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Volksschule: Standort entscheidet über Zukunft

10.06.2010 | 14:27 |   (DiePresse.com)

Wer darf nach der Volksschule in ein Gymnasium wechseln? Das entscheidet nicht so sehr die Kompetenz der Kinder wie der Standort der Volksschule.

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Die "Chancen für einen AHS-Besuch und damit verbunden im Schnitt höhere Bildungsabschlüsse" werden "nicht fair auf Basis von Kompetenzen vergeben". Dies zeigen Daten des BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung) im Expertenbericht zur TIMSS-Studie, die in 36 Ländern Leistungen der Volksschüler misst. Wichtiger als die Kompetenz der Schüler für die Chance auf einen AHS-Übertritt ist dagegen der Standort der Volksschule.

Für ihre Untersuchung verglichen die Autoren unter anderem die Leistungen der Viertklässler in Mathematik und Naturwissenschaften mit den AHS-Übertrittsquoten. Dabei zeigte sich zwar grundsätzlich, dass die Leistungen jener Kinder, die in eine AHS wechseln, im Schnitt höher sind als jene, die in eine Hauptschule kommen. "Extrem große Überschneidungen in den Leistungsverteilungen zwischen diesen beiden Gruppen deuten aber darauf hin, dass die Leistung offensichtlich nur bedingt Grundlage der Entscheidung ist."

Super Leistung, kein Wechsel in AHS

Das zeigt sich auch auf Schulebene: Es gibt Schulen, an denen mit die besten Mathe-Leistungen erbracht werden, aus denen aber kein einziges Kind an eine AHS wechselt. Ebenso gibt es Schulen mit AHS-Übertrittsquoten von über 60 Prozent mit weniger guten Mathe-Leistungen. Insgesamt erklärt der Mathe-Mittelwert nur vier Prozent der Unterschiede in den Übertrittsquoten.

Die Gemeindegröße des Volksschulstandorts erklärt dagegen 46 Prozent dieser Unterschiede. Dabei gilt: Je größer die Gemeinde, desto größer die Wahrscheinlichkeit für einen Wechsel an eine AHS. Der durch die Gemeindegröße bedingte Unterschied ist dabei "von einem Ausmaß, das nicht allein auf die geringere Entfernung der nächstgelegenen AHS zum Wohnort zurückgeführt werden kann".

Wenig homogene Lerngruppen

Einen - wenngleich geringeren - Einfluss auf die AHS-Übertritte haben auch der familiäre Hintergrund der Schüler und deren Einstellung zur Schule: Für Kinder aus bildungsnahen Familien ist ein Wechsel in eine AHS wahrscheinlicher als für Kinder aus bildungsfernen Familien - auch bei gleicher Leistung und Einstellung. Wem die Volksschule mehr Freude macht, der wechselt außerdem auch eher an eine AHS.

Für die Studienautoren bestätigen die TIMSS-Daten, dass "die erste Bildungswegentscheidung an Treffsicherheit zu wünschen übrig lässt, verfolgt man das Ziel, möglichst homogene Lerngruppen in der Sekundarstufe I zu schaffen". Sie stelle "insbesondere auf Grund des starken Zusammenhangs von AHS-Übertrittswahrscheinlichkeit und Bildungsnähe der Familie sowie Standort der Volksschule einen wesentlichen Chancenungleichheit produzierenden Faktor dar".

(APA/Red.)

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274 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6
GKRIEGL
15.06.2010 23:50
0 0

Für Migranten

sollte dringend eine Deutschprüfung her.

Bei Nichtbestehen ein Deutsch-Kurs Vorschuljahr verpflichtend sein.

Aber warum nur Migranten?

Es gibt genug österreichische Kinder nie nicht ausreichend deutsch verstehen!

Vielleicht könnte man diese Prüfung auch auf die allgemeine Schultauglichkeit ausdehnen wie ruhig sein, zuhören, ausreichend Disziplin gewohnt sein, leistungswillig sein, etc.

Gast: BILDUNGSEXPERTE
11.06.2010 19:44
2 1

BEWEIS

Das ist auch der Beweis, dass das Konzept der Gesamtschule bereits in der Volksschule scheitert. Es wird vor allem der STANDORT der Gesamtschule entscheiden, ob ein Schüler eine (gute) weiterführende Schule besuchen wird können. Wenn das die von der Ministerin und der rot schwarzen Propaganda so hoch gepriesene CHANCENGLEICHHEIT ist, dann Gute Nacht Österreich!

Wie werden die bildungsinteressierten Eltern reagieren?

- Sie werden ihre Kinder in die Privatschule schicken (Folge: Gesamtschule = Restschule)

- Sie werden - wie in anderen Europäischen Ländern üblich - in "bessere Gegenden" ziehen.

Gast: Erich Panek
11.06.2010 09:46
2 2

Rot Stalin/Rot Wien

Für die Migraten ist undere Welt doch so anders and fremd: nur Blöde können etwas anders erwarten. Die Politik soll endlich aufwachen wie in Ungarn oder Holland.

Gast: Gast
11.06.2010 06:36
0 1

Oh Wunder

Na, das sind ja wirklich neue Fakten!

Ich hab noch ein paar: Ich kenne Volksschulen, in denen den Kindern nur sehr wenig beigebracht wird, die Schüler dennoch in der vierten Klasse nur Sehr gut bekommen, damit sie beim Wechsel ins Gymnasium keine Probleme haben werden. Und ich kenne Volksschulen, bei denen auch ein Befriedigend vergeben werden, und die weit weniger Probleme im Gymnasium haben, als jene Schüler, die aus Volksschulen kommen, die mit sehr guten Noten nur so um sich werfen.

Antworten Gast: ceterum censeo
11.06.2010 23:46
0 0

Re: Oh Wunder

QED!

Antworten Gast: Mutter007
11.06.2010 11:32
0 0

Re: Oh Wunder

Es ist schwer zu begreifen, dass in einem Staat wie Österreich mit einem völlig unqualifizierten, in alle Richtung manipulierbaren Leistungssystem entschieden wird, wer etwas Lernen darf und wer nicht.

Gast: Gast 3
10.06.2010 22:30
2 3

Spiegel...

Soeben im Spiegel-Online gelesen:
"Sarrazin (Bundesbank Vorstand) erklärt die Verdummung der Deutschen: Schuld daran sind die Einwanderer"Egal ob das nun wirklich ganz so zutrifft oder nicht: der Mann hat Mut! Nach Köhler ein zweiter Deutscher, der österreichischen Politikern (auch Schulpolitikern) den " Mut zum aufrechten Gang" (M.Born) lehren könnte !

Gast: Gast 3
10.06.2010 21:30
5 0

Das eigentliche Problem...

unseres Schulwesens ist die Tatsache, dass ein
schwarzer (geschäftsführender) LSR-Präsident die Einführung der Gesamtschule bei gleichzeitiger flankierender Abschaffung der Privatschulen fordern kann. Das ist zwar kein direktes parteischädigendes Verhalten, zeigt aber, dass die ÖVP nur mehr ein ideologisch wertfreies Konglomerat ist. Meines Erachtens wäre dieser Herr rücktrittsreif !Aber wir haben in Österreich leider keinen Köhler-Mentalität.

Gast: nogo
10.06.2010 17:57
0 0

interessante schulthemen

werden von der redaktion bald versteckt. danke an österreichs 1. qualitätszeitung, die ohne subventionen auch schon past perfect wäre.

Antworten Gast: Mutter007
11.06.2010 11:29
0 0

Re: interessante schulthemen

Wenn Leserbriefe die Schwächen unserer Schulsystems aufzeigen haben sie null Chancen veröffentlicht zu werden.

Antworten Gast: Schleicher
10.06.2010 22:02
2 1

Re: interessante schulthemen

Eben noch ganz oben, werden sie bei politisch nicht korrekter Leserbriefe schnell nach hinten sortiert, damit niemand die Kommentare lesen kann und auch noch aufwacht.

Iason
10.06.2010 17:02
1 1

Diese Studie zeigt auf,

was eigentlich so das Gefühl auch sugeriert.
Kinder aus unteren Schichten sind wahrscheinlich sogar ein wenig unterdurchschnittlich intelligent. Eine mögliche Folge der negativen Selektion.

Aber vor allem haben sie durch ein sozial schwierigeres Umfeld schlechtere Voraussetzungen zu lernen. Ein großer Teil geht eben auch vom Vorbild der Eltern und vom Freundeskreis aus.

Dass sich manche Promis damit brüsten in Mathematik oder Physik Nieten gewesen zu sein, ist wirklich typisch Österreich, denn das ist in Wirklichkeit ein Eingeständnis eines niedrigen IQ.
Aber man kann auch mit einem solchen ganz gut überleben. Falls amn die richtigen passenden Freunde hat.

Dass viele mit ihren Finanzen nicht klar kommen, ist da auch nicht mehr verwunderlich.


2 1

und so schreibt man den artikel, wenn man die forschungsdaten auch verstanden hat!

http://derstandard.at/1276043545196/Bifie-Studie-Sozial-Schwache-schon-in-Volksschule-benachteiligt

die presse disqualifiziert sich völlig - und peinlicherweise beim versuch migranten bildungsresistenz vorzuwerfen...

Antworten Gast: Preisfrage
11.06.2010 10:24
0 0

Re: und so schreibt man den artikel, wenn man die forschungsdaten auch verstanden hat!

Der Bürgermeister war's!

8 2

Ausnahmsweise einmal

danke liebe Presse für die Berichterstattung. Unser Rotfunk lügt nämlich zu diesem Thema dass sich die Balken biegen:
http://www.orf.at/ticker/371463.html


1 4

Re: Ausnahmsweise einmal

Das sind doch zwei gänzlich verschiedene Studien. Was hat der eine Artikel mit dem anderen zu tun?

2 1

zwei gänzlich verschiedene Studien

Es handelt sich um die gleiche Studie, nämlich die Studie des BIFIE im finalen nationalen Expertenbericht zur TIMSS-Studie.

Gibts hier zum downloaden:
http://www.bifie.at/sites/default/files/2010-06-09_TIMSS-EB.pdf

2 4

Grenzen diskriminieren Menschen

Ein Mensch ist gleich bedeutsam. Deswegen sind wir auch alle gleich.

Nur die gierigen unter uns, wollen immer mehr haben. Schuld ist die ÖVP, welche die Menschen immer versucht zu trennen.

Deswegen war die ÖVP auch gegen die Gemeinsame Schule, da sie eben narz.i.sstisch sind.


Antworten Gast: len
10.06.2010 15:28
2 1

Re: Grenzen diskriminieren Menschen

Sparen Sie sich Ihre "narz.i"-Anspielungen.

Anzunhemen, alle Menschen wären gleich, ist dämlich.

Gleiche Rechte, gleiche Wertigkeit, gleich wichtig, ... JA,

aber trotzdem unterschiedlich.

2 3

Re: Grenzen diskriminieren Menschen

Erstmals ist es nun Expert.innen gelungen, Diskriminierung aufgrund des Standortes nachzuweissen.

Aber die Bürgerin muss nicht traurig sein, denn auch hier haben E.xpertinnen bereits eine Zukunftslösung gefunden.

Eine Gesamtschule im z.entralen Raum. Denn nur was z.entral ist, ist von allen gut erreichbar. Das ist fair, sozial und kompetent.

Diesen Vorteil haben sogar schon Städte erkannt. Nicht umsonsten wurden daraus "Zentren" gebildet, die von Menschen nur so gefluttet werden. Erfolg zieht eben an.

Somit steht eine Gesellschaft, indem jede Bürgerin die gleichen Chancen hat, nichts mehr dagegen.

Antworten Antworten Gast: Irina
11.06.2010 20:06
0 0

Re: Re: Grenzen diskriminieren Menschen

Zentral war auch alles beim Kommunismus.
Sogar die Denkinhalte wurden zentral vorgegeben.

Antworten Antworten Iason
10.06.2010 17:05
2 1

Re: Re: Grenzen diskriminieren Menschen

Und deshalb schneidet Wien ganz besonders schlecht bei solchen Leistungstests ab.

2 2

Re: Grenzen diskriminieren Menschen

Erstmals ist es nun Expert.innen gelungen, auch durch die intensive F.orschung zu belegen, bereits eine elementare D.iskriminierung aufgrund des Standortes nachzuweissen.

Die G.renzen in den Köpfen, sind bei der Bürgerin bereits längst verschwunden. Nun muss der Standort verschwinden.

Aber die Bürgerin muss nicht traurig sein, denn auch hier haben E.xpertinnen bereits eine Zukunftslösung gefunden.

Eine Gesamtschule im z.entralen Raum. Denn nur was z.entral ist, ist von allen gut erreichbar. Das ist fair, sozial und kompetent.


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Re: Re: Grenzen diskriminieren Menschen

@Michi_Austria: Dass Sie beim Wort "nachzuWEISSEN" nicht einmal schriftlich ROT werden, ist schon ein besonderes Gustostückerl!

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Grenzen diskriminieren Menschen

Ein Mensch ist gleich bedeutsam. Deswegen sind wir auch alle gleich.

Nur die gierigen unter uns, wollen immer mehr haben. Schuld ist die ÖVP, welche die Menschen immer versucht zu trennen.

Deswegen war die ÖVP auch gegen die Gemeinsame Schule, da sie eben narzisstisch sind.

Erstmals ist es nun Expertinnen gelungen, auch durch die intensive Forschung zu belegen, bereits eine elementare Diskriminierung aufgrund des Standortes nachzuweissen.

Die Grenzen in den Köpfen, sind bei der Bürgerin bereits längst verschwunden. Nun muss der Standort verschwinden.

Aber die Bürgerin muss nicht traurig sein, denn auch hier haben Expertinnen bereits eine Zukunftslösung gefunden.

Eine Gesamtschule im zentralen Raum. Denn nur was zentral ist, ist von allen gut erreichbar. Das ist fair, sozial und kompetent.

Diesen Vorteil haben sogar schon Städte erkannt. Nicht umsonsten wurden daraus "Zentren" gebildet, die von Menschen nur so gefluttet werden. Erfolg zieht eben an.

Somit steht eine Gesellschaft, indem jede Bürgerin die gleichen Chancen hat, nichts mehr dagegen.

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Grenzen diskriminieren Menschen - Ein Europa - keine Grenzen - eine Schule

Ein Mensch ist gleich bedeutsam. Deswegen sind wir auch alle gleich.

Nur die gierigen unter uns, wollen immer mehr haben. Schuld ist die ÖVP, welche die Menschen immer versucht zu trennen.

Deswegen war die ÖVP auch gegen die Gemeinsame Schule, da sie eben narzisstisch sind.

Erstmals ist es nun Expertinnen gelungen, auch durch die intensive Forschung zu belegen, bereits eine elementare Diskriminierung aufgrund des Standortes nachzuweissen.

Die Grenzen in den Köpfen, sind bei der Bürgerin bereits längst verschwunden. Nun muss der Standort verschwinden.

Aber die Bürgerin muss nicht traurig sein, denn auch hier haben Expertinnen bereits eine Zukunftslösung gefunden.

Eine Gesamtschule im zentralen Raum. Denn nur was zentral ist, ist von allen gut erreichbar. Das ist fair, sozial und kompetent.

Diesen Vorteil haben sogar schon Städte erkannt. Nicht umsonsten wurden daraus "Zentren" gebildet, die von Menschen nur so gefluttet werden. Erfolg zieht eben an.

Somit steht eine Gesellschaft, indem jede Bürgerin die gleichen Chancen hat, nichts mehr dagegen.

 
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