Hirnforscher fordert Umdenken bei Lehrern

19.04.2012 | 09:58 |   (DiePresse.com)

Als Lehrer geeignet seien nicht die, die Kindern "nur was beibringen wollen", sagt Neurobiologe Gerald Hüther. Er entwickelt den Masterlehrgang "Potenzialentfaltungscoach".

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"Wir haben uns geirrt", sagt der deutsche Neurobiologe Gerald Hüther. Nicht Gene entscheiden bei Kindern über Intelligenz, Dummheit oder Faulheit - sondern welche Möglichkeiten aus dem "riesigen Überschuss an Vernetzungsoptionen im Gehirn" durch Erwachsene bedient werden. "Jedes Kind ist im Grunde genommen hochbegabt", sagt der Hirnforscher von der Uni Göttingen, "jedes auf seine Weise talentiert. Und die einzigen, die blöd sind, sind wir (die Erwachsenen, Anm.)." Damit Lehrer von Wissensvermittlern zu "Schatzsuchern" werden, lanciert Hüther in Deutschland nun den Masterlehrgang "Potenzialentfaltungscoach", den er auch Pädagogischen Hochschulen (PH) in Österreich anbieten will.

Hüther will die modernen Erkenntnisse der Hirnforschung in die Bildungssysteme hineintragen, "damit sich dort jene Veränderungen umsetzen lassen, die eigentlich notwendig sind, damit unsere heranwachsende Generation die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistern kann". In der Pädagogen-Ausbildung seien diese Erkenntnisse noch nicht angekommen. "Der Lehrer sieht sich nach wie vor wie im vorigen Jahrhundert als Wissensvermittler - das ist das Bild, das an Pädagogischen Hochschulen propagiert wird", so Hüther. "Es braucht eine andere Einstellung der Lehrer zu sich selbst, zu ihrer Rolle, den Schülern und Eltern." Zu Lehrern würden sich jene eignen, "die gerne Kinder inspirieren und ermutigen und nicht die, die ihnen nur was beibringen wollen".

Schwerpunkt in Österreich bei Ausbildung

In Österreich wird bei der geplanten neuen Lehrerausbildung daher ein "Schwerpunkt auf Lernen und Hirnforschung" gelegt, wie Andreas Schnider, Leiter des Entwicklungsrats für die neue Lehrer-Ausbildung, betont. "Wir führen derzeit unterschiedlichste Gespräche mit Persönlichkeiten, die wir uns mit an Bord vorstellen könnten", so Schnider. Hüther ist einer dieser Wissenschafter, deren Expertise u.a. zur Entwicklung möglicher neuer Weiterbildungsangebote an PH herangezogen wird. Ob beim geplanten offiziellen Start des Masterlehrgangs "Potenzialentfaltungscoach" 2013 in Deutschland auch österreichische Hochschulen mitmachen, könne man noch nicht sagen. "In diesem Stadium sind wir noch nicht", so Schnider, "das kann sich alles in unterschiedlicher Art und Weise entwickeln."

Hüther fordert jedenfalls ein generelles Umdenken. Jedes Kind werde mit denselben Begabungen wie Neugier, Offenheit, Gestaltungslust, Empathie- und Begeisterungsfähigkeit und zusätzlichen individuellen Talenten geboren. Nur unter den richtigen Voraussetzungen können sich diese auch entfalten. "Im Hirn entstehen nur dann stabile Netzwerke und formen sich zeitlebens heraus, wenn die emotionalen Zentren mit aktiviert werden", so Hüther. "Das heißt: Es muss unter die Haut gehen, sonst passiert nichts im Hirn." Eben weil sich kleine Kinder an vielem begeistern, lernen sie viel. Und es müsse nicht Naturgesetz sein, dass "Kinder innerhalb der ersten paar Grundschuljahre all das verlieren, was sie da an Schatz mit auf die Welt gebracht haben".

Lehrer als Schatzsucher

Die Voraussetzungen, die ein Lehrer mitbringen muss, "bestehen darin, dass er eine Art Schatzsucher ist, der mit dem Schüler auf Augenhöhe in Kontakt tritt und versucht herauszufinden, was der braucht und kann, und wo das Herz bei dem höherschlägt", so Hüther. Aufnahmetests für angehende Lehrer hält er nicht für sinnvoll, denn "das, worauf es ankommt, ist nicht zu messen". Stattdessen forderte er für Lehrer ein "Probejahr" etwa als Hilfskraft an einer Schule noch vor der Ausbildung, ähnlich dem "sozialen Jahr" in Deutschland.

Dabei kristallisiere sich schnell heraus, ob eine Person dem gewachsen ist. Denn neben der Qualifikation, Kinder für Dinge zu begeistern, die ihnen bisher bedeutungslos erschienen sind, müssten Lehrer auch "einen zusammengewürfelten Haufen zu einem leistungsorientierten Team umformen können". "Niemand kann alleine über sich hinauswachsen, man braucht dazu immer die anderen", so Hüther. "Das Hirn ist viel stärker durch soziale Erfahrungen geprägt und geformt als wir das bisher für möglich gehalten haben." Im Idealfall hat man dann "eine ganze Klasse, die etwa herausfinden will, warum Shakespeare 'Macbeth' geschrieben hat". Wissen, das sich Kinder gegenseitig aneignen, "wird auch nicht mehr vergessen".

(APA)

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54 Kommentare
 
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Gast: Komm grad zufällig hier vorbei
29.04.2012 17:40
0 0

Die Vorstellung

daß Kinder die Schule und Lehrer brauchen, damit sie etwas lernen, ist doch sowieso Quatsch. Im Gegenteil: die meisten werden durch die Schule vom effektiven begeisterten Lernen abgehalten.

Gast: Robert Aust
23.04.2012 23:33
1 0

Äußerst Fragwürdig und Bedenklich

Liebe LeserInnengemeinde,

ich bitte im Sinne der Debatte mal folgende Seite und insebondere die Quellenverweise zu konsultieren:

http://esowatch.com/ge/index.php?title=Gerald_H%C3%BCther

Die Seriösität von Herrn Hüther ist doch 1. Fraglich, 2. seine Aussagen in keinster Weise wissenschaflich fundiert, 3. schlichtweg falsch und 4) seine Motive ganz anderer Natur zu sein scheinen, als dem LA-Studium neue Impulse zu geben.
Einigen Vorrednern kann ich nur Recht geben, dass 1. Die Forderung nicht neu ist, 2. diese Ziele/Aspekte im Lehramtsstudium von Seiten der Sozialwissenschaften und Pädagogik/Pädagogischen Psychologie seit einer ganzen Weile psotuliert und gelehrt werden (vgl. u.a. Hurrelmann) und 3. es nicht bei Forderungen bleiben sollte sondern Lösungsmöglichkeiten präsentiert werden sollten. Und bitte jetzt nicht der Vorschlag eines Entfaltungs???coaches.
Des weiteren ist die Position mehr als fraglich, die Verantwortung beim Scheitern der Entwicklung den LehrerInnen anzulasten.
Im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung im Sozialwissenschaftlichen Sinne sind in erster Instanz Eltern/Familie/Freunde/Verwandte, in zweiter u.a. Kindergarten/Schule und in dritter u.a. Medien/Peers/Freizeitorganisationen für die Pers.entw. zuständig. Die Faktoren dafür nur auf die LehrerInnen zu reduzieren ist kurzsichtig und falsch und difamierend.
Mit freundlichen Grüßen

Robert Aust

So ein Quatsch

das Bildungssystem sowohl in Deutschland als auch in Österreich fährt unterschiedlich/ aber abenteuerlich rasch an die Wand. In zehn Jahren befinden sich all diese Experten mundtot auf der Decke, sie werden diesen Quatsch nicht überleben, weil die Asiaten übernommen haben,....

Gast: Gast yxyx
22.04.2012 12:54
2 0

Umdenken bei Lehrern

Na klar! Nach dem "Schulexperten" Salcher kommt jetzt ein Hirnforscher daher, der genau weiß, was viele Eltern hören wollen - alle Kinder sind begabt! Und wenn aus dem kleinen Genie dann doch nicht wird, wer ist schuld - selbstverständlich die Lehrer! Gemeinsam ist allen nur, dass sie niemals auch nur eine Minute selbst unterrichtet haben.
Einen solchen Schmarrn habe ich schon lange nicht gelesen.

Re: Umdenken bei Lehrern

Nein, es geht um das System, nicht primär um die Lehrer. Die Lehrerinnen kommen mir immer so vor als ob sie vor lauter Angst vor der Autorität oder durch ihre Gefallsucht permanent versuchen den Oberen zu gefallen. Und genau aus dieser Sicht unterstelle ich dann den Lehrern mehr einem System zu dienen als den Kindern. Und das ist fatal!
Lehrer und Lehrerinnen gehören auch nicht beurteilt wie das so viele fordern, weil ihnen dass ihre Flexiblität an Gestaltungsmöglichkeiten nimmt.
Es wird ja noch sein dürfen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse eingebracht werden dürfen.
Und je nachdem welcher Philosophie man folgt wird das zuständige Ministerium dafür sorgen und Bedinungen schaffen damit dieser ausgewählten Philosophie folgend entsprechende Impulse gesetzt werden können.
Und insofern ist das eine Anfrage an das Bildungsministerium.

Gast: Edeltraud
21.04.2012 10:00
0 0

Rauchverbot in den Schulen

Fängts schon vor der Schule an. Mistschaufelweise die Zigaretten vorm Eingang in der Schule vor der Tankstelle. im 22. Danach besuchte ich dort notgedrungen das WC. Von Hygiene keine Spur. Da beginnst. Da muss doch Lehrer und Schüler der ganze Tag grausen.

Antworten Gast: WZwode
21.04.2012 12:43
0 0

Re: sollte ja überall in den Schulen Rauchverbot sein

auch in den nicht mehr Schulpfichtigen Schulen. Was wollen`s wenn DirektorIn udn LehrerIn selber Rauchen. Wie sollen ein Rauchverbot SchülerIn dann verstehen? In den meisten Schulen dürfen diese Vielleicht nicht im Schulgebäude Rauchen. Macht das wirklich ein Bild vorm Schulgebäude in jeder Freien Minute die Raucher. Wenn man in so eine Schule geht. Stinkt man von den Rauch nur im vorbeigehen. Ich würde als Gemeinde, die den dreck ja wegräumen muss. für jede Zigarette die auf den Gehsteig geworfen wird mindesetns 25,- €uro verlangen. Wenns die nicht erwischen dann zahlt der SchuldirektorIn. Die Jugend ruinart man mit dem,´das mans Ihnen erlaubt, wenns selbst nicht so gescheid sind. Zum Rauchen aufhören. Es gibt Eltern die Rauchen nicht`s. Da haben die Kinder in der Schule das Rauchen gelernt. Das darf nicht vorkommen. Jeder Raucher muss um 10% mehr Krankenkassen abgaben pro monat bezahlen. Den der ruiniert sich nicht nur selber. Die andern die mitrauchen auch. Rauchverbot in Öffentlichen Gebäuden. Auch bei Autobus, Straßenbahn Stationen, Schulen Bundesgebäuden. Sowas ist unverantwortlich. Dagegen nichts unternehmen.

Jedes Kind ist im Grunde genommen hochbegabt",

Na, endlich! Herzliche Gratulation Herr Neurobiologe.
Nur eines: Ich bin keine Wissenschaftlerin doch dass jedes Kind hochbegabt ist, dass sagt uns auch der menschliche Verstand sagen. Dass Lehrkräfte, die Vernetzungsoptionen nicht bedienen können kann ich mir gut vorstellen, weil die meisten der PädagogInnen das Gängige , das erwartet wird machen ohne selbst darüber nachzudenken, wie man bei einem Schüler/einer Schülerin die Hochbegabung fördern kann.

Gast: Bedenker
20.04.2012 21:10
0 0

Zu spät

Geht das Kind einmal in die Schule, ist es fast schon zu spät.

Die Kindergartenzeit hätte das größere Potential.
Aber Kindergärtner und Kindergärtnerinnen fristen ein "Leben" am Rande des Bildungsspektrums.

Lehrer mit der höchsten Qualifikation greifen in den Bildungsprozess erst ein, wenn der "Überschuss an Vernetzungsoptionen" schon Geschichte ist.

Gast: luettdeern
20.04.2012 20:40
0 0

Wovon reden wir????

Das Lehrerbild in der deutschen Öffentlichkeit ist, wie man hier sieht, katastrohal. Jeder, den es betrifft, ist es müde für seinen "Halbtagsjob" belächelt zu werden. Jeder, der Lehrer kennt, weiß wie viel die Allermeisten arbeiten, mit welchen Belastungen der beruf verbunden ist. Es sind nicht die meisten Lehrer, die sich gegen Forderungen wie die von Hüther richten (der wird übrigens allen Referndaren zum Lesen gegeben und mit seinen Thesen wird intensiv gearbeitet), sondern die ergeizigen Eltern potenzieller Gymnasiasten, die nicht wollen, dass ihre Kinder länger als 4 Jahre mit dem gemeinen Pöbel in die Schule gehen. Jeder bisherige Versuch längeres gemeinsames Lernen in heterogenen Lerngruppen durchzusetzen scheiterte an diesen Eltern (es gibt glücklicherweise auch andere). Sie wollen den Vergleich, so lange ihr Kind an der Spitze steht. Wenn nicht ist halt die Schule schuld und der Lehrer schlecht. Wenn wir allerdings motivierte, gesunde und engagierte Lehrer als Schatzsucher wollen, müssen wir sie erst mal bestärken, anerkennen und verstehen, wie das komplexe Geschäft des Unterrichtens funktioniert. Bin gespannt, wenn sich das was Hüther fordert (z.B. keine Lernsituationen, die mit Angst und Stress verbunden sind, da sie das Lernen behindern), wer als erstes laut dagegen aufbegehrt. Die Mehrheit der Lehrer wünscht sich andere Bedingungen und ist das ewige Selektieren von von staatswegen verordnete Beschämen von Kindern leid!

Die Mehrheit der Lehrer wünscht sich andere Bedingungen und ist das ewige Selektieren von von staatswegen verordnete Beschämen von Kindern leid!

In Wien & Salzburg vielleicht!

In NÖ wird das Beschämen von Kindern durchaus noch praktiziert. Meistens auf eine tendenziöse ethische Verwerflichkeit! Und da wäre dann schon in erster Linie auch das menschliche Handeln des Pädagogen/der Pädagogin anzufragen.

Antworten Antworten Gast: Gast yxyx
22.04.2012 12:56
0 0

Re: Die Mehrheit der Lehrer wünscht sich andere Bedingungen und ist das ewige Selektieren von von staatswegen verordnete Beschämen von Kindern leid!

Was für ein schöner Satz: "Meistens auf eine tendenziöse ethische Verwerflichkeit." - Könnten Sie den einmal erklären?

Re: Re: Die Mehrheit der Lehrer wünscht sich andere Bedingungen und ist das ewige Selektieren von von staatswegen verordnete Beschämen von Kindern leid!

Also viele Lehrerinnen sind davon überzeugt, dass ihr Verhalten, das diese an den Tag legen berechtigt ist, weil es beim Schüler etwas bezwecken könnte. Und dieses Handeln ist verwerflich, also ethisch unvertretbar. Ethik meint hier das "Wie" des Umgangs des Lehrers mit den Kindern.

Ist das jetzt verständlicher?

Gast: heidi43
20.04.2012 14:10
7 0

Masterlehrgang Potenzialentfaltungscoach

Haha, ist das eine Satire?

Gast: NPT
20.04.2012 14:00
3 5

Er...

..sollte vor dem Umdenken erst einmal das Denken bei Lehrern fordern!

Das Denken bei den Lehrerinnen ist erweiterbar.

Doch meistens üben diesen Beruf Kopfmenschen aus, die jedoch zum Denken lt Enneagrammlehre zu faul sind.

Re: Er...

Das mit dem Umdenken stimmt wirklich! Aber gleichermaßen bei Eltern, Managern, Berufszufriedenen, Berufsunzufriedenen, Postern etc..
In Ö. ist Dummheit, Intelligenz, Kompetenz ziemlich gleich verteilt.

Gast: Systemerhalter
20.04.2012 09:21
2 11

Hoffentlich ist der Halbtags-Job der Lehrer nicht in Gefahr!


Gast: Schlumpfine
20.04.2012 08:07
1 11

Da müssten die Lehrer auf einmal gut ausgebildet sein und etwas leisten

Das wird man zu verhindern wissen.

Antworten Gast: PapaSchlumpf
20.04.2012 10:19
7 0

Re: Da müssten die Lehrer auf einmal gut ausgebildet sein und etwas leisten

Liebe Schlumpfine,
ich schließe bei Ihrer Aussage auf ein kurzschluss-Statement, denn es klingt nicht so, als hätten sie Kontakt zu guten Lehrpersonen.
Ich stimme zu, es gibt Lehrpersonen, die sich ihrer Aufgabe nicht bewusst sind, dennoch gibt es sehr viele sehr bemühte Lehrpersonen, die täglich so vieles leisten, um die Kinder zu ihren bestmöglichen Ergebnissen zu führen. Ebenso nehmen diese Lehrpersonen Rücksicht und differenzieren das Lehrangebot für die Kinder, sodass sich jedes Kind entfalten kann!
Also bitte überlegen Sie sich, ob sie ihre unüberlegte Aussage einfach so allgemein an alle Lehrpersonen richten wollen.
Liebe Grüße,
ein Lehrer

Antworten Antworten Gast: Schlumpfine
20.04.2012 18:12
1 3

Re: Re: Da müssten die Lehrer auf einmal gut ausgebildet sein und etwas leisten

Bei den vielen schwarzen Schafen unter den Lehrern werden rein aus statistischer Sicht mit grosser Wahrscheinlichkeit auch weisse dabei sein. Leider haben sich die weissen Schafe bisher gut vor mir versteckt.

Auch im Kindergarten wird viel Potential bei Kindern zerstört!

Diese Hilfslehrerjahr ist eine super Idee! Nur so kann man sich selber klar werden, ob man mit Kindern arbeiten will und sie motivieren kann, die Begabungen, die in jedem Kínd stecken, weiter zu entfalten.
Die jetzigen Schupraktischen Tage sind nicht zielführend, da der Student nicht die Möglichkeit hat, die Schüler vorher besser kennenzulernen und selber mit Ängsten und Unsicherheiten beim Unterrichten unter ständiger Beobachtung vom Betreuungslehrer zu kämpfen hat.
Ein Jahr lang bei einem begabten Pädagogen lernen zu dürfen,zuzuhörern, mitzuhelfen, Ideen einzubringen..... das brächte mehr, als das pseudowissenschaftliche Getue an der PÄDAK!

4 0

Das passt

gut zur Zentralmatura. Lang lebe das Potenzial.

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Irreal

Das heißt die Lehrer sollen bei den über 30 Schülern, die in einer Klasse sitzen, bei jedem individuelle Talente finden und gezielt fördern? Eine Klasse sieht den Lehrer 2-4 Stunden pro Fach (und bevor das Argument kommt, der Lehrer soll öfter in die Klasse - die Schüler sind schon 30 Stunden in der Schule, wenn jeder ihrer 10 Lehrer sie öfter sehen soll, müssen die Kinder dort übernachten).

Hat der "Potenzialentfaltungscoach" auch einen Vorschlag, wie das funktionieren soll?

Antworten Gast: JA - talente erkennen schafft selbstbewusstsein!
20.04.2012 15:28
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Re: Irreal

stimmt - auf basis der momentanen bedingungen "wird's das ned spielen" ... ein einfacher rechenvorgang: weniger lehrerInnen (dafür für flächenfächer wie naturwissenschaft, kunst, sprachen etc) ... und natürlich weg von den starren 50 minuten hin zu einem lehrerInnenteam, das zusammen einen jahrgang betreut - und zu aller erst ausreichend zeit nehmen, um dabei zu helfen, dassALLE ihr potential entfalten können (=entdecken der talente unterstützen - jede/r hat viele!)
JA, so könnte der notwendige(!) paradigmenwechsel gelingen - eine gute idee, das in die ausbildung zu integrieren!
ein lehrer
PS das ist keineswegs "reine romantische sozialträumerei" :) schaun sie mal über den tellerrand nach göttingen zur deutschen (öffentlichen IGS) schule, die 2011 mit dem schulpreis ausgezeichnet wurde - inklusion maximal führt über das positive nutzen von heterogenität zu hervorragenden ergebnissen (=leistungssteigerungen) ALLER - gerade und besonders auch der "leistungsstarken"!!!

Antworten Gast: abc123
20.04.2012 11:06
0 9

Re: Irreal

Yep bei bestehenden Lehrern ist es wohl unmöglich Ihnen eine vollkommen andere Herangehensweise beizubringen, hier bräuchts schon professionelle Hilfe bzw Gehirnwäsche ;-). Vereinfacht gesagt ists wie dreidimensionales Denken und Handeln statt der bisherigen seriellen Eindimensionalität, geht in Richtung Waldorf statt programmierte, hörige Systemidioten zu produzieren, puuh dazu brauchs aber wohl nochmal mindestens 1000 Jahre bis das die Menschheit kapiert hat.......

 
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