Dorfschulen schnitten am schlechtesten ab

Die Landeshauptstädte Graz, Linz, Innsbruck und Salzburg sind österreichweit am Besten. Wien liegt leicht unter dem Österreich-Schnitt.

Schulen in kleinen Ortschaften haben in Österreich bei der PISA-Studie mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten. Das weist die internationale PISA-Datenbank aus, in der die einzelnen Ergebnisse unter anderem nach der Größe des Schulstandortes aufgeschlüsselt sind. Wien als einzige Millionenstadt verzeichnete gegenüber Gesamt-Österreich ebenfalls leicht unterdurchschnittliche Werte. Die innerösterreichisch besten PISA-Resultate lieferten demnach die Städte zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern ab, das sind die Landeshauptstädte Graz, Linz, Innsbruck und Salzburg.

Gegliedert sind die Detail-Ergebnisse in der internationalen Datenbank bei der Größe des Schulstandorts in fünf Kategorien: Gemeinden mit bis zu 3.000 Einwohnern, zwischen 3.000 und 15.000 Einwohnern, zwischen 15.000 und 100.000 Einwohnern, Städte zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern sowie Millionenstädte. Da Österreich mit Wien nur über eine einzige Millionenstadt verfügt, werden so auch de facto Wien-Ergebnisse dargestellt. Allerdings sind die statistischen Schwankungsbreiten mit bis zu rund 15 Punkten auf oder ab sehr hoch und müssen beim Vergleich der jeweiligen Daten berücksichtigt werden.

Die österreichischen Schüler erreichten insgesamt im Lesen 470 Punkte, in der Mathematik 496 und in den Naturwissenschaften 494. Klar darunter liegen die Schulen aus Gemeinden mit bis zu 3.000 Einwohnern: Im Lesen kamen sie auf 439 Punkte, in der Mathematik auf 471 und in den Naturwissenschaften auf 477 - selbst wenn man die hohen Schwankungsbreiten berücksichtigt, liegen die Ergebnisse damit klar unter dem Österreich-Schnitt.

Die Wiener Schüler kamen demnach beim Lesen auf 461 Punkte, in der Mathematik auf 486 und in den Naturwissenschaften auf 477. Damit liegen die Wiener (unter Berücksichtigung der in diesem Fall etwas geringeren Schwankungsbreite) beim Lesen in etwa im Österreich-Schnitt, in der Mathematik knapp darunter und in den Naturwissenschaften klar darunter.

 

Jeweils klar über dem Österreich-Schnitt lagen die Schüler in den Städten zwischen 100.000 und einer Mio. Einwohnern - im Lesen erreichten sie 492 Punkte, in der Mathematik 511 und in den Naturwissenschaften 515. Die Gemeinden zwischen 3.000 und 15.000 Einwohnern sowie zwischen 15.000 und 100.000 Einwohner unterschieden sich jeweils nicht signifikant vom Österreich-Schnitt.

International sieht es übrigens ähnlich aus: Auch in der Gesamt-OECD schneiden die kleinsten Ortschaften am schlechtesten ab und die Städte zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern am besten.

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