10.02.2012 00:45 | Meine Presse Merkliste0

Lehrer wollen härter strafen dürfen

16.10.2009 | 13:40 |   (DiePresse.com)

Die Christgewerkschafter an den Pflichtschulen wollen "klare gesetzliche Regelungen für sofortige Sanktionen" gegen ungehorsame Schüler. "Wir haben ein Recht auf Respekt", sagen die Lehrer.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Lehrer sollen wieder strafen dürfen, wenn es nach den Christgewerkschafter an den Pflichtschulen geht. Sie fordern "klare gesetzliche Regelungen für sofortige Konsequenzen bzw. Sanktionen", wenn Schüler Grenzen überschreiten.

"Wir haben ein Recht auf Respekt und pädagogische Interventionsmaßnahmen", sagte der Vorsitzende der Lehrerpersonalvertretung für Pflichtschulen in Oberösterreich, Walter Wernhart, am Freitag in Wien.

Wernhart spricht von einer "Istzustands-Katastrophe" in den Schulen. Sowohl Lehrer als auch Schüler würden immer wieder Opfer von Aggressionen und verbalen Angriffen: "Das Götzzitat ist nur eine Kleinigkeit davon."

Derzeit hätten die Lehrer aber praktisch keine Handhabe dagegen. Dies sei ungefähr so, wie wenn er mit Tempo 80 durch ein Ortsgebiet fahre und alles, was ein Polizist dagegen tun könne, sei zu sagen: "Herr Wernhart, woll' ma darüber reden?"

Unter anderem sollen Schüler zu Sozialdiensten sowie dazu verpflichtet werden können, angerichteten Schaden in der Freizeit bzw. finanziell wiedergutzumachen. Außerdem sollen Schüler von gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen (bei Ersatzunterricht in anderen Klassen) und zum Nachholen nicht erbrachter Unterrichtsleistungen in der Freizeit verpflichtet werden können. Ausbauen wollen die Christgewerkschafter die "Time-Out-Klassen", in denen vor allem verhaltensauffällige Schüler statt des Unterrichts lernen sollen, mit Konflikten umzugehen. Weitere Forderungen: Verhaltensnoten in den Abschlussklassen und Konsequenzen für Eltern bei fehlender Kooperation.

Kritik an Arbeitsbedingungen

Außerdem verlangen die Pädagogen bessere Arbeitsbedingungen - unter anderem sollen Arbeitsinspektoren auch Zugang zu den Pflichtschulen haben. Der Gesundheitsschutz für Lehrer müsse verbessert werden. So seien etwa die Schulgebäude bereits Jahrzehnte alt und würden eine "unerträgliche Lärmsituation" verursachen.

Weitere Kritikpunkte der Lehrer betreffen die Ausstattung der Konferenzzimmer ("wie Legebatterien"), zu wenig Personal etwa für längere Supplierungen und mangelnde Beschäftigungssicherheit. Generell wollten sie sich am "Arbeitsplatz Schule" wieder wohl fühlen, so der Vorsitzende der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, Walter Riegler. Dies sei nicht nur ein Vorteil für die Pädagogen, sondern im Sinne einer Umwegrentabilität auch für die Schüler.

Ende November stehen im Öffentlichen Dienst Personalvertretungswahlen an. Anschließend verhandeln die Lehrervertreter ein neues Dienstrecht.

 

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

91 Kommentare
 
1 2 3
Gast: Insider
20.04.2010 16:46
0 0

Wenn man dann faule und unfähige Lehrer

genauso bestrafen darf, gerne!

f.j.neffe
19.10.2009 20:56
0 0

Recht auf Respekt oder Recht auf Sturheit und Dummheit?

Strafen sind DRUCKmittel und DRUCK DRÜCKT das Problem nur zusammen; das ist das exakte Gegenteil von Lösung und damit die größte Dummheit, die mqan machen kann, wenn man Lösung will. So sehe ich das aus der Perspektive der Ich-kann-Schule, wenn ich einen Blick in diese Du-musst-Schulke werfe, die de facto gar keine Schule ist sondern Unterrichtsvollzugsanstalt.
Wollen wir wirklich immer noch allen Ernstes die Menschen dafür in den Schuldturm werfen, wenn sie sich der Obrigkeit nicht willenslos unterwerfen? Was, um Gotteswillen, machen wir immer noch aus Schule?
Ein LEHRER ist doch schon der Wortbedeutung nach (von germ. LAISTI = FÄHRTE) jemand, der durch sein gutes VORBILD im Sammeln lebendiger ErFAHRungen alle mitreißen sollte. Gibt es überhaupt noch einen Lehrer, der weiß, was ein Lehrer ist???
Wenn sie sich kümftig von Steuergeldern als Strafer bezahlen lassen wollen, dann sollten sie konsequenterweise auch darauf bestehen, als Strafer benannt zu werden. Falls sie aber nur ganz einfach einmal EHRLICH zu sich selbst werden und sich eingestehen wollen, dass sie einfach keine Ahnung haben, wie man die Probleme löst, könnte ich (und gewiss auch noch der/die eine oder andere) ihnen helfen und ihnen vormachen, was bisher die Probleme groß gemacht hat und was sie wie löst. Wenn man in Richtung Lösung unterwegs ist, finden sich Lösungen recht leicht. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

Antworten Gast: Lehrer
25.01.2010 09:42
0 0

Re: Recht auf Respekt oder Recht auf Sturheit und Dummheit?

Wieder einmal eine der unzähligen Wortmeldungen des F. J. Neffe, des selbst ernannten pädagogischen Alleswissers und Alleskönners.
Wie peinlich seine zahlreichen Ergüsse sind, demonstriert schon seine Homepage. Neben fragwürdigen Heilmethoden wird ein besonderer Stuhl angepriesen, kann man Herrn Neffe buchen und seine ebenfalls peinlichen poetischen Versuche "genießen". Interessant wäre es, zu erfahren, was aus seinen Schülern geworden ist und wie diese ihn in ihrem späteren Lebenweg beurteilen ...

Antworten Antworten f.j.neffe
25.01.2010 12:36
0 0

Danke für den Hinweis!

So großes Interesse freut mich natürlich. Meine Schüler kann man ja ggf. fragen. Auf meiner Homepage sind einige Beispiele für konkrete Problemlösung; den erwähnten Stuhl hat ein deutscher Ingenieur erfunden, dazu gehört auch ein (in der Medizin sehr geschätztes und gut etabliertes) Reha-System. Die Heilmethoden von Coué und Dorn sind tatsächlich des genauen eifrigen Nachfragens würdig. Es gibt zahlreiche hilfreiche konkrete Ergebnisse. "Ernannt" - auch das ist gut nachprüfbar - bin ich immer nur von so eifrigen Lesern meiner Texte wie hier wieder worden. Ich hab genug anderes zu tun und grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

Antworten ruhe45
21.10.2009 20:44
0 0

Re: Recht auf Respekt oder Recht auf Sturheit und Dummheit?

Sie sollten einmal nur eine Woche in verschiedenen Schulen dem Unterricht beiwohnen, dann würden Sie nicht so einen Schwachsinn von sich geben!

Antworten Antworten f.j.neffe
21.10.2009 23:19
0 0

Re: Re: Recht auf Respekt oder Recht auf Sturheit und Dummheit?

Wenn ich konkret für Problemlösung bezahlt werde und wir uns auf das IKS-Konzept einigen können, komme ich ohne weiteres für eine Woche in die Schule. Ich kenne die Schulprobleme schon aus der Praxis und da nicht nur von oben. Mit "Schwachsinngezeter" kannst Du vielleicht Deinen Kanarienvogel verscheuchen; um wirklich Einfluss zu gewinnen wäre es nicht dumm, noch ein wenig dazuzulernen. Ich wünsche guten Erfolg.
Franz Josef Neffe

Re: Recht auf Respekt oder Recht auf Sturheit und Dummheit?

So einen linksliberalen Schwachsinn hab ich schon lang nicht mehr gelesen. Respekt!

Antworten Antworten f.j.neffe
20.10.2009 13:14
0 0

Re: Re: Recht auf Respekt oder Recht auf Sturheit und Dummheit?

Naja, ist doch schön, dass Du lesen kannst, sonst wär Dir was entgangen. Wenn Du in der Praxis die Probleme konkret besser lösen kannst als ich, möchte ich gern von Dir lernen. Danke für das Feedback!
Franz Josef Neffe

Gast: paul
19.10.2009 16:16
0 0

HIRN

Hat da ein Leerer den Kopf schiefgehalten damit das Hirn zusammenrinnt, aber da war nichts?

Asanta
19.10.2009 09:16
0 0

Fürs Leben lernen...

Momentan lernen Schüler, dass sie sich alles erlauben können, ohne Konsequenzen.

Gast: Tellerrand
18.10.2009 20:02
0 0

Wie machen es andere Länder?

Vorbilder vor den Vorhang!

Gast: Stefan
18.10.2009 17:43
0 0

Schulprobleme

Vielleicht hat die Diskussion um die "faulen" Lehrer doch sein Gutes! Über viele Dinge, die in den Schulen so laufen, hat die Öffentlichkeit keine Ahnung!
Gute idee, die Eltern von lernunwilligen Schülern zur Kasse zu bitten! immerhin muss ja die Gesellschaft dann denen eine Mindestsicherung zahlen, obwohl diese für die Gesellschaft nichts leisten werden!

Antworten Gast: Wilhelmine Tell
19.10.2009 08:24
0 1

Re: Schulprobleme

Bevor die faulen Eltern zur Kasse gebeten werden, sollte doch geprüft werden, ob es vielleicht gerechter wäre, dass die arbeitsunwilligen Lehrer ihr Gehalt zurückzahlen sollten.

Gast: Richie
18.10.2009 15:08
1 0

Abschaffung der Schulpflicht!

Wäre dafür, dass Kinder, die den Unterricht ständig stören und andere Kinder am Lernen hindern, in eigenen kleinen Klassen unterrichtet werden! Für diesen "Spezialunterricht"müssten die Eltern dieser "Störenfriede" extra zur Kasse gebeten werden (Familienbeihilfe einziehen!!!).
Wenn sich die Lage verbessert, dürften diese Kinder wieder in einen normalen Klassenverband zurückgeführt werden!
Könnte mir vorstellen, dass sich einiges zum Positiven verändert.
Damit wäre auch meinen Kindern geholfen, die sich bemühen aufzupassen, aber ständig von lernunwilligen Mitschülern am Mitarbeiten gehindert werden. Die Lehrerinnen bemühen sich sehr, aber sind ständig mit Disziplinieren beschäftigt.

Antworten Gast: Wilhelmine Tell
19.10.2009 08:25
0 0

Re: Abschaffung der Schulpflicht!

Wenn die Lehrer mit ihrer Arbeit überfordert sind, sollen die Eltern büßen.

Antworten Gast: skimpy
18.10.2009 16:49
0 0

Re: Abschaffung der Schulpflicht!

komisch. auf einmal werden schulprobleme angesprochen, die es schon 20 jahre gibt. ob sich was ändert. zum schlechteren ev. schon, wie bisher.

Gast: Stefan
18.10.2009 14:46
0 0

Kooperationsklassen

Es gibt in Wien einige hundert Jugendliche, die die 7., 8. und 9. Schulstufe nicht abgeschlossen haben. Diese werden dann in sogenannten Kooperationsklassen "gesammelt" und sollten unterrichtet werden! Dies geschieht an Polytechnischen Lehrgängen.
Diese Jugendlichen sind nicht zum "Derbändigen", schreien in den Klassen herum, wollen absolut nichts lernen und suchen sich auch keine Arbeitsstelle! Die Lehrer in diesen Klassen sind verzweifelt, aber keiner kümmert sich darum! Die Eltern dieser Schüler haben in der Erziehung total versagt, viele von ihnen sind schon polizeibekannt! Was tut die Politik? Nichts!
Dass diese Lehrer burn-out gefährdet sind, ist kein Wunder!

Antworten Gast: Wilhelmine Tell
19.10.2009 08:31
0 1

Re: Kooperationsklassen

Die Lehrer dieser Kinder haben genau so versagt wie die Eltern. Wenn jemand bestraft gehört, dann sind das die Lehrer, denn die haben ein Gehalt kassiert und keine ordentliche Arbeit dafür geleistet. Die Eltern bekommen von niemandem ein Gehalt, also hat aus niemand von den Eltern eine Leistung zu verlangen.
Was glauben Sie, wie verzweifelt manche Eltern sind, weil ihre Kinder in der Schule so schlecht behandelt werden! Aber keiner kümmert sich darum.
Dass unsere Schulen nicht die besten sind ist inzwischen weltweit bekannt. Was tut die Politik? Nichts!
Ausgebrannte Menschen können halt keine ordentliche Arbeit leisten. Die sollen sich endlich einen anderen Job suchen und die anspruchsvolle Arbeit mit Kindern denen überlassen, die es können und nicht überfordert sind.

Antworten Gast: skimpy
18.10.2009 15:41
0 0

Re: Kooperationsklassen

mit denen gehören die experten einen vormittag lang zusammengesperrt. dann sind sie von ihren hirngespinsten geheilt.

incubus
18.10.2009 11:16
0 0

Der feine Unterschied

Lehrer wollen
...härter strafen dürfen (Presse),
...wieder strafen dürfen (Kleine Zeitung, ORF),
...wieder strafen (Standard),
...Lizenz zum Strafen (Kurier).

berndmoron
18.10.2009 11:07
0 0

wenn sie sich anmelden

werden ihre beiträge sogleich erscheinen. von wegen.

Antworten berndmoron
18.10.2009 11:15
0 0

Re: wenn sie sich anmelden

war wohl der jetlag.

berndmoron
18.10.2009 11:04
1 0

10 schillinge

hat uns der polizist abgeknöpft, wenn er uns beim freihändig radfahren erwischte. edgar wallace filme waren ab 18. kontrolliert wurde auch. von den softpornos ganz zu schweigen.die freizeitbeschäftigung bestand darin, den ganzen nachmittag fußball zu spielen. schule hatten wir einmal die woche am nachmittag und das war turnen. diese nachmittagsstunden waren schon damals äußerst unbeliebt bei den schülern.
war eine andere zeit.

Gast: Schüler kündigt Amoklauf in HTL an
18.10.2009 00:41
0 0

Schüler kündigt Amoklauf in HTL an

und hat sogar ein Gewehr zuhause! UND????
Er wird auf freiem Fuß (!) angezeigt und vom Unterricht suspendiert! Er meint: "Ich habe das ja nicht ernst gemeint!"
Es fehlt der Jugend grundsätzlich Respekt vor der Allgemeinheit/Gesellschaft (die ja durch die Staatsmacht dargestellt wird).
Als ich ein Jugendlicher war, da war mir klar, dass meine Mitmenschen (also die Allgemeinheit, also der Staat) gewisse Dinge nicht hinnehmen wird. Mir war klar, wenn ich etwas Falsches mache, dann wird mich die Allgemeinheit daran hindern und mich strafen.
Und mir war klar: Dann bist du ganz alleine, keiner hält zu dir, keinem tust du leid, denn alle sind für deine Bestrafung, weil du etwas Schlimmes angestellt hast. Du bist sozusagen außerhalb die Gesellschaft gestellt. Die Gruppe verstößt dich, ächtet dich.
Das hat nichts mit der Form von Angst zu tun, die man hat, wenn man bedroht wird oder so, wenn man dann bibbert, weil alles erdrückend ist.
Aber davor hatten wir Angst. Wir hatten Angst vor dem Staat in DIESEM SINNE! Im positiven Sinne! Diese Angst fehlt den Leuten!

Gast: daka
17.10.2009 22:09
1 0

Die Problemlösung ?

Der Ansatz ist wieder mal, wie so auch andere, richtig.

Einzig die Dosis macht¿s.

Es muss jedem klar sein, dass Lehr-, und Erziehungsaufgaben (die Lehrer natürlich haben) nicht ohne Lob, sowie natürlich Konsequenzen, umsetzbar sind.
Jahrzehntelang wurden Saktionsmöglichkeiten beschnitten.

Die anderen Faktoren, zB "Politik", Lehrverpflichtung, .... dabei nicht außer Acht lassen.
Alle wollen motivierte Lehrer. Oder ?

Gast: gast
17.10.2009 19:51
0 1

recht

ein RECHT AUF RESPEKT - komische formulierung oder?
wer hat den - der ängstliche Lehrer, der schon im Vorhinein vor den Kindern zittert - da gibt es viele.
der Lehrer, der leider absolut ungeeignet ist, weil er nicht die nötige persönlichkeit hat vor einer klasse zu stehen.

schüler = kinder haben es sofort heraußen, wes geistes kind der lehrer ist. wenn er schwach, ängstlich, ohne Charakter ist, hat er nun mal bei jugendlichen keine chance. kinder sind da auch untereinander hart.

deshalb: Lehrer bekommen respekt, wenn sie Respektspersonen sind und fähig, mit den kindern/jugendlichen umzugehen.
diese lehrer haben auch keine probleme. schreien tun nur die anderen.

 
1 2 3

Schlagzeilen Bildung