Landeslehrer: Schmied will keine Kompetenzdebatte

 (DiePresse.com)

Unterrichtsministerin Schmied will sich trotz Kritik des Rechnungshofs an der zwischen Ländern und Bund aufgeteilten Kompetenz bei den Landeslehrern, nicht zu einer neuen Kompetenzdiskussion hinreißen lassen.

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Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will sich angesichts der jüngsten Rechnungshof-Kritik an der zwischen Bund und Ländern aufgeteilten Verantwortung bei den Landeslehrern nicht zu einer neuen Kompetenz-Diskussion hinreißen lassen. In die Debatte Landeslehrer-Bundeslehrer gehe sie jetzt nicht rein, sagte Schmied am Dienstag vor dem Ministerrat. Man konzentriere sich stattdessen auf das "Machbare".

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Bezüglich der RH-Kritik betonte Schmied, dass man mehrere Fakten beachten müsse: So seien 50 Prozent der Lehrer über 50 Jahre alt, was die Kosten natürlich beeinflusse, ebenso wie die "gute Infrastruktur". Außerdem verwies sie auf Maßnahmen wie kleinere Klassen, die Neue Mittelschule und ganztägige Angebote. Im Zusammenhang mit der Kompetenz habe sie eine "klare Meinung", aber es sei noch "sehr viel Überzeugungsarbeit" zu leisten.

Unterstützung für Fekter-Vorschlag

Begrüßen würde es Schmied, wie von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) vorgeschlagen, "modernste" Abrechnungssysteme einzusetzen. Das würde Klarheit in der Abrechnung bringen, so Schmied. Fekter hatte sich im März für österreichweit einheitliche Controlling-Systeme und damit mehr Kostentransparenz beim Lehrereinsatz durch die Länder ausgesprochen.

(APA)

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  • Landeslehrer: Mehr Kosten trotz geringerer Schülerzahl

    Bild: (c) Clemens Fabry Ein aktueller Rechnungshofbericht zeigt, dass trotz sinkender Schülerzahlen, die Ausgaben für Landeslehrer deutlich gestiegen sind. Insgesamt hat der Bund im Jahr 2009/10 rund 3,35 Milliarden für Landeslehrer ausgegeben.

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2 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
18.04.2012 07:45
0

Die Inkompetenz brachte über Dekaden folgende Resultate!

Lehrpersonen in Ö:
2010/11: 124.921
2000/01:. 125.177
1990/91:. 112.746
1980/81:. 100.561
1970/71:…68.342
1960/61:.. 57.862
1950/51:.. 58.004

Schüler pro Lehrperson:
2010/11: 9,33
2000/01: 9,84
1990/91: 10,64
1980/81: 13,78
1970/71: 19,72
1960/61: 18,04
1950/51: 18,60

Die Daten zu den Unterrichtszeiten der Ö Lehrer wurden von der OECD erhoben:
- Volksschule 779 Stunden
- Sekundarstufe I (Hauptschule, AHS-Unterstufe) 607 Stunden
- Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe, BHS) 589 Stunden

Natürlich muss diese Misswirtschaft Auswirkungen auf die Kosten haben. Die Betreuung der Schüler bis zum Alter von 15 Jahren kostet in Österreich schon um 54% mehr als in Deutschland.

In Österreich sind die gesamten Bildungsausgaben von 10.952 (2000) auf 16.267 Mio. Euro (2010) gestiegen. Das war eine satte Steigerung um 48,5%. Der VPI ist im gleichen Zeitraum aber nur um 21,1% gestiegen.

Wahrscheinlich gab es für Handlungen im Bildungsbereich einen Haufen an theoretischen Argumenten. Den Schülern hat es aber mit Sicherheit nicht gebracht wie die Studien zu den Fähigkeiten der Absolventen genauso deutlich zeigen wie auch die Rückmeldungen aus der Wirtschaft.

In der Praxis wird diesen Wahnsinn, welcher auch in allen anderen staatlichen Bereichen manifestiert ist, an der Finanzierung scheitern müssen. A bissl wird schon noch gehen, einige Jahre noch, dann wird der Wahnsinn an der Praxis scheitern.

Gast: bärig
17.04.2012 17:53
2

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Bildung muss uns etwas wert sein! Solange in wiener Schulen (an den BMS) 39 Schüler in den Klassen sitzen, kann es nicht zu viele Lehrer geben!

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