24.05.2013 06:48 Merkliste 0

Maturareform: Angst vor dem zentralen Niveauverlust

ROSA SCHMIDT-VIERTHALER (Die Presse)

Die zentrale Mathematikmatura lässt in vielen Gymnasien die Furcht vor einer Nivellierung nach unten wachsen. Die neuen Rechenbeispiele würden lediglich ein "niedriges Grundniveau" abdecken, so die Kritik.

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Wien. Ist die neue Mathematikzentralmatura leichter als die bisherige Reifeprüfung? Ja – wenn man die Quote der negativen Arbeiten im erstmals durchgeführten Schulversuch als Maßstab nimmt. Bisher schrieben alljährlich durchschnittlich 15 Prozent der Schüler ein Nicht genügend. Am 9. Mai fielen nur 8,6 Prozent durch.

Leichter ist die Zentralmatura auch nach Ansicht vieler Lehrer an der AHS. Denn über die einzelnen Schultypen hinweg gibt es vom Realgymnasium bis zum Borg – je nach Schwerpunkten – ein starkes Gefälle beim Mathematikniveau. So prüfte für die „Presse“ ein AHS-Lehrerteam aus Braunau jene Aufgaben, die für den Pilotversuch verwendet wurden.

Die Lehrer kommen zu dem Schluss, dass nur ein „sehr niedrig angesiedeltes Grundniveau“ gesichert werde. „Die Mathe-Wahlpflichtgruppe einer 7.Klasse konnte die Übungen zu den Grundkompetenzen ohne Vorbereitung in einer Stunde recht gut bewältigen“, sagt Mathematiklehrer Josef Schmid. Zwar sei der zweite Maturateil, der die Grundkompetenzen vernetzt, schwieriger als der erste. Aber insgesamt gebe es „keinen Vergleich zu einer Matura in unserem Gymnasium“. Auch AHS-Lehrer aus Wien urteilen, dass der erste Teil das Niveau der 5. oder 6. Klasse habe: Diese Aufgaben könne „wirklich jeder schaffen“.

 

Heftige Kritik der Gewerkschaft

Weit schärfer formuliert das AHS-Gewerkschaftschef Eckehard Quin: „Die Nivellierung nach unten ist systembedingt. Es gibt schon an den verschiedenen AHS-Standorten sehr unterschiedliche Leistungsniveaus. Weil das Ministerium nicht zulassen kann, dass an Brennpunktschulen 80 Prozent negativ sind, muss das Niveau gesenkt werden.“ Schon im Probedurchlauf wurden „ziemlich große Unterschiede zwischen einzelnen Schultypen“ festgestellt, sagt der für den Schulversuch verantwortliche Werner Peschek von der Universität Klagenfurt.

(c) APA

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Die Lösung, die Gewerkschafter und Uni-Didaktiker vorschlugen, war eine teilzentrale schriftliche Matura, bei der nur die Grundkompetenzen zentral vorgegeben werden und die Schule zusätzliche Aufgaben einbringt – wobei die Schüler beides positiv absolvieren müssten. Für Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) drängte jedoch die Zeit. Es gab wenig Spielraum. So wird 2014 Mathematik schlechter vorbereitet als jedes anderes Maturafach an den Start gehen. „Bei Schulversuchen sollte man etwas ausprobieren. Es ist schade, dass das unterbunden wurde. Das Ministerium wusste offenbar schon, wie es funktioniert“, sagt Didaktiker Johann Humenberger von der Uni Wien. Er wartet darauf, wie sich der zweite komplexere Teil bewährt – und sieht dabei noch eine Gefahr: Hier könnten künftig weit mehr Schüler durchfallen, was zu einer Streichung des zweiten Teils führen würde. Dann käme es für die Gesamtheit der Schulen zur Nivellierung nach unten.

Übrigens: Die Zahl der Nicht genügend beim Schulversuch ist mit Vorsicht zu genießen. Die Maturanten wurden durch Pilotversuche gut vorbereitet und ihre Lehrer von der Uni Klagenfurt speziell unterstützt. Außerdem nahmen nur 220 Schüler aus 13 Klassen teil.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.05.2012)

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194 Kommentare
Antworten Antworten Antworten Gast: dhsh
25.05.2012 09:19
0 0

Re: Re: Re: Die Zentralmatura ist ein zentralistischer Unfug -

Wäre mir völlig neu, dass Lehrer bei der Matura den Schülern unter die Arme greifen würden. Uns wurden weder Tipps gegeben, noch hat man uns gezielt auf die Maturabeispiele vorbereitet! Maturajahrgang: 2011

In welches Gymnasium sind Sie bitte gegangen?

Dass das Niveau gesunken ist, hat sicher auch den Grund, dass man heute auch an vielen anderen Schulformen wie BAKIP ("Kindergartenschule") oder Koch/Kellner-Schule eine Matura erreichen kann, die gar nicht das Niveau einer gymnasialen Ausbildung haben kann, da ein wensentlicher Teil der Schulzeit mit Praktikas und Vorbereitungen auf den Job verbracht wird. BAKIP-Absolventen sprechen nur eine einzige Fremdsprache und wurden in Mathematik (wie allen naturwissenschaftlichen Fächern) nach vereinfachtem Lehrplan unterrichtet (auch mit gesonderten, leichteren Schulbüchern). Trotzdem finde ich es gut, dass neben der Matura die Möglichkeit geboten wird, eine Berufsausbildung zu machen. Auch wenn die wenigsten im Endeffekt dann diesen Beruf ergreifen.

Re: Re: Re: Re: Die Zentralmatura ist ein zentralistischer Unfug -

komisch... Redens mal mit de leid ;)

Re: Die Zentralmatura ist ein zentralistischer Unfug -

ich werde meinen beitrag dazu in der wahlzelle leisten!

Gast: Gusi
25.05.2012 03:42
4 0

Mit der Zentralmatura wird eine Katastrophe angerichtet.

Soviel zur Leistungsfähigkeit einer verantwortlichen Bildungspolitikerin.

2 1

Macht doch nix

Die Schulen können ja weiterhin mehr unterrichten als dann bei der Matura gefragt ist. Das Hauptziel der Zentralmatura ist es ja eben ein gewisses Niveau der AHS Maturanten zu garantieren, und nicht etwaige Exzellenz abzufragen.

Es ist absolut zu erwarten dass Schüler aus der 7. Klasse Wahlpflichtfach die Zentralmatura bewältigen. Diese Schüler sind üblicherweise die Mathespezialisten ihres Jahrgangs und in der 7. beherrscht man ohnehin schon 90% des Stoffes der AHS. In der 8. kommt ja nur mehr in Semester dazu bevor auf die Matura vorbereitet wird.

Re: Macht doch nix

die matura ist sowieso farce.. gibt es wirklich leute, die die 8te bestanden haben, und die matura nicht? (also auch beim 2ten oder dritten antritt nicht)

Re: Macht doch nix

glauben sie wirklich, dass die Wahrheit hier irgendwen interessiert ;) das ganze Presse Forum ist da mehr so e FPô Plattform geworden ;)

die zentrale planstelle legt ab jetzt fest, was jeder schueler auf einem bestimmten niveau zu kennen hat, gesteuert aus der parteizentrale

anstelle die schulen untereinander in konkurrenz treten zu lassen, wer die besten lehrer, die besten schueler zum am meisten leistbaren preis hat.

aber das war schon immer so im sozialismus. das niveau wird nie nach oben nivelliert sondern immer nach unten.

diejenigen, die leistungs & lernbereit sind, werden dadurch demotiviert werden, weil ja nur "das zu koennen ist, was die planstelle vorschreibt" - mehr zu tun bringt nichts, weil man hat danach den gleichen abschluss wie jeder andere auch, der nur das minimum tut

willkommen im real existenten sozialismus.
eigentum ist diebstahl vom volk.

auf der uni gehts dann weiter wo wegen genderquoten die tests der weiblichen kollegen anders ausgewertet werden als bei den maennlichen kollegen. man(n) koennte auch diskriminierung dazu sagen

Gast: Johan C.
25.05.2012 02:25
2 0

Ein Lehrerkollege hat die Probe-Matura mitgemacht...

und aus seinen Erfahrungen kann er das Ergebnis dieses Matura-Versuchs überhaupt nicht nachvollziehen - zwar waren die Ergebnisse nach Beurteilung durch die Lehrer OK, aber nach Berücksichtigung des Beurteilungsschlüssels war auf einmal ein Großteil negativ - diese persönliche Erfahrung paßt mit den Zeitungsberichten überhaupt nicht zusammen.

Es scheint, als würde in der Sache gelogen werden, daß sich die Balken biegen!

Ich durfte heute eine AHS-Unterstufenklasse in einem Lokal beobachten, mitsamt der Lehrerschaft - mich wundert nichts mehr...

6 0

Endlich: die Bildungsbremse kommt!


Gast: Kritiker2000
25.05.2012 00:59
0 0

Niveau, und so!

Mal abgesehen von dem Schwierigkeitsgrad der Fragen, finde ich die Formulierungen extrem ungenau und nicht angebracht für eine Matura. Speziell die Fragen "Geben Sie die wichtigsten..." sind doch bitte katastrophal! Eine Misere nicht nur, wenn man die Fragen korrigieren muss, sondern auch ich als quasi "Mathematik-Student" (Technik, genauer will ich es zwecks Anonymität nicht verraten. Auch weiß ich, dass in der Mathematik mehr drinnen steckt, als man an einer techn. Uni erfährt...), weiß zwar alles, was hier gefragt ist, aber bei so einer ungenauen Frage, muss ich mir schon den Gedanken durch den Kopf gehen lassen, ob denn der Fragenersteller eigentlich weiß, wovon er redet?

Trotzdem, gerade in der Mathematik sind exakte Definitionen und Angaben das Mindeste, was man verlangen darf und auch braucht, um eine Aufgabe anständig zu lösen.
Wie sieht denn dann eigentlich die Deutsch-Matura aus? Schreiben Sie alles, was Sie über Literatur/ die deutsche Sprache wissen auf und erläutern Sie?
Nur damit man mich nicht falsch versteht, der Grundgedanke einer Zentralmatura ist ja gut und schön, solange er:
1. sich nur auf jeweils gleiche Schultypen beschränken (z.B. HTL vs. AHS)
2. das Niveau nicht senken und
3. (wie oben bereits ausgeführt) anständige Frageformulierungen beinhalten
würde

So wie der momentane Entwurf lautet, würde ich eigentlich jedem zu einem Handwerk raten, und nebenbei zu einem Selbststudium...

Gast: suum cuique
25.05.2012 00:31
1 0

Politik

Die öffentl. Schulen sind schon unter EX-Bildungsministerin Gehrer kaputt gespart worden! Kann mich noch an den gratis Instrumentalunterricht und an die 4 Sport u. Hauptfächerstunden in der Woche erinnern.

Gast: Martin64
24.05.2012 23:02
0 10

Wette

Wieviele Maturanten wissen, was ein "rechter Winkel" ist ?
Ich traue mich wetten: nicht einmal 10%.

Aber über die neuesten "In-locations", iPods und sonstiges ist alles bekannt.

Natürlich sind sie politisch desinteressiert, was natürlich die Regiernden erfreut !

Ein ungebildetes Volk laßt sich nun einmal leicheter regieren.

Aber das hatten wir ja auch schon !
je dümmer das Volk,desto leichter zu regiern !!

Re: Wette

Hätten Sie an Stelle des rechten Winkels den Goldenen Schnitt als Beispiel gebracht, hätte ich Ihnen das unterschrieben.
Entschuldigung, aber von welchem Schultyp reden wir hier? Die AHS (BHS) hat sicher kein großartiges Niveau, aber wir wollen doch nicht maßlos übertreiben.

Re: Wette

So ein primitives Kommentar durfte ich schon lange nicht mehr lesen.

Wie kann man einen Niveauverlust feststellen,

wenn es bisher überhaupt kein einheitliches Niveau gab?

Re: Wie kann man einen Niveauverlust feststellen,

Die Frage mag manchen anstößig (?) erscheinen, sie ist aber tatsächlich ernstgemeint. Beim derzeitigen System gibt es einige tausend unterschiedliche Aufgabenstellungen für die Mathematikmatura. Auf welche davon bezieht man sich, wenn man von einem Niveauverlust spricht?

Re: Re: Wie kann man einen Niveauverlust feststellen,

genau diese vielfalt ist auch gut. so entsteht wettbewerb. manche schulen bekommen mit der zeit den ruf, ein gutes niveau zu haben, manch andere schulen nicht.
die absolventen von der schule mit dem ruf eines guten niveau's kommen vielleicht besser am arbeitsmarkt unter?

Re: Re: Re: Wie kann man einen Niveauverlust feststellen,

also sie waren da scheinbar auf einer mit schlechtem Ruf;) sonst wäre ihnen ja klar gewesen, dass der Ruf sicher nichts mit der Matura am Schluss zu tun hat, sondern mit den 8 Jahren davor.. bis jetzt hat doch sowieso jeder, der es in die Ute geschafft hat auch die Matura geschafft...

19 2

Das ist genau das, was die SPÖ will.

Matura für A L L E !
Endlich ist Schluss mit der unerträglichen Diskriminierung fauler oder lernschwacher Schüler.

Re: Das ist genau das, was die SPÖ will.

das hat schon in usa nicht funktioniert, wo bereits jeder muell-arbeiter ein senior waste-specialist ist und einen college-abschluss hat in waste management.
mittlerweile ist college ueberhaupt nichts mehr wert, geschweige denn high school - wo manche absolventen eine einfache division nicht durchfuehren koennen

Re: Re: Das ist genau das, was die SPÖ will.

oder am sozialismus in Amerika ;) ?

Re: Re: Das ist genau das, was die SPÖ will.

und das liegt an der zentralmatura in Amerika ;) ?

11 0

waaaaaaaaas??

das heißt also wenn wir die Matura auf Kindergartenniveau herabsetzten, so das alle die Matura nachgeschmissen bekommen, wird die Bevölkerung nicht intelligenter ???
ist doch einfach nur noch lachhaft... wenn jemand nicht lernen will sollte man ihn dafür nicht auch noch belohnen..

15 1

Habe ich das richtig verstanden?

Weil so viele so schlecht sind, wird nicht geschaut, dass die Schlechten besser werden, sondern die Guten schlechter werden?!??!?!?

Realer Sozialismus. ..

... bis sie allein an dr Macht sind. Dann wird wieder angezogen.

Gast: sepp
24.05.2012 22:27
5 1

trivial

Also wenn die oben angegebenen Beispiele Maturalevel haben sollen, dann gut Nacht... Habe in ein paar Wochen 10 jähriges Maturatreffen und kann die Beispiele noch immer mit links lösen - wobei ich das erste Beispiel schon fast lustig gefunden habe, einen so einfachen Sachverhalt so unnötig kompliziert auszudrücken kann nur einem Mathematiker einfallen ;-)

Re: trivial

Das ist durchaus üblich, dass man solche Rechnungen durch Skalarprodukte ausdrückt, weil die vom Computer sehr schnell gerechnet werden können. Dass man Spaltenmatrizen einfach Vektoren nennt, nur weil sich letztere durch erstere darstellen lassen, schmerzt den richtigen Mathematiker.

Gast: panem et circensem
24.05.2012 22:15
9 1

Wohin könnte der eingeschlagene Bildungsweg führen? Was könnte uns noch erwarten? Spielen wir eine Hypothese durch. Die hoffentlich nie eintreffen möge.

Durch die Einheitsschule für alle, wird die zukünftige Intelligenz des Landes schon von früher Jugend an nach unten nivelliert. Denn nur eine ungebildete Bevölkerung ist leichter politisch beeinflussbar.

Privatschulen sollen sich, durch eine Sondersteuer, nur die ganz Reichen leisten können und dürfen auch nur durch Empfehlungen besucht werden. So kontrolliert die Partei, wer zu einer wirklich guten Ausbildung kommen kann und nachher überhaupt fähig ist, Leute zu führen und zu lenken.

In den Schulen wird sozialistischer Ethikunterricht erteilt (Lehrplan: ….. Kommt durch Zensur nicht durch … sorry ..).

ORF und die Zeitungen werden eine noch größere Rolle spielen. Ihre Aufgabe besteht darin, die Taten von Rot Grün hervorzuheben und die Untriebe der Opposition in schillernden Farben immer und immer wieder zu bringen. Jeden Abend wird der Bevölkerung von neuen juristischen Untersuchungen gegen führende Oppositionelle in den Abendnachrichten erfahren.

Wlan wird fast überall kostenlos verfügbar sein. Um die verwirrende Auswahl im Netz besser konsumierbar zu machen, werden nur ausgesuchte Seiten abrufbar sein.

Die Vorratsdatenspeicherung wird genutzt, um aufkeimende Unruhe konsequent behandeln zu können. Durch Zwangseinweisungen in Nervenkliniken. Wie in der DDR. Denn wer gegen alles ist, was Staatsfernsehen und Zeitungen tagtäglich für gut befinden, kann ja nur krank im Kopf sein.

Mit der politischen Farbenlehre nicht ganz vertraut?

Sie sind wohl von Der FPÖ- oder ÖVP-Fraktion, wenn man Ihre Ergüsse so liest.
Zur Information:
Für die NMS sind SPÖ, GRÜNE und BZÖ!
Gegen die Vorratsdatenspeicherung waren FPÖ, GRÜNE und BZÖ

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.05.2012 14:48
0 0

Re: Mit der politischen Farbenlehre nicht ganz vertraut?

Aber,

ALLE Parteien sind FÜR die Partei und GEGEN Österreich und die Österreicher.

Das verschiedenen Markting und Propagandadarstellungen spielen im Tagesgeschäft der Parteien nur eine untergeordnete Rolle und wurde an Spin Doctors ausgelagert.

Es ist also so, dass die Parteien die Österreicher brauchen, die Österreicher die Parteien aber nicht mehr brauchen können. Wirklich lästig dabei ist das Parteienwahlrecht!


Gast: Murxist
24.05.2012 22:10
5 1

Was haben wir am Weg zur EU-Katastrophenjugendarbeitslosigkeit abgehakt:

Einheitsschule: auf Schiene
Matura nichts mehr wert: auf Schiene
Studien gegendert: auf Schiene, MUW ist der Test, den anderen schreiben wir das dann vor.

Duales Bildungssystem muss weg: fehlt noch. Es darf nicht sein dass hierorts Jugendliche in einer Lehrausbildung arbeiten müssen. die gehören alle auf die Schulbank bis zum Dottorat. Alle.

Dann haben auch wir endlich wieder: 50% Jugendarbeitslosenquote. Vorerst.

Die Südländer sind uns da um Jahre voraus, also mit ultimate Speed voran beim tollsten österreichischen Bildungsprojekt seit 1938, vielleicht schaffen wir es noch ?

Die Betriebe stellen wir dann vor die Wahl diese wertvoll Ausgebildeten mit Berücksichtigung aller Umgebungskontextgendervariablen benoteten und ihrer Grundkompetenzen voll überprüften zwangsweise einzustellen oder zusperren zu müssen - endlich ist das Paradies da.

Hausverstand würde reichen!

Jährlich müßten wir 10Milliarden € in Bildung investieren, vom Kindergarten über die Universitäten bis zur lebenslangen Erwachsenenbildung. Das wäre notwendig um einen entscheidenden Vorteil für den Standort Österreich zu erreichen.
Wir brauchen keine Facharbeiter aus dem Ausland, wir müssen die Österreicher länger in Beschäftigung halten und der Jugend eine adäquate Ausbildung sichern.


Antworten Gast: murxist
24.05.2012 22:11
1 0

Genau

einfach oben genug Geld reinleeren, dann stellt sich der Erfolg schon ein. Wie in Griechenland.

Gast: maturant234
24.05.2012 21:46
1 4

matura ist sowieso fürn hugo


Re: matura ist sowieso fürn hugo

wer das glaubt, muss sie auch nicht machen.

3 2

wissen

die Matura wird wohl kaum über das angeeignete wissen entscheiden

Du hast keine Matura, gell? :-)


Trübe Aussicht...

... für unsere Jugendlichen. Aber wie hat unser Hr. BK heute gesagt: ... die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen ist uns gaaaanz wichtig... --> mit dem Niveau nach unten = der sozialistische Weg. Hut ab und Krone auf...

Gast: politicallyincorrect
24.05.2012 21:23
1 0

Zentramatura OK - aber bitte anders umsetzen

Die Zentralmatura sollte eigentlich dazu dienen die "schlechten" Schulen aufzuzeigen (blöd halt für die Schüler) und dann sinnvolle Schritte zur Verbesserung zu setzen. Stattdessen wird jetzt jeder der das Glück hatte eine "gute" Schule zu besuchen mit einem Schnitt von 1,0 oder knapp darüber maturieren und trotzdem wirds die meisten davon auf der Uni aufschmeissen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es SEHR schwer ist (gerade in Mathe) auf der Uni auf ein Level aufzubauen das man gar nicht hat. Ich habs geschafft - ca. 70 - 90% meiner Mitstudenten (je nach Professor) sind mit wehenden Fahnen durch die entsprechenden Prüfungen gerasselt. Viele haben andere LVs vorgezogen, sind 3 mal angetreten um nach 2 verlorenen Jahren einzusehen das sie es doch nicht schaffen - und das waren sonst nicht unbedingt unintelligente oder faule Leute...

Antworten Gast: bycdg
25.05.2012 09:35
0 0

Re: Zentramatura OK - aber bitte anders umsetzen

Absolut richtig!
Genau dieselbe Beobachtung habe auch ich gemacht! Es bringt nichts, wenn man jeden studieren lässt - manche sogar nur mit Studienberechtigungsprüfung - und es die meisten dann ohnehin nicht schaffen. Die Professoren nehmen bekanntlich keine Rücksicht auf Leute, die von weniger hochwertigen Schulen mit niedrigem Standard kommen.

3 3

Ich bin froh,

dass ich noch ins Gymnasium gehen durfte, und ein bisschen stolz darauf, dass ich im humanistischen auch noch in den Genuss kommen durfte, Griechisch und Latein zu lernen.

P. S. Die neulich durchgeführten Mathematik-Tests werden bis nach Weihnachten (!) ausgewertet. Bis dahin wird man wissen, was das Mindeste ist, das alle können. Dieses wird dann zum Standard-Niveau.

5 1

..

da möchte man gar nicht wissen welcher Niveauverlust sich in den HTLs einstellen wird, immerhin ist das Mathematikniveau wohl dort am Höchsten... und der Unterschied zwischen unterdurchschnittlichen Wiener HTLs und so manch anderen beachtlich.

So wie es den Anschein macht ist die Zentralmatura ein weiterer Versuch der Ministerin die allgemeinen Schwächung des gesamten Systems voranzutreiben... solange bis wir alle gleich dumm sind... ein Drama

Re: ..

auf der uni kamen die htl-absolventen immer zu uns ahs-lern gerannt und baten um hilfe bei mathematik 1 und mathematik 4.

Re: ..

"ist das Mathematikniveau wohl dort am Höchsten... "
Sie sind wohl Stolz auf Ihren HTL-Abschluss?
Das Mathematikniveau hängt in erster Linie von der Lehrperson und nicht vom Schultyp ab.
Der Schultyp AHS hat aber insgesamt die besseren Voraussetzungen, weil Mathematik dort AUCH in der letzten Schulstufe unterrichtet wird.
Dies ist in der HTL NICHT der Fall!

Antworten Antworten Gast: o0
25.05.2012 09:27
1 0

Re: Re: ..

In der HTL kein Mathematik in der letzten Klasse, träumen Sie? o_0
Außerdem ist meist Mathematik zusätzlich mit Fachtheorie verknüpft, was alles oft noch komplizierter macht.

Re: Re: Re: ..

Ich habe mir zwar NUR die Stundentafel der "HTL für Maschineningenieurwesen" (http://www.htl.at/fileadmin/content/Lehrplan/HTL/MASCHINENING.W._Anlage_1.1.5_382-98.pdf) angesehen, aber das Fach "Angewandte Mathematik" wird dort in der 5.Klasse NICHT unterrichtet. Daher weiß ich nicht, warum Sie mir Träume unterstellen.

Die Matura für alle... "Erhöhen wir die Akademikerquote":

dass in anderen Ländern mehr Akademiker herumlaufen ist keine Folge des besseren Bildungssystems, sondern Spiegel der Niveauabsenkung (lt. Aussage e. Marketingdirektors eines internat. Dax-Konzernes/d.WElt).

Die EU Südländer (meist Linksregierungen) geben ein bezeichnenden Zeugnis (u.Erkenntnis).

Re: Die Matura für alle... "Erhöhen wir die Akademikerquote":

PS...wir mussten und noch mit Integral-u.Differentialrechnungen herum schlagen !

Re: Re: Die Matura für alle... "Erhöhen wir die Akademikerquote":

Sorry...uns noch

Re: Re: Re: Die Matura für alle... "Erhöhen wir die Akademikerquote":

Ich weiß nicht.was Sie jetzt damit sagen wollen, ob Sie es bedauern, dass Sie sich damit beschäftigen mussten, oder ob Sie es bedauern, dass es jetzt nicht mehr Inhalt sei (wie Sie glauben), aber Integral- und Differentialrechnung stehen nach wie vor im Lehrplan und wurden bei der Matura auch abgefragt.

Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung