Jugendliche Flüchtlinge dürfen ein Extraschuljahr anhängen

Für außerordentliche Schüler über 15 Jahre soll ein zehntes Schuljahr an NMS oder Poly möglich werden.

Wien. Die Appelle im Herbst haben offenbar Wirkung gezeigt: Tausende Menschen forderten Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) damals per E-Mail auf, jugendlichen Flüchtlingen doch ein freiwilliges zusätzliches Schuljahr an Pflichtschulen zu gewähren. In Zukunft sollen nun auch außerordentliche Schüler, die mit 15 Jahren ihre Schulpflicht an einer Neuen Mittelschule (NMS) oder einer polytechnischen Schule beendet haben, dort ein zehntes Schuljahr anhängen können.

Laut dem Gesetzesentwurf zur Schulautonomie – mit dem dieser Punkt mitreformiert wird – wird mit 500 möglichen Interessenten gerechnet. Die potenziellen Mehrkosten von jährlich 3,3 Millionen Euro dafür sollen 2017 und 2018 aus dem Flüchtlingssondertopf gedeckt werden, anschließend aus dem Budget des Bildungsressorts.

Während bei schulpflichtigen Flüchtlingen klar ist, dass sie in die Schule müssen, ist die Lage bei älteren komplizierter. Das freiwillige Extraschuljahr ist nun eine weitere Bildungsoption. Zudem gibt es eigene Übergangsstufen an AHS und BMHS und Kurse wie das Jugendcollege in Wien. (APA/beba)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.03.2017)

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