lehrer in Watte packen, aber den Schüler die Bildungschancen rauben, das ist keine bürgerliche Politik, das ist Bildungskommunismus."

Als "bildungspolitischen Humbug" kritisiert Grünen-Bildungssprecher Harald Walser Amons Vorschlag. Die ÖVP müsse "endlich die Ergebnisse der Forschung akzeptieren und ihre verstaubten bildungspolitischen Vorstellungen ablegen. Amons Vorschlag ist eine Gefährdung für den Bildungsstandort Österreich", so der Bildungssprecher.

Kritik von der FPÖ

FP-Bildungssprecher Walter Rosenkranz kritisierte, dass die Vorschläge der ÖVP "um Jahre zu spät" kommen. In den großen Ballungsräumen seien die AHS oft der letzte Ausweg, um seinen Kindern die Zukunft nicht zu verbauen. Es sollen "natürlich" nur Kinder in die AHS gehen, die auch das Niveau dafür haben. Grundsätzlich seien aber Volksschullehrer in ihrer Benotung sehr wohl in der Lage, zu beurteilen, ob ein Kind für eine AHS geeignet sei oder nicht, so Rosenkranz.

Abgelehnt wurden Amons Wünsche von Bernhard Achitz, Leitender Sekretär im ÖGB. Für den ÖGB kommen "weder verschärfte Aufnahmeverfahren noch Sonderklassen für Migranten in Frage". Die Entscheidung für einen Bildungsweg findet in Österreich ohnehin viel zu früh statt, so Achitz.

 

(APA)

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179 Kommentare
 
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Birgit 68
28.05.2009 17:25
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Komische Zusammenhänge

sind es schon, dass ausgerechnet in einem schwarzen Land wie NÖ die Hauptschulen so gut gehen und in einem roten Land wie Wien die AHS!

Ist das noch nie jemandem aufgefallen?

Birgit 68
28.05.2009 11:28
0 0

Aufnahmeprüfung als Anreiz?

Zu bedenken ist auch, dass viele gute Schüler, für die HS bisher trotzdem gut genug war, die strengeren Aufnahmebedingungen für die AHS und das Antreten zur Aufnahmeprüfung, das dann von der Willkür ihrer Volksschullehrer unabhängig sein wird, als Anreiz sehen könnten, der HS nicht mehr den Vorzug zu geben.

Gast: Interessierte
28.05.2009 08:27
0 0

Was ist eigentlich eine KMS-Klasse?

Oder, wofür ist das die Abkürzung?

Birgit 68
20.05.2009 12:21
0 0

Was soll der Aufstand?

Obwohl das viele Leute glauben, profitieren die Kinder keineswegs immer von der einzelnen Meinung ihrer Volksschullehrer.
Das Ergebnis kann doch nur richtiger werden, wenn man mehrere unabhängige Meinungen für das Auswahlverfahren heranzieht.
Wenn jemand das nicht so sieht, dann befürchtet er wohl, ein externes Urteil würde die Meinung der Lehrkraft nicht bestätigen.

Antworten Birgit 68
26.05.2009 11:42
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Re: Was soll der Aufstand?

Nachtrag:
Mir ist eben eingefallen, dass es nicht unbedingt wünschenswert ist, das Niveau des Gymnasiums noch zu heben, was man mit einer Aufnahmeprüfung erreichen würde.

Durch die Einführung einer Aufnahmeprüfung für das Gym. würde die KMS/HS auf jeden Fall an Niveau verlieren, aber ich weiß nicht, ob das wirklich so gut wäre!

Antworten Antworten tarrant
27.05.2009 09:48
0 0

Re: Re: Was soll der Aufstand?

Kann die HS noch an Niveau verlieren? In Wien bezweifle ich das ernsthaft!

Eine Aufnahmeprüfung an das Gymnasium würde das Niveau für die darunterliegenden Schulen heben. Sie haben immer noch die gleiche Bandbreite an Schülern, aber während jetzt die besten 40% ins Gymnasium gehen, wären es mit Prüfung vielleicht die besten 20%. Das heißt, dass die HS eine Gruppe von Schülern bekommt, die vorher zu "gut" waren und die jetzt das Gesamtbild verbessern.

Was allerdings notwendig ist sind stärkere Leistungsgruppen in den HS, damit die besten Hauptschüler nicht von den schlechten zurückgehalten werden.

Antworten Antworten Antworten Birgit 68
28.05.2009 11:18
0 0

Re: Re: Re: Was soll der Aufstand?

Das mag für Wien, wo die Gymanasien eindeutig beliebter sind als die HS (vielleicht auch KMS), durchaus gelten.

In NÖ, wo ich herkomme, genießen die meisten HS allerdings einen regen Zulauf. Unter Anderem deshalb, weil viele Volksschullehrer ihre guten Schüler einfach an befreundete Lehrer an der HS weiterreichen.

Wenn besagte VSlehrer aber nicht mehr das alleinige Sagen haben, werden viele dieser guten Hauptschüler aufs Gymnasium gehen, und damit wird sich das Niveau der betroffenen Hauptschule nach unten verschieben.

Antworten Antworten Birgit 68
26.05.2009 12:23
0 0

Re: Re: Was soll der Aufstand?

2. Nachtrag:

Ob die HS durch diese Maßnahme an Niveau verlieren würde oder nicht, hängt vermutlich von ihrem Anfangsniveau, also von der Lage der HS ab.

In Wien z. B. könnte sie davon durchaus auch profitieren.

Gast: Hans
18.05.2009 14:23
0 0

Zeugnisse nicht vergleichbar, aber ÖVP will Hauptschulschutz!

Die Zeugnisse der 4. Volksschulklasse sind trotz Bildungsstandards nicht vergleichbar und extrem der subjektiven Beurteilung durch die Lehrer ausgesetzt. Insofern ist eine objektivere Auswahl für Gymnasien gerechtfertigt. Der ÖVP gehts aber im wesentlichen um den Bestandschutz der Hauptschulen, deren Qualität den Gymnasien weit hinterherhinkt. Die Pädagogischen Akademien sind nicht in der Lage höhere Lehrerqualität zu generieren; Eine UNI Ausbildung wäre da wohl erforderlich.

Antworten Birgit 68
26.05.2009 11:47
0 0

Re: Zeugnisse nicht vergleichbar, aber ÖVP will Hauptschulschutz!

Wie darf man das verstehen: Bestandschutz der Hauptschulen durch Aufnahmeprüfung für das Gymnasium?

Ist es nicht eher genau umgekehrt?

Wenn das Schülermaterial fürs Gym. immer besser wird, muss jenes auf den Hauptschulen doch zwangsläufig schlechter werden, oder?

Antworten Birgit 68
20.05.2009 12:28
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Fühlen sich die Lehrer dann nicht evt. überqualifiziert für die Interessen ihrer Schüler,...

wenn sie einen universitären Abschluss für die Hauptschule brauchen?

Das Problem liegt nicht in der Qualifikation der Lehrer, manchmal aber in deren Motivation. Es ist halt leichter, wenn man keine mangelnde Motivation der Schüler mit seiner eigenen ausgleichen muss.

Antworten Antworten Khalida
21.05.2009 08:35
0 0

Re: Fühlen sich die Lehrer dann nicht evt. überqualifiziert für die Interessen ihrer Schüler,...

Sehr richtig! Um 10-14Jährige zu unterrichten (also in der Unterstufe AHS oder in der KMS) muss Lehrer in erster Linie "Mensch" sein. Er muss Kinder und Jugendliche in den schwierigen Entwicklungsjahren begleiten. Einfühlungsvermögen und Verständnis sind da wichtiger als Hochschulwissen in einem Fach. Für die Oberstufe eines GYM passt die Ausbildung wieder, da die Schüler ja auf eine universitäre Ausbilung vorbereitet werden sollen und daher viel Fachwissen brauchen.

Antworten komajo
19.05.2009 07:11
0 0

Re: Zeugnisse nicht vergleichbar, aber ÖVP will Hauptschulschutz!

Es ist gewiss, dass Beurteilungen manchmal nicht vergelichbar sind. Ebenso ist es aber sicher, dass der beste Lehrer aus einem unterdurchschnittlich begabten Kind ein Genie machen kann.

Antworten Gast: Insider
18.05.2009 17:13
0 0

Re: Zeugnisse nicht vergleichbar, aber ÖVP will Hauptschulschutz!

Die Ergebnisse bei den Bildungsstandards (naturgemäß von gewissen Leuten in Wien und Salzburg nicht veröffentlicht) sprechen eine ganz andere Sprache. In der VS gibt es einen wesentlichen Einfluss der Lehrer(in) mit allen höchst problematischen Folgeerscheinungen - in einer Klasse schlechte Leistungen bei den Standards bei lauter 1ern im Zeugnis, in der Parallelklasse hervorragende Leistungen - gleichzeitig 2/3 der Schüler(innen) ohne Befähigung für die AHS! In der Sek1 (AHS, APS) gibt es dagegen eine fast 100%tige Korrelation mit der Lage der Schule. Kommen die Ergebnisse aus stadtnahen Schulen, sind sie schlecht, völlig unabhängig von der unterrichtenden Lehrkraft. Kommen die Testresultate aus stadtfernen Gebieten (geringer Anteil der Schüler(innen) geht in die AHS) sind sie hervorragend - wieder völlig unabhängig von der Lehrkraft. Die Einflussnahme des/der Lehrer(in) wird beim Erwerb der Grundkompetenzen in hohem Maße überschätzt. Ganz anders sieht es bei Motivation und Liebe zu bestimmten Bereichen aus - da kann ein guter Lehrer/eine gute Lehrerin die Berufswahl und den weiteren Werdegang entscheidend beeinflussen. Grundkompetenzen gehorchen aber anderen Gesetzen!!! - da dürfte das "Hirn" eine nicht unentscheidende Rolle spielen.

Antworten Antworten Birgit 68
28.05.2009 12:02
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Das ist ja wie in Bayern,...

nur dass dieser Umstand hier offiziell ist:
Eine Drei aus einem bayrischen Gymnasium gilt soviel wie eine Eins aus einem hessischen.

Das weiß (akzeptiert) hier jeder, und so gehen die nicht ganz so guten Volksschüler aus dem bayrisch-hessischen Grenzgebiet in Hessen aufs Gymnasium und umgekehrt die, die sich für besonders gut halten, in Bayern.


Gast: skimpy
18.05.2009 14:20
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ein lehrer im krankenstand

ersatz?

denkste.

so schaut es jetzt schon aus.

Gast: Staunton
18.05.2009 11:01
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Also, wenn die Aufnahmeverfahren dieselbe Qualität haben und dieselben Ergebnisse bringen...

...wie Auswahlverfahren der ÖVP während der Schüssel & Haider-Ära für die wichtigsten und höchsten öffentlichen Posten in Österreich, dann kann man jetzt schon den Hut zum Gebet abnehmen. Ich würde glatt behaupten, dass etliche Ergebnisse von Ausschreibungen eher eine negative Auslese zur Folge hatten. Dasselbe gilt natürlich auch für Ausschreibungen im Machtbereich der SPÖ und anderer Parteien.
Was kann ein Schüler dafür, wenn er von einer Trottelschule mit unfähigen Lehrern in eine Mittelschule kommt? Qualität würde sich trotz fehlenden Vorwissens auf die Dauer durchsetzen. Es hindert aber niemand die höheren Schulen daran, in angemessener Weise auszusieben.
Aber wenn man schaut, wen die Leute wählen, die fernab auf dem Land keinen Zugang zu höherer Bildung haben und womöglich auch noch unter der Fuchtel der Dorfkirche stehen, dann kann man sich gut vorstellen, dass die ÖVP gerne vermehrt solche Zustände hätte.

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Einspruch

Die Zeit zwischen 10 und 14 ist außerordentlich prägend. Wer in dieser Zeit nicht "lernen lernt", tut sich nachher unendlich schwer.

Die Frage ist vielmehr: Warum erfüllt die Hauptschule (im großstädtischen Bereich) ihre gesetzlich festgeschriebene Aufgabe nicht, ihre Schüler mit dem Niveau einer AHS-Unterstufe zu entlassen?
den Auftrag hat sie - aber sie erfüllt ihn einfach nicht.
Daher flüchtet jeder, der kann, in die AHS.
Wenn die Hauptschule ihren gesetzlich festgeschriebenen Auftrag erfüllt, gibt es keinen Grund für Überlegungen zu Auswahlverfahren (und auch nicht zur "Reform" der AHS).

Antworten Antworten Khalida
19.05.2009 13:28
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Re: Einspruch

Hauptschule, in Wien Kooperative Mittelschule, muss neu definiert werden!Sie sollte konkurrenzlos der AHS gegenübertreten! Die Wirtschaft braucht gut ausgebildete Facharbeiter. Eltern müssen die Gewissheit haben, dass ihr Kind nach vier Jahren KMS tatsächlich in der Lage sein wird, einen Beruf ergreifen zu können und sie muss jenen SchülerInnen, die in weiterführende Schulen übertreten wollen, das dafür notwendige Rüstzeug mitgeben. Das ist machbar. An einzelnen Standorten gibt es hervorragende Modelle dafür. Leider ist darüber in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt, weil nur an den AHS herumexperimentiert wird!

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Re: Re: Einspruch

Wenn die Hauptschule/Kooperative Mittelschule etwas Anderes ist als die AHS, werden wir um ein Auswahlverfahren oder das Akzeptieren von Elternwünschen nicht herumkommen, weil es eine Entscheidung für und über die Zukunft des Kindes ist.

Wenn es nach der Volksschule keine Entscheidung über die Zukunft geben soll, müssen alle Bildungswege nach der 8. Schulstufe zur Berufsfähigkeit (Lehre) und weiterführend zur Matura/Universitätsreife führen.

Auswahl ohne Entscheidung gibt es nicht. Ohne Entscheidung gibt es nur keine Auswahl.

Mag schon sein, dass es an einzelnen Standorten hervorragende KMS gibt - nur es gibt viel zu viele schlechte Hauptschulen - und da ist eine einzige schon viel zu viel!

Antworten Antworten Antworten Antworten Khalida
19.05.2009 16:43
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Re: Re: Re: Einspruch

Deswegen meine ich, dass an den KMS reformiert werden müsste! Zusätzliche Stunden für Förderkurse z.B. Die Entscheidung nach der Volksschule gibt es nicht wirklich. Die Eltern glauben das und tun das selbst (Prestige!!). Die eigentliche Entscheidung kann ein Kind erst treffen, wenn es volljährig ist. Vorher entscheiden die Eltern!
Nach der KMS (HS) kann ein Schüler, wenn er lernen WILL, ja sowieso weiter in eine Schule gehen und später Matura machen. Wer hält ihn davon ab? Ich meine nur, Eltern sollten die verschiedenen Bildungswege kennen, aber viele glauben, einmal in der AHS eingetreten geht`s automatisch direkt zur Matura! Die meisten SchülerInnen wechseln nach der 4.Klasse Gymnasium sowieso in einen anderen Schulty (HAK...). 1.Klasse gibt es noch sehr viele, aber wieviele Klassen gibt es dann noch in der 8.Klass des GYM?! Also entscheiden sich ja doch die meisten mit 14 Jahren für eine andere Ausbildung!
Ich glaube, dass es besser wäre, alle SchülerInnen automatisch nach der VS in eine KMS zu schicken, und nur sehr lernbegabte in die AHS aufzunehmen. Wenn aber Kinder in der AHS scheitern, was dann? Dann sind sie psychisch ziemlich darnieder!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Birgit 68
26.05.2009 15:56
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Re: Re: Re: Re: Einspruch

Dann sind sie psychisch ziemlich darnieder!

-Das wäre aber schlecht! Wollen wir denn lauter Pflänzchen heranziehen, die beim leisesten Windhauch (=Misserfolg) in die Knie gehen?

Als Erwachsene(r) soll man dann plötzlich gelernt haben, mit Misserfolgen umzugehen. Ja wie denn, wenn man vorher nie einen gehabt haben durfte?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Khalida
26.05.2009 16:38
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Re: Re: Re: Re: Re: Einspruch

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Die müssen sich erst entwickeln. Und Kinder nur immer ihre Schwächen vorzuhalten, fördert sie nicht im Geringsten! Ganz im Gegenteil: Man muss ihre Stärken fördern, denn daraus können sie auch einen für sie geeigneten Beruf finden.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einspruch

Von "nur immer ihre Schwächen vorhalten" ist ja nicht die Rede!
Fördern geht nur mit Fordern - da ist ein gesunder Mix von Erfolgs- und Misserfolgserlebnissen selbstverständlich und unvermeidlich. Das halten Kinder aus - und sie müssen sich daran gewöhnen, dass das im Leben normal ist.
Sonst kommt das böse Erwachen nach der Schule - und da ist es oft (zu) spät.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Khalida
26.05.2009 19:18
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einspruch

Bitte, was ist "normal" im Leben? Für einen Millionärssohn ist vieles anders normal als für den eines Hilfsarbeiters! Warum müssen die Kinder aber in der Schule so besonders viele Misserfolge erleben? Weil es viele Lehrer gibt, die ihre (scheinbare!)Machtstellung Kindern gegenüber oft ausnützen! Und Kinder können nicht von sich aus entscheiden, wer ihre Chefs sind! Meinem kann ich kündigen, wenn es mir nicht passt!

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27.05.2009 08:49
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einspruch

Natürlich: Wo es Vorgesetzte oder Lehrer gibt, wird es auch den Machtmissbrauch geben. Das wird man nicht verhindern können. Nicht einmal mit einer Kündigung, denn der nächste Chef macht es genauso! Oder glauben Sie, die Chefs übernehmen die größere Verantwortung alle nur des Geldes wegen?

Am Besten, die Kinder gewöhnen sich früh genug daran!
Also, das sollte echt nicht der Grund sein, auf das Ausloten seiner persönlichen Grenzen zu verzichten, was natürlich immer mit Misserfolgen einhergehen würde.

Letzteres (also das Ausloten seiner persönlichen Grenzen) muss ja nicht die volle Schulzeit in Anspruch nehmen. Ein Prognoseverfahren oder eine Beobachtung von maximal einem Jahr (oder weniger)sollte sicherlich genügen, um zu erkennen, ob ein Schüler nun in eine AHS passt oder nicht.

 
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