25.05.2013 09:10 Merkliste 0

Problemschüler: Schmied lehnt "Rohrstaberl-Debatten" ab

 (DiePresse.com)

Die Unterrichtsministerin ist gegen gegen "obrigkeitsstaatliche Sanktionenregimes im Kasernenhofstil": "Wir sind die Schule und nicht die Polizei."

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Dass Gewalt in der Schule keinen Platz haben darf, darin sind sich alle Schulpartner einig. Nicht aber darin, wie darauf reagiert werden soll. Während die Pflichtschullehrergewerkschaft bei Problemschülern mehr Durchgriffsrechte für Lehrer fordert und unkooperativen Eltern die Familienbeihilfe einfrieren will, plädierte Claudia Schmied (SPÖ) heute bei der Vernetzungstagung der Anti-Gewaltkampagne "Weiße Feder" für "Respekt und Wertschätzung". "Rückfälle in 'Rohrstaberl-Debatten' und die 'Schwarze Pädagogik' des 19. Jahrhunderts mit ihren erwiesenermaßen schrecklichen Folgen lehne ich dabei vehement ab", so Schmied in einer Aussendung.

Die Ministerin rief Schulpartner aus allen Bundesländern zu einer "gemeinsamen Kraftanstrengung auf", schließlich könnten "Phänomene" rund um Gewalt an der Schule "durch Dialog und Kooperation (...) am wirkungsvollsten bekämpft werden". Das hätten Erfahrungsberichte jener Schulen gezeigt, die sich aktiv an Anti-Gewaltprogrammen beteiligen. Zudem hätten zwei Drittel der Schulen mittlerweile in Verhaltensvereinbarungen unter Einbeziehung aller Schulpartner Folgen von bestimmten Handlungen vereinbart. "Das ist demokratiepolitisch und pädagogisch weitaus sinnvoller und wirksamer als obrigkeitsstaatliche Sanktionenregimes im Kasernenhofstil", so Schmied unter Berufung auf Experten aus den Bundesländern.

"Wir sind die Schule und nicht die Polizei"

Die Lehrervertreter forderte sie direkt auf, "die Lehrerschaft zur Teilnahme an Programmen gegen Gewalt zu motivieren". Von der Forderung von Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger von der VP-nahen Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG), unkooperativen Eltern von Problemschülern die Familienbeihilfe einzufrieren, hält sie nichts. "Wir sind die Schule und nicht die Polizei", so Schmied. "Es ist aus legistischen und pädagogischen Gründen absolut undenkbar, dass LehrerInnen plötzlich Geldstrafen von Eltern einzuheben beginnen." Stattdessen werde im Umgang mit längerfristig verhaltensauffälligen Schülern verstärkt auf regionale Unterstützungssysteme wie etwa schulpsychologische Beratungsstellen gesetzt.

Um Gewalt bereits im Vorfeld zu vermeiden, bieten die Aktionen "Weiße Feder" und "Macht/Schule/Theater" Schulen u.a. Schulpsychologen, eigene Beratungsstellen in jedem Bundesland, Fortbildungsangebote an Pädagogischen Hochschulen (PH) sowie Pilotprojekte zum Ausbau schulischer Sozialarbeit an.

(APA)

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118 Kommentare
 
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Gast: blaise pascal
28.11.2011 07:26
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Das ist alles schön langsam unerträglich.

Es gibt anscheinend eine Ministerin, die keine Ahnung davon hat, wie es in den Schulen in der Realität zugeht.
Es ist schon sagenhaft, wie hier ein an und für sich funktionierendes Schulsystem seit Jahren kaputtgemacht wird - und das alles unter dem Mäntelchen von "Reformen".
Hier werden ganze Schülergenerationen ihrer Bildungschancen beraubt - und das alles wird von ahnungslosen, regierungshörigen angeblichen "Schulexperten" auch noch schöngeredet.
Quo vadis Austria?

Gast: spark
28.11.2011 06:45
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pädagogik

ist doch ein fremdwort für die, wie alles andere auch.

Gast: 2Cent
27.11.2011 21:47
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Jaja...

und während wir noch über die Verhaltensvereinbarung für einen Störenfried diskutieren, geht daneben eine ganze Klasse kaputt.

Dialog und Kooperation

Verhaltensvereinbarungen.... genau das wünsch ich mir auch in der Strafjustiz und in der STVO. Wenn mich ein Polizist erwischt mit 180 und besoofen, dann wird diskutiert und für die Zukunft eine Verhaltensvereinbarung unterschrieben, sonst nix.

als einer, ...

der in seinem leben noch nie schwarz oder blaugelb gewählt hat, wünsche ich mir sehr, dass frau schmied wieder dorthin zurückkehrt, wo sie keinen schaden anrichtet: ins bankgeschäft!
sie scheitert in ihrem amt permanent so gewaltig, dass wir lehrer es gar nicht fassen können!

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Re: als einer, ...

...dorthin wo sie wenigstens bei Kindern und Lehrern keinen Schaden anrichtet- im Bankgeschäft hat sie auch schon genug gewütet.

Re: Re: als einer, ...

ja, schon, aber dort ist sie mit ihrer inkompetenz nicht alleine! ;-)

Re: Re: Re: als einer, ...

gebe ihnen beiden Recht, aber egal wo sie wütet, unterm Strich kommt der Steuerzahler für ihre Schäden auf, egal ob im Bank- oder Bildungswesen.

Gast: Denker 10
26.11.2011 19:13
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Sanktionen

Eltern, die nach zweimaliger Aufforderung in der Schule zu einem Gespräch nicht erscheinen, kann über das Jugendamt Dampf gemacht werden. Das klappt in fast allen Fällen.
Schüler, die den Unterricht stören, kann der Direktor vorübergehend (für mehrere Stunden oder Tage) in eine andere Klasse versetzen. Bringt viele wieder zur Vernunft.
Schülern, die bewusst grob stören, kann man mit der Rettung drohen ("Hast du was eingenommen?") und sollte diese auch wirklich verständigen, wenns Schüler nicht glaubt. Einmal genügt, die Verbesserung folgt umgehendst!

Gast: wodwox
26.11.2011 18:30
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Lehrer sind dei besten nur wenn wem mögen....

Die Schüler aus Lehrers sicht. sind, "Lauter Trotteln." Eien meinung als Schüler habne, ist totaler Schwachsinn.Wenst mit der Schule Fertig bist, Arbeiten gehst und mehr verdienst sinds angfressen. Für uns waren Lehrer, und sind Lehrer die Interlektuellen in unsere Gesellschaft. Jeder ist gscheiter, jeden ist alles zu wenig. Ich möchte auch 4 Monate Urlaub. Extrawürtseln, das ganze Schuljahr von September bis Juni. Es gibt wenige die mit den Schülern vernünftig reden. So lange du in die Schule gehst bist eine Nummer. Wie tua, moch, und schleich di. So war das für uns aufzufassen in der Schulzeit.

Re: Lehrer sind dei besten nur wenn wem mögen....

bitte versuchen sie, ihre gedanken zu ordnen und in verständlicher weise zu posten.

Re: Lehrer sind dei besten nur wenn wem mögen....

war schon richtig so, und vermutlich am nervenschonendst.

Noch dazu:

Darunter leidet der Unterricht, die Lernatmosphäre wird zerstört, die restlichen Mitschüler drangsaliert, der Lehrer braucht Psychopharmaka und Alkohol um das täglich durchzustehen,.... und das Ergebnis sieht man jedes Jahr an den Abschlusszeugnissen. Schüler die untauglich sind für eine Berufsausbildung, zum Rechnen, Schreiben, Lesen.

Anstatt die Lernwilligen zu schützen und zu fördern werden die Lernwilligen ausgebremst, behindert, abgezogen, erpresst, geschlagen.

Alles hausgemacht, alles selbstproduzierter Wahnsinn, von Frau Schmied und vom Rot-Grünen Realitätsverlust.

Gast: international_
26.11.2011 13:16
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killerphrasen

natürlich meint niemand mit sanktionen körperliche züchtigung mit dem rohrstaberl.

aber mit dieser killerphrasendiktion will frau schmid eine berechtigte diskussion einfach abdrehen. realitätsverweigerung hoch3.

Ein hausgemachter Irrsinn der Frau Schmied

Ich bin aus Bayern, aber genau so läufts bei uns auch in den rot-grün regierten Bundesländern.

Genau durch diese Total-Toleranz und das Verhindern von Sanktionen kommts zu dem Ausschuss, welche dann die Schulen verlassen!

Es liegt nicht am Geld (abgesehen von einer finanziellen Grundausstattung, die muß da sein, da mangelt es aber nicht). Sondern an der Schulführung und dass dort keine Regeln mehr gelten und auch keine Grenzen mehr gezogen werden (dürfen).

Beispiel aus Deutschland: Bayern und Baden-Württemberg hat die besten PISA-Ergebnisse, aber das alte dreigliedrige Schulsystem.

Dagegen ein Negativbeispiel: Berlin (bis vor kurzem SPD/Die Linke an der Regierung) mit den Gesamtschulen gibt das meiste Geld für Bildung aus, aber ist bei den PISA-Ergebnissen am unteren Ende!

Dagegen gibts in Bayern klare Regeln, die auch durchgesetzt werden. Geldbußen bei Schulschwänzen, wenn der Schüler 14 Jahre oder älter ist. Und die Polizei holt auch Schulschwänzer vom McDonalds ab (zuvor dazu vom Jugendamt beauftragt) und bringt sie der Schule zum Unterricht!

Aber keiner will von den Besten Schulen lernen, eine SPD/Grüne Schulreform verschlimmbessert die nächste. Es wäre so einfach, die Ideologien beiseite lassen, von den Besten Schulkonzepten lernen.

Gast: Klappfreund
26.11.2011 12:15
7 0

Hände auf den Tisch und stumm wie ein Fisch!

Jetzt seids endlich einmal still, ihr selbsternannten Experten, die auf die Lehrer loshacken, ohne eine Ahnung von Pädagogik und vom Alltag in der Schule eine Ahnung zu haben.

Den Ärzten jammern sie auch nicht ständig vor, dass sie die falsche Diagnosen stellen und falsche Medikamente verordnen!

die Kunstfehler der Ärzte liegen auch am Friedhof

die können sich nicht mehr aufregen...

aber abgesehen davon würde ich mir wünschen, daß Lehrer mehr Ahnung von Pädagogik hätten als ich es erleben durfte...

Frontalunterricht nach dem Motto "Friss oder Stirb" kann es auch nicht sein.

Ich hatte mal einen Lehrer, den ich nach einem speziellen Stoffgebiet vor einer Entscheidungsprüfung befragt habe, weil mir sonst niemand die sehr spezielle Antwort geben konnte - er hat mir die Antwort verweigert und mich dann genau das bei der Prüfung gefragt... Ergo - ein Fünfer im Zeugnis, obwohl ich sonst alles gebüffelt hatte was es so gegeben hat.

Gast: Kaspar Hauser
26.11.2011 10:26
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Müssen Lehrer mehr können, als schreiben, lesen und rechnen?

Es gibt wohl kaum eine zweite Menschengruppe, die von Kindern und Pädagogik so wenig Ahnung hat wie die Lehrer. Jede/r LehrerIn der/die nach der Polizei schreit, bringt klar und deutlich zum Ausdruck, dass er/sie den Beruf verfehlt hat und nun überfordert ist.

Die zentrale Aufgabe der Pädagogen ist nun mal, den Unterricht so zu gestalten, dass Lernen möglich ist, trotz unterschiedlichster Termperamente der Kinder.

Re: Müssen Lehrer mehr können, als schreiben, lesen und rechnen?

ich habe das wort lehrer im hauserposting durch politiker ersetzt, und noch ein paar andere wörter. schwupps, war das posting weg.

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...dass Lernen möglich ist...

braucht eine gewisse Ordnung und Ruhe in der Klasse.
Wenn es Lehrer nicht schaffen, diese Ordnung und Ruhe herzustellen, muss man
...ihnen wirksame Mittel zur Verfügung zu stellen, Störenfriede zur Ruhe zu bringen oder aus der Klasse zu entfernen, Es darf nicht sein, dass die anderen Schüler unter Störenfrieden zu leiden haben.
...Lehrer, die trotzdem keinen effektiven Unterricht zuwege bringen, aus dem Unterrichtsdienst entfernen.

...zur Kenntnis nehmen, dass jemand, der in einer Schule nicht sein will (und dort dauernd stört), diese Schule zum Wohle der anderen Schüler und der Lehrer verlassen muss.

Illusionisten sein noch gesagt: der vielgeschmähte Frontalunterricht ist immer noch die effektivste Methode ein großen Stoffquantum in kurzer Zeit an die Schüler zu bringen.

Der vielgeschmähte Frontalunterricht hat Generationen hervorgebracht, die den Wiederaufbau unseres Landes und unseren Wohlstand der letzten Jahrzehnte geschafft und geschaffen haben.
Angesichts der heutigen Schulabgänger habe ich ernste Zweifel, ob die es schaffen, das auch nur weiter bestehen zu lassen.

Re: ...dass Lernen möglich ist...

sollte unser wohlstand in den nächsten jahren sinken, dann werden die leute sich schon erinnern, wer dafür verantwortlich ist, hoffentlich. auf alle fälle nicht die lehrer.

Lehrer sind nicht ausreichend ausgebildet!

Moderne Trainingslehre hat ausreichend Instrumente mit Gruppen effizient umgehen zu können, nur erlernen muss man sie. Meine Erfahrung mit Lehrern ist jene, dass nur die wenigsten über Gruppendynamische Prozesse Bescheid wissen. Ein Armutszeugnis, aber Realität.

Warum Lehrer angesichts dieser neuen und großen Herausforderungen nicht zu "lebenslangem Lernen" in den Schülerferien auf Weiterbildung "geschickt" werden können, bleibt vielen in der freien Wirtschaft Tätigen ein Rätsel!

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Dann gehen Sie bitte in Schule und ersetzen Sie doch

einen dieser unfähigen Lehrkräfte - da ist doch nichts dabei.
Es sind ja auch die Polizisten an den Alkounfällen schuld, weil sie einfach zu wenig ausgebildet sind, oder?

Antworten Antworten Gast: Kaspar Hauser
26.11.2011 10:31
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Re: Dann gehen Sie bitte in Schule und ersetzen Sie doch

Blöder Vergleich. Die Beziehung zwischen Autofahrer und Polizei ist eine ganz andere als die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler.

Antworten Antworten Antworten Gast: samba joia
26.11.2011 16:04
2 0

Ein sehr passender Vergleich!


Antworten Antworten Antworten Gast: Ggrufti
26.11.2011 15:09
8 0

Re: Re: Dann gehen Sie bitte in Schule und ersetzen Sie doch

Es ist ein Vergleich, den Sie offenbar nicht verstehen wollen. Ein Unterricht, bei dem man sich zuerst gemuetlich in den Kreis setzt und dann die leeren Gehirne befragt, was denn heute unterrichtet werden soll, ist ein Unfug. Wenn der Unterrichtsstoff vorgegeben ist muss der Lehrer den Stoff vortragen. Das nennt man wohl Frontalunterricht. Alles andere ist nur Unsinn. Wer dauernd stoert, bedarf wohl einer besonderen Behandlung.

 
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Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung