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Ministerin Schmied in der Defensive

08.01.2010 | 18:25 |   (Die Presse)

Auch für Bundeskanzler Faymann stand die Neue Mittelschule im Mittelpunkt. Er wies auf den erhöhten Bedarf hin, deshalb halte er die Zehn-Prozent-Klausel nicht mehr für richtig.

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BAD TATZMANNSDORF (pri). Bei der Präsidiumsklausur in Bad Tatzmannsdorf erhöhte die SPÖ den Druck auf den Koalitionspartner in Sachen Neue Mittelschule. Unterrichtsministerin Claudia Schmied sprach sich dafür aus, die Zahl der Schulversuche auf 20 Prozent zu verdoppeln. Gleichzeitig musste Schmied argumentieren, warum sie die Stundung der Mieten für Schulgebäude – insgesamt 120 Millionen Euro für 2009 – nicht in Anspruch genommen habe. Dies sei möglich geworden, weil andere mit der Gewerkschaft vereinbarte Einsparmöglichkeiten wie die Altersteilzeit entsprechende Wirkung entfaltet hätten.

Auch für Bundeskanzler Faymann stand die Neue Mittelschule im Mittelpunkt. Er wies auf den erhöhten Bedarf hin, deshalb halte er die Zehn-Prozent-Klausel nicht mehr für richtig. Neu angehen will die SPÖ das Lehrerdienstrecht, auch mit einer Erhöhung der Lehrverpflichtung. Faymann betonte, dass in der SPÖ nun von Anfang an die Gewerkschafter in die Diskussion eingebunden würden.

Der ÖVP warf Schmied indirekt vor, die Information über die nicht beanspruchten 120 Millionen an die Öffentlichkeit gespielt zu haben. Dass der Verzicht auf die Stundung gerade am Tag vor der Neujahrsklausur bekannt werde, sei sicher kein Zufall. Die Oppositionsparteien, aber auch der Koalitionspartner ÖVP reagierten am Freitag mit Häme auf die nicht beanspruchten 120 Millionen. FPÖ-Generalsekretär Kickl machte sich über die „großen Rechenkünste der Frau Ministerin“ lustig, die Bildungssprecher von BZÖ und Grünen, Ursula Haubner und Harald Walser, konstatierten „massive Fehlplanungen“ im Schulbudget. „Die Personalplanung erfolgt auf Grund grober Schätzungen, was zu massiven Fehlplanungen führt“, sagte Walser.

Finanzminister und ÖVP-Chef Josef Pröll reagierte etwas belustigt. Er sei angesichts des Verzichts auf 120 Millionen „mehr als verwundert“ über die Forderungen der Ministerin in den vergangenen Monaten. Offenbar habe Schmied einen „beachtlichen Überschuss im Budget“, sagte Pröll. ÖVP-Schulsprecher Werner Amon rechnete wiederum vor, dass mit 120 Millionen insgesamt 2600 Lehrkräfte eingestellt werden könnten.

 

Wütende Lehrervertreter

Die Lehrervertreter, von denen Schmied im Frühjahr 2009 eine Erhöhung der Unterrichtsstunden gefordert hatte, um ihre Schulprojekte zu finanzieren, reagierten empört. „Hat sie uns bewusst falsch informiert oder kann sie es nicht besser?“, fragen sich die Lehrergewerkschafter in einer Aussendung. Immerhin haben auch die Lehrer aufgrund der Zahlen Schmieds einer Streichung von Zulagen bei Supplierstunden und bei den Prüfungsgebühren zugestimmt. Die Ministerin habe „nicht mit offenen Karten gespielt“, so ihre Argumentation. Meinung, Seite 33

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2010)

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84 Kommentare
 
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Gast: Kärntner
10.01.2010 19:26
1 0

... gleich weiter zur Hypo oder Kommunalkredit ...

Die 120 Millionen, könnten doch gleich weiter "investiert" werden: Sowohl das Milliardendebakel bei Schmieds Kommunalkredit als auch bei der orange/schwarzen Hypo Kärnten erfordern jeden Euro aus der öffentlichen Hand.

Toller Zusatzeffekt: Da das Geld direkt aus der Bildung abfließt bleiben noch ein paar mehr dumm und kritiklos!

Gast: gast-
10.01.2010 11:38
0 1

Natürlich;

eventuelle Ersparnisse müssen natürlich sofort an die Beamten verteilt werden.
Abgänge zahlt der Steuerzahler .
Pädagogisches Sozialverständnis .
Diese Leute unterrichten unsere Kinder.

Antworten Gast: Elternerzieher
10.01.2010 21:47
0 0

Zuerst Denken...

Wenn ein Minister etwas einsparen kann, dann ist das positiv. Aber die Art und Weise, wie die Frau BM mit den Lehrervertretern umgesprungen ist, kann unmöglich positiv bewertet werden. Sich um 2600 Lehrer zu verrechnen, und das als ehemalige Bankmanagerin, ist sehr blamabel. Dabei hat es nichts damit zu tun, ob das Geld vorhanden ist oder nicht (Es ist ja bei den Pensionisten oder im Gesundheitswesen auch nicht vorhanden und wird ausbezahlt).Tatsache ist, dass Frau Minister Schmied unter Vorspiegelung falscher Tatsachen mit großem medialen Druck von den Lehrern zusätzliche Arbeitszeit erpressen wollte. Aber vielleicht ist das ein neuer politischer Stil. Dann könnte man gleich - mit falschen Zahlen natürlich - die Beamten, die Ärzte, die Krankenpfleger, die Sachbearbeiter (...) und besonders die PENSIONISTEN zu einem Lohnverzicht drängen. Vielleicht macht das Modell auch in der Privatwirtschaft Schule.


Antworten Antworten Gast: Ösi
11.01.2010 18:28
0 0

Re: Zuerst Denken...

Der Druck von Schmied als auch der gesamten Regierung war zu gering. 2009 hätte es keiner Gehaltserhöhung geben dürfen, was ja sowieso verständlich ist, weil ja die Lehrer seit Jahren oder Jahrzehnten ja nicht mehr LEISTEN. Und auch die Arbeitszeit ist nie gestiegen. Woher soll sich also ein mehr an Geld begründen?
Die Inflation ist KEIN Grund für eine Gehaltserhöhung. So einen Schmarrn gibt es in der freien Wirtschaft einfach nicht!!!
Die Arbeitnehmer und Angestellten haben 2009 draufgezahlt. Die Erhöhung, wenn nicht ohnehin hackenstaad, wurde mit Zugeständnissen und Leistungserhöhung, wie halt jedes Jahr, erkauft!!
Geht sowas bei Beamten nicht!!! Was ist das für ein Charakter? Ist das ein Vorbild für unsere Kinder?

Die Claudia

hat ja schon in der Privatwirtschaft toll gerechnet und Milliarden versenkt. Da wundert so ein "Verrechner" nicht.

Für zukünftige Verhandlungen muss sich die liebe Claudia aber sehr warm anziehen. Mit einer offensichtlichen Täuschung ihrer Mitarbeiter (zuerst schreien, dass kein Geld da ist, dann zu viel davon haben) wird sie sich kein Wohlwollen verdienen.

Die ganze Aktion zeigt ja nur eines: BM Schmied wollte 1000 junge (Vertrags-)Lehrer eiskalt einsparen mit ihrer Zwei-Stunden-mehr-Aktion. Um Budhetnöte ist es ihr - wie man sieht - ja nicht gegangen.

Die Zahl derer, die vollkommen inkompetent sind und in der SPÖ hohe Posten bekleiden, sind Legion: Schmied, Rudas, Darabos, Stöger ... - in einigen Jahren hat sich die SPÖ erledigt.

Auch nicht das Schlechteste.

Gast: Ratio
09.01.2010 14:53
0 6

BRAVO SCHMIED !


Dass etwas Geld "übrigbleibt" ist ja keine Schande.

Eine Schande ist, wie die Lehrer-Lobby uns Österreicher auf der Nase herumtanzt

- unterstützt von der Betonschädl-ÖVP und ihren geistlosen Kampfpostern wie "canislumpi".


Antworten Martin_01
10.01.2010 20:47
1 0

Re: BRAVO SCHMIED !

Interessant, dass Schwachgeister sich "ratio" betiteln.

Antworten Gast: UKW
09.01.2010 16:44
1 2

Re: BRAVO SCHMIED !

Das die Lehrer-Lobby den Österreichern auf der Nase herumtanzt ist keine Frage. Die Frage ist halt, warum der Frau Schmied Geld übriggeblieben ist? Nämlich weil sie die Lehrergehälter teilweise mittels Altersteilzeit an die Sozialversicherung ausgelagert hat. Folge: Dem Steuerzahler kostet das genausoviel wie vorher, nur mit dem Unterschied, dass die Lehrer noch weniger hackln müssen.

Antworten Acaloth
09.01.2010 16:29
1 0

Re: BRAVO SCHMIED !

Falsch eine Schande ist das derartige inkompetente Leute überhaupt Minister werden dürfen.

Antworten Antworten Gast: ET
09.01.2010 17:48
0 1

Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Da haben Sie Recht!

Da gibt es aber noch einen ganzen Haufen mehr!

Aber auch die Ergebnisse der Pisa Studien sind ein Schande. Das gilt umso mehr, wenn man berücksichtigt, dass die Gesellschaft schon 2 Lehrer pro Schulklasse zur Verfügung stellt.

Wie wäre es, wenn sich jeder Österreicher besser auf seine Aufgaben konzentrieren würde?

Antworten Antworten Antworten wol
09.01.2010 22:25
0 0

Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Wo gibt es 2 Lehrer pro Klasse? Das sind Ausnahmen. Keinesfalls die Regel. ich muss es wissen, da selber Lehrer.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
10.01.2010 13:12
0 0

Die genauen Daten und Quellen dazu!

www.statistik.at/web_de/static/lehrerinnen_und_lehrer_insgesamt_im_schuljahr_200809_ohne_karenzierte_042868.xls

www.statistik.at/web_de/static/klassen_an_oeffentlichen_und_privaten_schulen_192324_bis_200809_020950.xls

Schuljahr 08/09: 115.176 Lehrer
Schuljahr 08/09: 55.475 Klassen!

Ergebnis: 2,076 Lehrer pro Schulklasse.

Die Bildungsausgaben waren 2006 bei 13,907 Mrd. Euro ohne die exzessiven Zuschüsse zu den Ruhestandsgenüssen.

Der gesamte aktive öff. Bereich, ohne Ausgliederungen, hatte 2008 Kosten von 39 Mrd. Der aktive Bereich der Bildung hat davon einen Anteil von 35,7%.

2008 waren von den Bundeslehrern 35,8% der aktiven noch dazu im Ruhestand mit Jahresbezügen von 49.969.- Euro, Landeslehrer liegen darunter. In Summe müssten also ca. 41.000 Lehrer im Ruhestand sein, welche weiteren Kosten von ca. 1,64 Mrd. (-20% Eigend.) verursachen.

Die Kosten für 2009 sind um min. 4% gewachsen, für 2010 können weitere 3% erwartet werden.

Wir können also für 2010 Gesamtkosten von ca. 16,3 Mrd. nur für den Bildungsbereich erwarten.

Wir dramtisch die Auswirkungen sind zeigen folgende Vergleichzahlen:
- Jeder Haushalt muss dafür 4.657.- Euro pro Jahr aufbringen!
- Das werden schon 30% des gesamten Steueraufkommens.

Das kann nicht funktionieren!

Es ist sicher nicht in der vollen Verantwortung der Lehrer, eine wesentlich Teilverantwortung ist aber doch nicht zu leugnen. Deshalb bin ich der Meinung, dass die Lehrer der Verantwortung nicht nachkommen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
10.01.2010 07:55
0 0

Re: Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Diese 2 Lehrer pro Klasse zeigen den Durchschnitt in Österreich und nicht die einzelne Klasse. Wir haben über 100.000 Lehrer und 55.000 Schulklassen. Also etwa 2 Lehrer pro Klasse.

Wenn Sie sich die Stundenpläne der Schüler, auch BHS, anschauen, dann werden Sie erkennen können, dass die Unterrichtszeit eines Lehrer weit unter der Unterrichtszeit der Schüler liegen. Wir brauchen also weit mehr Lehrer als Schulklassen.

In NÖ kenne ich eine BHS, bei welcher sogar mehr als 5 Lehrer pro Schulklasse beschäftigt sind! Das drückt den Schnitt stark nach oben.

Sie können sich die Daten gerne besorgen, die Statistik Austria stellt genug Daten zur Verfügung.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten wol
10.01.2010 13:57
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Dieser Durchschnitt kommt aber ohne Schuld der Lehrer sustande. Es gibt einfach zu viele Kollegen, die keine Klasse führen. Da gibts Muzu-Lehrer, Förderlehrer, Teamlehrer, Beratungslehrer, Sonderschullehrer in den Klassen, usw. Durch diverse von oben verordnete Maßnahmen wie Integration haben wir ein ineffizientes System. So gab es früher für Schwachbegabte ASO-Klassen und Schulen. Da unterrichtete ein Lehrer so ca. 15-18 ASO-Schüler. Jetzt sitzen die auf alle Klassen verteilt rum und die ASO-Lehrer fördern pro Stunde nur 2 -3 Schüler. Dann gibt es sogar Schwerbehinderte in Normalklassen, wo sich ein Lehrer nur um ein Kind kümmern muss. Von allen diesen Masßnahmen profitiert aber der durchschnittliche Lehrer und der durchschnittliche Schüler nicht, im Gegenteil, alles ist komplizierter geowrden.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
10.01.2010 17:45
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Wahrscheinlich haben Sie ein Problem der vielen Probleme identifiziert. Wie ich schon im obigen Kommentar geschrieben habe:

Es ist sicher nicht in der vollen Verantwortung der Lehrer, eine wesentlich Teilverantwortung ist aber doch nicht zu leugnen. Deshalb bin ich der Meinung, dass die Lehrer der Verantwortung nicht nachkommen.

Damit meine ich, dass die Lehrer eine Gruppe ist, welche wahrscheinlich eine der grössten Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hat. Eine Auflehnung gegen Fehlentwicklungen war nie erkennbar. Auflehnungen kamen nur wenn es um den eigenen Vorteil ging. Ich meine das ist zu wenig. Es ist nicht immer nur der "Andere" Schuld.

Wenn einer meiner Mitarbeiter eine Fehler macht, dann fühle ich mich verantwortlich und such erst den Fehler bei mir. Wenn ich mich daran mache eine Fehler zu machen, dann hat jeder Mitarbeiter das Recht, und auch die Pflicht, mich zu kritisieren. Solange es nicht reine Raunzerei im eigenen Interesse ist, habe ich noch immer zugehört und auch darüber nachgedacht. Bei meinem Team funktioniert das und deshalb steht das Unternehmen auch heute gut da.

Warum geht das nicht auch im wichtigen Bildungsbereich? Ist wirklich nur das Versagen der immer unerträglichen Parteien, oder haben die Betroffenen auch eine Mitverantwortung?

Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Disbalancen werden immer extremer. Wir, als Gesellschaft, müssen sehr viel besser machen.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten wol
11.01.2010 18:30
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Das geht im Schulbetrieb deshalb nicht, weil uns alles von oben verordnet wird von irgendwelchen ideologisch motivierten Sesselfurzern. Uns fragt keiner, wir sind Befehlsempfänger, wems nicht passt, darf gehen. so einfach ist das. Die ganze schuldemokratie betrifft nur die Eltern und Schüler. Wir Lehrer sind da eher wie soldaten beim Heer. Kritik unerwünscht und vor allem ungehört.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
11.01.2010 19:10
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Noch vergessen:
Ich bin inzwischen sehr überzeugt, dass das Kernproblem Österreichs in degenerierten Parteien liegt. Weil aber alle Parteien davon betroffen sind, und Österreich eine Parteienwahlrecht hat, hat der Bürger wenig Chancen etwas zu verbessern.
Die Lösungen müssten aus den Parteien kommen. Leider wenig Hoffnung.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
11.01.2010 19:08
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Jetzt muss ich aber doch fragen.

Warum stellt Ihr Euch so stark auf, wenn es um die eigenen persönlichen Interessen geht, aber kein Mucks wenn es um gesellschaftliche wichtige Fragen geht?

Ist es wirklich so, dass dann die Anderen Schuld sind?

Ist es wirklich so, dass wir, als Gesellschaft, keine Chance haben, es für uns besser und menschlicher zu gestalten?

Geht es wirklich nur um das Geld bei Minimalleistung (ich meine die ganze Gesellschaft) und der Pension?

Geht es vielleicht doch um viel mehr?

Ich glaube wir, die Masse der Österreicher, sollte mal einige Jahre zum Meditieren in die Wüste Gobi gehen. Vielleicht kommen dann neue Erkenntnisse.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten wol
11.01.2010 21:20
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BRAVO SCHMIED !

Wenns ums Geld geht, steigt die Gewerkschaft auf die Barrikaden. Alle anderen Themen, die den Unterricht betreffen sind sozusagen Ansichtssache. Integration ja oder nein? Natürlich ja, da politisch korrekt. usw usf. Da sind sich die Leute nicht einig, keiner traut sich was Unkorrektes zu sagen. Nur beim Geld oder der Arbeitszeit sind sich alle einig. Und als kleiner Lehrer hast sowieso die Arschkarte....

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
12.01.2010 09:13
0 0

Arschkarte?

Kann schon stimmen, besonders wenn nicht mehr in die Pragmatisierung gerutscht.

Diese Arschkarte haben aber nicht nur die Junglehrer bekommen, es gibt Millionen von Arschkarten, viele sind viel Arschiger als bei den Lehrern. Ich meine damit die 2,7 Mio. Steuerpflichtigen in Österreich, welche mit unter 786.- Euro (14/12) im Monat leben müssen. Da kommt dann noch eine Masse an Kindern dazu!

Sind wir ein Land der Arschkarteninhaber?

Wenn ja, warum stellen wir uns nicht auf die Beine und machen es besser?

Haben wir, als Gesellschaft, schon resigniert?

Viele Fragen, welche sich der Bürger stellt. Die Regierung (auch die Opposition) hat keine Zeit dazu. Diese Typen sind mit der Selbstbweiheräucherung so beschäftigt, dass für die wesentlichen Fragen offensichtlich keine Zeit bleibt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten wol
12.01.2010 22:09
0 0

Re: Arschkarte?

Ich gebe dir durchaus recht. Bloß wäre es fair, nicht imer grad nur über die Lehrer herzuziehen. Ich habe den Eindruck, die sind dein ganz besonderes Lieblingsfeindbild.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
13.01.2010 09:17
0 0

Lieblingsfeindbild?

Bei anderen Themen, besonders Politik und Wirtschaft, ist meine Kritik noch viel härter, weil eben einige Vorgänge noch viel Schlimmer als im Bildungswesen ind.

Es ist aber auch so, dass das Bildungswesen (Lehrer) eine der grössten Verantwortungen gegenüber der Gesellschaft haben und daher auch kleinere Fehlentwicklungen sehr schmerzhaft sind. Und Fehlentwicklungen gibt es!

Meine eigenen Erfahrungen mit Lehrern in 13 Jahren Schüler waren sehr schlecht.

Einige Freunde, welche Lehrer (pragmatisiert) sind, zeigen mir aber doch deutlich den goldenen Käfig bei Leistungsminimierung auf. Es ist kein Grund zum Jammern nur ein Grund zum "Hingreifen".

Lehrer sind also kein Freindbild für mich. Es ist aber notwendig maximal zu provozieren, dass sich vielleicht etwas ändert. Die Parteien, egal welche, können es nicht. Die Reinigung muss von innen kommen. Das geht aber erst, wenn es ein anderes Bewusstsein bei den Lehrern selbst gibt.

Wird aber ohnehin nicht funktionieren.
Die Parteien sind zu mächtig und ethisch genauso kaputt, wie die Leistungen für Österreich elendig sind. Das System ist zu starr und auf einer theoretischen Argumentation aufgebaut.

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Selbstgefällig, Präpotent und Faul


Wer die Definition für die Wörter "Selbstgefälligkeit", "Präpotenz", "Anspruchsdenken" und, da gibt es nichts zu beschönigen, "Faulheit" am lebenden Objekt studieren will der möge sich im Umfeld der Schulen bewegen.

Obwohl Generalisierungen immer fehl am Platz sind, im Falle der mir zur Genüge bekannten Lehrerschaft sind aber die positiven Beispiele leider mit der Lupe zu suchen.

Wobei die jungen Kollegen durchwegs voller Tatendrang an die Schulen kommen, aber nach ein paar Jahren dann, dem allgegenwärtigen schlechtem Beispiele folgend, bald den Weg des geringsten Widerstandes gehen.

Zu ihren "übriggebliebenen" 2%: Das Geld wird bereits durch eine reguläre Gehaltserhöhung (Nominelle Erhöhung plus alljährlich 1,5% aus Biennalien) "weggefressen". Die Idee,it dem in der Manteltasche gefundenen Zehner schnell neue Wohltaten für die Lehrer auf Kredit zu kaufen ist entlarvend für sozialistisches Finanz"verständnis".

Antworten Gast: vergilius
10.01.2010 11:30
1 0

Re: Selbstgefällig, Präpotent und Faul

ihr name scheint programm zu sein.

Antworten Antworten Saturnin
10.01.2010 13:35
0 0

Re: Re: Selbstgefällig, Präpotent und Faul

ungelogen!

Antworten Gast: lehrerin1
09.01.2010 19:36
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Re: Selbstgefällig, Präpotent und Faul

Sie kennen die Lehrerschaft ('zigtausend' Lehrer und Lehrerinnen!!!) zur Genüge?
Ihr Kommentar ist absolut unqualifiziert, bösartig und daher als Grundlage für eine sachliche Diskussion völlig ungeeignet. Sie kommentieren 'etwas', von dem Sie - Sie werden meine Feststellung natürlich als etwas Lächerliches abtun - wirklich viel zu wenig wissen!
P.S.: Ihr Beitrag enthält auch einige Fehler.

 
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