09.02.2010 18:56 | Meine Presse Merkliste0

Kein Sitzenbleiben mehr: ÖVP lehnt "Schnellschuss" ab

13.09.2009 | 18:18 |  ERICH WITZMANN UND KARL ETTINGER (Die Presse)

Ministerin Schmieds Plan stößt auf Skepsis. AHS-Gewerkschafterin Scholik kritisiert einmal mehr die Vorgangsweise der Ministerin. Sie beklagt, dass Schmied vor Gesprächen "zuerst an die Öffentlichkeit" gegangen sei.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

WIEN. „Ein populistischer Schnellschuss“: ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon machte am Sonntag im Gespräch mit der „Presse“ kein Hehl daraus, dass er vom jüngsten Vorstoß von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) wenig begeistert ist. Die Schulministerin eckt unmittelbar vor dem Beginn der zweitägigen Regierungsklausur am Montag in Salzburg mit ihrem Plan, das Wiederholen von Klassen noch in dieser Legislaturperiode abzuschaffen, erneut mit einem Reformvorhaben beim Koalitionspartner an.

„Wir sind es langsam leid, dass wir permanent zu so populistischen Ausflügen Stellung beziehen sollen“, beklagte Amon. „Zu sagen, wir schaffen das Repetieren ab, ist zu einfach“, betonte er. Die ÖVP sei bereit, sich „konstruktiv“ einzubringen. Im Regierungspakt sei eine „Reduktion“ der Klassenwiederholungen vorgesehen. Aber die Unterrichtsministerin müsse ein Gesamtkonzept für eine Schulreform auf den Tisch legen.

 

„Haben gewichtigere Probleme“

Auch der Zweite Nationalratspräsident und Chef der Beamtengewerkschaft, Fritz Neugebauer (ÖVP), reagierte in der ORF-Sendung „Hohes Haus“ mit deutlichen Vorbehalten auf Schmieds Vorstoß: „Wir haben wahrlich gewichtigere Probleme im Schulwesen.“

Schmied hatte in der „ZiB 1“ am Samstag angekündigt, sie wolle noch in dieser Legislaturperiode eine Lösung, um das Sitzenbleiben abzuschaffen. Dieses sei nicht nur pädagogisch fragwürdig, sondern auch „wahnsinnig teuer“, argumentierte sie. Eine Arbeitsgruppe in ihrem Ressort soll nun Vorschläge ausarbeiten. Die Arbeiterkammer hatte zuletzt die Kosten auf 900 Millionen Euro geschätzt. Allein heuer müssen rund 36.000 Schüler eine Klasse wiederholen.

Skeptisch bezüglich einer völligen Abschaffung des Sitzenbleibens äußert sich auch die Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eva Scholik. „Die Diskussion ist mir einfach zu einseitig“, meinte sie im „Presse“-Gespräch. In manchen Fällen sei das Wiederholen einer Klasse für einen Schüler „sinnvoll“. Bei der ganzen Debatte müsse der Schüler im Mittelpunkt stehen, „nicht wirtschaftliche Fragen“.

 

„Bewährtes Frühwarnsystem“

Sie verweist darauf, dass Pädagogen schon jetzt zu vermeiden versuchten, dass Schüler eine Klasse wiederholen müssen, indem man Förderangebote mache. Allerdings seien die finanziellen Möglichkeiten dafür begrenzt. Außerdem komme verstärkt das „Frühwarnsystem“ zum Einsatz, wenn schlechte Noten drohen. „Dieses Frühwarnsystem hat sich im AHS-Bereich bewährt“, bilanziert Scholik.

Grundsätzlich kritisiert die AHS-Gewerkschafterin einmal mehr die Vorgangsweise der Ministerin. Sie beklagt, dass Schmied auch mit den Plänen zur Abschaffung des Sitzenbleibens vor Gesprächen „zuerst an die Öffentlichkeit“ gegangen sei.

Die Regierungsklausur wird nun mit Argusaugen verfolgt. Die Lehrervertreter sind kampfbereit. Und vielleicht noch um eine Spur verärgerter als von Februar bis April dieses Jahres, als Schmied die Unterrichtsverpflichtung erhöhen wollte. Damals haben die Lehrergewerkschafter die beiden zusätzlichen Stunden nicht nur mit Streikaktionen, sondern auch durch ein „Solidarpaket“ abgewendet. Man verzichtete auf verschiedene Zulagen, es gibt nun mehr kostenlose Supplierstunden. Insgesamt 180 Millionen Euro kann das Unterrichtsressort damit einsparen. Jahr für Jahr. Scholik: „Wir konnten damals nicht ahnen, dass uns dieses Thema ein halbes Jahr später wieder aufgetischt wird.“

In der Vorwoche erklärte Bundeskanzler Werner Faymann, es sei ein Fehler gewesen, dass er bei den zusätzlichen Unterrichtsstunden Schmied nicht gegen die Lehrer unterstützt habe. Die Ministerin selbst hat bereits im August einen neuen Anlauf zur Verlängerung der Unterrichtszeit angekündigt und sich auf ein gemeinsames Papier der Regierung berufen. Im Gegenzug soll ein neues Dienst- und Besoldungsrecht den Junglehrern – bei gleichbleibender Lebensverdienstsumme – höhere Anfangsgehälter bescheren.

 

„Ministerin redet nicht mit uns“

Scholik will hier nicht mitmachen, auch wenn der Zusatzunterricht nicht die Lehrer im alten Gehaltsschema treffen sollte. Denn letztendlich wäre es eine Arbeitsausweitung für die Jungen – und das trotz des Solidarpakets vom Frühjahr. Jürgen Rainer, ÖGB-Sprecher der BMHS-Lehrer, weist darauf hin, dass das angebliche Regierungspapier unter Verschluss gehalten wird. Schmied veröffentliche nur ausgewählte Passagen.

Die Lehrervertreter werfen Schmied vor allem vor, dass sie mit ihren Plänen stets an die Öffentlichkeit gehe, aber nicht das direkte Gespräch suche. Seit der letzten Verhandlungsrunde im April habe es keinen Termin gegeben. Rainer sucht seit Schmieds Amtsantritt vor zweieinhalb Jahren um ein Informationsgespräch an, um die Vorschläge seiner Lehrerschaft zur Weiterentwicklung des Schulwesens zu erläutern. „Aber sie redet nicht mit uns.“

Scholik vermutet sogar System dahinter. So habe die Ministerin die neuesten OECD-Daten als „Vorspiel zu den Verhandlungen zum Dienstrecht“ präsentiert. Und dann noch deutlicher: „Man bemüht die Studie, um Dinge in den Raum zu stellen und den Lehrern die Schneid abzukaufen.“ Die OECD-Zahlen, nach denen die Lehrerleistung von 1995 bis 2007 gesunken sei, seien nämlich absolut falsch.

Vielmehr wurden bestimmte Lehrerstunden – so die Klassenvorstandsstunde und die Kustodiate – aus dem Stundenkanon herausgenommen; diese werden nun mit geringfügigen Zulagen honoriert. Scholik: „Das war ein Trick.“ Damit sinke die Unterrichtsleistung, obwohl die Lehrer mehr arbeiten müssen. Meinung, Seite 27

AUF EINEN BLICK

Schulreform. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will als Teil der Schulreformpläne noch in dieser Legislaturperiode das Sitzenbleiben abschaffen. Der Koalitionspartner ÖVP und die AHS-Lehrergewerkschaft äußern bezüglich einer raschen Umsetzung jedoch Skepsis.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2009)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

206 Kommentare
1 2 3 4 5
Gast: naschu
15.01.2010 17:11
0 0

Sitzenbleiben

Also ich finde Sitzenbleiben nicht SO schlimm..
Mir hat es geholfen.. mir wurde bewusst das ich mich mehr anstrengen muss nur auch ich habe fächer bei denen mir nicht einmal das lernen was hilft und da sollten die lehrer mal ihre ärsche bewegen und uns helfen statt uns blöd anzumachen... was jedoch doof am sitzen bleiben ist, ist das man dann mit jüngeren in der klasse ist. ich zum beispiel musste wegen dem g9 2 klassen runtergehen nur weil die klasse unter mir g8 war. SCHLIMM! ich bin 2 jahre älter! wenn es kein g8 gäbe wäre auch bestimmt alles leichter.. wir sind voll unter druck gesetzt! g9 war mir wirklich lieber!!!

Gast: Hitti
08.01.2010 17:40
0 0

Sitzenbleiben gehört abgeschafft

Das Sitzenbleiben gehört schon längst abgeschafft,weil der Druck so und so sehr auf den Kinder lastet.Die Kinder können gar nichts dafür. Habe selbst eine Tochter,die schon phsychisch belastet ist. Es kann Ihr aber keiner helfen. zb.eine Schularbeit und drei Test in einer Woche.(kommt oft vor).Da sollen die Schüler gute Noten nach Hause bringen.Schülerhilfe kostet genug Geld und kann sich auch kein normal sterblicher leisten.Die Lehrer verlassen sich heute auf die Eltern.Nur die sind auch Berufstätig und können den Kindern auch nicht mehr helfen.Wenn ich mich mit anderen Müttern unterhalte,sind sie alle schon verzweifelt.

Gast: Roland
15.09.2009 19:49
1 0

Sitzenbleiben

In den Hauptschulen wäre das Sitzenbleiben wirklich völlig unnötig! Es gibt dort Leistungsgruppen. In der 3.LG ein Genügend zu haben, bedeutet nämlich sowieso, dass der Schüler ziemlich lernschwach ist.
Allerdings: Hier ist das größte Problem das nicht in die Schule gehen-und das oft mit Einverständnis der Eltern! Einige Eltern kümmern sich nämlich überhaupt nicht darum, ob ihre Kinder den Unterricht besuchen. Gegen diese Verwahrlosung sollte endlich etwas getan werden. Dagegen sind Lehrer machtlos, weil die Eltern Entschuldigungen unterschreiben, die die Lehrer akzeptieren müssen. Die Jugendlichen lungern rauchend und trinkend in den Parks herum und keiner kümmert sich!

Antworten Gast: Hitti
08.01.2010 17:45
0 0

Re: Sitzenbleiben

Das kann nur einer sagen der keine Kinder hat.

ruhe45
15.09.2009 21:30
1 0

Re: Sitzenbleiben

Ich stimme Ihnen vollkommen zu! Ich sehe das nach 35 Dienstjahren in einer BHS: Schulbesuch ist Nebenbeschäftigung - wichtig ist Führerschein, Urlaub, Nebenjob. Und was ist das Resultat der vielen Fehlstunden: Negativer Abschluss oder Wiederholungsprüfungen.

Gast: Gast 3
15.09.2009 17:00
1 0

Wem glauben ?

Nach einer Tabelle, die obigem Beitrag angeschlossen war, hätte die Anzahl der Repetenten an Öserreichs Schulen weit über 35000 betragen ! Nun ist in dem Artikel über das Sitzenbleiben in Europa von ca .25000 die Rede . Wenn die Zahl der Repetenten weiter so rasch sinkt, braucht Schmied das Sitzenbleiben gar nicht mehr abzuschaffen, es hätte sich von allein erledigt!Übrigen: 25000 sind etwa 2 Prozent von 1,2 Millionen, als österreichischer Schüler würde ich mich vor jedem anderen Unglück mehr fürchten als vor dem Sitzenbleiben !

Gast: Zar von Wien
15.09.2009 12:28
1 0

Verkehrte Welt

Was wird hier gequasselt? Beim Sitzenbleiben geht es ja nicht um das Wohl des Sitzengebliebenen, ob dem das jetzt gut tut oder nicht; es geht um das Wohl der ganzen Klasse, daß die von keinem Unfähigem in ihrem Niveau gebremst wird.

parapente
15.09.2009 11:54
0 0

Ohne Nutzen ist Sitzenbleiben nicht!

Meine "Sitzengebliebenen" Kinder haben den Abschluss bestens gemeistert.
Also: Sitzenbleiben ist gut! Und wieso soll es teuer sein??

Antworten Gast: Zar von Wien
15.09.2009 12:31
0 1

Re: Ohne Nutzen ist Sitzenbleiben nicht!

Wieso das teuer sein soll? Na weil das Gehalt der Lehrer, und was sonst noch die Schule zusammensetzt nicht vom lieben Christkind gesponsert wird sondern von uns Steuerzahlern getragen wird. Und da sind dann eben 10 Jahre statt 9 Jahre Schullaufzeit +11% Kosten. Wenn man Ihnen das vorrechnen muß ist es kein Wunder daß Ihre Kinder sitzenbleiben.

parapente
16.09.2009 10:41
0 0

Re: Re: Ohne Nutzen ist Sitzenbleiben nicht!

Lieber Zar von Wien,

ihre Rechenkünste in Ehren.
Ob jetzt ein Kind (oder mehrere) in der Klasse sitzen und diese wiederholen, spielt in punkto Lehrergehalt keine Rolle.
Und bei der "AfA" der Schule, (also Abnützung des Schulgebäudes), fällt das auch nicht ins Gewicht!
Glauben Sie einem Kaufmann und Bilanzbuchhalter.

ruhe45
15.09.2009 21:26
1 0

Re: Re: Ohne Nutzen ist Sitzenbleiben nicht!

Na glauben Sie, dass die Lehrer dafür doppelt bezahlt bekommen?

Gast: skimpy
15.09.2009 10:10
0 0

mehr freiheiten für die schüler

bedeutet ein engeres korsett für die lehrer. gut dass ich nichts zu sagen habe. schüssel, haider an die .....
heute könnte man schmied und konsorten an die ....

Gast: Zervos
15.09.2009 08:58
0 0

Offensichtlich

war die Ministerin überrascht, dass es nicht genügt, eine Reform anzukündigen und eine Berufsgruppe anzupinkeln. Jetzt zeigt sich, dass Sie nicht den Funken einer Ahnung von ihrem Job hat.

c.ebner
15.09.2009 08:54
0 0

Nicht für die Schule sondern fürs Leben

Nicht für die Schule sondern fürs Leben lernen wir. Wer nicht ein Minimum an Leistung erbringt, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Das ist die wichtige Lehre, die Korrekturmechanismus „Sitzenbleiben“ beinhaltet. Wenn für manche Schüler die Erbringung des Mindestmaßes an Leistung mit Stress, Druck und Angst vorm Scheitern verbunden ist, dann müssen sie eben lernen damit umzugehen. Auch im späteren Leben werden sie damit umgehen müssen.

Gast: Bob
15.09.2009 08:13
0 1

Wer selber in die Schule gegangen ist weiß das!

Verwunderlich ist lediglich, dass man so lange gebraucht hat um diese Erkenntnis zu gewinnen.
Was Frau Schmid noch vergessen hat, es kostet auch Lebenszeit, was noch viel schlimmer ist, als die Kosten.

Gast: Niederösterreicher
15.09.2009 00:45
1 0

Welchen "Nutzen" bringen überhaupt Prüfungen?

Würde ein Schüler ohne Prüfungsangst, bloß aus "wissenschaftlicher Neugierde" überhaupt noch etwas lernen? Viele von uns geben doch ehrlich zu, gerne Vorhaben vor sich herzuschieben, wenn sie nicht durch Termine zum Handeln gezwungen werden. So beginnen manche Schriftsteller nach eigenem Geständnis erst dann ernsthaft zu schreiben, wenn der Abgabetermin an den Verleger herannaht. Auch Studenten lernen meist erst unter dem Druck herannahender Prüfungstermine. Und jene Studienordnungen "produzieren" die meisten Studenten, die Prüfungen in relativ kurzen Abständen vorsehen, während Studenten, die ihre Examen erst nach mehreren Semestern ablegen, sich oft "verbummeln". Und bei den Prüfungen spielt der Umstand, daß man bei ungenügender Vorbereitung durchfliegt, eine ganz entscheidende Rolle. Oder anders gesagt: wer würde eine Prüfung, bei der ohnehin "nichts passieren kann", noch ernst nehmen?

Was man so in der Debatte über die Notwendigkeit der Wiederholens liest, klingt im Grund nach "pseudedemokratischem, den Leute nach dem Mund reden"!. Natürlich wäre es für den Staat am billigsten, wenn er den Schulunterricht für seine Jugend nicht mehr bereitstellen müßte und das Maturazeugnis oder gar den Magister-Titel gleich mit der Geburtsurkunde dem neugeborenen Staatsbürger verleihen könnte!

Die Schule sollte daher auf dem Nachlernen des ungenügend gelernten Stoffes um jeden Preis bestehen. Aber nicht alle Schüler werden die Mehrbelastung auch durchstehen!

6 2

Linke Spinnereien


Mit dem Abschaffen des Sitzenbleibens wird das oftmals einzige und letzmögliche Druckmittel zur Stimulierung der Lernbereitschaft von Problemkindern genommen.

Aber die "neue" Schule lebt ja von der "Einheitlichkeit": alles in einen Topf - vom Vorzugsschüler über den Naturdeppen bis hin zu den geistig Behinderten müssen alle nur 8 Jahre lang in einer Klasse gehalten werden, dann wird alles gut.

Schade nur dass die Evolution der Menschheit nicht sozialistisch geprägt war - wir könnten noch auf Bäumen sitzen.

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
15.09.2009 09:01
0 0

Re: Linke Spinnereien

@CanisLumpus... ich gebe ihnen recht...alle schüler/deppen/etc. bis zur matura mitschleppen und dann die gratismatura. anschliessend ein abgebrochenes studium mit dem Bachelor... und fein, unsere (bisher äusserst dürftige) akademikerquote steigt um 100 prozent!!! Hurra... Österreich ist nun Weltspitze mit akademikern!!! ...das sind doch nur träumereien linker spinner!!! hatte selbst in der 7.klasse eine nachprüfung in latein, 2 monate pauken bei einem phantastischen pensionierten gymnasialdirektor, und siehe da...ich bestand die nachprüfung mit "1" und maturierte auch mit "Sehr Gut" (schularbeiten der 8.klasse alle 1 oder 2).....
ich lebe in einem asiatischen land, wo die lehrer selbst keine bildung/erziehung/wissen haben (zumindest bei elementary school, high school und college) und, da man diese schulen selbst zahlen muss, auch alle schüler daher durchkommen. die folge für das land... alle abschlüsse werden international NICHT anerkannt !!! (Ausnahme: 3 international geleitete Universitäten). Daher schicken (NUR) die Reichen ihre kinder nach GB, USA oder Hongkong ... diese absolventen bleiben dann entweder in ihrem gastland (und verdienen gutes geld und überweisen es) ODER kommen zurück und bekleiden dann staatsämer (sind selbstverständlich korrupt durch und durch. dieses land steht auf der CIA-korruptionsindes etwa an 120.Stelle.) prüfungen sind doch ein auswahlverfahren oder irre ich mich
... ein (akad.) Auslandsösterreicher

Antworten Gast: Sinbad, der Seefahrer
15.09.2009 07:46
0 1

Re: Linke Spinnereien

... warum soll ein Schüler, der nur in einem oder zwei Fächer negativ beurteilt wurde, eine ganze Klasse wiederholen u. somit in etwa zehn bereits bestandenen Fächern nochmals unterrichtet werden? Das ist reine Verschwendung von L/Schüler-Potentiaenl u. natürlich auch Geldern;

als "letztmögliches Druckmittel zur Stimulierung der Lernbereitschaft" könnte z.B. die Auflage erteilt werden, kein Abschlusszeugnis auszustellen, bis alle Fächer positiv abgeschlossen sind, ganz einfach, das kostet auch nichts!

mick232
14.09.2009 23:36
0 2

Re: Linke Spinnereien

Seltsam... die Wiederholung einer Schulstufe wurde in der Mehrzahl der europäischen Staaten bereits abgeschafft. Wir leisten uns diesen Luxus, schneiden aber bei PISA und anderen Tests inferior ab.

Weiters scheinen Sie nicht mitbekommen zu haben, daß diese Maßnahme nur eine in einem Maßnahmenpaket ist. Geplant ist ein Kurssystem, wo die Schüler teilweise eigenständig für sie sinnvolle Kurse aussuchen können.

Denn genau das, was Sie kritisieren, passiert jetzt: alle in einen Topf (sprich Lehrplan), egal wo die Begabungen und Schwächen liegen.

mick232
14.09.2009 23:46
0 2

Re: Re: Linke Spinnereien

Aber das ist typisch für die Verhinderer-Fraktion in unseren Landen: jede Diskussion einer Sachfrage, die nicht aus den eigenen Reihen stammt, wird sofort abgewürgt. Und wenns allein deswegen ist, weil man dem politischen Gegner keinen Erfolg gönnen will.

Antworten Antworten Antworten Gast: Sinbad, der Seefahrer
15.09.2009 07:58
0 1

Re: Re: Re: Linke Spinnereien

... diesen Eindruck habe ich leider auch, wenn ich die parteipolitischen Diskussionen u. Verhandlungen in wesentlichen u. bereits geplanten Reformvorhaben betrachte - die VP sagt zu allen Ideen, die vom politischen Gegner kommen apriori NEIN, das ist das einfach gestrickte Politikverständnis der VP, die offenbar nur damit vermitteln will, dass sie es besser kann, weiter nichts, aber mir dem "fragwürdigen Ziel", dass nichts weitergeht u. alles beim alten bleibt u. somit keine Entwicklung mehr stattfindet;

die VP ist die personifizierte No-Future-Partei!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: johannes
15.09.2009 10:24
0 0

Re: Re: Re: Re: Linke Spinnereien

vielleicht kommt daher ein nein, weil die vorschläge meist alle mist sind und die eigene klientel (lehrer und eltern kluger kinder) dieses auszubaden hat, während die klientel der vorschlagenden partei (prolos uvm.) davon profitieren würde.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sinbad, der Seefahrer
15.09.2009 11:21
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Linke Spinnereien

... ist das ihr "Politikverständnis" - die "Klugen" (VP) u. die "Prolos" (SP) ?

0 1

Re: Linke Spinnereien


Wenns Sie überlegen, dass in der Schule "Neu" ihre Problemkinder und Naturdeppen max. 8 Jahre im System mitgeschleppt werden.
In ihrem alten System wird das System länger belastet.
Außerdem ist ihrem alten System die Chance dass ein Kind ein Problemkind bleibt höher.
Habe noch selten gehört,dass einer nach dem Durchfallen zu einem Vorzeigeschüler gewandelt hat.

Was das mit Einheitlichkeit zu tun haben soll weiß ich auch nicht.
Durchfallen als Strafe ist auch nicht bewiesener Maßen das wahre Mittel.

hanibal
15.09.2009 08:49
0 0

Re: Re: Linke Spinnereien

Das klingt ja alles schön und gut so wie sie das darstellen. Nur ich frage mich, wie jemand in der 7. und 8. Klasse in Mathematik Integrale und Differenziale lösen will wenn er in der 5. und 6. Logarithmen und Potenzrechnungen nicht verstanden hat aber trotzdem weiter kommt...

Das selbe mit Sprachen: Wie soll man in der 7. Ovid übersetzen wenn man in der 3. aufgehört hat Vokabel und Grammatik in Latein zu lernen?

Der Stoff baut auf, daher muss sicher gestellt werden, dass alle in einer Schulstufe ein gewisses Niveau haben!

1 2 3 4 5