Reform der Schulverwaltung auf Schiene

Die Bezirksschulräte werden abgeschafft. Einsparungen sind allerdings überschaubar. Auch bei den Landeslehrern bleibt Sparpotenzial ungenutzt.

THEMENBILD-PAKET: LEHRER / LEHRERDIENSTRECHT
Schließen
THEMENBILD-PAKET: LEHRER / LEHRERDIENSTRECHT
THEMENBILD-PAKET: LEHRER – LEHRERDIENSTRECHT / Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Wien/Apa. Wenige Monate vor der Nationalratswahl – und nachdem etliche selbst gesetzte Deadlines verstrichen sind – hat die Regierung doch noch die schon lange angekündigte Reform der Schulverwaltung auf Schiene gebracht. Die entsprechenden Gesetzesentwürfe wurden am Dienstag in Begutachtung geschickt.

Geplant sind die Abschaffung der Bezirksschulräte sowie ein effektiveres, transparenteres Controlling der Landeslehrer. Außerdem sollen die Bundesländer die Mitsprache der Pflichtschuldirektoren stärken können. Die Maßnahme ist nicht näher definiert, könnte aber dazu führen, dass sich Schulleiter ihre Lehrer aussuchen dürfen. Zudem soll künftig möglich sein, dass ein Direktor mehrere Schulen bzw. Schultypen gleichzeitig leitet, was angesichts des Mangels an Interessenten Vereinfachungen brächte.

 

Ein Fünftel weniger Inspektoren

Anstelle der 98 Bezirksschulratsbehörden inklusive der nach Proporz besetzten Kollegien soll es künftig ein regionales Schul- und Qualitätsmanagement mit flexiblen Außenstellen des Landesschulrats geben. Das Einsparungspotenzial ist aber überschaubar: So soll ein Fünftel der derzeit 130 Planstellen bei den Bezirksschulinspektoren eingespart werden.

Auch beim Controlling der Landeslehrer bleibt Sparpotenzial ungenutzt. Der Kostenersatz wird – anders als von Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) gefordert – nicht angetastet. Weiterhin gilt also: Setzen Länder mehr Lehrer ein als vereinbart, schießt der Bund das Gehalt vor. Die Länder zahlen dann nicht das echte Gehalt zurück, sondern nur das geringere für einen Neueinsteiger.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2013)

Kommentar zu Artikel:

Reform der Schulverwaltung auf Schiene

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen