Vorwurf des Amtsmissbrauchs gegen Uni-Wien-Rektor

Heinz Engl hatte in einem uni-internen E-Mail auf das Volksbegehren und die Möglichkeiten zur Unterstützung hingewiesen. Der Katholische Familienverband kritisiert das scharf.

Volksbegehren Vorwurf Amtsmissbrauchs gegen
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Volksbegehren Vorwurf Amtsmissbrauchs gegen

Der Katholische Familienverband Wien (KFVW) wirft dem Rektor der Uni Wien "Amtsmissbrauch" vor. Der Grund: Rektor Heinz Engl hatte in einem universitätsinternen E-Mail auf das Volksbegehren hingewiesen. In einem offenen Brief, der DiePresse.com vorliegt, kritisiert der Familienverband das aufs Schärfste.

"Mit Befremden habe ich Ihr offizielles Mail erhalten und protestiere (...) gegen diesen Ihren Amtsmissbrauch, kraft Ihres Amtes für ein parteipolitisch motiviertes Volksbegehren nicht nur Werbung zu machen, sondern auch noch seitens des Rektorats offiziell zur Unterstützung aufzurufen", schreibt KFVW-Geschäftsführer Andreas Cancura.

Hinweis auf Volksbegehren

Tatsächlich hatte Engl in seiner E-Mail darauf hingewiesen, "dass das Volksbegehren Bildungsinitiative zur Unterschrift aufliegt", außerdem praktische Tipps und einen Link zur Homepage der Initiative an die Uni-Mitarbeiter und die Studierenden verschickt; dezidiert zur Unterstützung aufgerufen hatte er aber nicht.

Auch an der Technischen Universität (TU) Wien war ein E-Mail zum Thema Volksbegehren verschickt worden: Rektorin Sabine Seidler und die Studierendenvertretung regten die Adressaten darin an, sich auf der Homepage des Volksbegehrens "selbst ein Bild zu machen und von ihrem Recht als Staatsbürger Gebrauch zu machen".

(Red.)

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