25.05.2013 09:18 Merkliste 0

Alle Lehrer sollen 24 Stunden unterrichten

24.05.2012 | 09:31 |   (DiePresse.com)

Es gibt Details zur Reform des Lehrerdienstrechts: Alle neuen Lehrer sollen gleich lang in der Klasse stehen und 2420 Euro verdienen. Außerdem bekommen alle den Titel "Professor".

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Die Reform des Dienstrechts soll Schluss machen mit den unterschiedlichen Spielregeln, die seit 1948 für Landeslehrer (Volks-, Haupt, Sonder-, Berufs- und Polytechnische Schule) und Bundeslehrer (AHS; berufsbildende mittlere und höhere Schulen, BMHS) gelten: So sieht das Papier für alle Junglehrer, die 2013/14 zu arbeiten beginnen, u.a. die gleiche Wochenunterrichtszeit von 24 Stunden, dasselbe Basisgehalt von 2420 Euro und dieselbe Fortbildungspflicht von 15 Stunden pro Jahr außerhalb der Unterrichtszeit vor. Und auch den Titel sollen die Lehrer sich teilen: Künftig werden alle die Verwendungsbezeichnung "Professor" führen, was bisher Bundeslehrern vorbehalten war. Die von der Regierung vorgeschlagenen Änderungen in Kürze:

PRAGMATISIERUNG
: Wie von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) angekündigt ist keine Möglichkeit zur Pragmatisierung vorgesehen, in dem Papier ist nur von Vertragsbediensteten die Rede. Die Pragmatisierung wird bei den Bundeslehrern schon seit 2003 ausgesetzt und auch nur noch bei Teilen der Landeslehrer durchgeführt.

ARBEITSZEIT: Lehrer müssen verpflichtend 24 Stunden pro Woche unterrichten, wobei darunter auch Lernzeiten bei der Tagesbetreuung fallen. Derzeit gilt für Pflichtschullehrer eine Unterrichtsverpflichtung von 20 bis 22 Wochenstunden, für Lehrer an Bundesschulen sind es 20. "Aus wichtigen Gründen" kann die Unterrichtszeit künftig auf bis zu 28 Stunden angehoben werden. Darüber hinaus gibt es für jede Unterrichtsstunde 1,3 Prozent des Gehalts zusätzlich. Neben diesen "pädagogischen Kernaufgaben" gehören zu den Dienstpflichten auch die Vertretung anderer Lehrer, Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie Korrekturen schriftlicher Arbeiten und "standortbezogene Tätigkeiten" (Elterngespräche, Schul- und Qualitätsentwicklung, Projekte, Teilnahme an Konferenzen, Teambesprechungen und schulinterner Fortbildung). Welches Ausmaß diese Tätigkeiten abseits des Unterrichts haben, wird in den Gesetzesentwürfen nicht näher definiert. Lediglich die Zahl der Supplierstunden ist mit 24 pro Jahr vorgegeben, jede zusätzliche Stunde bringt 33,4 Euro.

GEHALT: Es soll 2420 Euro brutto als Einstiegs-Grundgehalt für alle Lehrer geben, unabhängig von Schultyp oder Fach. Die bisher steile Gehaltskurve soll deutlich abgeflacht werden, das Lebens-Einkommen dabei aber gleichbleiben. Die bisher 17 bis 18 Gehaltssprünge alle zwei Jahre werden durch sieben Gehaltsstufen ersetzt. Die erste Vorrückung gibt es erst nach 13 Jahren, Gehaltsstufe 2 liegt bei 2760 Euro, nach 17 Arbeitsjahren sind es 3100 Euro, nach 22 Jahren 3440 Euro, nach 27 Jahren 3780 Euro, nach 33 Jahren 4120 Euro und in der letzten Gehaltsstufe nach 39 Jahren 4330 Euro. Für Pflichtschullehrer bedeutet das neue Anfangsgehalt ein Plus von 400 bis 500 Euro, für Bundesschullehrer von 200 Euro. Das Endgehalt bringt ein Minus von 170 Euro für Pflichtschul- und minus 810 Euro für Bundesschullehrer. Allerdings kommen nach dem neuen Schema unterschiedliche Zulagen nach Fächern, Schulstufe und Zusatzaufgaben hinzu. Ein direkter Vergleich ist deshalb nicht möglich.

BERUFSEINSTIEG: Junglehrer starten nicht bereits in der Entlohnungsstufe I, sie müssen künftig eine sogenannte Induktionsphase durchlaufen. In dieser sollen sie bei einer Lehrverpflichtung von 22 Stunden plus verpflichtender Weiterbildung an Pädagogischen Hochschulen (PH) 1.960 Euro verdienen - und zwar unabhängig von Schulstufe und Fach. Für Bundeslehrer dauert diese Phase wie das bisherige Unterrichtspraktikum ein Jahr, für Landeslehrer, die bisher überhaupt keine Induktionsphase kannten, zwei Jahre.

ZULAGEN: Je nach unterrichtetem Fach bekommen Lehrer Zulagen, die sich nach den bisher für Bundeslehrer geltenden Lehrverpflichtungsgruppen richten: In der Sekundarstufe I (AHS-Unterstufe, Hauptschule) bekommen Lehrer etwa für Deutsch und Fremdsprachen, Mathematik, darstellende Geometrie, Informatik und EDV 24 Euro pro Wochenstunde zusätzlich. Damit werden die an der Uni ausgebildeten AHS-Lehrer für den Unterricht in Unterstufenklassen künftig gleich viel verdienen wie die derzeit an den PH kürzer ausgebildeten Lehrer der Sekundarstufe I. Mit der geplanten Reform der Lehrerausbildung sollen sie ja künftig gemeinsam auf den Beruf vorbereitet werden. In der Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe, BMHS) liegt die Zulage für die genannte Fächergruppe bei 36 Euro. Zwölf Euro zusätzlich sollen Lehrer bekommen, die in der Oberstufe Geografie, Geschichte, Psychologie oder ähnliche Fächer unterrichten. Extra Geld gibt es auch für "Spezialfunktionen": So bekommen Mentoren, die Junglehrer in der Induktionsphase betreuen, 90 Euro für ihre Betreuungsaufgabe, bei zwei Schützlingen sind es 120 Euro, bei drei 150 Euro. Für Bildungs- und Schülerberatung oder Berufsorientierung gibt es eine Zulage von 150 Euro, dasselbe gilt für Sonderpädagogik.

FORTBILDUNG:
Alle Lehrer müssen künftig verpflichtend Fortbildungen im Ausmaß von 15 Stunden pro Jahr besuchen - und zwar außerhalb der Unterrichtszeit, wie präzisiert wird. "Nur bei Vorliegen eines wichtigen dienstlichen Interesses" darf deshalb der Unterricht ausfallen. Im Schuljahr 2010/11 sind 95 Prozent aller 384.000 Kursanmeldungen auf die Unterrichtszeit entfallen. Pflichtschullehrer hatten schon bisher eine Fortbildungspflicht von 15 Stunden pro Jahr, bei Bundeslehrern ist Fortbildung derzeit eine nicht quantifizierte Dienstpflicht.

MENTOREN: Lehrer, die Berufseinsteiger in der Induktionsphase betreuen wollen, müssen mindestens fünfjährige Berufserfahrung mitbringen sowie einen Hochschullehrgang von 60 ECTS absolvieren, jede Person darf maximal bis zu drei Junglehrer betreuen. Bis 2019/20 reicht allerdings auch ein 30 ECTS umfassender Lehrgang bzw. die bisherige Erfahrung als Betreuungslehrer für Unterrichtspraktika.

SCHULLEITER: Schulleiter werden nach dem Entwurf auf fünf Jahre befristet bestellt, bei "Nichtbewährung" können sie vorzeitig abberufen werden. Vom Unterricht sind Direktoren gänzlich freigestellt, derzeit ist das erst ab einer Schul-Mindestgröße von 40 Klassen der Fall. Für den Posten gibt es je nach Schulgröße eine Zulage von 450 bis 1.300 Euro in den ersten fünf Jahren, danach sind es 550 bis 1.500 Euro.

MITTLERES MANAGEMENT: Im Dienstrecht ist auch das von Schmied angekündigte Mittlere Management für größere Schulen vorgesehen. Lehrer in dieser Funktion müssen 50 bzw. 75 Prozent weniger unterrichten und bekommen eine Zulage von 300 bzw. 450 Euro pro Monat.

(APA)

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147 Kommentare
 
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Themenverfehlung


Es sollten folgende Dinge ausverhandelt werden:
1. Welche Leistungen erwartet sich der Staat bei künftigen Aufgaben und Dienstnehmern?
2. Wie viel ist er bereit, dafür zu bezahlen?

Stattdessen:
1. "Ihr arbeitet zu wenig." (Lüge)
2. "Ihr verdient jetzt zu viel für das Wenige, das ihr arbeitet". (Unverschämtheit)

Diese Themenverfehlung schadet
1. dem Ansehen eines Berufsstandes
2. dem Erfolg der Schule
3. den Kindern

Diese Themenverfehlung macht eine einmalige Chance zunichte.

Schlechter Kommentar ...


In einer Qualitätszeitung sollte man 4 Dinge voneinander unterscheiden können:

1. Ideen einzelner
2. Verhandlungspostionen
3. Verhandlungsergebnisse
4. Schritte zur Umsetzung des Vereinbarten.

6 0

Sparpaket auf Kosten der Lehrer

Diese geplanten Dienstrechtsänderungen sind ein Sparpaket, das allein auf den Rücken der Ausführenden des Schulsystems lastet. Die "Tintenburgen" mit den unzähligen Verwaltern der Arbeitenden, die Bezirksschulräte, die unzähligen "Gurus" und Berater, die mit enormen Kosten durch die Lande ziehen und schließlich der Wasserkopf Ministerium und Bifie bleiben vollkommen ungeschoren- im Gegenteil es wird noch eine mittlere Managementebene mit satten Zulagen eingezogen. Und wie geht es den Lehrern dabei?? Die Luft geht ihnen schön langsam aus, ob dieser offensichtlichen Missachtung der Menschenrechte einer Berufsgruppe.

Gast: Ludmilla
25.05.2012 19:37
0 3

Das Angebot ist doch Super

wenns so kommt wies da oben steht.
Schulleiter für 5 Jahre ohne Parteiwirtschaft ist bestens in Ordnung.

Beim Staat bin ich der Meinung. Soll man Nirgens einen Fixen Chefposten vergeben. Keinen Direktor, keinen Abteilungsleiter egal was immer auch noch gibt.

Total Fair die Lösung wie oben aufgelistet. Jedenfalls für Schulen!

Gast: spark
25.05.2012 13:14
7 0

wieviel fortbildung

hat etwa die ministerin seit beendigung ihres studiums.

Gast: Luzififfa
25.05.2012 12:26
0 11

Mensch sind die Lehrer empfindlich, dabei gehts nur um gerechtigkeit

Alles was Frau Schmied will ist.....

Endlich Anpasung der Arbeitszeit, wie andere Berufe. Gradlinige Bezahlung. Nicht das ein Lehrer ein anderes Amt mitmachen soll, wie Netzbetreuung. dafür halt weiter Stunden als Unterrichtstunden erhält.

Nicht das Lehrer in der Schulzeit wenn unsere Kinder was lernen wollen. Grad da auf Seminar sind.

Das kann man nur bei Junglehrer ändern.
Jemand der 5 Jahre vor der Pension ist. Das wäre nicht in Ordnung.

Wenn Lehrer Ihren Beruf Lieben, dann nehmen sie bitte auch zur kenntniss ohne mekern, daß Sie die paar Stunden mehr pro Woche Arbeiten und das endlich die Seminare in den Ferien erledigen.

Dann brauchen sich Lehrer nicht wundern wie man sagt: Lehrer wollen nur den Beruf wegen der vielen Ferien. Der Staat ist der Chef als Firma und der bestimmt. Ist ja auch unser Steuergeld.

Ín der Privaten Witschaft ist es auch so. wenn die Firma was ändert, und es passt mir nicht. Dann habe nur zwei Möglichkeiten. Ich geh oder ich bin damit einverstanden.

Aber da brauch ich nicht solche Aufstände machen. Es dürfte unsere Politik keine anderen Probleme haben.
Diese Thema ist wirklich nicht mehr zum anhören und zum lesen.

Re: Mensch sind die Lehrer empfindlich, dabei gehts nur um gerechtigkeit


Vorschlag: selber nachdenken, statt Vorurteile und blödsinniges Stammtisch-Loser-Geschwätz zu beachten.

Re: Mensch sind die Lehrer empfindlich, dabei gehts nur um gerechtigkeit

wie viele lehrer haben sie dazu befragt, wenn sie genau wissen, was sie denken und wie sie arbeiten?
gegen fortbildung in den sommer- oder winterferien hätten die wenigsten was, weil sie dann in den stressigen zeiten (SA und matura) etwas mehr durchpusten könnten. sie fordern gerechtigkeit in der arbeitszeit? sie wissen nicht einmal wie viel ein (motivierter) lehrer wirklich arbeitet.

bei genauer betrachtung...

ist das neue dienstrecht eine so einschneidende und einseitige verschlechterung, dass wir sie nicht hinnehmen dürfen, aus solidarität mit den jungen kollegen.
die angedachte arbeitsbelastung ist zumindest zu beginn einer lehrerkarriere zu hoch und deswegen nicht seriös.
außerdem ist die "gehaltserhöhung" in bezug auf die erhöhung der arbeitsbelastung nicht einmal ein witz.
widerstand!

Antworten Gast: Pedro
25.05.2012 11:29
13 0

Re: bei genauer betrachtung...

Es gibt KEINE Lohnerhöhung.

Ein Bsp: Ein Rechnungswesen Lehrer in der HAK hat derzeit eine Lehrverpflichtung von 17h. In Zukunft 24-28 (und selbstverständlich wird JEDER Lehrer die 28 arbeiten müssen). Das heißt ein Rechnungswesenlehrer arbeitet in Zukunft ca. 1/3 mehr. Dadurch werden ein Drittel der Lehrerposten gestrichen!!! Diese 24h entsprechen 28 Werteinheiten eines alten Lehrers nach heutigem Dienstrecht. Arbeitet dieser Lehrer nach heutigem Dienstrecht diese 24h dann erhält er um mehr als eine halbe Million € mehr Lohn als der Lehrer dann nach neuem Dienstrecht bekommt. Und da reden wir noch gar nicht von den dadurch erfolgenden Pensionskürzungen, schließlich zählen die Zulagen nicht für die Pension.

Geplant ist also:
Mehrarbeit von 1/3
Streichung von 1/3 der Dienststellen
LohnKÜRZUNG um ca. 500.000€ in der aktiven Zeit plus noch einmal ca. 250.000€ in der Pensionszeit.

Wenn das auch nur Ansatzweise durchgeht, kann die Gewerkschaft zusperren. Dann braucht die kein Mensch mehr. Tja und Österreich wird keine Lehrer mehr haben. Die werden dann nach Deutschland bzw. in die Schweiz abwandern.

"Professor"

wichtig ist auf jeden Fall der Titel Professor

Re: "Professor"

blödsinn, in lehrerkreisen interessiert der grad oder der titel niemanden!

Ich bin ja kein "Experte", aber

sollte man nicht zuerst die Ausbildung der Lehrer vereinheitlichen und danach die Funktionsbezeichnung und das Gehalt angleichen? im Bauwesen beginnt man üblicherweise auch mit dem Fundament, und nicht mit dem Dachstuhl.

Gast: Berufsberater56
25.05.2012 06:58
13 0

Nicht Lehramt studieren

Ich rate allen Jungen Menschen ab, unter diesen Umständen Lehramt zu studieren. Ihr habt keine Ahnung, was es bedeutet, 24 - 28 Stunden in der Klasse zu unterrichten. Ich glaube, die Frau Minister soll sich einmal 28 Stunden in eine Migrantenhauptschulklasse hineinstellen UND UNTERRICHTEN. Dann hätte sie vielleicht eine Ahnung, was das neue Dienstrecht eine Verschlechterung ist. Außerdem 2400 Euro brutto sind ca. 1600 Euro netto. Ihr habt dieses Gehalt dann 13 Jahre lang. Da werden euch die Vorarbeiter und Filialleiter von Bilka, Hofer, Lidl usw. überholen. Der einzige Unterschied: Die brauchen kein teures Studium finanzieren.

Antworten Gast: Pedro
25.05.2012 11:33
12 0

Re: Nicht Lehramt studieren

Ich habe neben dem Studium mal länger als Staplerfahrer gearbeitet. Ausbildung 2 Tage. Und bekommen habe ich dafür 1560€ netto.

Also wie die glauben, dass sie um das Geld einen Lehrer bekommen, noch dazu wo die Nachbarländer derzeit beim Einstieg ca. 2400€ netto bezahlen ist mir schleierhaft.

Es ist nicht so schlimm. ..

... Fr. Schmidt senkt ja auch das Niveau. Deshalb können dann auch ungelernte Kräfte unterrichten.

11 0

schlimm

wer geglaubt hat das frau gehrer schlimm war wird nun eines besseren belehrt. frau schmied wird dem ganzen bildungssystem einen stempel aufdrücken wo einem nur schlecht werden kann!

Re: schlimm

Wieviele Stunden pro Woche arbeitet eigentlich die die Frau Unterrichtsministerin?

Das stundelange Schminken in der Dienstzeit darf aber für sie nicht als Arbeit für den Staat berechnet werden,denn das ist Privatsache!

dzt werden die ph´s von lehramtskandidaten

regelrecht geflutet!

wenn die aber merken, was da auf sie zukommt, wird es sehr bald kaum mehr interessenten für diesen beruf geben.

mir fällt da nur ein begriff ein, frau schmied: AUSBEUTUNG!

Gast: dirge
24.05.2012 20:50
4 0

viele lehrer und -innen

mit noch ein paar jahren bis zur pension haben jetzt schon verminderte lehrverpflichtungen, weil sie die 21 wochenstunden nicht mehr schaffen.
wäre ich ledig, hätte ich den lehrerjob schon längst an den nagel gehängt. auch ein nachteil, sich zu verheiraten. was man in jungen jahren alles nicht bedenkt.

13 1

"Minusspiel"

Das neue Dienstrecht wird, wenn nicht noch ein Wunder passiert, ein totales Minusspiel für die Jungen.
- Die "flache" Lebensverdienstsumme wird gekürzt
- Die 4 bis 8 Stunden Lehrpflichterhöhung erfolgt ohne Abgeltung (Die Bruttoerhöhung dient ja nur der Abflachung) Welche andere Gruppe möchte 8 Stunden mehr ohne Lohn arbeiten?
- Die Zulagen für gewisse Tätigkeiten werden nur für 10 Monate bezahlt
- Die Zahl der Gratissupplierstunden wird erhöht
- Die Zeit in der Schule wird mehr, da Nachmittagsbetreuung nur halb so viel "wert" ist (Minus an Freizeit)
- Der Kraftaufwand ist bei "Minuslohn mit heutigen Schülern doppelt so hoch (Doppelminus)

Diese Herrschaften in den Tintenburgen haben damit kalkuliert, dass die Jungen noch nicht so genau wissen, was es heißt, 4-8 Stunden unter den heutigen Bedingungen mehr zu unterrichten. Sie werden es aber spätestens nach ein bis zwei Jahren ganz deutlich merken- GESUNDHEIT!!!

Re: "Minusspiel"


Dazu kommt, dass man im bmukk allen Ernstes glaubt, dass Lehrer so deppert sind, dass sie ein Minus mit einem Plus verwechseln.

Antworten Gast: Pedro
25.05.2012 00:11
4 0

Re: "Minusspiel"

Nicht zu vergessen dass dadurch ca. 1/4 bis 1/3 der Planstellen gestrichen wird!

Achja das geplante Minus macht bei BMHS Lehrer immerhin mehr als eine halbe Million Euro aus!

eines ist klar:

die politik muss auf den mangelnden lehrernachwuchs, vor allem in den naturwissenschaften, reagieren.
das will frau schmied mit dieser reform.
das ist positiv.
das negative daran ist die zu geringe bezahlung; roger hat das weiter unten schon sehr gut dargelegt.
die volle lehrverpflichtung von 24 gehaltenen stunden ist nach meiner erfahrung nur dann seriös zu bewerkstelligen, wenn gleichzeitig administrative arbeiten wegfallen.

irgendwoher

muss ja das geld für die verspekulierten bankenmilliarden und das projekt europa kommen.

Antworten Gast: yoshi1
25.05.2012 10:51
0 0

Re: irgendwoher

Wohl eher für Pensionen und übertriebenem Föderalismus.

 
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Schlagzeilen Bildung