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SPÖ verschenkt 10.000 Euro für Nachhilfe-Stunden

23.07.2009 | 14:52 |   (DiePresse.com)

Vor den Landtagswahlen in Vorarlberg hat dort die SPÖ die Spendierhosen an. Bis zu 175 Euro schenkt sie Eltern, deren Kinder schlechte Noten schrieben und Nachhilfe nehmen mussten.

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Die SPÖ Vorarlberg stellt 10.000 Euro für Nachhilfe-Stunden zur Verfügung. Gegen Vorlage einer entsprechenden Rechnung erhalten betroffene Eltern die Hälfte der Kosten für den Nachhilfe-Unterricht ihrer Sprösslinge aus dem SPÖ-Fonds rückerstattet. Höchstens bekommen sie 175 Euro pro Kind. Am 20. September finden in Vorarlberg Landtagswahlen statt.

Vorarlbergs SP-Michael Ritsch kritisiert, dass Familien im Ländle pro Jahr mehr als zwei Millionen Euro für Nachhilfe ausgeben. Er rechnet, dass Familien im Schnitt 350 Euro pro Jahr und Kind für bessere Noten bezahlen. Und das will er schnellstens ändern. 

Er träumt von Nachhilfe-Unterricht, der - für die Eltern - gratis ist. Als Beispiel führte Ritsch ein Dornbirner Gymnasium an, an dem Lehrer in einem sogenannten "Lerncontainer" Nachhilfe geben. Dabei wird der Zusatzunterricht aus einem Sondertopf gefördert. Ritsch fordert ein solches Modell für ganz Vorarlberg und war nach einem Gespräch mit Landesschulrat Siegi Stemer optimistisch. Der habe ihm gegenüber zugesagt, "noch im August" ein entsprechendes Konzept zu präsentieren. Damit sei auch die Bereitschaft verbunden, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

(APA/Red.)

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3 Kommentare
Wildhaber
25.07.2009 00:14
0 0

Wahlkampfgag

Ritsch lebt auf diese Art und Weise seine Vorstellung aus, das auf alle Fragen und Probleme, der Staat eine Antwort weiß.
Es könnte aber auch sein, dass er sich mit diesem Bonbon ein paar Stimmen der betroffenen SchülerInnen oder Eltern im nächsten Landtagswahlkampf sichern möchte?
Ich glaube aber, dass er sich in beiden Fällen irrt und genauso scheitern wird, wie er im Frühling bei einer Abstimmung, über die Gestaltung des Hafengeländes in Bregenz, kläglich gescheitert ist.

Wildhaber
24.07.2009 18:20
0 0

Das ist der falsche Weg!

Warum sollen viele (Staat) für die Faulheit oder das Nicht-Können von wenigen zahlen?
Ritsch unterstellt auf diese Weise, dass es sich bei den Schülerinnen und Schüler, die Nachhilfe konsumieren, um Opfer eines ungerechten System handeln würde. Diese pauschale Annahme ist aber falsch, denn es gibt auch Schüler und Schülerinnen, die zu wenig getan haben und deshalb auf diese Art und Weise ihre Leistungen aufbessern müssen.
Ich will nicht in Abrede stellen, dass das System an Korrekturen bedarf, aber dies ist sicher der falsche Weg!
Es gibt genug Vorschläge, z.B. jene von Rolf Dubs, der auch die vorarlberger Landesregierung berät, wie man es besser machen kann. Prof. Dubs selbst hat aber in einem Vortrag des katholischen Bildungswerk fest gehalten, dass alle politischen Parteien etwa 20 Jahre der Wissenschaft hinterher hinken.
Abgesehen davon hat die AK-Vorarlberg in einer Studie die Gesamtausgaben für Nachhilfe in Vorarlberg auf etwa 8 Mio. € geschätzt. Diese Unterstützung ist keine, sie ist eine Beleidigung!
http://www.ak-vorarlberg.at/online/teure-nachhilfe-49190.html?mode=711&STARTJAHR=2008

Gast: Gast
23.07.2009 19:11
0 0

Entschädigung?

für absolut verfehlte Bildungspolitik?

Schlagzeilen Bildung