23.05.2012 07:09 | Meine Presse Merkliste 0

Ausbau der Ganztagsschule wird finanziert

14.10.2009 | 15:09 |   (DiePresse.com)

VP-Chef Josef Pröll will Geld für den den Ausbau der ganztägigen Schule ausgeben. Das Bildungsministerium ist hocherfreut darüber, dass sich die ÖVP bewegt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat Grund zur Freude: VP-Finanzminister Josef Pröll hat sich am Mittwoch bei seiner Rede zum "Projekt Österreich" für zwei ihrer Projekte ausgesprochen: Er will den Ausbau von Ganztagsschulen vorantreiben und hat sich für die Schulautonomie ausgesprochen.

"Wir werden mehr Geld zur Verfügung stellen, um den Ausbau des ganztätigen Schulbereichs besser zu finanzieren."
VP-Finanzminister Josef Pröll

Ganz überraschend kommt der schwarze Meinungsumschwung bei der Ganztagsschule nicht: Dass die ÖVP nun auf einen Ausbau der Nachmittagsbetreuung an Schulen drängt, hat ÖAAB-Obmann Michael Spindelegger bereits am Montag wissen lassen. Die ÖVP will das auch als Signal an berufstätige Frauen verstanden wissen.

Das von der ÖVP gepriesene Prinzip der Wahlfreiheit hält Pröll freilich hoch: Es soll keine verpflichtende "Zwangstagsschule" geben, sondern eine neue Form der Nachmittagsbetreuung. Die Regierung verfolgt derzeit lediglich das Ziel, an möglichst vielen Schulen eine neue Form der Betreuung einzuführen. Die ursprünglich geplante Ganztagsschule, an der sich Unterricht und freie Zeit abwechseln, wurde vom Bildungsministerium hinten angestellt.

Wie viele Plätze an wie vielen Schulen tatsächlich finanziert werden, ist noch offen. Das Bildungsministerium will zumindest auf 120 000 kommen, derzeit gibt es 90 000. "Dass sich die ÖVP bewegt hat, freut uns sehr," sagt Nikolaus Pelinka, der Sprecher von Ministerin Schmied gegenüber DiePresse.com. "Nun müssen den Worten Taten folgen." Als erste Tat möchte das Bildungsministerium die Unterstützung der ÖVP bei der Verhandlung des neuen Lehrerdienstrechtes. Denn wie viele Schüler am Nachmittag betreut werden können, hängt mittelfristig von den Arbeitsverträgen der Lehrer ab.

Mehr Schulautonomie

Die Gesamtschule lehnt die ÖVP nach wie vor ab. Die Vielfalt der Schulen sei eine "Stärke des Systems", hält Pröll an der VP-Linie des differenzierten Schulsystems fest. Allerdings müsse es an den Schnittstellen viel durchlässiger werden.

Erstmals sprach sich Pröll auch klar für eine Stärkung der Schulautonomie aus. Die Direktoren sollen hier etwa selbst darüber entscheiden, welche Lehrer eingestellt werden.

Ganztägig betreut
SP-Bildungsministerin Schmied entwarf die "Tagesbetreuung Neu", bei der Schüler am Nachmittag zehn Stunden pro Woche ein "Bildungsangebot", etwa Förderstunden oder Hausaufgabenbetreuung, durch Lehrer erhalten. Ein Ausbau dieses Angebots wird etwa als Mittel zu Senkung der Ausgaben für Nachhilfeunterricht gesehen. Bei "echten" Ganztagsschulen wechseln einander Unterricht und Freizeit-Angebote ab und sind nicht in Vormittag und Nachmittag aufgesplittet.

(ros)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

11 Kommentare
Gast: Rudi
15.10.2009 16:46
0 0

Nachmittagsbetreuung

Ich bin dafür, dass die jungen Mütter sich wieder mehr um ihre Kinder kümmern und die Arbeitsplätze den Männern überlassen! Viele türkische Familien können da ein Beispiel für die Österreicherinnen sein! Für diese Kinder braucht es keine Betreuung in den Schulen, weil die sind von ihren Müttern betreut!
Also, liebe Österreicherinnen, lasst die Männer hackln und bleibt ihr zuhause (zumindest einige Jahre). Dann spart sich die Regierung das viele Geld für die Beaufsichtigung!!!

Antworten Gast: LunaLunatic
27.01.2010 16:32
0 0

Re: Nachmittagsbetreuung

Hier stimme ich vollkommend zu.
Lieber das ganze Geld sparen,dafür aber mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen.Heutzutage ist es nicht mehr selbstverständlich,dass Kinder direkt nach der Schule nach Hause dürfen.Oftmals werden sie einfach in Ganztagsschulen gesteckt oder müssen in den Hort.Einfach die Kinder abschieben...Meinen Kindern hats nie geschadet,dass sie direkt nach der Schule nach Hause kamen.Ganz im Gegenteil.Ich kann sagen,dass ich meine Familie kenne und liebe.Ich beschäftige mich persönlich mit ihnen,helfe bei den Hausaufgaben,etc.Dadurch habe ich ein super Verhältnis zu meinen Töchtern.Selbst ín der Pubertät.Nie hatte ich Stress oder sonstiges.Da sahs bei deren Freunden ganz anders aus.Nur weil die in den Hort mussten und ihre Eltern nie richtig gesehen haben.Und ja,ich bin arbeiten gegeangen.Ich habe mir extra einen Job gesucht der mit den Zeiten der Stundenpläne halbwegs übereingestimmt hat!Es hat mir ja auch nie geschadet.Also.Geldsparen und mehr Zeit mit der Familie-Das ist meine Meinung!

Peregrin
14.10.2009 20:58
0 0

Geld ausgeben

... und nebenan lesen wir "Schulden fressen Zukunft auf".

Gast: Dachsteiner
14.10.2009 19:47
0 0

Denn sie wissen nicht, was sie tun ...

Das Geld für eine qualitative Nachmittagsbetreuung reicht hinten und vorne nicht und deshalb entlassen Schmied, Pröll und Konsorten die Schulen in die "Schulautonomie" (= Mängelverwaltung)!
Die Kellerabteile in den Schulen auzuräumen und die Türschilder auszuwechseln wird nicht reichen! Eine qualitative Nachmittagsbetreuung für unsere Kinder braucht hochwertigen Raum!


Gast: ET
14.10.2009 17:17
0 0

Wird finanziert?

Der Abgang im allg. Haushalt lag in den Monaten Jan. bis August 2009 bei 11.000.000.000.- Euro. Die offiziellen Staatsschulden sind schon auf 170.000.000.000.000.- Euro angewachsen.

Wer will da noch was finanzieren?
Wer soll das Geld geben?

Die sind alle vollkommen daneben und habe jede Übersicht verloren.

Österreich ist am Ende, die Ruhestandsgenüsse werden schon in 4 Jahren Geschichte sein.

Antworten Gast: das ist schlecht
14.10.2009 18:01
0 0

Re: Wird finanziert?

in 4 jahren gehe ich in pension.

Antworten Antworten Gast: ET
14.10.2009 19:12
0 0

Re: Re: Wird finanziert?

Schaut nicht gut aus.
Hoffentlich Reserven aufgebaut, sonst geht es noch mit viel Gesundheit und Kraft, um etwas dazuverdienen zu können.

Das perverse an der Situation ist, dass wir eigentlich mehr als genug Produktionsmittel hätten, auch mehr als genug Arbeitskräfte hätten, diese Kräfte aber nur wenig nützen können. Theoretisch wäre eine exzellente Versorgung aller Österreicher also kein Problem.

Trotzdem haben wir schon heute offiziell 1 Mio. Menschen armutsgefährdet. Meiner Meinung nach, sind die alle Menschen mit einem Einkommen unter 786.- Euro pro Monat (14/12) armutsgefährdet. So hätten wir in Ö schon 2,7 Mio. Menschen aus dieser Gruppe. Wenn Sie nicht vorgsorgt haben, dann könnten Sie auch bald dazu gehören.

0 2

Josef Pröll übernimmt keine Verantwortung - nur der Bundeskanzler Werner Faymann ist verantwortungsvoll, kompetent, fair und sozial!

Viele in Österreich atmen auf uns sagen sich: Ich bin froh das Werner Faymann unser Bundeskanzler ist, denn die ÖVP übernimmt keine Verantwortung.

Fordern kann die ÖVP bereits aber dazu stehen nicht. Kompetenz heißt Verantwortung zu übernehmen. Regieren heißt für 9 Millionen Menschen Tag täglich sein bestes zu geben und über sich hinauszuwachsen. Das macht nur Werner Faymann, deswegen ist er ein Vorbild für Alt und Jung und unser Lieblingskanzler in Österreich.

Antworten franz1
14.10.2009 18:52
0 0

Re: Josef Pröll übernimmt keine Verantwortung - nur der Bundeskanzler Werner Faymann ist verantwortungsvoll, kompetent, fair und sozial!

es spricht nichts gegen bezahlte werbung, aber welcher do. del steckt hinter diesen postings, die wirklich die grenze des erträglichen überschreiten.
warum darf eigentlich so etwas in permanenz ungestraft blö.dsinn produzieren?

Antworten pmpm
14.10.2009 16:33
0 1

Re: Josef Pröll übernimmt keine Verantwortung - nur der Bundeskanzler Werner Faymann ist verantwortungsvoll, kompetent, fair und sozial!

Langsam wird es mühsam, unter jedem Artikel, der Parteipolitik auch nur am Rande streift, Ihre mehr als überflüssigen Kommentare zu lesen. Die im Überfluß vorhandene Freizeit, über die Sie augenscheinlich verfügen, sollten Sie lieber in einen Orthografie- und Grammatikkurs investieren. Der potentielle Nutzen, den Sie daraus ziehen könnten, ist augenscheinlich...

Antworten Gast: paulo
14.10.2009 14:36
0 1

Re: Josef Pröll übernimmt keine Verantwortung - nur der Bundeskanzler Werner Faymann ist verantwortungsvoll, kompetent, fair und sozial!

Leben Sie auf dem Mond oder unter Realitätsverlust mit ihrem Faymann? Haben Sie die letzten SPÖ-Wahlergebnisse verschlafen?

Schlagzeilen Bildung