22.05.2013 22:04 Merkliste 0

Laizisten kritisieren Schulmesse

 (DiePresse.com)

Es sei "ungeheuerlich", dass diese Praxis auch in vielen öffentlichen Schulen noch selbstverständlich sei, so die Initiative Religion ist Privatsache.

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Die laizistische "Initiative Religion ist Privatsache" stößt sich an der Schulmesse bzw. an dem Schulgebet. "Dass diese diskriminierende Praxis auch in vielen öffentlichen Schulen noch als Selbstverständlichkeit gilt, ist eine Ungeheuerlichkeit", kritisiert der Vorstand der Initiative, Heinz Oberhummer in einer Aussendung. Die Schule solle der Bildungsvermittlung, Demokratieerziehung und insbesondere der Integration und nicht der Glaubensvermittlung bzw. der Ausgrenzung von Nicht- oder Andersgläubigen dienen, betonte Oberhummer.

Die Abmeldemöglichkeit vom Schulgottesdienst hält Oberhummer für nicht ausreichend: "Warum müssen nicht- bzw. andersgläubige Eltern gezwungen werden, ihren Kindern zu erklären, warum sie nicht gemeinsam mit ihren Freunden das Schuljahr beginnen dürfen?" Er sehe auch nicht ein, wieso an öffentlichen Schulen Gottesdienste für alle Schüler abgehalten werden, während "die wenigsten Kinder oder Eltern daran denken, außerhalb der Schule die Kirche zu besuchen".

(APA)

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36 Kommentare
 
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abmelden

wo liegt denn das Problem dass die Leute die ihre kinder am Gottesdienst beiwohnen lassen wollen diese in Zukunft anmelden anstatt dass man sich abmelden muss wenn man keine religiöse Ausbildung wünscht? da fürchten sich die Katholiken wohl zu sehr davor dass ihnen die Anmeldungen wegbleiben würden weil das den Gläubigen zu viel Zeitaufwand wäre...

Gast: qerty
05.09.2012 09:23
6 0

Der Oberhummer ist witzig

"Warum müssen nicht- bzw. andersgläubige Eltern gezwungen werden, ihren Kindern zu erklären, warum sie nicht gemeinsam mit ihren Freunden das Schuljahr beginnen dürfen?"

Na ja, weil die Eltern halt nicht wollen, dass ihre Kinder mit Religion in Berührung kommen. Religion ist eben ein Faktum, ob das dem Oberhummer passt oder nicht.

Von Vielfalt haben die Atheistentalibans noch nichts

gehört!

Antworten Gast: schlÄchter
06.09.2012 08:44
1 2

Re: Von Vielfalt haben die Atheistentalibans noch nichts

sg ganymed3!
und auch nichts von den religiösen-gesellschaftspolitischen wurzeln des laizismus, der säkularität und des positivismus.

mfg
s.

p.s.. "atheistentaleban" - sehr passende umschreibung dieser zeitgeisterscheinung gewisser postchrist. gesellschaftszweige.

Heuchler

"nicht- bzw. andersgläubige Eltern gezwungen werden, ihren Kindern zu erklären, warum sie nicht gemeinsam mit ihren Freunden das Schuljahr beginnen dürfen" :
Sie beginnen das Schuljahr sehr wohl gemeinsam - in der Klasse, wenn alle anwesend sind. Von Nichtdürfen ist keine Rede, sondern eine bewusste Unterstellung und gezielte Fehlinterpretation.

Die Nicht-und Andersgläubigen zwingt keiner zu irgendeiner Teilnahme.
Ihr aber nehmt euch heraus, Gläubigen etwas zu verbieten, womit ihr nichts zu tun haben wollt.

Es tut nicht weh, wenn Kinder, die den Rel.Unterr. besuchen, das Schuljahr mit einem Gottesdienst beginnen.
Ihr habt doch das Wort "Toleranz" auf euren Bannern stehen. Oder?
Dann praktiziert sie auch.

Gast: Störrisch...
04.09.2012 11:00
4 3

Schulmesse abschaffen...

...ich bin dafür...habe 1997 maturiert und damals hat das 99 % der Schüler schon gelangweilt...und ich komme vom Land!


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atheisten

übrigens: Atheisten und Laizisten sind grundverschiedene Geisteshaltungen. aber dazu muss man sich etwas tiefer mit der Materie befassen......

Re: atheisten

gratuliere zu ihrer kurzen prägnanten zusammenfassung der forumsdiskussion. aber wer will schon so tief in die materie vordringen...da müsste man dann manchmal die eigene meinung hinterfragen.

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Freiheit

Freiheit bedeutet u.A. sinngemäß, so zu leben wie man es möchte (natürlich mit gewissen Einschränkungen). natürlich mutet es dem christlich sozialisiertem Menschen ungeheuerlich an, wenn die Zwangsbeglückung in teils (zu) scharfen Worten kritisiert wird. aber seien wir ehrlich: ändert sich je etwas, wenn man "leise" ist? eben!

Religion verliert ihren Sinn völlig, wenn sie aufgezwungen wird. Religiosität kann viel gutes bewirken und praktisch in jeder "echten" Religion ( nicht Scientology etc.) sind Respekt, Liebe zum Individuum und Friedfertigkeit wesentliche Werte. wie soll das unter Zwang funktionieren? sind die Menschen in Afghanistan oder im Iran wirklich friedfertiger als in Frankreich, Südafrika oder Österreich?
verordnete Religiosität kippt auch leicht in Ideologie - da gibt's genug Beispiele dafür.

generell kann man beiden Meinungen etwa abgewinnen.

also sollte man entspannt über das Thema reden können und nicht nur argumentieren "unerhört, das war immer schon so"

Gast: dirge
04.09.2012 07:17
4 0

freiwillige schulmesse ist in ordnung

aber wenn lehrer nur mehr dazu da sind, die schüler während der messe ruhig zu halten, damit der pfarrer seine rituale störungsfrei zelebrieren kann, dann stimmt etwas nicht.

Toleranz haben die Atheisten noch nix gehört.

Man kann nicht alles zerstören, was man nicht mag.

Antworten Gast: ZARA
04.09.2012 08:58
2 2

"Rechtscheibung haben die Med-iziner noch nix gehört.

Aber die Woche werden Sie ja eingeschult.....

Re: "Rechtscheibung haben die Med-iziner noch nix gehört.

Da ging es doch eher um Grammatik oder?

0 1

Re: "Rechtscheibung haben die Med-iziner noch nix gehört.

Ganymed ist ein Mond... Hab bei Oberhummer mal einen Vortrag darüber gehalten auf der Uni

wer ein ehrlicher atheist ist

muss sich im klaren sein, was geschieht, wenn man religion, gott, aus dem leben streicht - komplett streicht.
friedrich nietzsche bietet dafür einen guten lesestoff.

1 1

was geschieht, wenn man religion, gott, aus dem leben streicht

Wenn dieser Gott gestrichen wird, passiert gar nichts - oder das gleiche wie damals, als meinen 200kmh-Tennisaufschlag aus meinem Repertoire gestrichen habe....den hat es auch nie gegeben, also hat sich nicht geändert.

Re: wer ein ehrlicher atheist ist

wer ein ehrlicher gläubiger ist, muss sich im klaren sein, was geschieht, wenn man religion, gott als maß aller dinge in der gesellschaft ansetzt.

täglich in den nachrichten nachzulesen.

Die Fundis samt inntolerantem Weltbild

kennen keine Rücksicht.

Gast: selberlehrer
03.09.2012 17:22
9 11

Weit weg von der Realität

Schulmessen sind ein Angebot, freiwillig, wer mag, geht hin. Die Kinder halten es schon aus, wenn die Freunde eine Stunde wo anders sind. Und die religiöse Vielfalt in einer Schule (zu der eben auch das Christentum gehört) ist nicht weg zu leugnen. Es ist eher ungeheuerlich, dass das jemand in einer pluralistischen Gesellschaft als ungeheuerlich ansieht. Schule bildet ja die Gesamtheit einer Gesellschaft ab. Wer darf also vorgeben, was in der Schule vorkommen darf und wer nciht? Und weshalb ausgerechtnet eine Gruppe, die Religionen kategorisch ablehnt?

Antworten Gast: nur neugierig
03.09.2012 20:36
3 3

Re: Was haben die Rotstrichler eigentlich dagegen einzuwenden,

dass niemand zum Besuch des Schulgottesdienstes gezwungen wird?

Ein merkwürdiges und erschreckendes Unverständnis über Sinn, Zweck und Ziel von Religion ( egal welchen Bekenntnisses ) ist immer wieder zu bemerken

Wie kann man etwas, das man gar nicht kennt, so pauschal ablehenen, ja, verdammen, bevor man selber - aus eigener Erfahrung - zu dem Thema urteilsfähig ist.

Wie beim Essen : ... das kenn´ ich nicht, das esse ich dann auch nicht, weil es gar nicht schmecken kann. Argumentation und Verhalten dummer, unerfahrener Kinder .....

Re: Ein merkwürdiges und erschreckendes Unverständnis über Sinn, Zweck und Ziel von Religion ( egal welchen Bekenntnisses ) ist immer wieder zu bemerken

tja ich würde nicht sagen dass alle Atheisten nicht in den Genuss einer religiösen Ausbildung gekommen sind

Antworten Antworten Gast: schlÄchter
06.09.2012 08:49
1 0

Re: Re: Ein merkwürdiges und erschreckendes Unverständnis über Sinn, Zweck und Ziel von Religion ( egal welchen Bekenntnisses ) ist immer wieder zu bemerken

sges dumpfbackerl!
da haben sie vermutlich recht-nur haben es entweder die lehrer nicht verstanden den ursprung, den sinn und zweck von religion zu vermitteln oder haben/wollten es die schüler nicht verstehen ?

vorposter matthies hat es mmn sehr schön umschrieben und ist es erschreckend wie sich religionsgegner zunehmend der negativen methoden der kirchen und des organisiseerte klerus bedienen um ihr weltbild zu dogmatisieren.

mfg
s.

Ist der Herr Oberhumer schon auf die Idee gekommen, dass es vielen Eltern nicht stört, wenn die Kinder zur Schulmesse gehen, auch wenn sie selbst nicht zur Messe gehen?

Ja, Herr Oberhumer, es gab eine Zeit da wurde der Religionsunterreicht aus der Schule verbannt, war keine schöne Zeit und brachte unendlich viel Leid über die Menschen. Denken Sie mal darüber nach.

Ja, Frau Weiss, es gab eine Zeit da war der Religionsunterricht in der Schule Pflicht, war keine schöne Zeit und brachte unendlich viel Leid über die Menschen. Denken Sie mal darüber nach.


Re: Ja, Frau Weiss, es gab eine Zeit da war der Religionsunterricht in der Schule Pflicht, war keine schöne Zeit und brachte unendlich viel Leid über die Menschen. Denken Sie mal darüber nach.

Na so viele Verbrecher wie zwischen 38 und 45 gab es damals nicht.

 
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Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung