24.05.2013 15:52 Merkliste 0

AK: Nachhilfe im Sommer für viele Familien zu teuer

 (DiePresse.com)

Die Kosten für Nachhilfe steigen, viele Eltern müssen dabei offenbar sparen. Auf Lerncamps und Sprachferien wird häufig verzichtet.

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Die Kosten für Nachhilfe im Sommer steigen und die Eltern müssen offensichtlich wegen allgemein zunehmender Lebenshaltungskosten dabei sparen. Das zeigt eine Ifes-Umfrage im Auftrag der Arbeiterkammer, die am Freitag veröffentlicht wurde. Heuer zahlt eine Familie für die Nachhilfe ihres Kindes bzw. ihrer Kinder während der Sommerferien im Schnitt 442 Euro, um neun Prozent mehr als im Vorjahr (407 Euro). Gleichzeitig zeigt sich ein massiver Rückgang der Familien, die solche Sommer-Nachhilfe überhaupt in Anspruch nehmen - von hochgerechnet 96.000 im Vorjahr auf nur mehr 40.000 in diesem Sommer.

Nach Angaben der Arbeiterkammer wird für Sommer-Nachhilfe nur noch bezahlt, wenn das Kind im Herbst eine Nachprüfung hat. Lerncamps oder Sprachferien zur allgemeinen Verbesserung der Leistung wurden offenbar gestrichen.

AHS-Oberstufe kommt am teuersten

Am höchsten sind die Kosten für Sommer-Nachhilfe mit 535 Euro bei Familien, deren Kinder die Oberstufe des Gymnasiums besuchen. Gehen die Kinder in die AHS-Unterstufe, liegen die durchschnittlichen Kosten bei 525 Euro. Erheblicher günstiger ist es mit 370 Euro, wenn das Kind eine Neue Mittelschule besucht (derzeit noch im Schulversuch). Laut AK brauchen an der Neuen Mittelschule 17 Prozent der Schüler private Nachhilfe, im Gymnasium sind es 34 Prozent.

Die Ifes-Umfrage zeigt auch den Wunsch der Mehrheit der von Nachhilfe betroffenen Eltern nach einer besseren Unterrichtsgestaltung. Durch schulische Nachmittagsbetreuung mit individueller Förderung oder Ganztagsschule sollten die Kinder den Lernstoff von vornherein verstehen.

AK fordert verpflichtende Lernförderung

Auch AK-Präsident Herbert Tumpel fordert, dass die Schule mehr Verantwortung für den Lernerfolg übernimmt. "Der Sommer soll zur Erholung da sein, nicht zur Nachhilfe", so Tumpel. Die Arbeiterkammer fordert u.a. eine verpflichtende Lernförderung und sozialpsychologische Betreuung in der Schule, wenn die Gefahr eines negativen Abschlusses droht.

(APA)

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16 Kommentare

warum zu teuer? weniger, da sowieso weniger 5er

Vielleicht brauchen einfach weniger SchülerInnen Nachhilfe? Ist danach gefragt worden?

Es geht ja auch die Zahl der 5er zurück.
Grund dafür sind übrigends nicht bessere Leistungen sondern (von LSR, Direktor, Eltern) unter Druck gesetzte Lehrer, die einfach irgendwann resignieren und nachgeben, da ihr Job (Vertragslehrer) ja davon abhängt.

Ein aktuelles Bsp. aus dem letzten Jahr: zuerst gibt dan BMUKK inkl. BIFIE Beurteilungsschemata für die neue Matura heraus, diese werden in ofiziellen Seminaren verbreitet und dann waren plötzlich die Lehrer schuld, dass sie sie zur Vorbereitung der Schüler angewendet haben.
Zu allem Überfluss kam dann noch die Information (via Medien), dass allen Berufungen statt gegeben wird.

Klar gibts weniger 5er!

ich gebe gerne nachhilfe,...

kostet 50 euro pro stunde, und bin auch ausgebucht!
man muss eben prioritäten setzen; einteures auto wollen sich die meisten ja auch leisten...
ich sehe darin kein problem; wir lehrer unterstützen die lernwilligen schüler das ganze schuljahr hindurch, und wenn es wirklich nicht geht, dann war eben das interesse oder die kognitive kapazität nicht ausreichend.
mit beidem muss man als vater oder mutter umgehen lernen!

Re: ich gebe gerne nachhilfe,...

50 euro die stunde - da sind sie für eine akademische arbeitsstunde ja extrem billig.

fragen sie einmal einen in der freien wirtschaf befindlichen berater, gutachter, rechtsanwalt, notar, vortragenden von der uni (vom birnbacher in kärnten will ich gar nicht reden :-)).

und selbst nicht akademiker. was kostet eine meisterstunde von einem mechaniker, elektriker usw.?

also ihre 50€ sind somit mehr als ein sonderangebot!

Re: Re: ich gebe gerne nachhilfe,...

weiss ich eh, bin ja ein menschenfreund ;-)

Gast: Stiefmütterchen
19.08.2012 20:44
2 1

Die gute alte Zeit

Was waren das früher noch schöne Zeiten als man alles was man für Prüfungen in der Schule brauchte auch in der Schule lernte.
Heute kriegen die Schüler höchstens gesagt, was sie zu lernen haben und selbst darauf kann man sich nicht verlassen.

Gast: bärig
18.08.2012 20:07
1 2

AHS

Die AHS in Wien nehmen heutzutage jeden Schüler auf, um möglichst viele Klassen eröffnen zu können (damit Lehrer beschäftigt sind und Direktoren dazuverdienen). Spätestens am Ende der 1. Klassen könnten wenig lernbereite Kinder in die HS geschickt werden, wenn die Lehrer genügend stichhaltige Aufzeichnungen über deren nicht erbrachte Leistungen hätten! Aber das würde viel mehr Arbeit erfordern!

Re: AHS

Man kann die Schüler überhaupt nicht zurückschicken; sie haben ja schließlich das Recht zu wiederholen. Davon machen ja auch viele Gebrauch.
Es ist nicht eine Frage der Aufzeichnungen.

nachhilfe

nachhilfe brauchen nur die schüler, die sich nicht genug anstrengen (wollen) und jene, die in der falschen schule sitzen.

Lösung (größtenteils)

Na dann: unter dem Jahr mehr/besser/effektiver lernen.
Und einmal nachdenken, ob man im richtigen Schulzweig sitzt, oder ob eine höhere Schule überhaupt das geeignete ist.

[das mag jetzt sehr provokativ wirken - ist aber sehr verkürzt das eigentliche Problem vieler schlechter Noten]

Gast: Franzia
17.08.2012 19:07
1 7

Da ist einer für den anderen da.

Die einen Lehrer teilen 5 er aus. die andern Lehrer bessern sich ihr Taschengeld mit Nachhilfestunden. Die Eltern sollen bezahlen.

Das muss ein Serice der Lehrer sein. Statt den langen Ferien. Nachhilfestunden geben.

Jeder ist in dem Fach gut, mit dem er zu tun hat.

Ansonsten brächten wir ja nicht soviel verschiede Berufe. In einen Fach gut sein. Ist nciht wirklich ein Problem.................

Gast: Na klar
17.08.2012 14:57
14 0

Aufpassen

2/3 der Nachhilfestunden wären völlig unnötig, wenn die Kinder und Jugendliche endlich mal im Unterricht aufpassen und mitarbeiten würden.
Hier sollten sowohl die Lehrer/die Schule aber auch die Eltern mit in die Pflicht genommen werden! Wenn die eltern vor Schuleintritt nicht den Grundstein gelegt haben sind die Lehrer machtlos!

Antworten Gast: Privatlehrer
20.08.2012 08:13
0 0

Re: Aufpassen

Können Sie auch aufzeigen, worauf Sie sich mit ihrer Forderungen an Schüler und Eltern berufen oder erfinden Sie einfach irgend ein Gesetz weil es grad so in Ihre Ideologie passt?

Allgemeine Schulpflicht wurde eingeführt, damit auch die Kinder etwas lernen, die von zu Hause nichts mitbekommen. Eltern, die wissen wie man Kinder lehrt, bräuchten keine Schule, deren Kinder würden auch ohne Schule eine hervorragende Bildung bekommen.

Gast: besorgte Außenstehende
17.08.2012 13:24
3 0

Lauter Betriebsblinde?

Auch AK-Präsident Herbert Tumpel fordert, dass die Schule mehr Verantwortung für den Lernerfolg übernimmt. - Kurz regt das 2. Kindergartenjahr an. Und weder die Unterrichtsministerinnen noch die Berufsverantwortlichen haben sich bisher Gedanken gemacht, ob im jetzigen Bildungssystem ein Hund drinnen ist? Das kann nur Betriebsblindheit sein - und hoffentlich nicht Parteiborniertheit. Bei Systemproblemen wird überall anders eine externe Systemanalyse durchgeführt. Es ist allerhöchste Zeit, vom Schwadronieren in den Parteien zum sinnvollen Entscheiden zu kommen.

Re: Lauter Betriebsblinde?

geht in österreich nicht. das eingstehen von fehlern ist kulturbedingt sowas von komplett unmöglich. "mir san mir" und wenn wir zb bei olympia nix reissen muss es an "denen" liegen usw usf.

Gast: Eleonora K.
17.08.2012 13:12
3 0

Nachhilfe in den Ferien

"Tumpel fordert, dass die Schule mehr Verantwortung für den Lernerfolg übernimmt". Na bravo! Wer sonst sollte diese Verantwortung übernehmen? Was ist das für ein Unterricht, wenn die Lernhilfe bereits ein Geschäftszweig ist?
Manchmal glaube ich, ich träume, wenn ich mir die Aussagen unseres politischen oder sonstigen Personals auf der Zuge zergehen lasse.

Antworten Gast: leiderkeintraum
17.08.2012 13:28
0 0

Re: Nachhilfe in den Ferien

Ein Geschäftszweig - hoffentlich ganz ohne Schwarzarbeit! Bei dem Jahresumsatz im Nachhilfegewerbe sollte man nicht nur die Baustellen überprüfen. Der Staat braucht jeden Cent.

Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung