20.05.2013 19:19 Merkliste 0

265.000 Kinder in Österreich brauchen Nachhilfe

 (DiePresse.com)

Unverändert hoch ist der Anteil von Schulkindern, die auf Nachhilfe angewiesen sind. Aber immer weniger Eltern könnten sich das leisten, zeigt der aktuelle Nachhilfebarometer der Arbeiterkammer.

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265.000 Kinder in Österreich brauchen Nachhilfe. Das zeigt der diesjährige Nachhilfebarometer der Arbeiterkammer (AK), der heute, Montag, präsentiert wurde. Die Erhebung zeigt außerdem, dass 77 Prozent der Eltern von Schulkindern, nach der Schule mit den Kindern lernen, das entspricht der Arbeit von 47.000 Vollbeschäftigten, wie die AK vorrechnet.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil der Kinder, die Nachhilfe benötigen, nicht verändert. Was sich allerdings verändert hat, sind die Ausgaben für Nachhilfe: Diese sind von 127 Millionen Euro auf 107 Millionen Euro gesunken. AK-Präsident Herbert Tumpel erklärt diesen Umstand damit, dass die allgemeinen Lebenserhaltungskosten gestiegen sind und sich weniger Eltern als im Vorjahr kostenpflichtige Nachhilfe leisten können.

So ist auch der Anteil jener Kinder, die gratis Nachhilfe in Anspruch nehmen, von 50.000 auf 60.000 gestiegen. Ebenso verzichten die Eltern auf teure Sprachferien und Lerncamps im Sommer: Nur noch halb so viele Eltern wie im Vorjahr lassen ihre Kinder an so einem Angebot teilnehmen.

AK: Positive Auswirkung von NMS

AK-Präsident Tumpel sieht außerdem in der zunehmenden Verbreitung der Neuen Mittelschule (NMS) einen Fakor, der die Kosten für Nachhilfe reduziert. So halten die Ausgaben pro Kind für Nachhilfe in einer NMS bei 482 Euro, in einer AHS-Unterstufe sind es demgegenüber 668 Euro. Auch die Häufigkeit der Nachhilfe ist in der NMS geringer.

Tumpel leitet daraus ab, dass die "Schulreform nicht stecken bleiben" dürfe, insbesondere den Ausbau von ganztätigen Betreuungsformen sieht er als probates Mittel, wenn es darum geht, Familien zu entlasten und die Nachhilfekosten zu reduzieren. Als Beispiel bringt er das Bundesland Wien: Hier liegt der Anteil der sechs bis 14-jährigen die einen Platz in der Nachmittagsbtetreuung haben, bei 32 Prozent. Im Bundesschnitt sind es nur 21 Prozent der Schulkinder. Mit Kindern in Wiener Volksschulen müssten 15 Prozent der Eltern nie lernen, im Bundesschnitt haben diesen Vorteil hingegen nur 10 Prozent der Eltern. Derzeit kostet das gemeinsame Lernen außerhalb der Schule Eltern und Kinder etwa 80 Millionen Stunden Freizeit, rechnet die AK vor.

Finanziell schwächere benachteiligt

Außerdem würden die Ausgaben für Nachhilfe zum Großteil Kindern von Besserverdienern zu Gute kommen: Nur 13 Prozent der bezahlten Nachhilfe wird Kindern aus Familien, die ein monatliches Nettoeinkommen von bis zu 1600 haben, gegeben. Demgegenüber erhalten 37 Prozent der Kinder aus Familien mit eine Einkommen von bis zu 2500 Euro Nachhilfe, bei Familien die noch mehr verdienen, sind es gar 50 Prozent.

(thea)

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109 Kommentare
 
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Gast: Gast 3333333333
03.07.2012 19:23
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Nachhilfe

Es wäre interessant zu erfahren, wie viele von denen, die hier auf die schwarz verdienenden Lehrer hinhauen, selbst noch nie einen Pfuscher beschäftigt haben. Dabei verlangt heute jeder Maurer, Fliesenleger usw. - von Elektrikern und Installateuren gar nicht zu reden - mindestens so viel wie ein qualifizierter Nachhilfelehrer.
Ich selbst war sehr froh, als ein guter Lehrer meiner Tochter das Wiederholen der Klasse erspart hat. Das ist mir im Endeffekt auch viel billiger gekommen als ein weiteres Schuljahr.

Gast: Ludmilla
29.06.2012 21:03
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Diese Nachhilfe soll kostenlos sein

Ist doch ein guter Nebenverdienst so eine Nachhilfe.

Seriös?

Wer hier fakten-basierend und seriös informiert sein will, der befrage Google nach 'juhu juku". Wer nicht, darf weiter bashen.

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warum...


weil unserer Welt nicht für die Kinder gedacht ist, sondern für die Interessen der Wirtschaft, Banken, Parteien und diverser Machtblöcke. Würde in den ersten Schuljahren wirklich das beigebracht, was Basisfähigkeiten und Basiswissen ist, kämen alle mit. Wir brauchen kein Pisa, keine Pearl-Studie, kein Bologna und was sonst noch so an Testitis herumgeistert. Dies dient alles nur der Befriedigung der Eitelkeit der jeweiligen Möchtegerns, auch Lehrer sind da,ist angesprochen. Bildung ist eine Lebensaufgabe für den Lernenden und für die Lehrenden. Und Letzteres sind alle Erwachsenen, Vorbilder in diversen Bereichen. Wir sind dabei unsere Kinder, und somit auch unsere Zukunft , auf dem Altar des Konsum-, Jugend-, Schönheits-, Karriere- und Bildungswahns der Spätpubertierenden zu opfern. Ich arbeite seit über 30 Jahren mit mehr oder weniger großem Erfolg mit Jugendlichen. Aber das Verhalten vieler heutiger Eltern ist schlicht und einfach gesagt zum Ko....en.

Wenn die Neue Mittelschule endlich flächendeckend Österreich überschwemmt hat,

und wirklich ALLE Kinder diese Superschule besuchen dürfen, braucht niemand mehr Nachhilfe!!!! Da sind dann alle so am untersten Niveau angelangt, dass wirklich jeder ohne Nachhilfe zurechtkommen wird.

Wer Nachhilfe benötigt, ist in der falschen Schule!

Gast: Wüt Erich
27.06.2012 13:37
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Bekenntnisse

Ich nenne mich 1. Parteiloser, schreibe auch unter „Nachdenken“ und „Faule Säcke“, und ich bin ein armer Narr. Geboren als Kind eines überdominanten Vaters (er war Lehrer), aufgewachsen zwischen Angst und Bettnässen, musste ich viel auswendig lernen, um es zu behalten. Sonderbegabt für Zahlenmaterial und Wissen aus den Perlenreihe-Büchern der 50er Jahre („Was ist der Unterschied zwischen Eisen und Stahl?“) habe ich mehrmals ein Lehramt angestrebt, aber das haben immer nur die Parteigänger bekommen. Nach einem Leben in Zwietracht mit mir und den andern wurde ich zwangspensioniert wegen aktiven Mobbings, Querulantentums und übler Nachrede. So lebe ich jetzt frustriert und allein vor mich hin, weil es keine(r) bei mir aushält. Wenn ich nicht randvoll mit meinen Tabletten bin, gerate ich in Wut und poste, was das Zeug hält.

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Sie können nur polemisieren...

...aber nicht extrapolieren und abstrahieren. Sie sind einer der Typen, die nicht an Radioaktivität glaubt, weil er sie nicht sieht. Sie möchten nicht zurückstecken, OK?
Weil sie es nicht können oder weil sie es nicht wollen?

Warum brauchen Kinder

soviel Nachhilfe in der Schule?

Vielleicht liegt es an den Eltern mit der falschen Schulwahl?

Gast: Exschüler
26.06.2012 09:48
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Ideologie ist der Vater des Gedankens

Den Linken ist wohl kein Mittel zu blöd um den Kindern die Eltern möglichst komplett zu entziehen.

Die einzige Lösung für dieses Problem ist, eine bessere Schule zu machen, nicht die Kinder noch länger an dem ungeliebten Ort zu binden.

4 Stunden Schule sind genug, sowohl für die Kinder als auch um einen vernünftigen Schulerfolg zu erzielen.

Gast: Freiner G
26.06.2012 09:13
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1. Parteiloser

Trotz permanenter Selbstbeweihräucherung, scheinen Sie ein sehr schlechter Schüler gewesen zu sein, der mehrmals wiederholen musste.
Nur so ist ihr gesteigerter Lehrerhass zu erklären.

Und eines haben Sie bis heute nicht gelernt: Den guten Ton zu wahren!

Andere ständig zu belehren und zu beschimpfen lässt auch den Schluss auf eine vernachlässigte Charakterbildung zu!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
26.06.2012 13:32
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Re: 1. Parteiloser

Den guten Ton, für die Beurteilung für Euer Totalversagen, den hattet Ihr doch mehr als 20 Jahre. Darauf wird ganz elegant mit noch geringeren Leistungen und noch viel höheren Entlohnungen reagiert!

Inzwischen sind die Auswirkungen Eures Versagens aber so dramatisch geworden, dass es einfach der passenden Formulierungen bedarf.

Wahrscheinlich stört es Dich, dass Du belehrt werden musst, weil Du auch ein Lehrer ohne die Fähigkeiten / Willen zum Lehren bist.

Ihr steht Heute doch auf der gleichen Stufe mit den Bankern und Politikern, also ethisch vollkommen am Boden zerschellt. Eure Chefin passt also hervorragend zu Euch. Ihr habt das perfekte Symbol bekommen.

Euro Charaktereigenschaften sind doch nur noch zum Kotzen. Flucht aus der Schule, Flucht vor Verantwortung, Flucht vor den Kinder, aber ein gutes Leben auf Kosten der Mitmenschen. Der Hammer dabei ist, dass solche Typen den Mitmenschen dann vernachlässigte Charakterbildung unterstellen. Solche Charaktere wie die Lehrpersonen und deren grausigen Gewerkschafter, solche Charaktere sind doch nur abstoßend und werden von brauchbaren Menschen für die Gesellschaft auch nicht gebildet.

Wer will sich die hässliche Fratze der Lehrpersonencharaktere umhängen?

Und Lehrer kassieren unversteuertes Körberlgeld während der Ferien !

Eine ohnehin überprivilegierte Berufsgruppe mit gut dreieinhalb Monaten Jahresurlaub nutzt die langen Ferien nicht um sich fortzubilden (das wird während der Unterrichtszeit gemacht), sondern um sich durch Nachhilfe noch ein zusätzliches unversteuertes Körberlgeld zu verdienen- zu Lasten jener Eltern, die sich das mehrheitlich kaum leisten können.....und das ist nicht ok !

Re: Und Lehrer kassieren unversteuertes Körberlgeld während der Ferien !

...es ist kein "Urlaub/Ferien", sondern eine "unbezahlte Dienstfreistellung". Ein kleiner aber wichtiger Unterschied.

Antworten Gast: pepigramla
27.06.2012 23:04
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is ja einfach einen 5er geben

Die Eltern sind in der zwickmühle. Die müssen die Nachhilfestunden bezahlen, wenn`s wollen das ihr Kind durchkommt. Die Schulen gehören privatiesiert. Dann wär alles gerechter.

Re: Und Lehrer kassieren unversteuertes Körberlgeld während der Ferien !

niemand muss sich einen lehrer "nehmen", wenn sein schützling nachhilfe braucht - es gibt genug lerninstitute; wennsich aber ein lehrer bereit erklärt, nachhilfe zu geben, was wirklich knochenarbeit ist, warum nicht?
übrigens, ich erkenne keine privilegien im lehrerberuf - wenn er so paradiesisch ist, dann steigen sie um und werden sie lehrer! - in meinen fächern bekommen sie sofort einen job! :-)

Re: Re: Und Lehrer kassieren unversteuertes Körberlgeld während der Ferien !

Die Argumentation "steigen sie halt um!" lasse ich nicht gelten- das ist zu billig und abgedroschen- da müssen Sie sich als Lehrer schon eine bessere Antwort einfallen lassen !

Re: Re: Re: Und Lehrer kassieren unversteuertes Körberlgeld während der Ferien !

ich MUSS in diesem falle gar nichts; sie aber SOLLTEN nur von dingen schreiben (sprechen), von denen sie ein wenig ahnung haben...
übrigens: die eltern können sich keine nachhilfe leisten, wohl aber alufelgen für ihren bmw?
eine sache der prioritäten....

Gast: Ludmilla
25.06.2012 22:14
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Wenn Ihnen an Bildung was liegt

dann muss Nachhilfe Gratis sein. Lehrer sollen auf schwächere Kinder rücksicht nehmen. Diese Kostenlose Förderstunden geben.

Antworten Gast: Gast xxxxxxxx
03.07.2012 19:18
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Re: Wenn Ihnen an Bildung was liegt

Sie sollten zuerst selbst einmal Deutsch lernen,bevor Sie Tipps zum Schulsystem geben.

Antworten Gast: Gast 63
26.06.2012 14:57
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Re: Wenn Ihnen an Bildung was liegt

Es ist jetzt schon 13 Jahre her: Die Lehrerin meiner Tochter bot der Klasse (gratis) Förderstunden in Englisch an, weil eben einige zu schwach waren. In diese Stunde(n) kamen dann nicht die, die Übung gebraucht hätten sondern die besten, meine Tochter und deren Freundin sowie noch weitere 2 gute Schülerinnen.

Ein anderes Beispiel: Ein Mathematiklehrer bot seinen Klassen (kostenlos) eine regelmäßige Übungsstunde am Nachmittag an. Da er selbst den Stundenplan erstellte, konnte er diese Stunde für die Schüler günstig setzen. Bis vor wenigen Jahren wurde dieses Angebot sogar dankbar angenommen. in den letzten Jahren war der Zuspruch schon weniger und im Jahr vor seiner Pensionierung wurde es mehrheitlich abgelehnt, ja es beklagte sich sogar ein Elternteil, darüber dass diese Mathematikübungsstunde um 15 Uhr (zugegeben unter sanften Druck für einige Schwache) stattfinden sollte

Re: Wenn Ihnen an Bildung was liegt

Warum geben Sie nicht kostenlose Nachhilfe? Ihnen liegt doch sicher auch etwas an der Bildung unserer Kinder...

Antworten Antworten Gast: 1.Parteiloser
25.06.2012 23:12
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Re: Re: Wenn Ihnen an Bildung was liegt

Um das Totalversagen der Lehrpersonen in Ö kompensieren zu können machen das doch fast alle Eltern.

Antworten Antworten Antworten Gast: Exschüler
26.06.2012 09:51
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Re: Re: Re: Wenn Ihnen an Bildung was liegt

Wissen Sie, was passiert, wenn Eltern da nicht mitmachen?

wer im unterricht...

mittelmäßig konzentriert aufpasst, seine utensilien dabei hat, hausübungen macht und sich erkundigt (bei lehrern oder mitschülern), braucht keine nachhilfe.
wer das nicht macht, für den gebe ich im letzten ferienmonat gerne nachhilfe; ich habe zeit für ca. 3 nachhilfeschüler, die mir pro stunde 50 euronen zahlen; seit einigen jahren bin ich ausgebucht... ;-)

und.....melden Sie ihre Einkünfte auch dem Finanzamt?

Ihre IP- Adresse ist uns mittlerweile bekannt. Ein Finanzbeamter wird sich demnächst mit Ihnen in Verbindung setzen/ herzlichst- Ihre zuständige Finanzbehörde

Antworten Antworten Gast: Prof. Mag. Wilfrid Ableitinger
27.06.2012 17:46
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Re: und.....melden Sie ihre Einkünfte auch dem Finanzamt?

Der Finanzbeamte - wovon es sowieso zu wenige gibt - wird dann sicher auch ganz genau belegen können, wo und wann der User "obersteirer" Nachhilfe gegeben hat - selten so gelacht!

PS: Bei mir kann er auch gleich vorbeischauen!

 
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Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung