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Singstar: Wien bekommt Pop-Akademie

15.05.2012 | 11:00 |  Von Eva Winroither (Die Presse)

Mit Herbst 2012 eröffnet Wiens erste Pop-Akademie. Mit Songschreiben als Unterrichtsfach und manchmal auch Stars als Lehrern.

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[Wien] Es ist der Traum unzähliger Kinder in Österreich: So ein Leben zu führen wie Sängerin Katy Perry, Madonna oder die schwedische Band Roxette. Doch der Traum hat meist ein abruptes Ende. Spätestens dann, wenn die Eltern fragen: Popsänger, aha, wie wird man das überhaupt?

Mit Hilfe einer guten Ausbildung. Zumindest wenn es nach der Stadt Wien geht. Ab Herbst öffnet nämlich die erste Wiener Pop-Akademie ihre Pforten. Zielgruppe sind junge Menschen zwischen zwölf und 18 Jahren, die in der Schule Instrumente wie E-Gitarre, Jazztrompete, aber auch Gesang oder Songschreiben lernen können. „Wir wollen junge Menschen erreichen, die sagen, ich will Profi werden", sagt Hanns Christian Stekel, Direktor der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule der Diakonie und zukünftiger Leiter der Schule. Als zweites Standbein sollen Musiker neben Pop auch an Instrumente der „Weltmusik" (traditionelle außereuropäische Musik) herangeführt werden.

Seminare am Wochenende

Zeit brauchen die angehenden Musiker jedenfalls. Immerhin beinhaltet die „reguläre Ausbildung", wie Stekel sie bezeichnet, pro Woche eine Stunde Instrumentalunterricht sowie diverse Workshops am Wochenende. Das sind auf das Jahr gerechnet drei Stunden die Woche. Kosten: 810 bis 950 Euro.

Dafür sind die angehenden Profi-Musiker bestens betreut. Seminare mit bereits erfolgreichen Musikern sollen die Qualität der Kurse heben, ein hauseigenes Tonstudio steht für Aufnahmen zur Verfügung. Weiters wird noch ein Kompetenzzentrum als Informationsdrehscheibe für Auftritte und Probenräume eingerichtet. Was freilich noch nicht heißt, dass jeder in der neuen Musikschule willkommen ist. „Es muss schon Vorwissen da sein", sagt Stekel. Das heißt, jeder, der sich bewirbt, sollte schon ein Instrument spielen oder singen können und in jedem Fall den Wunsch verspüren, auf einer Bühne zu stehen.
Platz ist derzeit für 120 Schüler. Lauft das Projekt gut, können die Kapazitäten immerhin auf 800 Plätze ausgebaut werden, wie auch der zuständige Stadtrat, Christian Oxonitsch, bestätigt. Finanziert wird die Schule mit 1,2 Millionen Euro bis 2015 von der Stadt Wien. Ist sie doch Teil eines neuen Konzeptes für Musikausbildungsangebote, das die Stadt Wien derzeit plant („Die Presse" berichtete). „Mit der Pop-Akademie wollen wir eine Lücke schließen", sagt Stadrat Oxonitsch, der selbst als Junger von einer Pop-Karriere geträumt hat.

Die Anmeldung per E-Mail läuft bereits. Eine Aufnahmeprüfung wird es nicht geben. „Genau das wollen wir nicht, weil sich junge Menschen, die noch nicht so viel können, dann nicht melden", sagt Stekel. Die Lehrer entscheiden daher, wer aufgenommen wird.
Auch das Wort Kaderschmiede sei im Zusammenhang mit der Akademie daher falsch. Eher wolle man jungen Menschen die Chance geben auszutesten, ob sie im Pop-Business wirklich Fuß fassen wollen. Und wenn nicht? - „Wird niemand rausgeworfen", sagt Stekel.

 

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5 Kommentare
Gast: Wenig Begeisteter
15.05.2012 15:33
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Schaun wir mal

Bleibt zu hoffen, dass die Ausbildung dort ein anderes Niveau bietet als "die" Österreichische Popmusikszene. Wäre es nicht sinnvoller die viel zu kurz gehaltenen Musikschulen (Stichwort: mehr Lehrpersonal und mehr Musikschulplätze) endlich auszubauen - Es gibt ja mehr als genug Popularmusikpädagogen z.B. von der MDW und vom Konservatorium-Wien ("Jazzkons"), die für diesen Bedarf in die Musikschulen integriert werden können...

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Abermals beweist die Stadt Wien,...

..daß sie weder planerische, sowie unternehmerische Kompetenz besitzt und unerhört erfahrungsresistent ist.
Die "Shopping Mall" des Gasometers, in der sich dann auch die Musikschule befinden soll, wird von zwei gemeinnützigen (sic!) Wohnbaugesellschaften mittels der "GSE Gasometer Shopping– und Entertainment Center Vermietungs GmbH" verwaltet. Wie schon der Rechnungshof bestätigt hat sind hierbei bis 2009 die nicht unerhebliche Summe von 20,95 Mio € an Verlusten angefallen; negatives Eigenkapital 16,14Mio €. Gott sei Dank wurde das Unternehmen saniert, und so konnte 2010 nur mehr ein Verlust von 560 000 € ausgewiesen werden.
Naheliegend in so ein nachhaltiges Konzept ruck-zuck 1,2 Mio zu investieren. Die Verwaltungs und Personalstruktur beizubehalten ist natürlich auch vollkommen logisch und nachvollziehbar.

Gast: löwenzahn
14.05.2012 20:33
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Kommunismus?

In Frankreich schickt man schon Zweijährige in die "Ecole maternelle". Kommunismus?
Schulpflicht herrscht nahezu weltweit, zumindest europaweit und hat mit Kommunismus wenig zu tun.
Auch über verschiedene FH - Lehrgänge kann man geteilter Meinung sein, warum soll es nicht auch eine "popakademie" geben, Geschmäcker und Studienwünsche sind ebenso verschieden wie Begabungen.

Gast: 1. Parteiloser
14.05.2012 16:28
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Nur im Kommunismus.....

Nur im Kommunismus dringen die Regierenden tief in das persönliche Leben der Menschen ein.

Nur im Kommunismus verpflichten die Regierenden die Eltern deren Kinder in den Kindergarten zu geben (Ö)

Nur im Kommunismus gibt es Staatsunternehmen, welche den Aufgaben gegenüber der Gesellschaft schlecht nachkommen (sehr viele in Ö, auch die Genossenschaftsbanken)

Nur im Kommunismus gibt es Normschulen für alle Bürger, welche auch verpflichtend besucht werden müssen (NMS)

Nur im Kommunismus verfügt der Staat über die wirtschaftliche Leistung der einzelnen Menschen mit über 40% an Abgaben. (Ö)

Nur im Kommunismus werden kaputte Minibanken mit den Zwangsabgaben der Bürger am Leben erhalten und können weiteren Schaden anrichten Kommunalkredit (HGAA, Hypo Tirol)

Nur im Kommunismus definieren die Politiker die ethischen Grundlangen für die anderen Menschen (Spindi heute)

Nur im Kommunismus verwenden die Politiker die Zwangsabgaben um private Interessen weniger Mitmenschen (aktuelles Beispiel) und vor allem der eigenen Interessen (überall in Ö) zu finanzieren.

Nur im Kommunismus wird automatisch abgewirtschaftet, weil Planwirtschaften immer Mangelwirtschaften sind. Riesige geschützte Bereiche, Förderwahnsinn und Frühpensionswahnsinn erbringen einfach keine Leistungen zur Versorgung der Gesellschaft (ganze EU)

Sicher ist aber, dass der Kommunismus, auch der Europäische Kommunismus, niemals finanzierbar sein wird, auch wenn es lange zum Ende dauert.

Antworten Gast: leherer
14.05.2012 20:35
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Re: Nur im Kommunismus.....

Thema verfehlt, schwaches politisches und geschichtliches hintergrundwissen, setzen 5

Schlagzeilen Bildung