Mehr als 20 Millionen pakistanische Kindern gehen nicht zur Schule

21 Prozent aller staatlichen Volksschulen werden von nur von einem Lehrer betrieben. 14 Prozent haben nur ein Zimmer, 40 Prozent keine Elektrizität, 28 Prozent keine Toiletten.

Eine Mutter, die ihr Kind in die Schule bringt.
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Eine Mutter, die ihr Kind in die Schule bringt.
Eine Mutter, die ihr Kind in die Schule bringt. – REUTERS

In Pakistan gehen 22,6 Millionen Kinder nicht zur Schule. Das geht aus neuen Statistiken des Ministeriums für Bildung hervor. Das seien 44 Prozent der 5- bis 16-Jährigen. Die Zahlen hätten sich im Vergleich zu Vorjahren leicht verbessert.

In Pakistan, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, leben etwa 200 Millionen Menschen. Mehr als 60 Prozent sollen unter 15 Jahre alt sein. Der erste landesweite Zensus seit fast 20 Jahren soll ab kommender Woche auch bei diesen Zahlen Klarheit schaffen.

Es fehlt an Lehrern, Strom, Räumen und Toiletten

Von denen, die zur Schule gingen, schaffe es nur ein Drittel bis zur zehnten Klasse, heißt es in dem Bericht weiter. Außerdem geht aus den Zahlen hervor, dass 21 Prozent aller staatlichen Volksschulen nur von einem Lehrer betrieben werden. 14 Prozent haben nur ein Zimmer, 40 Prozent keine Elektrizität, 28 Prozent keine Toiletten.

Am schlimmsten ist die Lage in der unsicheren und armen südpakistanischen Provinz Baluchistan. Dort gingen bis zu 70 Prozent aller Kinder nicht zur Schule, heißt es in dem Bericht. Schlecht sind die Zahlen auch in den halbautonomen Stammesgebieten (Fata) in Westpakistan. Hier bekommen 58 Prozent aller Kinder keine Bildung.

Die pakistanische Regierung hat jüngst ein umfassendes Reformprogramm für die Stammesgebiete gebilligt.

 

(APA/dpa)

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