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Kolmann: „Strafe für Schulschwänzen greift zu kurz"

17.06.2012 | 18:13 |  VON REGINA PÖLL (Die Presse)

Die Bundesschulsprecherin von der ÖVP-nahen Schülerunion schlägt SPÖ-Ministerin Schmied Alternative zu Stufenplan vor.

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[WIEN] Naturgemäß in der eigenen Partei, aber auch beim Koalitionspartner ÖVP erntet SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied viel Zustimmung mit ihrem „Stufenplan" für Strafen fürs Schulschwänzen: 440 Euro sollen Eltern demnach zahlen, wenn ihre Kinder wiederholt in der Schule fehlen, so ihr Vorschlag, den die Regierung schon bald fixieren will. Relevant werden soll eine Geldstrafe aber erst ab zehn Tagen oder 60 Stunden, die ein Schüler unentschuldigt fehlt - und nach diversen Maßnahmen von Pflichtgesprächen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern bis zur Einbeziehung von Schulpsychologen.

Für Bundesschulsprecherin Conny Kolmann von der ÖVP-nahen Schülerunion sind das dennoch keine guten Aussichten: „Eine Strafe für Schulschwänzen greift zu kurz und ist bestenfalls der letzte Ausweg", sagt sie im Interview mit der „Presse". Sie vermisst vor allem eine „Ursachenforschung". „Schüler gehen ja nicht deshalb nicht in die Schule, weil es ihnen gerade nicht taugt. Sondern da stecken meist Probleme wie die Angst vor einem Fach oder allgemeines Nichtmitkommen dahinter." Auch „Stress mit den Eltern" sei oft ein Grund.

Konkret schweben Kolmann folgende Maßnahmen vor:

► Mehr Sozialarbeiter an Schulen: Statt Schulpsychologen würden sich gerade „Problemschüler" lieber Sozialarbeitern anvertrauen. „Da ist die Hemmschwelle niedriger." Deren Zahl solle daher „deutlich" angehoben werden.

► Besser ausgebildete Lehrer: Künftige Lehrer sollten eigens für „Ursachenforschung", aber auch die Gruppendynamik in Klassen ausgebildet werden. Hier sieht Kolmann noch große Mängel.

► Neue „Vereinbarungskultur": An jeder Schule sollten eigene, strengere Regeln darüber entstehen, wie mit Schulschwänzern zu verfahren ist. Schüler, Eltern und Lehrer sollten sich besser an solche Regeln halten.

„Eine Strafe, die sich viele Eltern gar nicht leisten können, behebt das Problem nicht an der Wurzel", sagt Kolmann, die ihre Vorschläge demnächst auch noch bei einem Treffen mit Schmied durchsetzen will.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2012)

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62 Kommentare
 
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Strafen

welch ein Unsinn.
Es genügt die unentschuldigten Fehltage bis ins Abschlusszeugnis aufzuaddieren.
Das kostet nichts, sagt aber viel über den Schulabgänger aus.
Der Pflichtschule würden auch Fleiß-, Betragens- und Formnoten helfen. Seit es die nicht mehr gibt, geht es stetig bergab.

Gast: jck
20.06.2012 00:13
1 0

Strafe für Schulschwänzen greift zu kurz

- Es kommt bei Schulschwänzen nicht immer auf die Länge drauf an ;-)

Irgendwo sollte man Disziplin, Pünktlichkeit und Höflichkeit lernen und dafür ist nicht immer ein Psychologe oder Sozialarbeiter erforderlich!

Wer Schule schwänzt soll die versäumte Zeit nachholen und zwar zeitnahe zum Schwänzen. Die Lehrer, die zur Aufsicht dableiben müssen, sollen ordentlich Überstunden bezahlt bekommen aus dem Topf in den Eltern einzahlen, deren Kinder betroffen sind.
Wenn ich bei jeder Disziplinlosigkeit soziale Ursachenforschung betreibe komme ich vielleicht drauf, dass diesen Kindern nicht nur ein liebevolles Elternhaus fehlt sondern Menschen, die ihnen Grenzen setzen. Das Problem ist aber nicht auf Kinder beschränkt. Man muss heute schon froh sein, wenn Leute Termine einhalten, pünktlich kommen bzw. Termine absagen, wenn es sich nicht ausgeht. Die verhaltensoriginellen Schüler sind schon lange im Erwachsenenalter angekommen!

Gast: aber hallo
19.06.2012 09:02
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Frau Ministerin,

bitte machen Sie etwas gutes.Treten Sie zurück,für das Kindeswohl.

Gast: Dietmann C
19.06.2012 07:31
9 1

Ergebnis der sozialdemokratischen Kuschel Schule

Null Bock auf Schule,
Null Bock auf Arbeit,
Leistung und Pflicht, was ist das?

Unterstützt mich und helft mir, ich bin so arm.

Schickt mir einen Coach, der mich abholt, wo ich gerade bin.

Und zahlen sollen die "Reichen"

Gast: ultimaschmied
18.06.2012 23:18
1 1

prophylaxe

Wie oft wurden in Wien Strafen für Schwänzen eingehoben? Gibt es im Ministerium bereits eine eigene Abteilung für Schwänzfragen? Einen Schulschwänzexperten?
Nachdem 2012 entdeckt wurde, dass Schulschwänzen ein bedeutsames Thema ist, bin ich ebenfalls für die umfassende Ursachenforschung, die prophylaktisch dem Sozialministerium zuzuordnen wäre.
Doch schluss mit lustig: ist dieser Artikel ernst gemeint oder hat die Krise schon höchste Kreise erfasst?

Gast: unter einem
18.06.2012 19:58
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Bitte auch die Strafen für Banken-Pleitiers verdoppeln!

Jetzt gleich.

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Vorbildwirkung

Bei vielen SchülerInnen fehlt auch die Vorbildwirkung. Einerseits von den die Kinder umgebenden Erwachsenen andererseits auch von den Lehrkräften. Zu oft sehen die Kinder, dass die Erwachsenen es mit ihrer "Arbeitspflicht" auch nicht so genau nehmen und auch die Lehrkräfte oft nicht im Unterricht stehen, wenn auch alle für ihr "Fernbleiben" gute Begründungen haben.
Vielleicht nicht gerade in den Pflichtschulen, jedenfalls aber in den höhrer Schulen ist eine Ursache zahlreicher versäumter Stunden auch darauf zurück zu führen, dass es andere Möglichkeiten gibt, den vorgetragenen Stoff außerhalb des Unterrichts mit zu nehmen (immer beliebter sind Drop-Boxen im Internet - eine schreibt mit und stellt es dort für die ganze Klasse zur Verfügung). Wozu dann überhaupt in der Klasse sitzen? Frontalunterrichts ist endgültig Geschichte; wenn die Bildungsministerin SchülerInnen IN den Klassen haben will, dann müssen ihre MitarbeiterInnen gravierend umlernen!

Re: Vorbildwirkung

was reden sie denn da? wenn ein kind nicht in die schule geht und schwänzt, dann ist das nur ein zeichen dafür, dass seine eltern es nicht hart genug bestrafen! der mensch lernt einfach nur durch harte bestrafung von jedwedem fehlverhalten. belohnung von leistung, "vorbildwirkung" und dergleichen spielen doch kaum eine rolle. die beste belohnung ist das ausbleiben von strafe.

Antworten Antworten Gast: Vorbild
19.06.2012 10:32
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Re: Re: Vorbildwirkung

Vorbildwirkung hat Folgen:
Ein Kind das hart bestraft wird, wenn es nicht tut was andere von ihm verlangen, lernt von dem Vorbild, dass man andere hart bestrafen muss, wenn die nicht tun was man will.
Die Vorbildwirkung sollte nicht unterschätzt werden. Als Vorbild wirkt stets die Handlungsweise des Handelnden, nicht die damit verbundene Absicht.
Strafen haben zudem die Wirkung, dass ein Kind noch mehr Grund zum Schwänzen hat, weil es sich vor den Strafen fürchtet.

Re: Re: Vorbildwirkung

Ich habe es ja bei einem anderen Artikel schon erwähnt, aber ich muss es an dieser Stelle einfach nochmal schreiben:
Sie tun mir wirklich leid.

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Re: Re: Re: Vorbildwirkung

und wie wollen eltern feststellen ob ihr kind ab und zu mal schwänzt? wenn ich mal stangel geh ich in der früh ganz normal aus dem haus und geh dann irgedwohin. und trotz alldem habe ich die 7te leicht geschafft

Re: Re: Re: Re: Vorbildwirkung

kann man über die lehrer erfahren, wie oft wer da war und wie oft nicht. die entschuldigungen für das fernbeleiben selbst schreiben darf man nämlich auch erst wenn man entweder 18 ist oder von den eltern die erlaubnis dafür hat (dh. die eltern so einen wisch von der schule unterschrieben haben).
überwachung ist eben alles!

an sonsten kann man auch prophylaktisch strafen, wenn man nur die vermutung hat, dass das kind geschwänzt hat. so ist dann sicher gestellt, dass kein vergehen ungesühnt bleibt, selbst wenn es nicht aufgedeckt wird.

Re: Re: Re: Re: Re: Vorbildwirkung

Troll bleibt Troll. Manch einer würde ihnen bei dem gequirlten Blödsinn, den Sie hier ablassen auch eine "harte Strafe" wünschen.

Aber ich glaube die meisten hier können darauf schließen, dass Ihre Aussagen nur Effekt einer verfehlten Erziehung und fehlender Zuwendung sind. Sie tun mir leid.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Vorbildwirkung

machen sie sich nicht lächerlich, sie sind doch derjenige, der hier nichts besseres zu tun hat, als mich den ganzen tag durch forum zu verfolgen und mist auf meine äußerst wertvollen und wohldurchdachten, gut argumentierten beiträge zu antworten.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Vorbildwirkung

"äußerst wertvollen und wohldurchdachten, gut argumentierten beiträge"

okay jetzt weiß ichs, Sie machen nur Spaß... :) Wie sollte es auch anders ein...

Re: Nix da!

Habe ihrem Kommentar ungelesen ein Minus gegeben, da ich mir Kommentare die das verblödende Binnen-I verwenden nicht durchlese.

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Re: Re: Nix da!

Da hätten Sie aber schon etwas gegen die Rechtschreibreform machen müssen - und nicht jetzt nur verweigern!

Gast: jasicha
18.06.2012 14:28
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noch mehr Sozialarbeiter

die den Job der Eltern erledigen sollen und zig Mio an Steuergeld verbraten.

Antworten Gast: bezahlter Job
19.06.2012 10:37
0 1

Re: noch mehr Sozialarbeiter

Welchen Job der Eltern?
Lehrer, Sozialarbeiter, Psychlogen werden für ihre Arbeit bezahlt.

Daraus folgt: Wenn jemand eine Arbeit tut, die bezahlt wird, kann man nicht behaupten, dass es die Arbeit der Eltern wäre, sonst würden die Eltern dafür ebenfalls bezahlt werden. Da Eltern aber nicht dafür bezahlt werden, kann es auch nicht als ihr Job bezeichnet werden.

Antworten Antworten Gast: Gast 63
19.06.2012 13:55
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Re: Re: noch mehr Sozialarbeiter

"Da Eltern aber nicht dafür bezahlt werden, kann es auch nicht als ihr Job bezeichnet werden."
Eltern sollten ein Interesse am Fortkommen ihrer Kinder haben und mehr für sie tun als für ihr Auto, ihren Urlaub oder ihr Hobby!

Gast: Sinnvoll...
18.06.2012 10:28
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Der Sinn der Schule...

Was hat es für einen Sinn einen Menschen in die Schule zu zwängen wenn er nicht will, die Folge wird sein, das er durch den Unwillen die ganze Klasse stört, und mit reißt, die Lehrer kein Werkzeug das den Unbug ein Ende bereitet, die Schüler keine Möglichkeit zu sagen, das wollen wir nicht.

Anders sieht es aus, wenn die Eltern dahinter stecken das der Schüler nicht in die Schule geht, oder die Schule dadurch torpedieren das sie schlicht nicht die geringste Unterstützung geben oder gar indirekt dafür sorgen das die Leistungen so schlecht wie möglich bleiben.

Früher war es einfach, da gab es Gymnasium, für jene die gut waren, dann Hauptschule erster Klassenzug (die damals besser war als heute das Gymnasium Anmerkung), 2. Klassenzug (Für die Frechen, aus denen durchaus noch was werden konnte...), die Volksschule (schon eher für die Hoffnungslosen), und die Sonderschule, für jene Gruppe bei der das ganze andere System versagte. Mit der Gesamtschule ist alles drinnen, vergessen wurde aber, das ein Klasse nur so gut sein kann, wie das schwächste Glied, die Konsequenz daraus, die Gesamtschule wird schlicht zu einer Sonderschule für alle!

Ich würde mich nicht wundern, wenn mangels Möglichkeiten genau jene in den Drogenkonsum abgleiten, die eigentlich die Stütze der zukünftigen Gesellschaft sein sollte, das so schient es, soll auch das Ziel sein, kein Mündigen Bürger mehr für die Zukunft!

Antworten Gast: sinnfrei
18.06.2012 10:57
0 2

Re: Der Sinn der Schule...

ja die dummen volksschüler, die sind hoffnungslos...können nichtmal gscheit die rechtschreibung

Schulpflicht = komplett überholter Schwachsinn

Schule / Bildung sollte nicht Pflicht, sondern ausschließlich ein Recht sein!

Lernen funktioniert nur mit Freude und auf freiwilliger Basis. Alles andere ist vergebene Liebesmüh. Das Problem ist, unser Bildungssystem tötet jede echte Freude am Lernen.

Schulschwänzer haben sich innerlich von der Schule längst verabschiedet. Wenn man diese nur – wie auch immer – in die Klassenzimmer zurück zwingt wird man nur das Gegengeil erreichen, eine weitere Abkapselung und Auflehnung gegen die Lerninhalte. Die Zeit irgendwo anders zu verbringen, ist in dieser Hinsicht für Schulschwänzer wesentlich lehrreicher.

Wer hier strengere Strafen fordert, hat von Schulschwänzen soviel Ahnung wie der gelegentliche Weingenießer vom Alkoholismus.

Re: Schulpflicht = komplett überholter Schwachsinn

zum einen gibt es hierzulande einmal " Schulpflicht" ( heißt, glaube ich, eigentlich Unterrichtspflicht)

wenn man davon absehen will, diese Kinder in die Schule zwingen, auch gut, als Gegenleistung verlange ich aber Streichung aller finanzieller staatlichen Zuschüsse, bis der Pflichtschulabschluß nachgemacht wird ( soll heißen: Kinderbeihilfe und später Mindestsicherung und ähnliches). warum soll Österreich unwillige präpotente jugendliche und junge Erwachsene durchfüttern, die vermutlich ihr Leben lang für keinen Job zu gebrauchen sind.

Der Schulsprecherin sei gesagt, ohne Strafe geht es nicht. Mit so vielen Vorgesprächen ist es ohnehin wieder zu seicht.
eine Verwarnung des Schüler ,zusätzlich ein Infoblatt, welches mit Unterschrift zurückgegeben wird, ein Versuch die Eltern vorzuladen und aus. Wer nicht binnen einem Monat zahlt oder Zahlungsmodalitäten vereinbart hat, dem wird Kinderbeihilfe oä gestrichen.
Danach, alle weiteren 10 Stunden, ein Gespräch und dann wieder Strafe.

Antworten Gast: fjfjfjfj
18.06.2012 11:03
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Re: Schulpflicht = komplett überholter Schwachsinn

dass lernen nur mit freude funktioniert, da muss ich Ihnen widersprechen. auch das mit der freiwilligen basis ist ein blödsinn. irgendein 13jähriger hat vielleicht mehr interesse daran, etwas mit seinen freunden zu unternehmen, als freiwillig für seine klassenarbeit zu lernen, dann müssen halt die eltern grenzen setzen. als 16jähriger sollte er dann aber schon langsam selbstständig seine sachen erledigen...doch in dem alter endet die schulpflicht sowieso

bemerkung: ich denke nicht dass das system die freude am lernen nimmt, es hängt viel von der autorität der lehrkörper ab.

 
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