19.05.2013 04:32 Merkliste 0

Hundstorfer will "verpflichtende Ausbildung"

 (Die Presse)

40 Prozent der Arbeitslosen haben nur Pflichtschulabschluss. Bis 2015 soll es eine Ausbildungspflicht für Jugendliche zwischen 15 und 18 geben. "Investition statt Alimentation" sei die Devise.

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[Wien/ES] Die Österreicher werden immer älter. Für den Einzelnen ist das zwar eine erfreuliche Nachricht, für die Gesellschaft bedeutet dies jedoch eine sozialpolitische Zeitbombe. Diese nahm Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) am Donnerstag zum Anlass für eine Diskussionsveranstaltung der SPÖ-Initiative „Österreich 2020“.

„Investition statt Alimentation“ sei die Devise, so Hundstorfer über die notwendigen Maßnahmen, um die Zahl der Erwerbstätigen zu steigern und so dem Problem der Überalterung gegenzusteuern. Deshalb sei ab Herbst ein „Lehrlingscoaching“ geplant, das die Drop-out-Rate senken soll. Auch die jetzige „Ausbildungsgarantie“ soll bis 2015 in eine „Ausbildungspflicht“ verwandelt werden. 40 Prozent der Arbeitslosen haben nur Pflichtschulabschluss. Diese Zahl soll mit einer verpflichtenden Ausbildung für Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren verringert werden.
Ebenfalls im Herbst startet das Projekt „Fit to work“, das Invaliditätspensionen eindämmen soll. Vorgesehen seien Rehab-Maßnahmen und Umschulungen. Man wolle diese Gruppe „nicht mit Sanktionen, sondern mit Betreuung verkleinern“. Problematisch sei, so Hundstorfer, auch ein ständiger Dienstgeberwechsel. Dieser verursache einen administrativen Mehraufwand.

2,5 Mio. Pensionisten bis 2050

Daten der Eurostat zufolge wird die Zahl der Menschen im Alter ab 65 in Österreich bis 2050 von derzeit 1,5 Mio. auf 2,5 Mio. ansteigen. Parallel dazu wird die Zahl jener im erwerbsfähigen Alter zurückgehen, von derzeit 5,7 Mio. auf 5,2 Mio. Österreich steht damit im EU-Schnitt schlecht da. Noch stärker rückläufig sind die Zahlen der Erwerbsfähigen in Deutschland und Polen. Positivbeispiele mit einer Zunahme der Erwerbsfähigen bis 2050 sind Schweden und Großbritannien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.06.2012)

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16 Kommentare

rauf mit der Schulpflicht

auf 12 Jahre! wie in VIELEN anderen Staaten auch. dann würde 'pflichtschulabgänger' automatiach eine positivere Konnotation erhalten.

ich sehe in der österreichischen lösung

bereits den strafenkatalog, wenn jemand keine ausbildung machen will. es ist und bleibt immer der falsche weg, leute mit der androhung von strafen zu ihrem glück zwingen zu wollen, das hat gerade in europa geschichte genug.

wer keine ausbilung machen will, soll sich dann halt den rest seines lebens damit abfinden, dass der hilfsarbeiterjob das höchste der gefühle bleiben wird.

"lieber staat, danke dass du mich regierst..." von den ärzten thematisiert das ganz gut.

Antworten Gast: 002
29.06.2012 10:44
1 0

Re: ich sehe in der österreichischen lösung

..bis der hilfsarbeiter mit 40 draufkommt, dass es doch besser gewesen wäre, zu einer ausbildung verpflichtet worden wäre, weil er halt damals jung und naiv war, und von seinen eltern nicht den nötigen tritt in den hintern bekommen hat.
ich bin gegen strafen, doch so normal es ist, die schule zu besuchen, so normal sollte auch eine ausbildung sein. einen pflichtschulabschluss sehe ich allerdings nicht als vollwertige ausbildung an. dann lieber das lehrangebot massiv optimieren.

wer sich nicht freiwillig weiterbildet

und dankbar dafür ist dass in Österreich überhaupt die Möglichkeit. besteht muss eben als ungelerne Hilfskraft arbeiten.

hätten sie nicht das schulsystem demoliert

bräuchte es das alles nicht.

Antworten Gast: fjfj
29.06.2012 10:45
0 1

Re: hätten sie nicht das schulsystem demoliert

selten so einen schwachsinn gelesen

Gast: Hernalser H
28.06.2012 22:35
6 2

bravo

passt, ohne Pflichten geht´s hier nicht. Ung wer nicht spurt ist abzuschieben!

Antworten Gast: fj
29.06.2012 11:16
1 1

Re: bravo

bravo, bravo
doch vielleicht sollten Sie mal eine gscheite ausbi.., sorry, bildung aneignen, dann würden Sie den missstand in Ihrem posting erkennen

1 2

Re: bravo

Aha - und wohin werden die "Österreicher" abgeschoben? Dämliche Meldung!!!

Antworten Antworten Gast: Heinz I
29.06.2012 12:58
1 0

Re: Re: bravo

In den Knast natürlich! Dämliche Meldung!!!

Gast: Exschüler
28.06.2012 20:48
3 2

Recht oder Pflicht?

Wie wäre es zur Abwechslung mit einem "Recht" auf Ausbildung. Das hätte mehr Aussicht auf Erfolg.

Pflicht haben die Schüler 9 Jahre lang, die Verlängerung wird wahrscheinlich auch nichts bewirken.

Schlau??

Hundsdorfer ist tatsächlich der Überzeugung, dass die aus den Abgaben der Wirtschaft (IEF, FLAF) erzielten Geldsäcke und zuhauf AMS-Mittel weiterhin ohne weiteres an die Schmeissfiegen-Vereine seines Ministeriums unter dem Stichwort Training oder Coaching verteilt werden dürfen. Leitl, Mitterlehner und Kopf sind sichtlich durch ein Junctim ruhiggestellt.
Dabei ist längst erwiesen, dass diese Anhaltung der Jugend in den Ausbildungsgulags lediglich der Beschönigung der Arbeitslosenzahlen dient. Es ist eine äußerst unschöne Täuschung der Jugend, die sich voller Vertrauen in die Hände dieser Organisationen begibt. Wenn sie begriffen haben, dass sie lediglich Transmittersubstanz für die Fütterung von Trainingsvereinen und -organisationen waren, werden sie sich Luft machen. Aber dann ist das Geld - ihr Geld - schon über alle Berge.
Das gleichfärbig geführte Unterrichtsministerium darf weiterhin 25% lehrplatz-chancenlose Absolventen der Pflichtschule hervorbringen, damit die Trainertruppe ausreichend verdienen darf.

jawoll

und zwar für alle politiker

Gast: badbanksmacht
28.06.2012 19:31
0 1

hundstorfer von der SPÖ macht einen sozialabbau bei den asvg versicherten- damit können die sozialisten die mrd.privilegien beim ORf,OeNB, bauern usw. absichern.

hollande und die französischen sozialisten haben die unsozialen pensionsreformen von sarkozy zurückgenommen. wer 41 jahre gearbeitet hat, kann in zukunft wieder mit 60 in pension gehen. und dies ohne abschläge. also- das gilt nur für diejenigen die lange beiträge geleistet haben(41jahre). natürlich regen sich wie immer, auch bei uns nur diejenigen auf, die ein langes studium absolviert haben mit 27 oder noch später angefangen haben zu arbeiten und dann bis 65 arbeiten gehen müssen- das ist ja auch gerecht. denn mit so wenigen versicherungsjahren kann man eben nicht mit 60 in pension gehen - diese regel 41-60 gilt eben nur für die - die eben lange versicherungszeiten haben. und dass die mit 60 gehen können, ist mehr als gerecht.aber faymann und die SPÖ sind von einer sozialen und gerechten pensionsreform für die asvg langzeitversicherten lichtjahre weg. die SPÖ schützt weiter nur die bauern, OenB, ORF,ÖBB oder wiener beamten, die können sogar schon mit 55 gehen. usw.also was für frankreich gut und recht ist, sollte auch für österreich gut u.recht sein- die SPö und faymann werden wohl nach der verlorenen wahl 2013 draufkommen, dass ihre unsoziale politik gegen die asvg arbeitnehmer/asvgpensionen keine lösung für die eu finanz/bankenprobleme ist. die asvg versicherten arbeitnehmer u. asvg pensionen werden von Faymann und der SPÖ nur zu sündenböcken für die banken- u. finanzwirtschaft gemacht. und dafür wird die SPÖ 2013 von den asvg versicherten abgewählt werden.

Re: hundstorfer von der SPÖ macht einen sozialabbau bei den asvg versicherten- damit können die sozialisten die mrd.privilegien beim ORf,OeNB, bauern usw. absichern.

diese pensionsregelungbist übler Stimmenkauf Marke SPÖ - bezahlen tut das irgendwer, aber nicht wir...

wegen Leuten wie ihnen haben wir bodenlose Schulden!!!!
einfach verantwortungslos im Namen von "sozial"
Schmarotzer trifft's eher!

Gast: 1. Parteiloser
28.06.2012 18:38
7 1

Der Kommunist, welcher seinen Willen den Menschen aufzwingen will, der hat nicht einmal die Fähigkeit einfache Pläne zu machen!

Lebenserwartung zu Finanzierungsproblemen der Pensionen führen wird. Eigentlich haben wir das Problem ja heute schon. Die Versicherungen müssen ja zu etwa 10 Mrd. für die ASVG aus der Steuerleistung erhalten, die Ruhegenießer weitere 10 Mrd. Euro. Das Pensionssystem hat also heute schon eine Unterdeckung von satten 20.000 Mio. Euro!

Die Aussage: "die Zahl der Erwerbstätigen zu steigern und so dem Problem der Überalterung gegenzusteuern" ist doch bei dieser Sachlage nur noch krank.

- Wenn die Zahl jener im erwerbsfähigen Alter von derzeit 5,7 Mio. auf 5,2 Mio. zurückgehen wird, dann besteht auf Basis von den aktuell 0,3 Mio. Österreichern doch ein Mangel an Arbeitskräften, sogar um 0,2 Mio.

- Wenn die Zahl der Pensionisten um die genannten 1 Mio. steigen wird, dann wird auch eine Nullarbeitslosigkeit nichts bringen, weil je weniger Berufstätige um die 1 Mio. Menschen mehr versorgen müssten. Das kann sich doch niemals ausgehen!

- „Fit to work“, zur Eindämmung der vielen Invaliditätspensionen wird kaum was bringen, wenn ÖBB und Stadt Wien, etc. deren Bonzerl weiter sehr früh in den schönen Ruhegenuss lassen. Dieser Wahnsinn hat ja mit Invalidität gar nichts zu tun.

- Verpflichtenden Ausbildungen für die Bürger könnten aus der UdSSR, auch aus Nordkorea stammen und werden nichts bringen. Vielleicht werden dann mehr eine Ausbildung am Papier haben, dann aber wieder nichts können. Genauso krank wie Pläne bei der Schulen und den verpfl. Vorschuljahren.

Eduard 2013

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