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Historisches Korsett: Schule, ein Produkt des Zufalls

19.02.2012 | 18:21 |  von Rosa Schmidt-Vierthaler (Die Presse)

Das Schulsystem in Österreich hat dieselben Wurzeln wie die Schulsysteme in anderen europäischen Ländern. Was es jedoch auszeichnet, ist eine überdurchschnittlich starke Veränderungsresistenz.

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Der historische Zufall ist eine Großmacht. Einmal eingetreten, können seine Folgen jahrhundertelang greifen, sogar bis in die Klassenzimmer des Jahres 2012. Freilich sind auch einige Fingerabdrücke auf den Zufällen zu finden, die unser Bildungssystem mitgestaltet haben: vor allem jene der Kirche und die des Militärs. Pädagogische Überlegungen fanden dagegen an den jahrhundertealten Traditionen kaum Berührungsflächen.

Viele der Eckpfeiler unseres Schulsystems stammen aus dem 19. Jahrhundert: Das Sitzenbleiben, die Jahrgangsklassen, die Noten von Eins bis Fünf. Der Fächerkanon ist gar eine (zufällige) Leistung des späten 18. Jahrhunderts. Sogar die Idee des Projektunterrichts hat 250 Jahre auf dem Buckel, allerdings konnte er sich in der „pädagogischen Steinzeit“ nicht durchsetzen. Viele Maßnahmen sind der Massenschule geschuldet, die sich im späten 18. Jahrhundert durch die Einführung der Schulpflicht entwickelt hat.

Natürlich ist nicht alles, was alt ist, schlecht, genauso wenig, wie alles Schlechte alt ist. Doch Erziehungswissenschaftler kritisieren das strenge Korsett, in das das österreichische Schulsystem gepresst ist, und das den Schulen wenig Raum gibt, selbst zu sehen, womit sie erfolgreich sind. Der klerikal-militärisch Geist von strammer Ordnung ist in den organisatorisch wie inhaltlichen Relikten des Schulsystems zu finden.

• So ranken sich mehrere Mythen um die Entstehung der 50-Minuten-Einheit. Diese könnte einerseits vom Militär kopiert worden sein und auf die Übung der Soldaten zurückgehen: eine Stunde Exerzieren – minus zehn Minuten Austreten und Pfeifenrauchen. Ein anderer Mythos sieht die Schulstunde durch den Katholizismus begründet: Mönche hätten den Unterricht ihrer Schüler alle 50 Minuten unterbrochen, um zu beten. Für Bildungsforscher Stefan Hopmann von der Uni Wien spielten dabei jedoch vor allem der Zufall und die Verfügbarkeit von Lehrern eine Rolle. Ob die Entscheidung nun mit dem Militär oder dem Kloster begründet worden sei, sei egal. Reformer gehen seit Langem gegen diese starre Form der Zeiteinteilung vor, an den meisten Schulen hat sie sich aber gehalten.

• Tatsächlich an die Kirche angelehnt war lange Zeit die Sitzordnung. Lange, schmale Bänke; die Mädchen auf der einen, die Burschen auf der anderen Seite. Wenn der Lehrer die Klasse betrat, wurde er stehend begrüßt – genauso wie der Pfarrer in der Kirche. Das war freilich keine Besonderheit Österreichs: In allen Ländern mit Staatskirche hatte diese einen starken Einfluss.

• Bei der Klassenschülerzahl spielten wiederholt militärische Überlegungen eine Rolle. So soll die ehemalige Zahl von 120 Schülern pro Klasse der Kompaniestärke geschuldet sein. Fakt ist, dass nach der Schlacht bei Königgrätz 1866 durch das Reichsvolksschulgesetz die Zahl auf maximal 80 begrenzt wurde. Zuvor wurde gespottet, es sei der „preußische Schulmeister“ gewesen, der die Schlacht gegen Österreich gewonnen hatte. Wie auch immer sich die Elementarbildung der Soldaten im Krieg auswirkte – das gut organisierte und straff geführte preußische Schulwesen wurde zufällig als Vorbild betrachtet.

• Das Klingeln zwischen den Stunden ist – obwohl schon immer ungeliebt – noch immer nicht aus den heimischen Schulen verschwunden. Kein Wunder, hat es doch gleich zwei Vorbilder: Die einen sehen es als den Kirchenglocken nachempfunden, für die anderen ist es an die militärische Trillerpfeife angelehnt.

• Die österreichische Normschrift, die als Handschrift an den Volksschulen noch gelehrt wird, stammt aus den 1920er-Jahren und ist damit vergleichsweise modern. Den Erfordernissen des Alltags entspricht sie trotzdem nicht mehr, seitdem Schreibmaschine und Computer die handschriftliche Kommunikation verschwinden ließen. Sie zu benoten, kann deshalb nicht im Sinn der Schüler sein.
•Der Fächerkanon geht zum Teil noch auf die Antike zurück. Dass es eine verbindliche Leitlinie für Lehrer gibt, ist eine Errungenschaft des späten 18. Jahrhunderts. Damals versuchte man weniger, bestimmte Inhalte zu installieren als andere zu vermeiden, wie Bildungswissenschaftler Stefan Hopmann erzählt: Jeder Lehrer habe sich seinen Lehrplan selbst erstellt, so wurden auch Skurrilitäten wie Obstbaumpflanzung gelehrt. Er wertet den Fächerkanon damit als „historischen Zufall“. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sei der Kanon nun im Kern konstant. Von der Zahl der Mathematikstunden bis zur Frage, was Sprachunterricht leisten soll, sei der Fächerkanon seit damals stabil geblieben: Hopmann schätzt, dass ganze 80 Prozent die Jahrhunderte kaum verändert überstanden hätten. Dabei haben die großen Themen des Lebens, nämlich Recht, Medizin oder Wirtschaft, keinen Platz gefunden. Die Frage, ob der alte Fächerkanon weiterhin seine Berechtigung hat, hängt von der Frage ab, was Schule leisten soll. Wenn sie ein Weltverstehen in verschiedenen Bereichen ermöglichen soll, dann ist er berechtigt. Soll die Schule ein Qualifizierungsbetrieb sein, der Kompetenzen stärkt, dann weniger.

Kirche, Militär und Zufall: Was unser Schulsystem geprägt hat

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Die Kinder haben sich verändert

Ganz gleich, ob aus klerikaler oder militärischer Tradition stammend: Das Schulsystem in Österreich hat dieselben Wurzeln wie die Schulsysteme in anderen europäischen Ländern. Was es jedoch auszeichnet, ist eine überdurchschnittlich starke Veränderungsresistenz. Die starre „Ein-Lehrer-ein-Fach-eine-Stunde“-Mentalität, die in Österreich noch immer vorherrscht, passt nicht recht ins 21. Jahrhundert.

Dennoch hat sich einiges geändert an Österreichs Schulen. Die Lehrer, natürlich. Und vor allem auch die Kinder. Diese wurden in den vergangenen Jahrhunderten in die Dinge eingeführt, von denen sie in der Regel niemals zuvor gehört hatten. Im Jahr 2012 ist der Lehrer aber kein Monopolist des Wissens mehr. Nicht nur durch Internet und Fernsehen können Kinder einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aufbauen. Auch der Wohlstand, der Reisen und Interessenförderungen jeder Art möglich macht, wirkt sich aus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2012)

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40 Kommentare
 
1 2

Was sich bewährt hat,

sollte man auch gar nicht ändern, denn Änderung bedeutet nicht unbedingt Verbesserung. Lesen, Schreiben und Rechnen lernt man immer noch durch Üben. Unsere Großeltern schrieben noch Kurrentschrift, die Lateinschrift wurde mehrmals geändert, aber nicht verbessert. Dass eine Mathematikstunde ab der 1. Kl. VS vor Jahren schon einer Englischstunde weichen musste, ist nicht für alle Schüler von Vorteil.
Die Schule soll die Kinder auf das Leben vorbereiten, zu dem durchaus auch das Obstbaumsetzen gehören kann. Dass das Verständnis von Natur- und Marktgesetzen schwindet, könnte damit zusammenhängen, dass der Lehrplan mit Ideologie überfrachtet wird und die Lehrer selbst von Wirtschaft und Natur keine Ahnung haben.
Übrigens ist es immer bequem, die Vergangenheit zu kritisieren. Man erscheint dann so modern!

Antworten Gast: Zwergnase
21.02.2012 08:22
0 5

Re: Was sich bewährt hat,

Was sich in der Vergangenheit für die Obrigkeit bewährt hat, muss noch lange nicht für alle Zeiten und alle Menschen gut sein.

Gast: Ichkann
20.02.2012 17:20
8 0

den Sinn des Artikels nicht finden

Vieles, was aufgezählt wird, ist längst nicht sacrosanct und kann jederzeit schulintern geändert werden, wenn man meint, es sei unbedingt nötig.
.) Stundenlänge : 45 Minuten, Doppelstunden. augelöster Stundenplan mit freier Zeiteiteilung- alles möglich
.)Glocke: jederzeit abstellbar, wenn sie stört, aber gute Zäsur zw. Arbeit ubnd Pause
.) Schulschrift in 90er Jahren überarbeitet.
.) Fächerkanon schulautonom jederzeit erweiterbar.....

....so what?

Kritias
20.02.2012 13:26
10 1

Die Erziehungswissenschaft ist das Problem für dessen Lösung sie sich hält

Einerseits werden in diesem Beitrag fröhlich alle Schulen von der Volksschule bis in die Sekundarstufe II vermischt. Andererseits werden Dinge derart simplifiziert, dass es unmöglich ist, darüber zu reden.
Auf jeden Fall wird immer behauptet, die Lehrpläne seien überaltet - und trotzdem sind die Absolvent/innen unserer Schulen gefragt und Österreich ist ein reiches Land. Die Lehrpläne werden alle 8 - 12 Jahre überarbeitet. Dass es Fächer gibt, hat nichts mit Kirche und Militär zu tun, sondern mit der Wissenschaft und ihren Disziplinen.
Ein besonderes Schmankerl ist die Abwertung der Handschrift - soll das jetzt heißen, dass nur mehr auf dem Computer geschrieben werden soll Frau Schmidt-Vierthaler?
SKurilitäten wie Obstbaumpflanzung hatten in einer bäuerlichen Gesellschaft durchaus Sinn.
Die 80% stabil gebliebener Lehrplan (besonders im Sprachunterricht) sind Unsinn! Medizin wird im Biologieunterricht durchaus vermittelt - oder sollen jetzt Ärzte unterrichten?
Herr Hopmann gehen Sie doch einmal eine Woche unterrichten!

tokamak
20.02.2012 09:07
9 1

Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

Hier wird immer - vornehmlich von grüner/linker Seite - auf unser gar so schlechtes, autoritäres, rückständiges Schulsystem eingehackt, aber genau diese Leute sind es dann, die ihre Brut in eine möglichst katholische strenge Privatschule, am besten samt Internat, schicken! Warum wohl?

Und was bitte an "ein Lehrer ein Fach, 1Std... usw." passt nicht ins 21 Jahrhundert? Wohl zuviel Jetsons gesehen, wo alle nur noch mit Raumschiffen durch die Gegend Flitzen?!

Antworten Gast: bitte nicht immer nörgeln
20.02.2012 11:02
1 11

Re: Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

Hier wird immer...
ich habe in dem ganzen Artikel kein einziges Mal "grün" oder "links" gelesen. Selber kenne ich einige "Grüne, Linke", allerdings keine deren Kinder auf eine katholische Privatschule gehen.

und zu "Ein Lehrer - ein Fach - eine Stunde": Wie im Artikel steht, durch neue Medien (Internet, Fernsehen,...) ist der Lehrer keine Wissensmonopol mehr. Von daher ist es wesentlich produktiver wenn eine Klasse von mehrereren Lehrer gleichzeitig unterrichtet wird. Dass das finanziell nicht zu berappen wäre, ist allerdings sonnenklar.

Antworten Antworten Gast: USer
21.02.2012 12:11
0 0

Re: Re: Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

Wie soll man sich das vorstellen?

Reden die Lehrer für die Ihnen zugeteilten Schüler der Klasse gleichzeitig? (Nur singen kann man gleichzeitig. Beim Reden gehts durcheinander.
Oder reden die Lehrer gleichzeitig zu allen Schülern? Wenn nicht haben dann immer zwei Lehrer Sendepause?

Da die Schüler nur zwei Ohren haben können sie nicht auf drei Lehrer gleichzeitig hören ...?

Antworten Antworten mako
20.02.2012 14:45
7 0

Re: Re: Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

Meine Kinder HASSEN es wenn mehr als ein Lehrer unterrichtet. Der zusätzliche Lärm schadet der Konzentration.

Außerdem ist längst bewiesen, daß Frontalunterricht den guten und den schlechten Schülern nützt, die modernen Lehrmethoden den Guten nützen und den Schlechten schaden.

Antworten Antworten Antworten ghue
20.02.2012 17:00
0 4

Re: Re: Re: Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

"Meine Kinder" schätzen und genießen es sehr, in den sog. Hauptgegenständen von einem Lehrer/innen-Team unterrichtet zu werden, da eine individuellere Unterstütung beim Lernen dadurch möglich ist.
Funktioniert allerdings nur, wenn Team-Teaching nicht missverstanden wird als "doppelter" Frontalunterricht, sondern wenn Lehrer/innen unterrichten, die auf Grund ihrer Methodenkompetenz auch wissen, wie Team-Teaching zum Vorteil der Kinder funktioniert.

... "längst bewiesen"?
Wenn Frontalunterricht bedeutet, ein Lehrer unterrichtet alle Kinder einer Klasse im gleichen Tempo mit dem gleichen Material und erwartet, dass sie zur gleichen Zeit den gleichen Stoff lernen, so ist der "Beweis" mehr als fragwürdig. (Vgl. Andreas Helmke in der ZEIT)
http://www.zeit.de/2011/51/Interview-Helmke

Antworten Antworten Antworten Antworten Ruf er
21.02.2012 09:19
0 0

Re: Re: Re: Re: Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

Diese "Methodenkompetenzorientierten" und sonstig "kompetenten" Lehrer vergessen ganz, dass es auch vor dieser "Kompetenzära" gute Lehrer gab. Sie sprechen aber trotz ihrer großen "Kompetenz" nie von Schülern, die einfach in der Schule nicht auszuhalten oder sogar gefährdend sind und ich glaube, dass ihre "Disziplinierungskompetenz" dafür nicht ausreichen wird.

Antworten Antworten Antworten Antworten berndmoron
20.02.2012 19:22
2 0

Re: Re: Re: Re: Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

teamteaching in einer art doppelconference. sonst noch was.
zum x-ten mal: "teamwork is essential, it allows you to blame someone else." quelle: unbekannt

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten mako
20.02.2012 20:14
2 0

Re: Re: Re: Re: Re: Unser ach-so-altmodisches Schulsystem!

Es mag ja in manchen Schulen klappen, (wie gesagt, Vorteil nur für die guten Schüler),
die Reibereien zwischen den Lehrern (Unterricht macht der AHS Lehrer, unterstützen darf der HS Lehrer) sind bekannt.

Gast: Eltern
20.02.2012 08:07
0 2

Es gibt einen wichtigen Unterschied

Unser Schulsystem hat nicht gleiche Wurzeln wie in andern europäischen Ländern sondern wurde in Österreich und in Deutschland von der Kaiserin bzw. dem Kaiser eingeführt, damit die Kinder aus armen Familien möglichst früh auf den Drill beim Heer hingetrimmt werden (Vermögende hatten immer schon ihren Privatlehrer). Das merkt man noch heute im österreichischen und deutschen Schulsystem. Der Gehorsam steht an oberster Stelle. Sogenannte "verhaltensoriginelle" Schüler werden schnell mal in die Sonderschule abgeschoben. Die sind weitgehend drillresistent und damit für das oberste Ziel unbrauchbar, ebenso wie Schüler mit geistigen oder körperlichen Behinderungen.

Aber einfach nur die Sonderschulen abschaffen ohne den Unterricht auf die neuen Anforderungen abzustimmen, wird denen Recht geben, die weiterhin dieses starre Schulsystem befürworten.

Anstatt die Gesamtschule zu fordern und die Katastrophe auf die Kinder loszulassen, weil die heutige Art des Unterrichts gar nicht in der Lage ist dieses Konzept umzusetzen, sollten wir lieber zuerst den Unterricht in allen Schulen so flexibel gestalten, dass die Anforderung in verschiedene Schultypen obsolet wird und sich von selbst auflöst.

Antworten Kritias
20.02.2012 13:27
1 0

Re: Es gibt einen wichtigen Unterschied

Dass es darum ging, Kindern aus ärmlichen Schichten eine Grundbildung zu vermitteln kommt Ihnen wohl nicht in den Sinn.

Antworten Gast: nenen
20.02.2012 11:26
4 0

"Der Gehorsam steht an oberster Stelle. "

Ganz sicher nicht :p

nichts für ungut, aber der respekt den lehrer vor 50 jahren genossen haben ist schon lange gestorben.

Antworten Ruf er
20.02.2012 09:06
7 0

Re: Es gibt einen wichtigen Unterschied

Schauen sie einmal genauer in die Schulen! Dort gibt es nichts Starres mehr aus Kaisers Zeiten. Es verschwimmt eh schon alles und ich bin nicht sicher, ob das besser ist. Sonderschulen leisten einen ganz wichtigen Beitrag, dass auch die Schwachen noch zu ihrer Bildung kommen. Zusammenmischen ist sicher schlecht.

nachdenken
20.02.2012 07:58
2 3

das historische Korsett ist doch in der gesamten an die K&K Zeit angelehnte Verwaltung sichtbar!

Weit über eine 1/2 Mio Menschen arbeiten in Österreich im öffentlichen Dienst, der z.T. eine gnadenlos rückschrittliche Verwaltungsarbeit abzudienen hat. Die Schule ist in diesem Bild lediglich ein weiteres Puzzleteil eines Landes, dass sich einer Polit- und Beamtenmafia ausgeliefert hat, die sich an den Steuerzahlern rechtswidrigst bereichert.

Das diese Machtstrukturen eine ECHTE REFORM nie zu lassen werden, müßte jedem klar sein.

Re: das historische Korsett ist doch in der gesamten an die K&K Zeit angelehnte Verwaltung sichtbar!/nachdenken

Na endlich! Hauptsache, die Phrase "Polit- und Beamtenmafia" im Text untergebracht!

Antworten Antworten nachdenken
21.02.2012 00:05
0 0

schön das sie darauf gewartet haben ;-)) sie gehören wohl auch dazu - oder?


Re: schön das sie darauf gewartet haben ;-)) sie gehören wohl auch dazu - oder?/nachdenken

Eindeutiges, klares, absolutes "NEIN"!! Enttäuscht?

Antworten Kritias
20.02.2012 13:28
1 0

Re: das historische Korsett ist doch in der gesamten an die K&K Zeit angelehnte Verwaltung sichtbar!

Österreich ist Vorreiter beim e-government und die halbe Million ist eine Erfindung.

Gast: MönchMaier
19.02.2012 23:09
4 18

Endlich wird es mal ausgesprochen!

Danke sehr Frau Schmidt-Vierthaler für diesen Beitrag! Die Darstellung zeigt, wie veraltet dieses Schulsystem eigentlich ist (und wie veraltet die Denkweise der Entscheider, die es nicht ändern wollen, um es an die neue Zeit anzupassen). Die heutige Schule kann man mit dem TV vergleichen, während das Internet aber schon längst die Methode zum selbstgesteuerten Wissensdurst-Löschen hervorgebracht hat.

Danke!

Antworten Gast: USer
21.02.2012 12:23
0 0

Re: Endlich wird es mal ausgesprochen!

Leider ist nirgends festgehalten ob es den Wissensdurst (über die Frage Wieviele Tore hat Rapid im Jahre 1999 geschossen bzw bekommen und in welchem Spiel zu welchem Zeitpunkt hinausgehend) so besonders gross ist.
Man sieht die lieben Kinderlein zwar ständig am Computer (Quatschen) (Spiele spielen) etc. aber ob ein sinnvoller "Wissensdurst" sie am Bücherlesen und Aufgaben machen hindert ???

Antworten Kritias
20.02.2012 13:29
0 0

Re: Endlich wird es mal ausgesprochen!

Wie jedes Durstlöschen - wenn ich nicht weiß, welche Flüssigkeit giftig ist, werde ich Probleme kriegen.

mako
19.02.2012 22:46
11 1

Laut unserer Volksschullehrerin..

ist das mit den Veränderungen etwas anders.

Sie klagt, daß es laufend nicht durchdachte Schnellschüsse gibt, die flott umgesetzt werden sollen.

ZB sollen jetzt 8-jährige kurze Texte zusammenfassen können.
Kurze Erinnerung an meine Schulzeit: ich habe mir in der 3. Gymnasium damit schwergetan.
Und wie können die Volksschüler das?

Sie meint: eine Katastrophe, aber das Ministerium verlangt das. Wegen Pisa!

Antworten Gast: luthere
20.02.2012 11:31
2 3

Re: Laut unserer Volksschullehrerin..

einen text zusammenzufassen sollte für jeden, der lesen und schreiben kann, kein problem sein.
Etwas zu lesen und es dann aus dem Gedächnis niederschreiben ist etwas, was man schon in der volksschule können muss.

Dass Sie sich in der 3. Klasse des Gymnasiums (!) damit schwergetan haben, gibt mir ernsthaft zu bedenken.

 
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