22.05.2013 02:45 Merkliste 0

Schmied verdoppelt Strafe für Schulschwänzen

15.06.2012 | 19:34 |   (DiePresse.com)

In allen Bundesländern sollen bei Verletzungen der Schulpflicht einheitliche Regeln kommen. Die Strafe will die Bildungsministerin auf 440 Euro erhöhen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat das von der Regierung angekündigte Maßnahmenpaket gegen Schulpflichtverletzungen fertig. Es sieht eine Verdoppelung der Strafen für Schulschwänzen von derzeit 220 auf 440 Euro vor, berichtet die "Kronen Zeitung". VP-Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) zeigte sich am Freitag in einer ersten Reaktion "zufrieden" mit Schmieds Vorschlägen.

Für alle Bundesländer sollen bei Verletzungen der Schulpflicht künftig einheitliche Regeln gelten. Eine solche liegt laut Schmieds Entwurf bei zehn unentschuldigen Fehltagen bzw. 60 unentschuldigten Fehlstunden vor. Die 440 Euro Strafe sollen aber erst die letzte Konsequenz sein, vorher soll mit einem Stufenplan versucht werden, den Schüler wieder zur Teilnahme am Unterricht zu bewegen - mit verpflichtenden Gesprächen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, schriftlicher Vereinbarung, Einbeziehung von Schülerberatern und Schulpsychologen, einer Überprüfung nach vier Wochen, weiteren Gesprächen und Befassung der Jugendwohlfahrt.

Staatssekretär Kurz beurteilt es - laut einem Sprecher - "sehr positiv", dass viele seiner Vorschläge in den Entwurf aufgenommen worden seien, etwa die Eltern-Gespräche. Der Staatssekretär hatte sich ursprünglich für eine wesentlich höhere Strafe - 1500 Euro - ausgesprochen, aber schon im Zuge der Diskussion im Februar eine Verdoppelung als wichtigen ersten Schritt beurteilt. Einige Details seien noch zu klären, aber prinzipiell ist Kurz "zufrieden".

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

121 Kommentare
 
12 3
4 0

Spießrutenlauf für den Lehrer

Verpflichtende Gespräche zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, schriftliche Vereinbarung, Einbeziehung von Schülerberatern und Schulpsychologen, Überprüfung nach vier Wochen, weitere Gesprächen und Befassung der Jugendwohlfahrt...

...nein danke, das alles zahlt mir kein Mensch. Wer fehlen will, soll von mir aus weiter fehlen.

das aufheben der pflichtanwesenheit ...

DAS wäre mal eine innovative idee für das österreichische schulwesen!
http://misswirtschaft.wordpress.com/2012/06/17/strafen-fur-schulschwanzer/

Gast: pächter der wahrheit
17.06.2012 17:58
2 0

Keine Strafe - Temporärer Entzug der Kinderbeihilfe

Das wäre viel wirkungsvoller, weil damit auch die Eltern in die Pflicht genommen würden.

Früher und heute

Also wir - lang ist's her - waren richtig schlimm. Wir haben die Schule geschwänzt, die Unterschrift der Eltern auf den Entschuldigungen gefälscht, im Wäldchen Zigaretten (noch kein Haschisch) geraucht etc.etc.
Das alles gehörte zu einer normalen Adoleszenz. Blöd wurde es, wenn man erwischt wurde: Karzer und Drohung des Ausschlusses in der Schule, empfindliche Strafen im Elternhaus.
Das ist der Unterschied zu heute: Zur besten Schulzeit herumlungernde Jugendliche, rauchende 11-Jährige, hinterlassene Verschmutzung oder Sachbeschädigung: Kein Erwachsener reagiert, alle schauen weg. Das Ergebnis: Mehr funktionelle Analphabeten und in die Gesellschaft kaum Integrierbare als je zuvor.
Deshalb ist die Geldstrafe bei andauerndem Schwänzen ein Schritt in die richtige Richtung, aber mit dem geplanten "Rahmenprogramm" eh schon weder eine Augenauswischerei.

Gast: Gleisdreieck
17.06.2012 11:54
2 1

Was genau leistete dies Ministerium bisher?

Frage ich mich, warum nicht endlich zugegeben wird, dass die Bildungsvermittlung der Nachkriegsgeneration mit den damaligen Methoden erfolgreicher war, als das was heute veranstaltet wird.
Früher hatten Schüler überwiegend hinreichende Deutschkenntnisse, erschienen ebenso gewaschen zum Unterricht und taugten am Ende meist für eine Ausbildung.
Heute - scheinen sie nur noch als zahlungsfähigen bzw. beleihbaren(!) Konsumenten und Wählerstimmenlieferant geschätzt, importiert und verwahrt zu werden.

Was bringt's ?


Strafen wird nicht den gewünschten Effekt erzielen!
Würden Strafen abschrecken hätten wir keine kriminellen.
Aber irgendetwas muß von Frau Schmied ja kommen.
Das ist wieder einmal eine Maßnahme die nur eines bringt - die Frau Minister steht wieder in der Zeitung und kann sich im Staatsfunk betrachten.

Antworten Gast: pächter der wahrheit
17.06.2012 17:57
2 0

Re: Was bringt's ?

ja dann versuchs einfach mit reden.

Wirst schon sehen wie weit Du kommst.

Gast: felicitasxl
17.06.2012 09:49
8 0

wirkungsvoller als strafen

die streichung der kinderbeihilfe wäre wirkungsvoller.

Gast: Ronald Mc Schwänzald
16.06.2012 21:24
14 1

Motivation der Schüler und Eltern

Welche Zauberkunststücke und Ünerraschungen soll sich der Lehrer einfallen lassen, damit sich die Schüler von Einkaufszentren, PC und Internet abwenden und in die Schule wandern?

Rockkonzerte müsste man in die Schule verlegen und ab Nachmittag Alkohol verteilen - dann würden wir die Schüler gar nicht mehr los bringen.

Und wenn der Klassenvorstand die lieben Eltern zu einem Gespräch bittet, erscheinen sicher nicht die Eltern von schwänzenden Schülern.

Oder dürfen dann die Lehrer auf eigene Kosten ihre Schüler, welche nicht zum Unterricht kommen, zu Hause besuchen und motivieren.

lasst sie doch schwaenzen!

es braucht eh nicht lauter Arbeitslose Akademiker oder Maturanten. wer macht denn dann die arbeiten, die auch gemacht werden muessen? außerdem braucht die SPÖ auch noch Leute, die sie wählt...wer gebildet ist wählt sicher anders.

Antworten Gast: Rio Grande
16.06.2012 19:49
4 1

Re: lasst sie doch schwaenzen!

Was wählt denn der Gebildete? Weiß?

Gast: Schlaubi
16.06.2012 18:12
12 0

Kommunalkredit-Schaden einmal bezahlen, Frau Schmied!

Und all das NICHT verdiente Geld zurückgeben. Das bringt dem Staat mehr.

Wer inkompetent genug ist wird von einem Posten zum nächsten weitergeschoben.

Antworten Gast: Odeon
16.06.2012 19:01
1 8

Re: Kommunalkredit-Schaden einmal bezahlen, Frau Schmied!

Tja, wenn erst die FPK den Schaden, den JH einst in Kärnten verursacht hat zurückzahlen müsste, hätten sowohl die Schulen als auch die Unis keine finanziellen Probleme mehr; dagegen ist der Schaden der Kommunalkredit ein Klacks.

Wer inkompetent genug ist, fährt halt mal schnell gegen einen Baum und überlässt den anderen die Schulden zu tilgen.

2 0

Re: Re: Kommunalkredit-Schaden einmal bezahlen, Frau Schmied!

bitte nicht Kärnten wo Wien so schön ist!

Die Schmiedin

hängt hier aber schon lange ab. Hats euch wieder ein paar Mille zahlt, Presse?

Zuerst haben die Linken die Schulen kaputtgemacht ...

... und jetzt versuchen Sie sie unter ihrem otto "helfen statt strafen" wieder aufzurichten (ironie).

Gast: ROTENbeobachter
16.06.2012 15:58
5 3

Schulpflicht, Programmpunkt des Kommunistischen Manifests

Man sollte dieses Pamphlet von Zeit zu Zeit lesen, um festzustellen, dass wir ja bereits im real existierenden Sozialisssmus leben.

5 2

Therapie an Symptomen!

Die "Fachleute" sollten einmal in die Schulen hineingehen, sich die Zustände ansehen und begreifen, warum Schüler da nicht hinein wollen.
50% der Gründe für's Schwänzen sind von der Schule hausgemacht!

Und da plädiere ich nicht für Kuschelpädagogik, sondern ganz genau dagegen. Die Schule muss den Schülern klar machen, dass sie nicht zur Einkommenssicherung der Lehrer da ist, sondern den Schülern laufend vor Augen führen (überzeugen, nicht befehlen!), dass das, was sie da lernen (sollen), für sie (später) von echtem Nutzen ist.

Gast: EFF EFF
16.06.2012 15:47
0 5

Strafe muss sein!

Die Eskalation geht in die nächste Runde.
Geld- und strafengeile Politiker schwänzen permanent Debatten und kriegen sogar noch Sitzgeld. Schüler haben auch wichtigeres zu tun. Wie wär's mit einer geldwerten Belohnung nicht die Schulen abzufackeln.

Gast: Blankenstein Husar
16.06.2012 15:07
21 5

Mir doch völlig wurscht!! Die Türken sollen doch machen, was sie wollen.

Das einzige was mich interessiert:

Welche Schule hat den geringsten Ausländeranteil und somit den höchsten Level für die Ausbildung MEINER Kinder.

Da das in den staatlichen Schulen leider in den größeren Städten nicht mehr möglich ist,
greife ich halt in die Tasche und schicke MEINE Kinder auf disziplinierte Privatschulen, die mir genehm sind....

Meinen Kindern habe ich auch schon jeglichen Kontakt zu Türken verboten.

11 0

warum fliegt man als reg USer raus wenn man bei heiklen Themen ehrlich antwortet ?


Antworten Gast: Rio Grande
16.06.2012 19:53
5 0

Re: warum fliegt man als reg USer raus wenn man bei heiklen Themen ehrlich antwortet ?

'sist halt wie in der Politik:
"Ehrlichkeit" ist wenig gefragt, offenbar auch hier. Die Leute wollen unterhalten UND betrogen werden; das ist schon ein schwieriges Unterfangen dem gerecht zu werden.

Antworten Gast: siehste
16.06.2012 15:14
4 0

Re: warum fliegt man als reg USer raus wenn man bei heiklen Themen ehrlich antwortet ?

Hab mich auch schon krumm geärgert.
Aber Postings werden eben gereiht oder gehen unter. So steht der Wahrheitsposter möglichst gut (oder schlecht) da.
I hate it.

5 1

In allen Bundesländern sollen bei Verletzungen der Schulpflicht einheitliche Regeln kommen. Die Strafe will die Bildungsministerin auf 440 Euro erhöhen.

völlig sinnlos, denn gerade bei den Betroffenen sind egal in welcher Höhe, Strafen nicht einhebbar und nur Ablenkung seitens einer Ministerin (ehemalige Bankerin), welche damit von anderen weit wichtigeren Theman (ESM) ablenken will !!!

Wie sollte das denn laufen ?

Etwa das dann das Sozialamt dies "Strafen" bezahlen wird müssen, da die Geldempfänger ansonst ja hungern würden ????


Welche Strafe gibt es eigentlich,

wenn frau mitgeholfen hat,eine Bank zu ruinieren?

Antworten Gast: Panarcus1
16.06.2012 18:29
3 3

Re: Welche Strafe gibt es eigentlich,

Schulbank?

 
12 3

Schlagzeilen Bildung