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Zeugnisse der Schüler in Italien sollen ins Internet

05.11.2009 | 11:59 |   (DiePresse.com)

Ministers Brunetta will die schulische Transparenz fördern. Zeugnisse sollen online gehen und Eltern per SMS informiert werden, wenn ihre Kinder fehlen.

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Italienischen Schülern stehen möglicherweise harte Zeiten bevor. Ihre Jahreszeugnisse sollen künftig nämlich im Internet veröffentlicht werden - zumindest wenn es nach den Plänen des Ministers für öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, geht. Damit solle Transparenz gefördert werden. Mit E-Mails an die Eltern über die Leistungen ihrer Sprösslinge soll darüber hinaus der Kontakt zwischen Schule und Familie erleichtert werden.

Italienische Schulen sollen außerdem mit SMS an die Eltern gegen das Schwänzen vorgehen. Beim morgendlichen Appell fehlende Schüler würden den Plänen zufolge in einer Datenbank erfasst und deren Eltern automatisch mit einer SMS-Nachricht über das Fehlen informiert.

"Dieses neue System soll voraussichtlich schon bis Ende dieses Schuljahres aktiviert werden. Eine Epoche geht zu Ende", sagte Minister Brunetta. Wenn die Abwesenheit berechtigt ist, können Eltern die Nachricht übergehen. Wenn nicht, können sie Verbindung mit der Schule aufnehmen. Obwohl es an vielen Schulen kein großes Problem mit Schwänzern gebe, könnten SMS positive Auswirkungen haben, sagte Brunetta.

(APA)

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11 Kommentare
f.j.neffe
19.11.2009 12:30
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Die Probleme werden immer größer und größer - gemacht.

Welch vorzügliches ErPRESSungssystem, das wir da ErZIEHung nennen! Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich es lustig, dass man és zum Minister bringen kann, wenn man noch nicht einmal Zug und Druck auseinanderhalten kann. Wie wohltuend es ist, stets als OBJEKT behandelt zu werden, würden wir ohne dergleichen vertrottelte Menschenversuche womöglich nur theoretisch kennen. Also: Nur immer her mit immer noch perfektionierteren Schablonen, mit denen man uns von kleinauf dressieren kann, dass wir uns in alles einzufügen, uns zu unterwerfen und bei allem mitzumachen haben - am besten stets eifrig in vorauseilendem Gehorsam!
Warum ziehen wir Schülern eigentlich keine Sträflingskleider an, damit jeder sofort sieht, wenn sie FREI herumlaufen, und etwas dagegen unternehmen? Und wie wärs mit einer kleinen Armbinde, die Eltern markiert, die sich nicht als verlängerter Arm gebrauchen lassen wollen?
Wenn wir ein bisschen genau hinschauen und unseren eigenen verstand statt des angelernten gebrauchen würden, dann wäre doch nicht zu übersehen, dass nicht die Kinder sondern die ERWACHSENEN die "Schule" so gemacht haben, dass man hingehen MUSS und sie schwänzen KANN. Wenn man schon so dämlich ist und so eine Steilvorlage liefert, dann sollte man doch wenigstens erkennen, dass man SELBST dazuzulernen und diese Vorgabe zu korrigieren und nicht immer noch zu verstärken hat. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

ruhe45
07.11.2009 23:43
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SMS

Was soll diese "neue tolle" Idee bei uns?
Jeder Klassenvorstand ist bei uns verpflichtet, in solchen Fällen die Erziehungsberechtigten zu verständigen. Das geschieht doch per Telefon oder Briefpost. Nur - sie reagieren sehr oft darauf nicht; per SMS soll das funktionieren?
... und beim Jahreszeugnis ist es schon zu spät! Die Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern, wissen sehr wohl über die Leistungen Bescheid!


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Die Idee mit SMS schicken im Falle einer Abwesendheit finde ich gar nicht einmal so schlecht!

Es ist ja nicht alles schlecht, was aus dem Lande Berlusconis kommt!

komajo
06.11.2009 07:12
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Das geht in Österreich nicht

Wir sind ein Land der Geheimräte, in dem alles geheim ist. Auch Dinge, die alle interessieren müssten. ZB wo der Peter immer seine Informationen her hat. Die Pisa-Tests sorgen immer für große Erregung. Einzelergebnisse (Klassen, Schulen, Bezirke) kann man sich nicht anschauen. Man könnte sich ja etwas denken dabei.

Gast: Peter
05.11.2009 13:20
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unglaublich

erschreckend was für leute in der politik herumgeistern

keine ahnung von computer und internet, dann kommt so was raus, zeugnisse ins internet - gruselig das ganze

der grüne politiker ströbele war bis jetzt erst 1x oder 2x im internet, und manche ministerin in der brd weiß nicht was ein browser ist, und diese leute entscheiden, wie das internet kontrolliert werden soll

Antworten Gast: SyMa
05.11.2009 17:42
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Re: unglaublich

Papierzeugnisse, halbjährlich, haben bald auch in Ö ausgedient. Das ist doch schon in anderen Ländern gang und gäbe.
Ich kontrolliere die Ergebnisse meiner Kinder (Tests, Prüfungen, .. und abgeschlossene Kurse) im Internet, melde sie krank, kann ihre Anwesenheit überprüfen, ....
Die Kinder können selbst auf diese Seiten, wir haben unterschiedliche Einloggningscodes und nein, unbefugte Anwender können die privaten Teile weder lesen noch manipulieren. Wieso sollten sie auch?

Antworten Gast: Was ist daran unglaublich?
05.11.2009 17:35
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Re: unglaublich

Dass Eltern, die die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen, ein Recht darauf haben, auf den Notenstand Einsicht zu nehmen? Dass Eltern das Recht haben zu wissen, wenn ihre Kinder nicht in der Schule sind, obwohl sie vorgeben, dort zu sein?

Wissen Sie, Österreich ist seltsam!
Es scheinen hier einige zu glauben, dass es ein Grundrecht sei, gegen Regeln und Gesetze zu verstoßen und dass es ein Grundrecht sei - wie hier in diesem Fall - seine Eltern zu belügen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen!

Guten Morgen! Wir haben es hier mit Heranwachsenden zu tun, die noch einer Anleitung und Erziehung bedürfen, und nicht mit fertigen Erwachsenen!
UND ABSOLUT WILL ICH DIE LEISTUNGEN UND DAS SCHWÄNZEN MEINER KINDER WISSEN! ICH HABE DAS RECHT DAZU!

P.S. Mir gruselt eher, wenn ich denke, dass die Eltern alles hinnehmen müssen, was die Damen und Herren Jugendlichen tun - egal wie respektlos es ist. Aber zahlen, ja das dürfen sie! Und kochen! Und waschen! Aber auf Leistung und Ehrlichkeit im Gegenzug pochen! Da gruselt es jemanden! Das ist gruselig! Brrr...

Antworten Antworten Gast: Ein Schüler
06.11.2009 17:12
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Re: Re: unglaublich

Ach Herr Jemine! Habe ich ein Glück, dass Sie kein Elternteil meinerseits sind. Vor soetwas muss man sich ja richtig fürchten.

Natürlich sollten sich Eltern für die Noten Ihrer Schützlinge interessieren. Ich halte es für die Erziehung sehr wichtig, wenn Eltern sich um den Erfolg ihrer Kinder kümmern und daraufhinweisen welche Arbeit Menschen verrichten müssen und wieviel Geld diese dabei verdienen, wenn keine zufriedenstellende Schulausbildung abgeschlossen wurde. Jedoch sollte das Kind die Noten einigermaßen freiwillig nennen. Es muss wissen, dass es keine Watschen gibt, wenn ein Fleck dabei ist sondern höchstens Trost. Trost ist in diesen Situationen oft sehr wichtig und angenehm, wird deshalb bei guten Eltern auch gesucht werden. Wenn dem nicht der Fall ist, dann entweder aus 2 Gründen: 1. die Eltern haben kein Verständnis für schlechte Noten oder 2. der/die SchülerIn versucht mit alleiniger Kraft die schlechte(n) Note(n) auszubessern.

Ich bin kein guter Schüler und weiß daher ganz genau wie es ist durch schlechte Noten "gekränkt" zu werden. Hätte ich einen Elternteil wie sie es sind, dann hätte ich die Schule wahrscheinlich schon aufgegeben. Aus Trotzreaktion quasi.

Meiner Meinung nach haben Sie (klarweiße) das Recht auf das Wissen der schulischen Leistungen ihrer Nachkommen, jedoch nicht durch irgendwelche Internetseiten und SMS's sondern durch ein persönliches Gespräch. Falls es diese Gespräche nicht gibt spricht das für Ihr "Können" als ErzieherIn.

Antworten Antworten Antworten Gast: Sie brauchen sich auch nicht zu fürchten,
07.11.2009 00:47
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Re: Re: Re: unglaublich

denn Sie sind ja offensichtlich ein Schüler, der das Gespräch sucht und das Vertrauen, das man in Sie investiert, rechtfertigt!

Aber stellen Sie sich mal vor, Sie sind Vater und Ihr Kind belügt Sie, geht lieber nicht in die Schule, lernt nichts, erzählt von seinen Fünfern nichts!
Da möchte ich Sie sehen, ob Sie nicht froh sind, dass die Schule sich bei Ihnen meldet und Ihnen sagt, es gibt ein Problem!
Tun Sie nicht scheinheilig! Hätten Sie so ein Kind, wären Sie über eine Information darüber froh!

"Hätte ich einen Elternteil wie sie es sind, dann hätte ich die Schule wahrscheinlich schon aufgegeben. Aus Trotzreaktion quasi", meinten Sie.
Warum trotzen Sie? Weil ich Ihre Noten wissen will? Was treibt Sie hier zum Trotz?
Weil ich nicht will, dass Sie schwänzen und informiert werden möchte, wenn Sie nicht in der Schule sind?
Das sind aber schon unverschämte Wünsche eines Vaters? Da ist man ja wohl gezwungen zu trotzen!


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ein Schüler
07.11.2009 17:18
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Re: Re: Re: Re: unglaublich

Erstmals ein Dankeschön für das Lob!

Ich kann natürlich nachvollziehen, dass es auch Schüler gibt, welche nicht lernen wollen, schwänzen und lügen. Dabei ist wichtig, dass die Eltern darüber informiert werden. Mir erschließt sich dabei lediglich keine Sinnhaftigkeit, dass neben der Möglichkeit eines Briefes oder einem einfachen Telefonanrufs zusätzlich eine Internet und SMSvariante angeboten werden muss.

Wenn außerdem folgendes gesagt wird: "Dieses neue System soll voraussichtlich schon bis Ende dieses Schuljahres aktiviert werden. Eine Epoche geht zu Ende" fühle ich mich ein wenig verkohlt. Eine Epoche
würde es vorübergehen, wenn sich viele Eltern endlich mal bemühen würden. Ich möchte hier kein Schubladendenken hineinbeziehen und lege die Betonung dehalb auf "viele".

Mit Bemühen sind vor allem die zuvor angesprochnen Gespräche gemeint. Falls möglich sollte ebenfalls ein gemeinsames Lernen zwischen Kind und Eltern erfolgen.

Zu denken eine einfache Information würde die "Nichttugenden" mancher Schüler ausmärzen gleicht einer vollkommenen Hirnverbranntheit.

Ich befürchte Trotzreaktionen vor allem deshalb, weil ich mir Folgendes denken würden: "Na toll jetzt wissen meine meine Eltern von den schlechten Noten, helfen mir dabei jedoch nicht durch Bemühungen (meine Definition ist weiter oben lesbar) sondern regen sich nur furchtbar auf. - Warum sollte ich mich also bemühen?".

Manche Eltern würdem diese Informationen für Hilfe nutzen. Viele nicht. Das muss uns klar sein.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Leider.Leider
08.11.2009 19:13
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An den Schüler

Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, daß ein nicht unerheblicher Teil der Schüler nicht daran interessiert ist, daß Eltern erfahren, wie das Kind in der Schule vorankommt. Unterschriften werden gefälscht, Unterichtsstunden geschwänzt, Noten verheimlicht und Vorladungen an die Eltern nicht weitergegeben.
Natürlich sollten Eltern von sich aus das Gespräch mit den Lehrern suchen und sich um ein harmonisches Miteinander in der Familie bemühen; die Realität sieht aber leider anders aus.
Wenn in ihrer Klasse alle Schüler einsichtig sind, ordentlich lernen, den Eltern auch unangenehme Dinge nicht vorenthalten und in geordneten Verhältnissen leben, dann kann ich nur gratulieren und dann ist ein Computer oder SMS für Nachrichten wirklich nicht nötig!

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