23.05.2013 10:46 Merkliste 0

Schulblockade durch Kampf um Geld und Macht

12.08.2010 | 18:24 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Erwin Pröll will Kompetenzen für alle Lehrer und streitet mit dem Bund. Beim Umbau der Schulorganisation herrscht Stillstand seit März 2009, im Herbst erfolgt noch einmal ein Anlauf.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien.In der Schulpolitik geht wegen der Differenzen zwischen den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP um die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen bei einer Generalreform des Unterrichts – abgesehen von der Zentralmatura – wenig weiter. Beim Umbau der Schulorganisation kommen die Politiker ebenfalls nicht voran.

Das zeigt sich jetzt bei der Auseinandersetzung zwischen Bund und Ländern darüber, wer künftig für die Lehrer zuständig sein soll. Anlass für die jüngste Konfrontation sind Äußerungen von Niederösterreichs Landeschef Erwin Pröll (ÖVP), der bis Jahresende turnusmäßig Vorsitzender der Konferenz der Landeshauptleute ist. Für Aufruhr sorgte nicht so sehr, dass er die Kompetenzen für alle Lehrer für die Bundesländer reklamiert hatte (derzeit sind die Länder für die Pflichtschullehrer zuständig; Lehrerzahlen siehe Grafik unten), vielmehr sagte Erwin Pröll im ORF-Radio, diese Kompetenzverschiebung sei mit Bundeskanzler Werner Faymann und Finanzminister Josef Pröll, seinem Neffen, „im Grundsatz besprochen“.

In den Büros des Kanzlers und des Finanzministers wurde zwar bestätigt, es habe darüber Gespräche gegeben, allerdings gebe es „keine Einigkeit“, Details müssten erst geklärt werden. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) stemmt sich generell dagegen: Sie will die Kompetenz für alle Lehrer beim Bund haben.

 

Teures und ineffizientes System

Damit treten Bund und Länder seit März 2009 praktisch auf der Stelle. Schon damals kam eine Expertengruppe zu dem Schluss, dass die derzeitige Schulorganisation teuer und ineffizient zugleich ist.

Warum wird die Auseinandersetzung derart heftig geführt? Es geht bei der Zuständigkeit für die Lehrer um Geld und Einfluss. Für die Länder wäre die Kompetenz für Pflichtschul- und die bisherigen Bundeslehrer an den höheren Schulen von Vorteil. Sie könnten diese anstellen, der Bund müsste weiter die Bezahlung übernehmen. Denn daran, dass die Länder selbst Steuern einheben, um die Lehrer auch selbst zu bezahlen, ist in der Bundesregierung kurzfristig nicht gedacht. Es wird auch von vielen Ländern abgelehnt.

Damit heißt es wieder einmal warten. Vorerst wird versucht, den Konflikt zu entschärfen, indem auf einen Bund-Länder-Gipfel im Herbst – ein genauer Termin ist offen – verwiesen wird. Bei diesem soll ein Gesamtpaket einer Verwaltungsreform geschnürt werden.

 

Neue Besoldung aufgeschoben

Ähnliches gilt für eine Totaländerung des Dienst- und Besoldungsrechts für Lehrer. Auch darüber wird erst heuer im Herbst ernsthaft verhandelt. Der Haken dabei: Die Lehrergewerkschafter drängen seit fast zehn Jahren auf ein Bezügeschema mit höheren Einstiegsgehältern für Junglehrer. Aber für Mehrkosten ist angesichts der Budgetkonsolidierung kein Geld da. Bleibt die Möglichkeit, die Mittel durch nicht mehr extra bezahlte Verpflichtungen (z.B. Überstunden) oder Abstriche bei Zulagen hereinzubringen – was auf Widerstand der Gewerkschaft stößt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2010)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
319 Kommentare
 
1 2 3 45 6 7
Gast: Sand
13.08.2010 09:37
0 0

Bernd Schilcher befürchtet einen

Der Vergleich hinkt. Wieso nicht gleich der Fleckerlteppich in der EU oder UNO-Mitgliedsstaaten? Da gibt es mehrere Winzlinge in der Größe eines österr. Bundeslandes.

Experte: Schulkompetenz für Länder wäre "Katastrophe"

Das ist der Brüller des Tages!
Ausgerechnet einer, welcher mitverantwortlich ist, daß das beste Schulsystem nach ein paar Jahrzehnten ständiger "fortschrittlicher Reformen" eine einzige Katastrophe ist, sagt das.

Ich vermisse überhaupt, daß alle Experten und verantwortlichen Politiker, die seit '68 das Schulsystem auf das jetzige Niveau gedrückt haben, zu Verantwortung gezogen haben. Aber eher geht ein Kamel durch's Nadelöhr, ehe in einer westlichen Scheindemokratie ein Verantwortlicher für seine Taten geradestehen muß.

Die linken Schulexperimentatoren Marke "Noten sind schlecht, Leistung ist böse, Disziplin und Ordnung macht mir Angst, im Chaos und Dreck fühle ich mich am wohlsten" fürchten wohl um ihre Futtertröge, wenn die Kompetenzen zu den Ländern kommen.

Antworten Gast: Messalina
13.08.2010 09:56
0 0

Re: Experte: Schulkompetenz für Länder wäre

Mann oh Mann, sie sprechen mir aus der Seele

Die Länder...

sind die angezogene Handbremse unseres Staates. Die gehören abgeschafft.

Egal wo's troubles gibt in unserem Land, es sind immer diese Provinz-Kaiser in den Ländern die Ursache (Bsp. Flughafen Wien, Skylink....)

Re: Die Länder...

die Abschaffung der Länder wird es nie geben. Das föderalistische Prinzip ist eines der s.g. "Baugesetze" der österreichischen Verfassung. Eine Änderung würde eine obligatorische Volksabstimmung benötigen. Glaubt wirklich irgend jemand, dass die Mehrheit der Wiener, Voarlberger, Tiroler usw. dafür stimmt, dass ihr Bundesland aufgelöst wird? Zudem müsste das Gesetz, bevor es überhaupt zu einer Volksabstimmung kommt noch den Bundesrat passieren, der in föderalistischen Angelegenheiten ein absolutes Veto besitzt. Glaubt irgendjemand, dass die wirklich für ihre eigene Auflösung stimmen werden?

andererseits könnte man auch sagen

was sich Bayern mit über 12 Mio Einwohnern ohne 9 "Bundesländer" spart, wird zB durch Bankenkauf im Ausland verpulvert

Österreich ist da gründlicher.
Ö. leistet sich 9 Bundesländer UND verpulvert das Übriggebliebene

Antworten Gast: Wanderer
13.08.2010 09:06
3 0

Re: Die Länder...


SEHR RICHTIG, greentwig!

Es geht Onkel Pröll doch nur ums Landeskaisertum.

Verwaltungsreform = Reduktion des Föderalismus auf das nötige Minimum.

Antworten Antworten Gast: Messalina
13.08.2010 09:57
0 0

Re: Re: Die Länder...

ich habe auch keine Lust ALLES von wien aus angeschafft zu bekommen

4 0

Kein Politiker fragt, was für die Betroffenen besser ist

Den Prölls geht es nur darum, wieder einmal ein Scharmüzel gegen die SPÖ zu gewinnen.
Dem Faymann geht es um Machterhalt, dafür gibt er jede Position auf, fragt sich nur, was das für eine Macht ist. Die Typen gehen mir auf den Geist.

Gast: gast
13.08.2010 08:29
1 0

verstaatlichte

wer in dieser missgeburt-republik der steuerfinanzierten experten ein kind bekommt muss wahnsinnig sein .

mfg

Antworten Gast: odin C.
13.08.2010 09:08
0 0

Re: Wie ist das? "Missgeburt-Republik"? Die wahre Missgeburt postet hier unter "gast" !!!


Gast: Parteiloser
13.08.2010 08:26
2 1

Kampf um Geld und Macht!

Das Resultat:
"Ein teures und ineffizientes System"

„Eine Totaländerung des Dienst- und Besoldungsrechts für Lehrer stößt auf Widerstand der Gewerkschaft“

Interessant ist dabei der Vergleich der Bezüge der Bundeslehrer mit den Menschen aus der Realwirtschaft 2008. Eine Leistungsbeurteilung verkneifen wir uns dabei.

Aktiveinkommen:
Lehrer:............49.932.-
Arbeiter:.........18.203.-
Angestellte:....27.323.-

Ruhegenüsse:
Lehrer:...................49.969.-
ASVG Durchschnitt: 13.020.-

Wie der Bildungsbereich in den letzten Jahrzehnten abgewirtschaftet wurde zeigen auch die Daten der Statistik Austria ganz deutlich:

Schüler pro Lehrer:
1950/51: 18,60
1970/71: 19,72
1990/91: 10,64
2000/01: 9,84
2008/09: 9,66

Lehrer pro Schulklasse:
1950/51: 1,64
1970/71: 1,49
1990/91: 2,10
2008/09: 2,22

Beschäftigte Lehrer total:
1950/51:.. 58.004
1970/71:…68.342
1990/91:. 112.746
2000/01:. 125.177
2008/09:. 123.148

Der Bildungsbereich steht als Paradebeispiel für das Versagen der geschützten Bereiche. Es geht nur um Macht und Geld, aber nicht um eine volkswirtschaftlich nützliche Leistung.

Was solche Vorgänge in den geschützten Bereichen für das Budget bedeuten kann man laufend verfolgen:

Staatsfinanzen 1. HJ:
Einnahmen:1. HJ 2009:..24.913,2 Mio. Euro
Einnahmen 1. HJ 2010:..27.093,2 Mio. Euro (=+8,7%!)

Ausgaben 1. HJ 2010::...33.338,5 Mio. Euro

Defizit 6 Monate: > 6 Mrd.

"Die Macht" wird an der Finanzierbarkeit scheitern!

0 0

Re: Kampf um Geld und Macht!

österreich is ja eines der reichsten länder der welt - haha

Antworten Antworten Gast: Parteiloser
13.08.2010 09:59
0 0

Re: Re: Kampf um Geld und Macht!

Wie reich Österreich ist zeigen auch die 2,7 Mio. steuerpflichtigen Österreicher, welche ein so geringes Einkommen haben, dass diese von der Steuerpflicht befreit werden mussten. Das sind 2,7 Mio. steuerpflichtige Menschen, welche mit unter 786.- Euro pro Monat (14/12) leben müssen. Weil die Beschäftigten der geschützten Bereiche davon aber nicht betroffen sind, so haben wir jeden 2 Menschen in, oder aus, der Privatwirtschaft von einer relativen Armut betroffen.

Das ist der Reichtum Österreichs!

Um den Reichtum in Österreich weiter zu verbessern muss die Regierung nun Steuererhöhungen machen!

0 0

Verwaltungsreform

steht seit Jahrzehnten in jedem Regierungsprogramm.
Hier hätten wir ein wunderbares Beispiel für einen positiven Ansatz - und ausgerechnet der Mächtigste in einer Partei, die immer nach "Sparen" ruft, stemmt sich aus persönlicher Machtgier dagegen.

Gast: Roland Wieser
13.08.2010 08:03
0 2

Sicherung der ÖVP- Personalagenda


Damit in Zukunft jeder Lehrer ein ÖVP Parteibuch vorweisen muss und die zukünftige Generation brav lernt, dass es gut ist, wenn es Menschen zweier Klassen gibt.

Ich hoffe die SPÖ ist nicht sooooo dumm, diesem Schlachtplan zuzustimmen.

0 0

Re: Sicherung der ÖVP- Personalagenda

net schlecht - denken aus dem vorigen jahrhundert.

Re: Sicherung der ÖVP- Personalagenda

Lieber Herr Roland,
Und es gibt zumindest Menschen zweier "Klassen" - z.B. solche wie Sie und solche wie ich

Gruß KK

Föderalismus ist eine Erblast

Die Weltwirtschaftslage erfordert schnelles Handeln und nicht reagieren.

Der von Föderalismus-Gewinnern gerne gebrachte Vergleich mit Deutschland hinkt: Allein das Bundesland Bayern hat 12 Millionen Einwohner, während wir uns "Scheinstaaten" wie das Burgenland oder Vorarlberg leisten wollen: fully equipped.

133.000 öffentlich Bedienstete im Bund, 180.000 in den Ländern und 70.000 in den Gemeinden sind kafkaesk.

Die Pröll&Häupl KG betreibt Raubbau an den Ressourcen dieser Volkswirtschaft.


hm ...


"Kampf um Geld und Macht" klingt sehr reißerisch und suggeriert, als hätten unsere lieben Politiker nichts anderes zu tun.

Tatsächlich muss es aber um Geld gehen, da der Erhalt der Schule Geld benötigt. Eine Kompetenzenentflechtung tut dem Ganzen allemal gut.
Dazu kommt, das das bmukk in erster Linie durch völlige Inkompetenz und Arbeitsbehinderung auffällt, was die Arbeit zusätzlich erschwert.

hm ....


Gast: Thersites
13.08.2010 03:30
0 0

Nach wie vor

begreife ich die Erbitterung über diese Entwicklung nicht: Frau Schmied will die Gesamtschule mit Gewalt zentralistisch durchsetzen und hat schon beschränkte Schwarze wie Frau Karl im lecken Boot. Nun gibt es derzeit drei rot regierte Bundesländer, von denen eines (Steiermark) bald gar nicht mehr und ein anderes (Wien) bald nicht mehr ausschließlich rot sein wird. Wenn nun mächtige, im Gegensatz zu Frau Schmied auch handlungsfähige Landeskaiser in der Sache das Sagen haben, sieht es doch ganz gut aus für die Gegner der Gesamtschule? Außerdem verstehe ich die in diesem Forum artikulierte Sparwut in Bildungsbelangen nicht. Wenn mehr Lehrer gebraucht werden, sollte man sie ermöglichen. Es gibt wahrlich genug Mist (z. B. den Militärbereich), den man ersatzlos einsparen kann.

Re: Nach wie vor

Also dass im "Militärbereich", d.h. Landesverteidigung viel zu holen wäre,
wo nicht einmal genügend Sprit da ist,
um die Soldaten auszubilden ist ein
schlechter Witz. Das Wenige, was ver-
blieben ist, wird in Auslandseinsätze
investiert.
Mir scheint eher zielführend, das vor-
handene Personal besser einzusetz-
en.

löst diese verdammten Länder endlich ein für allemal mal auf!!!!

die Strukturen aus der Postkutschenzeit der Monarchie sind in Zeiten des Internets völlig obsolet und eine einzige Geldvernichtungsmaschinerie. Neuestes Paradebeispiel in NÖ: 2 Spitäler nur wenige km voneinander entfernt! Lehrer vom Bund bezahlt für andere Agenden abgestellt, denn über die Dienstverwendung entscheidet nicht der Landeshauptmann, nicht der zahlende Finanzminister eetc etc etc

Bitte den Opteretten-Föderalismus à la autrichienne auflösen

Die Vorschläge, dass die Länder die Kompetenzen bekommen sollten von Hr. Onkel Pröll lassen bei mir die Nackenhaare zu Berge stehen.

Dass ist doch der LH, der in seinem "Reich" die Wohnbauförderungsgelder als Spielgeld für "seine" Landeshypo einsetzte; der darauf besteht, dass in Baden und Mödling vollausgestattete LKHs entstehen sollen, weil - ja weil der Landesfürst - es sich so vorstellt; der mit seinem Kumpan Häupl bei Skylink das größte Baudebakel seit dem AKH Skandal hingelegt hat?

Ja genau: Sein Wort hat Gewicht. Und seine Taten als "Landesfürst" sagen mehr als tausend Worte!

Bitte, dass kann ja nur als Drohung verstanden werden, wenn Landeskaiser egal ob Rot/Schwarz/Blau-Orange mehr Geld und Einfluss verlangen!

Was ist eigentlich aus den Plänen vom Neffen Pröll geworden, dass die Länder nicht mehr unbegrenzte Haftungen für ihre Landesbanken eingehen dürfen, für die im Endeffekt der Bund - also die Steuerzahler - einstehen, geworden?

Tja: Bis zum nächsten Bauchfleck. Da bieten sich die Hypo NÖ oder auch die Hypo Vorarlberg an - auch für die hat das Land Vorarlberg unglaublich hohe Haftungen übernommen.

Aber das ist ja alles kein Thema mehr!

So und im Licht all dessen, will der LH Pröll mehr Einfluss und Macht: Hilfe!

Gast: Kommunalkredit - Bank zur freien Entnahme
13.08.2010 01:19
0 1

Step by Step

Wäre es als Erstes einmal möglich die Bildungsministerin zum Milliardenschaden der Kommunalkredit zu befragen(Verhören) oder sind die Milliarden nicht so wichtig dass man einfach sagt schwamm drüber? Solange wir in Österreich über alles reden, nur nicht über die Wahrheit solange wird sich dieser "Stadl" nicht ändern!
In der Schwarzau(Frauengefängniss) sitzen Frauen ein die bei einem Versandhandel Waren bestellt haben und die Rechnung von ein paar Euros nicht bezahlen konnten - und beim Staat spielen ein paar Milliarden keine Rolle?
Was ist los in Österreich - Warum verdeckt man das wahre Gesicht, obwohl eh schon jeder weiss was los ist?

0 0

Re: Step by Step

Sehr richtig, übrigens hackelt der Goosi jetzt für den Hochegger. Hat die Schmied erfunden. Alles vollkommen unglaubwürdige Löcher in der Natur. Sollten Tolstoi "Wieviel Erde braucht der Mensch lesen"

Ganz einfach!

1. Schulen, Universitäten und Kindergarten vollkommen privatisieren.

2. Von Geburt an erhält jedes Kind einen Bildungscheck/konto mit dem man von Kindergarten über (was weiß ich für welche) Schulen, Weiterbildungen etc., bis zu den Vorlesungen an der Uni alles bezahlen kann - beim Studieren könnte sich der Bildungscheck in einen Kontokorrentkredit umwandeln.

Es gäbe Wettbwerb --> mehr Qualität in der Bildung, mehr Quantität (Auswahlmöglickeiten), billigere Bildung, flexiblere Bildung, bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer, mehr Unabhängikeit v. der Politik, keine politische Pseudoverwaltung, keine dummen Privilegien, keine sinnlosen Diskussionen wie diese von E.Pröll und Co. usw.

warum lang herumdiskutieren

die beste Lösung ist immer noch die österreichische: lassen wir es so wie's ist, dafür pumpen wir noch ein bisschen mehr Geld in das System, irgendwie wird das schon funktionieren. Und solange unsere Studenten kostenlos protestudieren können ist eh alles gut, hauptsache Kindergärten kosten Geld, alles kein Problem. Aber wir wollen ja die Bildung nicht kaputtsparen, nicht wahr?

Wenn SPÖ und ÖVP mit ihren Landeshauptleuten nicht weiterkommen dann hilft nur eines:

Mehr Steuern!

Wozu Steuerhoheit in den Ländern?

Wenn der Bund sich für gewisse zentrale Aufgaben (Aussenamt,...), den Overhead sowie einen "Notgroschen" für allenfalls nötige Schwerpunkte etwa 20% der Gesamteinnahmen behält und den Rest an die Länder - nach einem Mischsatz aus Bevölkerungszahl und Fläche - verteilt, sollen doch diese schaun', wie sie zurecht kommen. Mehr Lehrer oder mehr Streetworker; mehr Polizisten oder mehr Videokameras; etc. Aufgebläht ist bei uns nur die Bundesverwaltung. Der Bund soll sich auf Gesetzgebung und eine Richtlinienkompetenz beschränken. Die Bundesbürokratie hat vielleicht noch ein bisschen Ahnung von den Zuständen in Floridsdorf, aber keine Ahnung, wie's in Parndorf ausschaut und ist völlig ahnungslos, was die Bedürfnisse in Schoppernau anlangt.

Re: Wozu Steuerhoheit in den Ländern?

Wer im "Schoppernau Masstab" denkt, sollte sich doch in den nächsten Postbus setzen und sich zumindest einmal bis nach Bregenz hinauswagen.

Re: Maßstab?

Ist die Gemeinde, ob Floridsdorf oder Schoppernau...

Re: Wozu Steuerhoheit in den Ländern?

Ich finde der Bund sollte einen Basissatz für die Einkommens bzw Lohnsteuer festelgen und jede Bundesland sollte dann seinen eigenen Aufschlag beschließen und mit dem Geld aus diesem Aufschlag müssen die Bundesländer dann auskommen. (Die MWSt bleibt beim Bund)

Re: Wozu Steuerhoheit in den Ländern?


@ Klaus Brandhuber

Ärmelschonende Amtsschimmel wie sie sind die Sargnägel für Österreich.

Die Länder und Gemeinden dürfen KEINEN cent ausgeben, den sie nicht SELBST eingenommen haben. SO FUNKTIONIERT Föderalisnmus.

In Österreich aber verjuxen feudale Landes- und korrupte Dorfkaiser das Geld des Bundes, das "sowieso kommt", oft ohne Sinn und Zweck und schon gar ohne die geringsten Spargedanken.

ALLE Länderkompetenzen könnten sofort zusammengefasst werden, diese Verwaltungsstruktur ist UNNÖTIG und verschlingt Milliarden.

Re: Nix kapiert

1. Nur mit Globalbudgets für die kleineren Einheiten kann deren Eigenverantwortung sichergestellt werden. Ob uns nach Ländern variierende Steuersätze - wie in der Schweiz - weiterbringen, sei dahingestellt. Die unterschiedlichen Steuersätze haben wir ja bei der Grundsteuer.
Zusatz: Die Budgets müssen bindend sein; Kreditaufnahmen müss(t)en vom Bund bewilligt werden (s. Kärnten).
2. Das vom Bund kassierte Geld wird nicht in Wien verdient, sondern in den Gemeinden und Ländern.
3. Bevor der hinkende Vergleich mit Bayern kommt: Dort gibt's 71 Landkreise mit gewählten Kreisräten (und 25 kreisfreie Städte mit ihren gewählten Organen); Deutschland hat 301 Landkreise. Die flächen- und bevölkerungsmäßig kleinere Schweiz hat 26 Kantone, in denen "der Bund" wesentlich weniger zu plauschen hat als in Österreich.
4. Wer keine Argumente hat, greift zu Verunglimpfungen. Doch das ist nicht neu: Dummheit und Frechheit gedeihen am selben Ast.

Gast: Vogel
12.08.2010 22:44
0 0

Und so wurde sein Auswurf zum Bumerang

und fliegt ihm jetzt mitten ins Gesicht. Die Gemeinde hier hat einstimmig abgestimmt über die Auflösung seines Operettenstaates. Die unsinnige Bürokratie wird aufgelöst, samt seiner Garnisonsstadt St. P.

Er erhält Exil auf Elba.

Eine Begründung wird nicht geliefert

Es wäre ein Wahnsinn. Offenbar geht es den Bundesländern nur um die Macht. Voran natürlich Fürst Pröll, zahlen soll natürlich der Bund.

Gast: ein mündiger
12.08.2010 21:25
0 0

es gibt zwei lösungen

es gibt nur 2 denkbare lösungen:

1) der bund zahlt, hat die kompetenz und die kontrolle.

2) der bund zahlt, hat die kontrolle und die länder die kompetenz

aber so wie es omentan ist, funktioniert es nicht. es kann nicht sein, dass der bund zahlt und keine kontrolle hat.

Gast: Neuqebauer
12.08.2010 21:21
0 0

Das ist gut für uns!

Wenn Die streiten, dann können wir noch bessere Arbeitbedingungen und Entlohnungen bekommen. Immerhin wollen alle die Verantwortung für uns bekommen und das wird Denen was kosten.

Vielleicht können wir dann die Unterrichtszeiten endlich auf unter 500 Stunden pro Jahr drücken, die steuerfreien Zulagen erweitern und die Entlohnungen ordentlich nach oben schrauben.

Dass Schmied von nichts etwas weiß,

ist ja auch nix neues. Schon bei der Kommunalkredit wusste sie nichts bzw. hat nur in bestgeratete Aktien in Kasachstan investiert. Das Ergebnis ist bekannt.

Re: Dass Schmied von nichts etwas weiß,

Dämlicher geht es wohl nicht. Was sind den sie für einer?

Antworten Antworten Gast: gast
13.08.2010 00:37
1 0

Re: Re: Dass Schmied von nichts etwas weiß,

der steierer ist jedenfalls ein sozikampfposter!

Re: Re: Dass Schmied von nichts etwas weiß,

Ihrer Rechtschreibung zufolge sind Sie auch nicht einer der Hellsten.

0 0

vielleicht geht es der ÖVP darum, in der SPÖ Unruhe zu stiften

Dafür ist denen unsere Jugend gerade gut genug. Faymann gibt jede Position auf, wenn es um den Erhalt seiner Macht geht. Schmied steht wieder einmal im Regen.

Schaffen wir doch endlich bei den nächsten Wahlen diese

Pröll-Sippschaft ab, damit wäre dem Land sehr gedient und das sage ich als mittlerweile EX-ÖVP-Wähler

Antworten Gast: gast
12.08.2010 20:25
1 1

Re: Schaffen wir doch endlich bei den nächsten Wahlen diese

ja, aber schon aufpassen !
NICHT durch wernerli und laurilein ersetzen!
und schmiedipfutz hat im schulwesen auch nix verloren!

Re: Re: Schaffen wir doch endlich bei den nächsten Wahlen diese

Da sind wir wohl in der frühkindlichen Phase stecken geblieben "Gastipfurz"

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
12.08.2010 21:14
0 0

Re: Re: Re: Schaffen wir doch endlich bei den nächsten Wahlen diese

sie sind kein pragmatiker, sondern ein lahmer rotposter!
wie frühkindlich pfurzts sichs im warroom?!

und als naechstes...

duerfen wir den niederoesterreichischen landespascha dann mit "seine durchlaucht" oder "seine exzellenz" anreden?!

was bildet der typ sich eigentlich ein in zeiten, in denen alle anderen sparen muessen?!

weg mit diesen landesfuersten!!! wer braucht 9 (!) bundeslaender in einem land, das nur ein bisschen groesser ist als bayern?!

Gast: für Vernunft und Einsparung
12.08.2010 19:24
2 0

Schafft die Bundesländer ab, sie sind ein Hort der Abkassierer, nicht nur in Kärnten .....

Österreich in 3 Regionen einteilen, das genügt:
Westen, Süden, Osten ..... auf diese Weise ersparen wir uns mindestens 10 Milliarden Euro pro Jahr. Aber Pröll und sein Nö-Beamte sind ja ganz besondere Abkassierer

 
1 2 3 45 6 7

Schlagzeilen Bildung