19.06.2013 00:58 Merkliste 0

Tea Party: „Dumme“ Aussage Schmieds

JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Die Lehrer kritisieren „die großartige Ankündigungspolitik“ der Ministerin. Beim Lehrerdienstrecht liegen „noch Welten“ zwischen den Verhandlungspartnern.

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Wien. Kontraproduktiv, unsachlich und dumm: So kommentieren die Lehrergewerkschafter die Aussage von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Im Interview mit der „Presse“ verglich diese einen Teil der Lehrergewerkschaft mit der Tea Party in den USA.

Bezogen hat sich diese Aussage auf den Widerstand der AHS-Lehrergewerkschaft. Anders als die Lehrer berufsbildender höherer Schulen (BHS) zeigen sich AHS-Pädagogen nämlich nur selten bereit, in einer Neuen Mittelschule zu unterrichten. Die fehlende Bereitschaft und der Lehrermangel machen dem Prestigeprojekt der Ministerin zu schaffen: Der in den Neuen Mittelschulen vorgesehene gemeinsame Einsatz von Lehrern höherer Schulen und Hauptschullehrern ist häufig nicht möglich.

„Das Wording der Ministerin ist nicht angebracht“, sagt Matthias Hofer, Mediensprecher der AHS-Gewerkschaft. Derartige öffentliche Statements würden die AHS-Lehrer nicht zu einem Wechsel motivieren – ganz im Gegenteil.

Dass nur wenige AHS-Lehrer in einer Neuen Mittelschule unterrichten, habe mit dem allgemeinem Lehrermangel zu tun. Zuerst müsste eben der Personalbedarf an den AHS selbst gedeckt werden. Außerdem hätten sich die Gymnasiallehrer bewusst für diesen Schultyp entschieden. Sie seien ausgebildet, um Schüler zur Hochschulreife zu führen. Die AHS-Gewerkschaft sieht den gemeinsamen Einsatz von Lehrern höherer Schulen und Hauptschullehrern generell skeptisch. „Das erweckt den Eindruck, als wären die Neuen Mittelschulen nur dann gut, wenn sie ein Beiwagerl der AHS sind“, sagt Hofer.

Fritz Neugebauer, Vorsitzender der Beamtengewerkschaft, wollte Schmieds Aussagen nicht kommentieren. Paul Kimberger, Chef der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft, holt indes zum Gegenschlag aus: Die Unterrichtsministerin betreibe „großartige Ankündigungpolitik mit wenig Substanz“.

 

Dienstrecht: Inhalt kein Thema

Nicht gut zu sprechen sind die Lehrergewerkschafter auch auf die laufenden Verhandlungen zum neuen Dienst- und Besoldungsrecht. Anfang Mai legte die Regierung einen 26-seitigen Entwurf auf den Tisch, bislang sei man in den Verhandlungen nicht einmal über die ersten drei Seiten hinausgekommen, heißt es. Gesprochen wurde über Formalitäten und die Wichtigkeit der Verschwiegenheit nach außen; vom Inhaltlichen sei man noch weit weg. Laut der AHS-Gewerkschaft liegen zwischen dem Vorhaben des Ministeriums und den eigenen Vorstellungen „noch Welten“. Ende Juli findet die nächste Verhandlungsrunde statt. Solange die Ministerin nur über Geld und Arbeitszeit sprechen möchte, sei eine Einigung unwahrscheinlich, sagt Kimberger.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.07.2012)

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65 Kommentare
 
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kontraproduktiv, unsachlich und dumm.....

.......so könnte man heutzutage, glaube ich, 90% unserer Politiker bezeichnen...

Re: kontraproduktiv, unsachlich und dumm.....

das ist zu viel. es gibt genügend von denen, die schlau genug sind, vor gericht nicht auszusagen, akten, die sie belasten könnten schwärzen zu lassen, den einen anderen kontakt haben, so dass sie trotz etlicher promille und erwischt weiter fahren können usw usf.

das ist kontrakproduktiv und von mir aus auch unsachlich aber nicht dumm...

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Schule

muss Privatsache werden. Jeder soll seines Glückes Schmied (nicht Schmiedin) sein und sich nicht von Dilettanten sein Leben zerstören lassen.

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Schule

muss Privatsache werden. Jeder soll seines Glückes Schmied (nicht Schmiedin) sein und sich nicht von Dilettanten sein Leben zerstören lassen.

ich verstehe nicht

dass die Bevölkerung nicht verstehen will, dass der Fisch beim Kopf zu stinken anfängt. Nicht die Lehrer sind das Problem, auch nicht die Gewerkschaften, sondern ein bildungsministerium, dem Wissen, Leistung und Können nichts bedeutet, weil es mittels Schule versucht, den kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesellschaft zu suchen.Dem Ministerium geht es NICHT um Bildung, sondern darum, alle gleichzuschalten und damit Gesellschaftsprobleme in den Griff zu bekommen (was übrigens nicht gelingen wird) - wann werden das endlich die poster hier verstehen WOLLEN?

Re: ich verwehre mich dagegen

Also so ("... der Fisch beim Kopf ..."brauchens über den Fritz Neugebauer nicht sprechen. Das hat er nicht verdient.
Ich schätze den Fritz Neugebauer als reformfreudig und flexibel ... doch ... ehrlich ... ... ...

Antworten Antworten Gast: gast-lehrer
18.08.2012 07:46
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Re: Re: ich verwehre mich dagegen

hey, a wahnsinn, der neugebauer ist unterrichtsminister

warum wissen nur sie davon ??

sehr sehr naiv!

... und an Populismus nicht zu überbieten.

Was heißt gleichschalten, dass man allen die gleiche Leistung in Mathe, English, Deutsch, usw. abverlangt?

Und natürlich müssen wir uns auf einen gemeinsamen Nenner verständigen. Was ist schlecht daran, wenn ohnedies genug Raum für individuelle Entwicklung bleibt?
Aber das verhindert nun einmal die "Lehrergewerkschaft"! Nach dem Motto, es darf nicht sein, wogegen man sich seit 50 Jahren erfolgreich gewehrt hat.

Traurig, dass das Poster nicht verstehen.

Im Übrigen, sind die D und Ö einer wenigen letzten Länder, die keine Gesamt- und Ganztagsschulmodelle haben. Wie wir wissen, sind das nicht gerade die PISA Sieger, aber das heißt in Ö wohl auch nichts, solange diesen Test die Lehrergewerkschaft nicht veranstaltet.

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Dümmer

Dümmer gehts nicht mehr, was die dummen ÖVP Bildungs-Blockierer und die nicht ganz zimmereinen von der Tea-Party aufführen !!!


Gast: Abdisu (kein Lehrer)
14.07.2012 09:43
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Das ist kein so großes Problem:

Alle Beteiligten – Lehrer, Eltern, Schüler – legen diesen Unsinn aus Torschlusspanik und Ideologie bis zur nächsten Wahl lahm. Am besten: Fundamentalblockade, denn unter den derzeitigen Umständen können sogar vernünftige Ansätze gefährlich ausarten. Und nachher sehen alle gemeinsam, was es zu refomieren gibt. Als erstes sollte das unsägliche BIFIE neutralisiert werden, und wenn wieder der ideologische, praxisferne Ungeist aufkommt: weiterblockieren, bisn es anders wird. Und vor allem: Nicht wieder auseinanderdividieren lassen, wie es der Frau Schmied eine Zeitlang gelungen ist. Ein paar Analphabeten, die ihre bescheidenen Schulerfolge an einer ganzen Berufsgruppe abarbeiten, gibt es immer. Aber die anderen sollen begreifen, dass ohne sie nichts geht. Wenn eine riesige absolute Mehrheit der Bevölkerung die Zerstörung des Gymnasiums missbilligt, wird das doch wohl einer Minderheit von Fanatikern zu kommunizieren sein.

Gast: spark
13.07.2012 08:52
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interessant

dass es in unserer "demokratie" so viele mitläufer und duckmäuser gibt. dabei braucht man nicht einmal angst um sein leben, sondern nur um den arbeitsplatz zu haben.

Gast: dirge
13.07.2012 08:25
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tea party

wahrscheinlich täglich um 5, mit hofdamen und höflingen.

Re: tea party

Zwar nicht immer um 5, aber stimmt tatsächlich: Ich hatte einmal die Ehre dabei zu sein und war nur verwundert!

der eiserne fritzi

kommentiert die sache nicht... weil er ohnehin nur genau ein wort zu allen veränderungen kennt - nämlich "NEIN"

alles realitätsverweigerer - wir in der privatwirtschaft müssen mit dem katastrophalen produkt dieser bildungspolitik arbeiten, um mit immer mehr steuergeld dieses ekelige system aufrechtzuerhalten! vielen dank für nichts!

Re: der eiserne fritzi

da sollten sie sich aber lieber bei den Sozen bedanken. Denn Lehrer, mein Lieber, müssen leider ausführen, was ihnen die dilettantische Politik vorschreibt. Aber so weit reichte ihr Einblick in die Materie wohl noch nicht, nicht wahr?

Re: Re: der eiserne fritzi

das produkt, welches unser (pflicht)bildungssystem erzeugt bleibt im verhältniss zu unseren bildungsausgaben miserabelst

auch wenn man es nicht hören will, meine liebe...

und mal ganz ehrlich - die flexibelste berufsgruppe ist jene, die der liebe hr. neugebauer vertritt nicht unbedingt, oder?

Re: Re: Re: der eiserne fritzi

Vielleicht weil die Flexibilität, welche das ministerium anstrebt für die Erziehungszukunft des Landes kontraproduktiv ist und wenn das jemand weiß, dann sind es die Lehrer. Es wurde schon zu viel Gutes zerstört, oder was meinen Sie, warum jeder Hinz und Kunz sein Kind um jeden Preis durchs Gym bringen will, auch wenn es dafür nicht geeiignet ist? Zumindest in der Stadt ist das so. Oder haben Sie schon von Einem (nennen sie mir auch nur einen) Politiker gehört in ganz Ö, der sein Kind in die NMs schickt?
Eben.

Re: Re: Re: Re: der eiserne fritzi

Aber dass sogar die von Herrn Vizekanzler eingesetzte Expertenkommission neben der IV zu dem Schluss kommt, dass unser System nicht wirklich gut ist, können Sie doch nicht bestreiten!
Wieso fallen wir bei jeder PISA-Studie zurück?
Wegen der Ministerin? Wohl kaum, weil geändert hat sich dank der Lehrergewerkschaft ja noch nichts.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: spark
16.07.2012 05:48
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Re: Re: Re: Re: Re: der eiserne fritzi

die wahl des nicks sagt alles.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: der eiserne fritzi

Soll das ein Argument gewesen sein? Da ist ja die Lehrergewerkschaft besser.

Re: Re: Re: Re: Re: der eiserne fritzi

Wir fallen zurück, weil die Fragestellungen anders sind als bei uns (schauen sie sich doch mal so einen Test an - wir lernen anders,aber nicht doofer), weil außerdem schon seit wenigstens zwei Jahrzehnten eine andauernde Leistungsminderung vorgegeben wird - von den Politikern, nicht den Lehrern. Die müssen sich nur als Erfüllungsgehilfen verdingen, oder Job wechseln.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: der eiserne fritzi

Gehns das ist doch billig und durchsichtig - weil das Ergebnis nicht passt, sind die Fragen schuld.
Ich gehöre nicht zu den Lehrerbashern, weil ich sehr wohl sehe, was Lehrer leisten - und was viele unter ihnen auch nicht leisten.
Was hat ein langgedienter Lehrer in einem Nebenfach noch viel vorzubereiten? Welche Schularbeiten verbessert der?
Man kann und darf solche nicht mit Deutsch- oder Englischlehrern über einen Kamm scheren.
Daher gehört differenziert, wo es Differenzen gibt.
Alle von halb acht bis vier in der Schule - die einen halt mit Schularbeiten verbessern, wenn grad welche anliegen, die anderen betreuen/unterrichten.
Und Dienstschluss ist Dienstschluss. Unfair?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: der eiserne fritzi

Das hört sich wie ein sehr passabler Vorschlag an, dem wohl viele Lehrer zustimmen würden.
Und man muss vielleicht auch mal differenzieren - wenn sie schon davon schreiben - von welcher Schule man spricht. Nur Nebenfachlehrer gibt es in Pflichtschulen nicht. Das ist das Gym - und die haben eine gute Gewerkschaft. Die sagen zwei Sätze und die Schmied ist weggefegt. Es sind die Pflichtschullehrer, die immer die Krot schlucken und auch keine besonders gute Gewerkschaft haben. Obwohl ich annehme, dass das Lehrerbashing sich großteils gegen die Gymlehrer richtet - aber wer differenziert denn schon, bitte schön?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: der eiserne fritzi

und jetzt haben sie es doch bestätigt, dass das "nein" und die verhinderung anscheinend eine "gute" gewerkschaft ausmacht!

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Zu anderen als dummen Aussagen ist Schmied nicht fähig.


Re: hingegen

Ihre Aussage hingegen nimmt sich als Ausbund von intellektuellem Hochstand aus, also meinen tiefsten Respekt für diese, Ihre, quasi schon nobelpreisverdächtige hochqualifizierte Stellungnahme!

Wenn sie sich da bloss kein Beispiel nimmt ... ... ...

 
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Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung