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Pädagogen sollten fit für multikulturelle Klassen sein

03.06.2012 | 18:18 |  JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Für Sitten und Bräuche anderer Kulturen sollten Pädagogen zumindest Verständnis haben. Neben interkulturellen Kompetenzen braucht es aber auch erhöhte Sensibilität für Mehrsprachigkeit.

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Wien. Rund 18,4 Prozent der heimischen Schüler haben Migrationshintergrund. In Wien sind es sogar 43,3 Prozent. Die Schüler kommen hier aus rund hundert verschiedenen Nationen. Damit hat sich die ethnische Zusammensetzung der Klassen grundlegend verändert. Die Lehrerausbildung hat damit aber nicht Schritt gehalten. Bis heute gibt es keinen verpflichtenden Kurs, der sich mit interkulturellen Kompetenzen beschäftigt. Und Lehrer damit auf das Unterrichten in multikulturellen Klassen vorbereitet. Geht es nach Integrationsexperten, soll sich das schon bald ändern. Ihre Forderung: eine verpflichtende Ausbildung in Sachen interkulturelle Kompetenzen.

Die Forderung kommt zum richtigen Zeitpunkt. Immerhin feilen Experten gerade an einer neuen Lehrerbildung. So müsse sich eine zeitgerechte Ausbildung auch dem Thema Integration widmen. Freie Wahlfächer seien dabei zu wenig, meint etwa Mari Steindl vom „Interkulturellen Kompetenzzentrum“. Denn das freiwillige Angebot gebe es bereits jetzt. Doch die Praxis zeigt: Die Teilnehmerzahlen sind gering. Zumeist werden die Kurse von jenen Pädagogen besucht, die ohnehin für das Thema interkulturelle Kompetenzen sensibilisiert sind. „Die, die es brauchen würden, kommen hingegen nicht“, sagt Steindl.

Doch was heißt es, interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln? Die Pädagogen sollten nicht nur geschult werden, zwischen Schülern unterschiedlicher Herkunft zu vermitteln, sondern auch lernen, mit der eigenen Unsicherheit umzugehen. Fragen, wie jene nach der Sinnhaftigkeit, Schülern zu verbieten, im Schulhof Türkisch zu sprechen, sollten dadurch leichter beantwortet werden können. Außerdem sollen sich Lehrer Wissen über unterschiedliche Kulturen aneignen. Dabei geht es weniger darum, Details über Bräuche und Sitten oder die Geografie des Herkunftslandes zu erfahren als um eine gewisse Offenheit und ein Verständnis dafür.

Die Chancen für eine Etablierung der interkulturellen Kompetenzen in der Lehrerausbildung stehen gut. Andreas Schnider, Mitglied des Entwicklungsrates, der die Umsetzung der neuen Ausbildung vorbereitet, bestätigt im Gespräch mit der „Presse“: „Dass Diversität ein wesentliches Anliegen der neuen Lehrerausbildung sein muss, steht außer Frage.“ In welcher From das passieren wird, ist bislang aber noch unklar. Gespräche mit Fachleuten laufen noch.

 

Mehrsprachigkeit als Pflichtmodul

Fit für multikulturelle Klassen sollen Lehrer auch in Sachen Sprache werden – und zwar nicht nur die Deutschlehrer. Denn: „Jedes Lernen ist sprachliches Lernen“, so Sprachwissenschaftler Hans-Jürgen Krumm. Dementsprechend sollten auch Physik- und Geschichtelehrer eine sprachliche Ausbildung erhalten. Das österreichische Sprachenkomitee, das diesbezüglich mit dem Expertenrat zusammenarbeitet, hat bereits ein dreistufiges Modell erarbeitet. Demnach sollen alle angehenden Pädagogen ein Pflichtmodul unter dem Titel „Die Bedeutung der Sprachen in Lernprozessen“ absolvieren. Dabei sollen sie für die sprachliche und kulturelle Heterogenität der Lernenden sensibilisiert werden. Außerdem sollen all jene Lehrer, die Deutsch oder auch Fremdsprachen unterrichten, eine Vertiefungsqualifikation in Sachen Sprachdidaktik erhalten. In der Masterphase soll ein Spezialisierungsmodul mit dem Titel „Sprachberatung und Sprachdiagnose“ angeboten werden. Die Idee dahinter: Künftig sollte es an jeder Schule einen Lehrer geben, der als sogenannter „Sprach-Ombudsmann“ fungiert.

Auf einen Blick

Interkulturelle Kompetenzen werden in der Lehrerausbildung bislang nicht berücksichtigt. Die Experten fordern, dass sich das mit der neuen Lehrerausbildung nun ändern müsse. Pädagogen müssen verstärkt für den Unterricht in multikulturellen Klassen geschult werden. Außerdem sollten die Lehrer sich – egal, ob Deutschlehrer oder nicht – Wissen über den Umgang mit Deutsch als Fremdsprache aneignen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.06.2012)

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33 Kommentare
 
12
Gast: wei(s)ser mann
07.06.2012 09:33
3 0

verständnis

für andere kulturen zu haben, ist eine sache der bildung und persönlichkeit!

dennoch sei es mir erlaubt zu bemerken, dass der jeweilige schulstandort immer noch in der republik österreich liegt und die unterrichtssprache im allgemeinen "deutsch" ist!


Postinganalyse

Nach Durchsicht der Postings zu diesem Thema: die "Presse" selbst ist Gottseidank viel liberaler als ihre Poster! Gibt es da nicht etliche Orientierungsprobleme in sehr konservativen Kreisen?

Verwunderung?

"Interkulturelle Kompetenzen werden in der Lehrerausbildung bislang nicht berücksichtigt. Die Experten fordern, dass sich das mit der neuen Lehrerausbildung nun ändern müsse. Pädagogen müssen verstärkt für den Unterricht in multikulturellen Klassen geschult werden. Außerdem sollten die Lehrer sich – egal, ob Deutschlehrer oder nicht – Wissen über den Umgang mit Deutsch als Fremdsprache aneignen. "

Wie bitte? Dieses Thema ist seit weiß Gott wie vielen Jahren Bestandteil der Curricula der PHs (vormals Pädaks). Die tatsächlichen Umsetzungsmöglichkeiten für die Lehrer/-innen sind eine andere Frage.
Jedoch ist die Info im Kasten Ein Blick schlichtweg falsch.

Gast: Fata Morgana
05.06.2012 12:56
2 0

Integration

Jedesmal, wenn ich solche Artikel lese, beschleicht mich das Gefühl, dass das Wort "Integration" in Österreich immer falsch herum angewendet wird. Zwischen den Zeilen ist immer zu lesen, dass wir den Zuwanderern entgegenkommen müssen. Sieht man sich Informationsbroschüren (AMS etc.) und diverse Internet-Seiten (wien.at) an, so werden diese in allen möglichen Sprachen angeboten. Das wäre in anderen Ländern einfach undenkbar. Ich meine, damit ist auf jeden Fall genug Entgegenkommen getan.

In den Schulen kommt noch das Problem dazu, dass die einheimischen Kinder auch nicht mehr richtig Deutsch können, da kaum mehr gelesen wird, sondern die Freizeit vielfach mit elektronischen Medien und Spielen verbracht wird.

Gast: knallkopp
04.06.2012 23:53
4 3

100 zu 1

Die Lehrer sollen also 100 Kulturen Studieren anstatt das 100 Kulturen 1 annehmen nähmlich die die ihnen Asyl,Arbeit und Brot gibt.

Seeeeehr logisch!

0 1

Re: 100 zu 1

lesen Sie den Text bitte nochmal.

Gast: Porscheraser
04.06.2012 18:42
5 1

Jedes Lernen ist ...

sprachliches Lernen - RICHTIG und daher lernen alle DEUTSCH.

Auf was läuft es denn wieder hinaus? Die integrationsunwilligen wollen dass unsere Lehrer türkisch vortragen! Unverständlich für mich, dass es auch Österreicher gibt, die diesen Schwachsinn noch unterstützen.

Experte wird man offensichtlich, wenn man nur Blödsinn von sich gibt! (siehe: Unterrichtsbeginn auf 09:00 Uhr usw.)

1 1

Re: Jedes Lernen ist ...

das massive Problem ist, dass viele junge Türken nicht mehr fähig sind ihre eigene Sprache fehlerfrei zu sprechen. Wie kann man Deutsch lernen ohne eine Sprache zum Vergleich zu beherrschen?
Ich nehme an, dass Sie im Bildungsbereich tätig sind und nicht ohne Vorwissen mit wilden Behauptungen um sich werfen.

Antworten Antworten Gast: SchulwartUnlogged
05.06.2012 20:05
1 1

Re: Re: Jedes Lernen ist ...

"Wie kann man Deutsch lernen ohne eine Sprache zum Vergleich zu beherrschen."

Jedes Kind Kind welches einsprachig aufwächst beweist, dass man eine zweite Sprache als "Vergleich" nicht benötigt.

Klein(st)kinder lernen sprachen nicht so wie Jugendliche oder Erwachsene, die sich mit Vergleichen und Vorkenntnissen anderer Sprachen tatsächlich sehr helfen können.

Klein(st)kinder können eine Sprache auf natürliche Art von Grund auf gut lernen. Das geht sogar auch, wenn sie damit erst im 4. Lebensjahr beginnen, vorausgesetzt sie erhalten die nötige Förderung und Unterstützung, wobei die Mitarbeit der Eltern auch sehr wichtig ist.


Re: Re: Jedes Lernen ist ...

"Wie kann man Deutsch lernen ohne eine Sprache zum Vergleich zu beherrschen."

Jedes Kind Kind welches einsprachig aufwächst beweist, dass man eine zweite Sprache als "Vergleich" nicht benötigt.

Klein(st)kinder lernen sprachen nicht so wie Jugendliche oder Erwachsene, die sich mit Vergleichen und Vorkenntnissen anderer Sprachen tatsächlich sehr helfen können.

Klein(st)kinder können eine Sprache auf natürliche Art von Grund auf gut lernen. Das geht sogar auch, wenn sie damit erst im 4. Lebensjahr beginnen, vorausgesetzt sie erhalten die nötige Förderung und Unterstützung, wobei die Mitarbeit der Eltern auch sehr wichtig ist.

Gast: N_K
04.06.2012 14:39
7 0

Fit, Fitter, Fitting

" Pädagogen sollten fit für multikulturelle Klassen sein "

Aber es steht doch nicht an, daß dieses FIT sein in den einzelnen europäischen Ländern "gefittet" wird. Die Zugereisten können durchaus in ihren
Heimatländern "gefittet" werden. Die Farbkasten-Politclowns können gern hinfahren, dort bleiben und beim "FITTEN" helfen. Vielleicht werden sie dabei auch selbst kräftig "gefittet". Zu gönnen wäre es den "Fittingen"


Gast: ilhan
04.06.2012 14:31
9 2

ojeh hat recht !

Mit der Sprache wird auch die Kultur zerstört !
Es gibt genügend Warner wie Sarrazin, die dieses Problem ansprechen, aber der MULTIKULTI-Hype wird bald zerstörerische Auswirkungen haben, da sich die "Ureinwohner" irgendwann zur Wehr setzen werden ! Oder untergehen...

Gast: Löwenstein
04.06.2012 14:15
5 3

Meine Aufgabe ist es, die Kinder fit für ein Leben in Österreich zu machen.


4 0

für die Unsitte,

dass Schüler während des Ramadam ohne Nahrung und ohne Flüssigkeit den ganzen Tag aushalten müssen, sollte kein Lehrer Verständnis haben!

Gast: ojeh
04.06.2012 13:53
9 0

43 % .....

willst du ein volk zerstören - zerstöre seine kultur (sprache)

Gast: wienerpraterpolitik
04.06.2012 10:05
13 0

in wahrheit haben die vielen verschiedenen einwanderer kein problem mit der deutschen sprache u österreich - nur bei den türkischen immigranten gibts leider massive schwierigkeiten u.probleme- und die lehrer sollen die folgen der linken sozialistischen politik nun ausbaden.


Die Lehrer sollen sich also mit Sprachen und Kulturen 100 unterschiedlicher Herkunftsländer auseinandersetzen...

...und werden dabei das Wichtigste vergessen: nämlich die deutsche Sprache und die österreichische Kultur.

ABER DAS IST JA GEWOLLT!

Übrigens, ich hätte bitte gerne, daß meine Kinder in der Schule "Chinesisch" lernen müssen, im Gegensatz zu einer anderen Migrationssprache, die man vor allem in Gemeindebauten hört, hat diese Sprache nämlich Zukunft!
Aber wir haben wohl nicht genug chinesische Migranten bzw. schreien die nicht gleich, wenn sie Deutsch lernen müssen...

Im Übrigen ist es sinnvoller, wenn diese 100 Kulturen sich der Kultur anpassen, in der sie sich befinden, inklusive Sprache, dann gibt's auch weniger Reibereien zwischen den Schülern!
Wenn ich ins heilige Land USA wollte, müßte ich auch Englisch reden und meine Kinder es schnell lernen, dort kann ich auch nicht erwarten, daß mir alles auf Deutsch übersetzt wird und meine Kinder in der Schule eine Sonderbehandlung bekommen!
Aber wir sind ja in Österreich und Wien ist eben, zusätzlich, anders!

0 6

Ein Tipp für Interessierte zum Thema „Interkulturellen Kompetenzen“

die folgende Rezension, erschienen bei:
http://www.kibulo.de/2012/06/01/neue-nachbarn-neue-freunde/
(...)Die Autoren sprechen hierbei nicht nur die bestehenden Vorurteile an, sondern sie gehen noch einen Schritt weiter und zeigen, wie sich diese wieder auflösen können. Ausschlaggebend dafür ist die Offenheit, die man der anderen, fremden Kultur entgegenbringt. Dies ist oft schon der Schlüssel zur Bewältigung der bestehenden Vorurteile.(...)das Buch sicher auch manche Erwachsenen zum Nachdenken anregen und somit auch ihre Sichtweisen ein Stück weit verändern könnte.
-ab 8 J. Deutsch/Türkisch-

Gast: Tropsch W
04.06.2012 08:12
11 0

Geheimtipp, bitte nicht weitersagen!!!

Sämtliche Sozial Transferleistungen nur nach strenger Prüfung der Integrationsbereitschaft vergeben und weiterer Zuzug nach Qualität und nicht nach Stimmvieh Quoten!!

Das würde Millionen an Steuergeld sparen und die schulischen Leistungen schlagartig verbessern.

Gast: Gnoom S
04.06.2012 07:17
13 0

Freie Wahlfächer seien dabei zu wenig, meint etwa Mari Steindl vom „Interkulturellen Kompetenzzentrum“.

Wer errichtet, bezw. bezahlt solche Einrichtungen wie das "Interkulturelle Kompetenz Zentrum"??

Hat dieser Wahnsinn System??

Nicht Pädagogen sollten fit für multikulturelle Klassen gemacht werden, sondern multikulturelle Schüler für die ÖSTERREICHISCHEN Sitten und Gebräuche!!!

Und dass die Deutsche Sprache dazu eine Selbstverständlichkeit sein muss, sollte man gar nicht erwähnen müssen.

Gerade diese hündische Unterwerfung und Anpassung an Migranten, führt dazu, dass es Katastrophale Ergebnisse im Lesetest gibt.

http://diepresse.com/home/bildung/schule/761879/Lesen_Defizite-bei-jedem-vierten-Schueler-in-Wien?_vl_backlink=/home/bildung/schule/index.do
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Lesen: Wiens Schulen stagnieren, Defizite bei jedem Vierten
30.05.2012 | 19:34 |  THERESA AIGNER (Die Presse)
Der Stadtschulrat hat die Lesekompetenz von 31.000 Schülern überprüft. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ergebnisse kaum gebessert. Der Lesetest wurde zum zweiten Mal durchgeführt.

Antworten Gast: anti-postmoderniggi
04.06.2012 13:55
4 0

„Interkulturellen Kompetenzzentrum“.

woher 'Interkulturelle Kompetenzzentren", "Zentren zur psychosozialen Klimawandelfolgenforschung" und dergleichen mehr herkommen ? Ein wenig Akademikerschwemme aus den post-modernen Weichwissenschaften die das klassische Bestreben nach wissenschaftlicher Objektivitaet und Nachvollziehbarkeit gezielt bekaempfen zugunsten ideologischer Konstrukte wie Feminismus, Neo-Antikolonialismus und Oekologismus, also die Erfinder und Anbeter der politischen Korrektheit; ein wenig krebsartig wuchernder Staat, Bureaukratismus und Gesellschaftsformerei ('social engineering'); anderes auch aus dem Ausland abgeschautes modisches wie 'Kompetenzzentren' es dann in Oesterreich natuerlich auch geben muss; letztendlich voellige Unklarheit darueber ob man eigentlich INTEGRATION oder MULTIKULTURELL haben moechte, na, machma einfach INTERKULTURELL daraus.

Ich lebe in einem klassischen Einwandererland; an den vielen Privatschulen und oeffentlichen Hochleistungsschulen ist Beherrschung der Landessprache einfach Vorraussetzug und die meisten Migrantengruppe haben NULL Problem damit, sich daran anzupassen, wollen nichts mehr als dass ihre Kinder in der neue Gesellschaft Halt finden. An den oeffentlichen Schulen muessen sprachunkundige Kinder 3 Monate in eine Uebergangsschule.

Gast: surprise
03.06.2012 23:02
8 0

wo waren die alle?

Rund 18,4 Prozent der heimischen Schüler haben Migrationshintergrund. In Wien sind es sogar 43,3 Prozent. Die Schüler kommen hier aus rund hundert verschiedenen Nationen.
2012 kommt man plötzlich drauf, was sich in unserem Lande verändert hat. Waren die "Zuständigen" alle im politischen Lobpreis der Multikulturalität derart beschäftigt, dass ihnen ihr Realitäts- und Kompetenzverlust durch unsere lieben Experten erst heuer 2012 mitgeteilt werden konnte? Und da gibt es keine Verantwortlichkeiten????

17 0

"Eigene Unsicherheit"

Geht es noch? Als "alter Hase" habe ich schon genügend SchülerInnen nichtdeutscher Muttersprache" erlebt und die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht: "von toll bis keine Probleme in Deutsch" bis "unter jeder Kritik" - und "interkulturelle Kompetenzen" unterrichte ich im Geschichteunterricht schon seit immer. Aber das Wissen um die deutsche Unterrichtstssprache hat im Normalfall (also nicht Zuzug während des Unterrichtsjahres) vor der Einschulung zu erfolgen - damit würden viele der derzeitigen Probleme vermieden werden,

6 0

Re: "Eigene Unsicherheit"

Es gibt Ländern (Schweden z.B.) in denen Schüler, die noch nicht die Landessprache sprechen, zuerst für einige Monate in eine spezielle Klasse kommen, wo nur die Sprache und nicht auch gleich der Schulstoff in den versch. Fächern gelernt wird. Und erst nach ein paar Monaten oder spätestestens einem Jahr kommen diese dann - ausgestattet mit dem nötigen Rüstwerk - in die Regelschule, wo sie dann auch dem Unterricht folgen können. Das sollte es bei uns auch geben.

Gast: schreker
03.06.2012 22:54
7 0

Na schau!

Endlich wieder mal was Neues, das man den Lehrern aufhalsen kann!

Gast: bergziege
03.06.2012 21:14
11 0

"....Wien sind es sogar 43,3 % nichtdeutscher Muttersprache"

Woher sind diese Daten? Ich kenne anderes.

BHS (HAK, HAS) in Wien - Schuljahr 2011/12:
- erste Klassen
z.B. 65,22 %, 76,19 %
- zweite Klassen
z.B. 41,66 %, 50,00%

Das sind Daten aus erster Hand.
Jeder kluge Lehrer interessiert sich für Sitten und Gebräuche der Länder, woher die Schüler kommen. Wie weit man dafür in einer österreichischen Schule dafür Verständnis haben muss, sei dahingestellt. Wichtig ist, dass man die Schüler ernst nimmt und versucht, ihnen etwas beizubringen. Deutsch ist Unterrichtssprache und soll es auch bleiben. Außer im Fremdsprachenunterricht. Als die neue Rechtschreibung Pflicht wurde, hat es außer für Deutschlehrer KEINE Möglichkeit für Seminare gegeben! Und jetzt soll es Sprachausbildung geben? Für welche Sprachen? Es gibt mittlerweile derart viele Sprachrichtungen in den Schulen, dass es unmöglich ist, alle zu lernen. Wer in Österreich die Schule besucht, muss DEUTSCH lernen und unsere Kultur akzeptieren.

 
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