Marek: "Einheitsschule ist kein Thema"

BERNADETTE BAYRHAMMER UND JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Die neue ÖVP-Bildungssprecherin Christine Marek wünscht sich im Interview mit der "Presse" mehr Geld für "Brennpunktschulen. Den Begriff „Ghettoklassen“ findet sie letztklassig.

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Die Presse: Man fragt sich bisweilen, wofür die ÖVP eigentlich eine Bildungssprecherin braucht. Würde es nicht ausreichen, einen Vertreter der Lehrergewerkschaft hinzusetzen? Die ÖVP ist ja zuletzt nicht durch innovative Ideen aufgefallen.

Christine Marek: Ich halte es für falsch, die Gewerkschaft immer als Blockierer hinzustellen. Zudem haben wir in der Koalition viel weitergebracht: Neue Mittelschule, Ganztagsbetreuung, um zwei Beispiele zu nennen.

Gerade diese beiden Reformen sind aber nun wirklich keine Initiativen der Volkspartei.

Da darf ich korrigieren. Die Initiative für die Ganztagsbetreuung geht auf die ÖVP-Ministerin Elisabeth Gehrer zurück. Und mit dem verpflichtenden Gratiskindergartenjahr, das ich selbst verhandelt habe, haben wir einen bildungspolitischen Meilenstein gesetzt.

 

Bei Ihrem Antritt haben Sie gesagt, das österreichische Bildungssystem sei besser als sein Ruf. Bildungstests sagen etwas ganz anderes. Verkennen Sie da nicht die Lage?

Wenn Sie sich die Jugendarbeitslosigkeit ansehen, stehen wir sehr gut da; bei der dualen Ausbildung sind wir exzellent. Es gibt sicherlich in vielen Bereichen Handlungsbedarf. Aber ich halte nichts davon, wenn wir permanent alles krank jammern.

 

Gerade in Wien sieht die Sache aber tatsächlich nicht gut aus, das zeigen die Bildungsstandards.

Wir müssen uns etwa die Hotspots der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache ansehen. Auch die soziale Situation ist ein Riesenthema. Sogenannte Brennpunktschulen sollten mehr Ressourcen bekommen.

 

Woher soll das Geld dafür kommen?

Da müssen Sie die Ministerin fragen. Eine schlankere Verwaltung in manchen Ländern etwa wird sicher ein Thema sein.

 

Zu einem anderen Thema: die Gesamtschule. Sehen Sie auch Argumente dafür?

Ich wüsste nicht, welche. Und das differenzierte Schulsystem hat sich sehr bewährt.

 

Teile der ÖVP sehen das aber anders. Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter etwa.

Es gibt einen einstimmigen Beschluss, in dem wir uns für die Beibehaltung des Gymnasiums aussprechen. Es gibt kein Einheitskind, daher ist eine Einheitsschule kein Thema.

Dieser Logik nach gibt es zwei Arten von Kindern.

Die innere Differenzierung ist in den beiden Schultypen besser möglich. Und wir werfen Bewährtes nicht einfach so über Bord.

 

Bei manchen Themen, etwa der Ganztagsschule, hat man den Eindruck, dass die ÖVP einen Spagat hinlegen muss zwischen dem Bewahren und der veränderten gesellschaftlichen Realität.

Das sehe ich gar nicht so. Besonders im urbanen Raum ist klar, dass es die verschränkte Form und die reine Nachmittagsbetreuung braucht. Ich verwehre mich nur dagegen, dass eine der beiden verpflichtend ist. Generell müssen wir uns die Basis ansehen.

 

Ich nehme an, Sie sprechen vom Kindergarten.

Ja. Man fängt ein Haus ja auch nicht im ersten Stock zu bauen an. Der Kindergarten ist die erste Bildungseinrichtung. Die Frage ist, wie wir die Kinder optimal fördern können, damit sie mit guten Voraussetzungen in die Schule kommen.

Geht es für Sie da auch um die Frage nach den Deutschkenntnissen vor Schuleintritt?

Absolut. Derzeit werden die Kinder oft relativ lange in der Schule „mitgeschleppt“ – ohne ausreichende Förderung. Wenn sie aus der Schule kommen, haben sie zu wenig Chancen. Wäre es nicht gescheiter, sie von Anfang an in einer Intensivphase fit zu machen?

 

SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied lehnt den Vorschlag als „Ghettoklassen“ ab.

Den Begriff „Ghettoklassen“ finde ich letztklassig. Und ich halte es für falsch, den Vorschlag einfach abzuqualifizieren. Wie so etwas konkret aussehen kann, muss man sich ansehen. Man kann ja auch Mischformen machen, eine Art Kurssystem zum Beispiel.

Schmied wünscht sich in Verhandlungen mit der Lehrergewerkschaft mehr Unterstützung von der ÖVP. Kann sie mit Ihnen rechnen?

Es sind Sozialpartnerverhandlungen und keine Parteienverhandlungen.

 

Die politische Symbolik wäre nicht unwichtig.

Es geht nicht um die politische Symbolik. Es geht darum, dass die Sozialpartner vernünftige Rahmenbedingungen schaffen.

Zur Person

Christine Marek (44) ist seit zwei Wochen neue ÖVP-Bildungssprecherin. Als Familienstaatssekretärin hatte sie zwischen 2007 und 2010 schon Berührungspunkte mit dem Thema Bildung. Im September des Vorjahres kehrte Marek nach einer kurzen Zeit als Chefin der ÖVP Wien in den Nationalrat zurück. Sie folgt als Bildungssprecherin auf Werner Amon, der die europa- und außenpolitischen Agenden der ÖVP übernimmt. [APA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2012)

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126 Kommentare

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

und? als ich noch in der Schule war Konnten auch einige bis in die oberstufe nicht richtig lesen- im Sinne nämlich von zügig und rasch... wurde halt damals nicht international getestet zum auswerten - und das in einer Klasse ohne Ausländer.. unvorstellbar, oder ;)

dennoch maße ich mir nicht an irgendwelche empfehlungen für irgendwen abzugeben...

nur Stillstand ist immer schlecht, darum ist so eine Gesamtschule schon ganz gut

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

wo geht das argument daneben? ist doch so, nicht? nur weil man Kinder hat kann man doch auch nicht ein kindererziehungs buch schreiben, oder als Musik professor...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Was würden Sie sagen, wenn Sie ein Auto kaufen und das Auto läuft nicht richtig, der Motor stirbt an jeder Ampel ab, die Bremsen versagen häufig, der Blinker blinkt nur wann er will, usw.
Sie protestieren beim Händler und der sagt Ihnen: Bloß weil Sie ein Auto fahren können, haben Sie noch lange keine Ahnung von Technik, also können Sie da nicht mitreden.

Es geht nicht darum, dass die Bevölkerung die Arbeit der Lehrer machen will, es geht darum, dass die Bevölkerung mit der Arbeit der Lehrer höchst unzufrieden ist.
Da die Bevölkerung die Arbeit der Lehrer bezahlt, hat sie auch das Recht die teuer bezahlte Arbeit mit dem miserablen Ergebnis zu kritisieren und eine Verbesserung zu fordern.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Und noch was, die Autos und die Kinder die 1950 das Licht der Welt erblickten waren wesentlich einfacher zu handhaben. Ich hoffe sie fahren einen Käfer BJ 1950 und muten ihrer Werkstatt kein Auto mit der heute üblichen komplizierten Elektronik zu, sonst kriegt der Mechaniker ein Burnout.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Ich habe nicht den Eindruck, dass Sie mich verstanden haben.
Ich weiß auch nicht was Sie unter der neuen Pädagogik verstehen. Ich habe bisher noch nichts von einer neuen Pädagogik mitgekriegt. In den letzten Jahren wurde nur ein bisschen Kosmetik gemacht, ein bisschen umgefärbelt und man glaubt das reicht.

Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Jede Schule macht ihre Aufnahmsprüfung??? Die Volksschule in Hintertupfing schickt die schlechten weg? Sollen die Eltern nach Wien übersiedeln?

Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Es ist schwierig ein so umfangreiches Thema mit ein paar Sätzen behandeln zu wollen. Deshalb müssen Sie aber nicht irgend einen Käse widerlegen, den ich gar nicht geschrieben habe.
Wenn sie meinen Beitrag sinnerfassend gelesen hätten, dann müssten Sie erkennen, dass es zu der von Ihnen beanstandeten Situation niemals kommen kann.
Dann muss Ihnen noch unbedingt gesagt werden: Es gibt keine "schlechten" Kinder, es gibt nur Kinder mit unterschiedlichen Begabungen. Ich kann nur hoffen, Sie sind keine LehrerIn, bei soviel Verachtung, die Sie den Kindern entgegenbringen.

Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Zu Ihrer Beruhigung - ich bin weder Lehrer noch bringe ich Kindern Verachtung entgegen - im Gegenteil. Und des sinnerfassenden Lesens bin ich mächtig. Wie kann man Ihre Worte anders interpretieren, als ich es tat: "jede Schule soll ihre eigene Aufnahmeprüfung anbieten und bekommt dann die Schüler, die am besten abgeschnitten haben, soviele wie sie zuvor angegeben hat, dass sie aufnehmen kann. "?

Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Wenn Sie von "schlechten" Kindern reden, dann drückt das Verachtung aus.

Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Dann revidiere ich und sage: diejenigen Kinder, die schlechter abschneiden - zufrieden?

Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Was ist da so schwer zu verstehen?
Wenn eine Schule in einem Jahrgang 20 Schüler aufnimmt, dann nimmt sie 20 Schüler auf. Wenn sich 38 Schüler bewerben, dann können 18 nicht aufgenommen werden, egal ob mit oder ohne Aufnahmeprüfung. Natürlich wird man in Ballungsräumen mehr differenzieren können als in dünn besidelter Gegend. Wenn eine Schule dort pro Jahr 20 Kinder aufnehmen kann und es gibt nur 18 Schüler, dann werden eben alle 18 Schüler aufgenommen. Wenn es aber 38 Schulanfänger gibt, dann wird sich die Gemeinde wohl überlegen müssen, wie sie die 38 Schüler unterbringt. Man wird dann eine kleine Schule, die nur Platz für 20 Kinder hat, nicht zwingen 50 Kinder aufzunehmen - egal ob mit oder ohne Aufnahmeprüfung. Dann wird man eben eine weitere Schule aufmachen. Es macht doch durchaus Sinn, wenn z.B. die eine Schule Schwerpunkt Sprache hat und z.B. von Beginn an eine Fremdsprache anbietet und eine andere Schule nimmt Schwerpunkt Sport. Jede Schüler macht in beiden Schulen die Aufnahmeprüfung. Wer in einem Fach gut ist, im anderen schwach, wird froh sein für die Entscheidungshilfe, welche Schule die richtige ist. Wer in beiden Bereichen gut ist, kann wählen. Wer in beiden Bereich schwach ist, muss die Schule nehmen, die von weniger Schülern gewählt wurde und daher noch freie Plätze hat.
Sehen Sie, so einfach ist das und allen ist geholfen, Eltern, Schülern, Lehreren.
Sie können natürlich statt Aufnahmeprüfung auch Orientierungcheck sagen.

Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Sie leben in einer Großstadt? Versuchen Sie das alles doch einmal in einer ländlichen Region!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Einheitsschule ja, Einheitskind nein

Wenn man die richtigen Voraussetzungen schafft, läuft das von alleine, selbst am Land.
Eine wichtige Voraussetzung wäre, dass alle Schulen, einschließlich aller Privatschulen, pro Kind den gleichen Betrag bekämen.
Da es sowohl unter den Eltern als auch unter den Lehrern sehr viel Unzufriedenheit mit dem heutigen Schulsystem gibt, würden die Privatschulen wie Pilze aus dem Boden schießen. Den Schlechten würden bald die Schüler abhanden kommen, aber die guten würden als Lokomotive unser miserables Schulsystem aus dem Sumpf ziehen.

Erschreckend

Dieses Interview ist mit Abstand: "Das dümmste Interview des Jahres 2012" - eine Bildungssprecherin mit Argumenten aus der Steinzeit!

Re: Erschreckend


Wissen Sie überhaupt, was Argumente sind? Haben Sie schon einmal mit anderen Menschen diskutiert? Oder gehören Sie zu denen, für die nur die 3 P wichtig sind?

Re: Erschreckend

die überdrübersöhnetochter claudia ist der doch lichtjahre voraus. fragt sich nur, bei was.

Qualität

- der mit Abstand dümmste Wahlkampf in der Geschichte der ÖVP

- als Versorgungsjob nun Hinterbänklerin im VPA-Klub

- Befehle erhält sie vom Handelsschulabsolventen Kopf Senior

- 2013 ist ihr Jahr der Neuorientierung

Disziplin und Ordnung,

das braucht der österreichische Schüler, die österreichische Schülerin! Keine Gesamtschule oder so einen Gleichmacherblödsinn. Meine Schulreform:

- Ferien auf 4 Wochen pro Jahre verkürzen

- tägliche Turnstunde, 2 mal die Woche Doppelstunde

- Ganztagsschule

- Samstagsschule

- Sonntagsschule für diejenigen, die sich als lernresistent erweisen oder nicht einfach nur nicht wollen (sozusagen "gratis" nachhilfe).

- Schuluniformen

- Lehrer angemessen entlohnen + Eignungstest vor Ausbildungsantritt

Re: Disziplin und Ordnung,

wenn Sie das so sagen waren sie wohl in der Steinzeit Schüler. Mit Ihrem- ich hoffe doch sarkastisch gemeintem- Programm würde die Schule zum Militärstützpunkt und das Leben der Kinder nur auf Schule reduziert werden.

Re: Disziplin und Ordnung,

7 Stunden Turnen in der Woche - da können ja nur mehr die besten Ergebnisse aus den Schulen kommen - die paar hundert Turnsäle bauen wir aus der Portokasse und die Turnlehrer sind ja immer die intelligentesten und besten Lehrer.

Re: Disziplin und Ordnung,

Eine Gesamtschule muss nicht gleichzeitig eine Gleichmacherschule sein. Schlichte Geister sind natürlich mit individuellen Ausprägungen der Kinder schnell überfordert. Die haben aber den falschen Beruf gewählt. Ich bin auch dafür, dass Lehrer angemessen entlohnt werden. Für manche wären 7,20 auf die Stunde angemessen.
Eignungstest vor Ausbildundsantritt ist ein Blödsinn, weil es so einen Eignungstest nicht geben kann. Man weiß doch bis heute nicht einmal was ein guter Lehrer ist. Wie sollte man feststellen, was ein guter Lehrer sein wird?

Nachtrag zu Disziplin und Ordnung:

*) 5:45 Uhr Tagwache

*) maximal 1500 kcal pro Tag (für Mädels natürlich weniger)

*) wer beim Rauchen erwischt wird muss über Hermann Hesses Glasperlenspiel referieren! Als Nachtlektüre gibt's Kants Kritik der reinen Vernunft mit nach Hause

*)Ode an die Freude sollte man selbstredend schon in der Wiege können

Im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung, dass die Lehrkräfte mehr Urlaub benötigen. Die verrichten ja jetzt schon ein unmenschliches Arbeitspensum. LOL!

Re:

Generell finde ich ihre Ideen sehr gut, aber 1500 kcal ist zu eindeutig zu wenig. Sie müsse ja den vielen Sport bedenken, den die Jugendlichen im Idealfall machen würden. Gehen Sie eine Stunde laufen und Sie dürfen gleich ein paar hundert kcal mehr essen.

Marek liegt offenbar richtig ...

... widrigenfalls würden nicht Scharen von linkslinken Kampfpostern wie der Pawlow'sche Hund mundschäumend in die Tasten klopfen!

Die Wahrheit ist schlicht wie einfach: Ungleiches gleich zu behandeln, ist wohl das größte Verbrechen, dass man in der Bildung machen kann! Daher gefallen mir die Ansichten von Christine Marek, sie zeugen von Realitätssinn und Bodenhaftung.

Nehmen wir doch den Herrn Androsch: Sein Volksbegehren war zwar ein Flop, trotzdem werden er und seine Getreuen nicht müde, die Gesamtschule zu fordern. Und wo geht sein Sohn zur Schule? Richtig, ins katholische Privatgymnasium ...

1

Re: Marek liegt offenbar richtig ...

Wie die Redakteurin (für Frau Marek zu geistreich) gefragt hat: Es gibt also bloss 2 "Arten" von Kindern....

süß, dieser Versuch ,-))


... aber der die Presse hat schon recht.

Wozu eine Bildungssprecherin, wenn die ÖVP den Beton der Lehrergewerkschaft hat?

Wäre sie doch Buchhalterin bei Frequentis geblieben !

.
Aber die Wiener Frauenbewegung war schon immer ein personelles Katastrophengebiet.

Irgendwie schaut die voi lieab drei

Warum die bei der ÖVP ist? Die findet bestimmt einen besseren Job.

Re: Irgendwie schaut die voi lieab drei

warum ?

Re: Irgendwie schaut die voi lieab drei

Niemals ! Mit so wenig Können kann man sich nur in der Politk wichtig machen...

Re: Re: Irgendwie schaut die voi lieab drei

Bei der rot-schwarzen Brut auf jeden Fall. Oba trotzdem schad - irgendwie mag ich ihren menschlichen Charakter. Wobei die Frage ja die is - ob jemand mit Charakter wirklich bei der ÖVP Mitglied wird? Oba gut.

Gesamt- oder Selektionsschule

Etwas verärgert sehe ich hier, wie man fast stur einerseits am Standpunkt Einheitsschule oder nicht festhält.

Die Anforderungen der Volkswirtschaft und der Lernenden sind doch völlig anders. Was braucht ein Volk:

1. Produktivität z.B. Bauern, Elektriker, Programmierer, Forscher, Wissenschaftler.

2. Produktivitätserhalter: Ärzte, Unternehmer, Justiz, Friedensaktivisten

3. Richtige Richtung: Führer und Kritiker die Missstände hinterfragen oder ändern, z.B. Journalisten, Walulisos und Politiker

4. Lebensfreude: z.B. Künstler, Architekten, Reisebüros, Friseure

Durch welches Bildungssystem findet jeder Platz in der Gesellschaft, damit er sich einbringt und nicht ausgegrenzt von ihr beginnt sie zu bekämpfen?

Das bisherige Schulsystem erzeugt eine verlierende Minderheit, d.h. Sonderschul oder Polyabsolventen, die merken dass sie minderwertig sind. Obwohl produktive Kapazität vorhanden, wird eine Schwäche zur Bremse aller anderen Fähigkeiten gemacht. D.h. mittelmäßiger Durchschnitt geht zur Matura, Inselbegabungen werden nicht volkswirtschaftlich eingesetzt sondern weggeworfen, dafür von Al-Qaida oder den Neonazis erkannt und eingesammelt.

Kann denn nun eine Gesamtschule oder Selektionsschule mehr Talente (an ihren Platz in der Gesellschaft be)fördern? Im Allgemeinen ist die Volksbildung recht gut und talentbezogen, (HTL, FH, Uni, Lehre etc.), mich wundert, dass sich am Erhalt der Selektionsschulen so lebensfremde Standpunkte dermaßen entzünden.

Re: Gesamt- oder Selektionsschule

Überlegungen im Absatz gut

Presse-Postings


Ein Großteil der Poster in diesem Bereich verwechselt das Diskussionsforum mit einem Stall, in den man eine Sau hinauslässt.
Statt Argumenten, Beiträgen, Fragen oder Ergänzungen kommen aggressivste Beschimpfungen. Anscheinend hat man zur Sache nichts beizutragen, sondern begibt sich auf das Terrain der Loser, die sich nach dem vierten Bier am Stammtisch gegenseitig darin aufgeilen, alle außer sich selbst als Mist, faules Pack, Parasiten, überbezahlte Minderleister, geschützte Betonierer etc. hinzustellen.
Anscheindend findet man Hetzredner und ein entsprechend dämliches Publikum nicht nur im Iran, sondern auch unter der Fittiche einer "Qualitätszeitung", die meint, unser Schulsystem "retten" zu müssen.
Meiner Meinung nach muss eine Demokratie sich gerade gegen solche Scharfmacher schützen, und umso mehr bewundere ich Menschen wie Marek, dass sie hier nicht umfallen, sondern zu den Menschen stehen.

Re: Presse-Postings

Es geht hier leider um Schule - und da glauben viele Fachleute zu sein - einfach weil sie auch mal zur Schule gingen. Aber nicht jeder Patient ist auch gleich Arzt.

Re: Re: Presse-Postings

Lehrer haben noch nie etwas anderes als Schule gesehen, haben keine Ahnung was auf einem Arbeitsplatz außerhalb der Schule gefordert wird. Sie regen sich aber auf, wenn Menschen die im Berufsleben stehen an die Schule die Forderung richten, dass die Kinder für das Berufsleben vorbereitet werden.

Die Schule ist nicht Selbstzweck, die Schule ist Mittel zum Zweck. Nicht die Schüler haben sich nach der Schule zu richten, sondern die Schule hat sich an den Anforderungen des modernen Lebens zu orientieren.
Wenn es Diskrepanzen zwischen der Schule und der Gesellschaft gibt, dann hat sich die Schule an der Gesellschaft zu orientieren, denn die Schule dient der Gesellschaft. Die Gesellschaft kommt für die Kosten der Schule auf und deshalb hat die Schule zu tun was die Gesellschaft fordert, nicht umgekehrt.

Letztklassig


Allein schon die einleitende Frage der Interview-führenden Person ist absolut letztklassig, primitive Hetze und einer Qualitätszeitung unwürdig. Die weiteren Fragen erst recht.

"Letztklassig" ist sehr relativ. Aber "weniger gut" kann man schon sagen: Zur "erfolgreichen" Frau Marek. Jetzt also "schwarzer Pfeffer" in der VP-Bildungspolitik?


Re: Letztklassig

Das schien mir zunächst auch unfair, doch die Antworten der angeblichen Bildungssprecherin rechtfertigen leider die Aussage des Interviewers im Nachhinein ...

wo kommt denn die nun wieder her ?


Die ÖVP - weiterhin auf Selbstzerstörungskurs !

.
Oder gibt die Personalreserve wirklich nicht mehr her ?

Re: Die ÖVP - weiterhin auf Selbstzerstörungskurs !

Ihr soll es recht sein, wenn die Kinder am Nachmittag in der Schule herumtrödeln und dann abends zu Hause brav die Aufgaben machen. Nach Didi Haldervorden "nonstop nonsense".
Will die ÖVP damit Wähler gewinnen?

würg...

mir wird übel!
diese koalition und ihr anhang sind das letzte

"Und das differenzierte Schulsystem hat sich sehr bewährt."

Man soll nicht dauernd "Bewährtes krankreden"

blablablablablabla

Gerade las ich in der Presse, dass in der ÖVP die große allgemeine Euphorie ausgebrochen ist. Marek hat diesen Hinweis ihres Chefs Spindelegger bereits gut verinnerlicht....

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Unfähigkeit hat einen Namen

Wir erinnern uns bestimmt an den verblödeten Wahlkampf in Wien von Marek. Kurz und nun auch Marek haben ihre Posterln bekommen. Dummheit siegt, egal ob SPÖ oder ÖVP!!!

Einheitsschule kein Thema! Genau!!! Das Fußvolk soll so dumm und blöd bleiben wir nur möglich und nur wissen WO sie das Kreuzerl aufm Stimmzettel machen, mehr nicht. Das Volk soll nicht gebildet werden, sonst droht die Gefahr, dass es kritisch werden könnte, und das wollen wir nicht. GEHORSAM ist das Wort. Ein Arbeitsvieh das gehorsam der Obrigkeit gehorcht und gehört. Mehr nicht!


Re: Einheitsschule kein Thema! Genau!!! Das Fußvolk soll so dumm und blöd bleiben wir nur möglich und nur wissen WO sie das Kreuzerl aufm Stimmzettel machen, mehr nicht. Das Volk soll nicht gebildet werden, sonst droht die Gefahr, dass es kritisch werden könnte, und das wollen wir nicht. GEHORSAM ist das Wort. Ein Arbeitsvieh das gehorsam der Obrigkeit gehorcht und gehört. Mehr nicht!

He die IV ist für die Gesamtschule - wo werden wohl die gehorsamen Arbeitsviecher erzeugt?

Re: Einheitsschule kein Thema! Genau!!! Das Fußvolk soll so dumm und blöd bleiben wir nur möglich und nur wissen WO sie das Kreuzerl aufm Stimmzettel machen, mehr nicht. Das Volk soll nicht gebildet werden, sonst droht die Gefahr, dass es kritisch werden könnte, und das wollen wir nicht. GEHORSAM ist das Wort. Ein Arbeitsvieh das gehorsam der Obrigkeit gehorcht und gehört. Mehr nicht!

Haaaalloooo! aufwachen!

Wir haben eine Gesamtschule, die VS! Ich sehe nicht, dass sich dort irgendetwas zum Besseren entwickelt, siehe PIRLS- und TIMMS-Studien

Re: Einheitsschule kein Thema! Genau!!! Das Fußvolk soll so dumm und blöd bleiben wir nur möglich und nur wissen WO sie das Kreuzerl aufm Stimmzettel machen, mehr nicht. Das Volk soll nicht gebildet werden, sonst droht die Gefahr, dass es kritisch werden könnte, und das wollen wir nicht. GEHORSAM ist das Wort. Ein Arbeitsvieh das gehorsam der Obrigkeit gehorcht und gehört. Mehr nicht!

beim fußvolk gibt es eben mehr leute, die bildung geringschätzen. nur was man schätzt, dafür ist man bereit, mehr zu tun, und wenn es nur ein 3-er bmw ist.
für einen oder eine bildungsresistente wird ein gym immer die falsche schule sein, vom iq her sowieso.

100% richtig!

Die "Adeligen" (Parteikinder) sollen ausreichend Bildung bekommen.

Das "gemeine" Volk soll arbeiten und schweigen.

Es hat sich nichts geändert! Heute genießen z.B. Blecha (SPÖ) und Khol (ÖVP) ihre Pension weit über 14.000, während es immer mehr Mindestpensionisten gibt.

Keine 100% richtig!

Und trotzdem ist Neid ein schlechter Berater.

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