Vorwurf des Amtsmissbrauchs gegen Uni-Wien-Rektor

 (DiePresse.com)

Heinz Engl hatte in einem uni-internen E-Mail auf das Volksbegehren und die Möglichkeiten zur Unterstützung hingewiesen. Der Katholische Familienverband kritisiert das scharf.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Der Katholische Familienverband Wien (KFVW) wirft dem Rektor der Uni Wien "Amtsmissbrauch" vor. Der Grund: Rektor Heinz Engl hatte in einem universitätsinternen E-Mail auf das Volksbegehren hingewiesen. In einem offenen Brief, der DiePresse.com vorliegt, kritisiert der Familienverband das aufs Schärfste.

"Mit Befremden habe ich Ihr offizielles Mail erhalten und protestiere (...) gegen diesen Ihren Amtsmissbrauch, kraft Ihres Amtes für ein parteipolitisch motiviertes Volksbegehren nicht nur Werbung zu machen, sondern auch noch seitens des Rektorats offiziell zur Unterstützung aufzurufen", schreibt KFVW-Geschäftsführer Andreas Cancura.

Mehr zum Thema:

Hinweis auf Volksbegehren

Tatsächlich hatte Engl in seiner E-Mail darauf hingewiesen, "dass das Volksbegehren Bildungsinitiative zur Unterschrift aufliegt", außerdem praktische Tipps und einen Link zur Homepage der Initiative an die Uni-Mitarbeiter und die Studierenden verschickt; dezidiert zur Unterstützung aufgerufen hatte er aber nicht.

Auch an der Technischen Universität (TU) Wien war ein E-Mail zum Thema Volksbegehren verschickt worden: Rektorin Sabine Seidler und die Studierendenvertretung regten die Adressaten darin an, sich auf der Homepage des Volksbegehrens "selbst ein Bild zu machen und von ihrem Recht als Staatsbürger Gebrauch zu machen".

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

21 Kommentare

werter kath. familienverband,

... nur zur information: alle rektorInnen haben entsprechende emails veröffentlicht!

ps: was geht das den k.f.v. eigentlich an?


Gast: Gerne nur Gast
10.11.2011 21:10
2

Warum hat der Rektor auf dieses


Volksbegehren hingewiesen? Es hat zur Uni fast nichts beinhaltet. Zur Schule die Forderung nach Gesamtschule.

Auch auf andere Begehren weißt der Rektor nicht hin.
Dieser "Hinweis" ist tatsächlich unnötig und falsch gewesen.

Gast: death_from_above
10.11.2011 20:33
1

wie fad ist diesen ultra-katholos bitte?


einmal mehr bin ich froh aus diesem geistfeindlichen verein ausgetreten zu sein.

Uni-Wien-Rektor

Schützenhilfe eines Schürzenbruders

Gast: casi
10.11.2011 20:19
2

zu faul, oder mogelpackung doch erkannt

es gibt 2 möglichkeiten:

entweder sind die österreicher zu faul oder bereits zu abgestumpft um sich von irgendwem, für oder gegen etwas einzusetzen

oder

die mogelpackung wurde von den österreichern durchschaut und somit boykottiert.
man hat erkannt, dass die gesamtschule eigentlich nur eine aufwertung der hauptschulen darstellen soll und dass leider nur durch umbenennung in gesamtschule. der irrsinn, der derzeit aus den roten, muffigen amtsstuben herraussprudelt, scheint erkannt und aufgedeckt.

bildung kann natürlich dem studienabbrecher faymann nichts bedeuten. er glaubt durch billige marketinggags den bildungsstandard in österreich anzuheben.

einst wollten die roten ein "schattenkabinett" gegen die schwarz-blauen schaffen.
was sie wirklich erreicht haben, ist die schaffung eines gruselkabinetts.

Re: zu faul, oder mogelpackung doch erkannt

Wozu man ein Volksbegehren unterschreiben soll das nur aus allgemeinem BlaBla besteht war mir ein Rätsel. So schwammig formuliert das sich keiner daan stoßen kann, aber das auch keine Forderung mehr drinnen ist.

Das Problem ist das wir eine Schule für Alle wollen und hauptsächlich darauf achten das die mir schlechten Voraussetzungen nicht beachteiligt werden. Was wir übersehen ist die zu fördern die bessere Voraussetzungen als der Durchschnitt hat. Es fehlt die Eliteförderung.

Gast: Uni-Mitarbeiter
10.11.2011 20:18
0

Ich weise auf das Schaerfste zurueck,

dass der KFVW versucht, sich in interne Angelegenheiten der Universitaet einzumischen!

Die Formulierung "offiziell zur Unterstützung aufzurufen" ist eine niedertraechtige Luege.

Ich als Katholik fordere Konsequenzen, da Andreas Cancura im Namen einer katholischen Vereinigung spricht und ein solches Verhalten mit katholischen Prinzipien nicht vereinbar ist!

Gast: wortwörtlich
10.11.2011 19:25
2

Unterstützung? Amtsmissbrauch??? Machen Sie sich selbst ein Bild:

Betreff: Bildungsvolksbegehren liegt zur Unterschrift auf

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass ab morgen das Volksbegehren Bildungsinitiative zur Unterschrift aufliegt. Die Eintragungswoche beginnt am Donnerstag, den 03. November und endet am 10. November 2011. Während dieser 8-tägigen Eintragungsfrist können alle stimmberechtigten
Österreicherinnen und Österreicher (Staatsbürger/innen, die am letzten Tag des Eintragungszeitraumes das 16. Lebensjahr vollendet haben), an den entsprechenden Gemeindeämtern das Volksbegehren unterschreiben. Als Stimmberechtigte/r haben Sie bei einem Volksbegehren die Möglichkeit,
nicht nur in Ihrer Hauptwohnsitz-Gemeinde, sondern auch in einer anderen Gemeinde Ihr Stimmrecht auszuüben. Dafür ist eine Stimmkarte bei der
Hauptwohnsitz-Gemeinde zu beantragen. In Wien ist die Unterstützung des Volksbegehrens in einem beliebigen Wiener Eintragungslokal - unabhängig
vom Wohnbezirk - möglich.

Damit eine parlamentarische Behandlung der Bildungsinitiative zustande kommt, sind 100.000 gültige Eintragungen erforderlich. Dabei werden die
bereits vorgelegten rund 52.000 Unterstützungserklärungen angerechnet.

Alle wichtigen Informationen, u. a. die Forderungen des
Bildungsvolksbegehrens und die Öffnungszeiten der Eintragungslokale, finden Sie auf der Website http://www.nichtsitzenbleiben.at/
" target="_blank">http://www.nichtsitzenbleiben.at/


Mit besten Grüßen
Heinz W. Engl
für das Rektorat der Universität Wien

Also ich bin der Meinung, er hat es sehr neutral formuliert..

Antworten Gast: UKW
10.11.2011 21:07
1

Re: Unterstützung? Amtsmissbrauch??? Machen Sie sich selbst ein Bild:

Manche Österreicher sind das ständige unterschwehlige Manipulieren schon derart gewohnt, dass sie es gar nicht mehr mitbekommen.

Re: Unterstützung? Amtsmissbrauch??? Machen Sie sich selbst ein Bild:

Fanatiker gibt es eben überall. Der Herr Rektor sollte ein derartiges Gegeifere nicht ernst nehmen.

Antworten Gast: casi
10.11.2011 20:08
1

Re: Unterstützung? Amtsmissbrauch??? Machen Sie sich selbst ein Bild:

neutraler gehts nicht. hier ist nicht abzuleiten in welche richtung er selbst tendiert.


Re: Re: Unterstützung? Amtsmissbrauch??? Machen Sie sich selbst ein Bild:

das glauben Sie doch selbst nicht--wenn er es nicht unterstützt, warum veröffentlicht er diesen Schmonzes dann

Antworten Antworten Gast: di kn
10.11.2011 20:47
0

Re: Re: Unterstützung? Amtsmissbrauch??? Machen Sie sich selbst ein Bild:

Doch, ist schon parteiisch. Ob´s so schlimm ist, daß man es als Amtsmißbrauch einstufen muß, glaube ich allerdings auch nicht.

Gast: Student12
10.11.2011 19:09
3

Mein Recht als Staatsbürger

Ich habe wie vorgeschlagen von meinem Recht als Staatsbürger Gebrauch gemacht und bin daher nicht hingegangen.

Gast: flux
10.11.2011 17:20
2

Ausgerechnet ein Rektor ist sich nicht zu schade


Ein Rektor (!), der diesen Schmarrn unterstützt, diesen durchsichtigen parteipolitischen Schmarrn, man fasst es nicht. Aber wenn die Patäää ruft, dann wird man schon einmal schwach, nicht?

Antworten Gast: di kn
10.11.2011 20:48
0

Re: Ausgerechnet ein Rektor ist sich nicht zu schade

Wie wird man in Österreich Rektor ?
Indem man sich mit der einen oder der anderen Großpartei arrangiert.
Objektive Amtsführung darf man sich da nicht erwarten.

Gast: 1. Parteiloser
10.11.2011 14:11
2

Die sind doch alle krank!

Es scheint so zu sein, dass der Streit zwischen den Parteien die niedrigsten kindischen Stufen schon überschritten hat.

Ein solches Email zu versenden ist sicher eines Rektors unwürdig. Ein solchen Email dann als Amtsmissbrauch zu werten, dass entspricht aber nicht einmal einer kleinkindlichen Reife. Das gilt besonders dann, wenn man informiert ist, dass es der Partei kommt wo es auch schöne Strasser Video gab.

Österreich wird an der Masse der Parteibonzen und Parteibonzerl, samt deren Unfähigkeiten und niedrigsten Instinkten, noch verrecken.

Gast: andi007
10.11.2011 13:42
2

problem?

haben die katholiken ein problem mit bildung oder worum gehts?

Re: problem?


Das war wohl als oberwitzige Beobachtung gemeint.

Tatsächlich handelt es sich bei dem Volksbegehren um eine Mogelverpackung aus Nona-Forderungen, die schon längst von Schmiedt & Co. umgesetzt werden könnten (warum werden sie es denn nicht, wenn alle Schulpartner das einfordern??) und dem Trojaner Gesamtschule für alle.

Antworten Gast: geh wo
10.11.2011 16:12
6

Re: problem?

wie man an den hervorragenden katholischen Privatschulen, die sich eines regen Zulaufs erfreuen, erkennen kann, haben Katholiken KEIN Problem mit Bildung.

Antworten Antworten Gast: Gasti
10.11.2011 19:04
4

Re: Re: problem?

In Wahrheit sind katholische Privatschulen der EINZIGE Weg seinen Kindern eine grundsolide Ausbildung zukommen zu lassen.

So weit sind wir schon. Besten Dank auch den Sozis, dass sie unser Bildungssystem an die Wand gefahren haben.

Schlagzeilen Bildung

AnmeldenAnmelden