24.05.2013 07:23 Merkliste 0

Schmied verteidigt Pädagogische Hochschulen

 (DiePresse.com)

Die Verbindung Ministerium und Pädagogische Hochschule sei zentral, um sicherzustellen, dass Innovationen auch im Klassenzimmer ankommen, so Schmied.

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Eine Lanze für die Ausbildung der Lehrer an Pädagogischen Hochschulen (PH) hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz gebrochen. Es sei wichtig, dass die Lehrerausbildung eine "institutionelle Heimat" habe, so Schmied. Außerdem dürfe man sich bei der Umsetzung bildungspolitischer Projekte "nicht auf den Autonomiegedanken verlassen".

Zuletzt war wieder die Diskussion aufgeflammt, an welcher Institution die Lehrerausbildung künftig angesiedelt sein soll bzw. wem die Federführung dabei zukommt. Derzeit werden die angehenden Lehrer für Volksschulen, Hauptschulen, Sonderschulen und Polytechnische Schulen sowie für den berufspädagogischen Bereich an PH ausgebildet, die künftigen AHS- und BMHS-Pädagogen an den Unis.

Schmied erinnerte auch daran, dass die Lehrerausbildung "sehr berufsbezogen" sei. Gerade in Zeiten der Umsetzung zentraler Projekte wie etwa der Zentralmatura, der Bildungsstandards, des Teamteachings oder des verstärkten interkulturellen Lernens müsse sichergestellt werden, dass Aus- und Weiterbildung auch die bildungspolitischen Schwerpunktsetzungen abbildeten. "Die Verbindung Ministerium und Pädagogische Hochschule ist zentral, um sicherzustellen, dass Innovationen auch im Klassenzimmer ankommen", so Schmied.

Schmied will PH "weiterentwickeln"

Die PH will Schmied "weiterentwickeln". Dabei müsse selbstverständlich die wissenschaftliche Kompetenz der Universitäten genutzt werden. Sie freue sich, dass die Unis jetzt "zunehmend die PädagogInnenbildung entdecken". Für sie sei aber auch klar, dass man eine enge Verknüpfung mit der Schulpraxis brauche. Die Kooperation mit den Unis müsse "auf Augenhöhe" erfolgen.

Schwerpunkt der Herbstarbeit bei den PH wird laut Schmied die Ermöglichung von öffentlich finanzierten Masterabschlüssen sein. Derzeit gebe es dafür noch keine gesetzliche Grundlage. Ab 2013 werde es auch ein neues akkordiertes Aufnahmeverfahren an allen PH geben.

Schmied steht zu Abberufung von Märk

Erneut verteidigt hat Schmied die von ihr wieder abgeblasene Bestellung von Elmar Märk zum Rektor der PH Tirol. Dieser hatte sich in einem APA-Interview für die langfristige Integration der Lehrerausbildung in die Universitäten ausgesprochen. Selbstverständlich würden Meinungsfreiheit und Demokratie von ihr hoch gehalten, so Schmied. Genauso selbstverständlich nehme sie aber auch ihre Personalverantwortung ernst.

"Es ist eine 'conditio sine qua non', dass jemand, der an der Spitze einer Institution steht, diese auch authentisch vertritt und sich mit dieser identifiziert", betonte Schmied. Dies bedeute auch ein klares Ja zu einer Weiterentwicklung der PH. Es gehe nicht an, dass jemand im Bewerbungsgespräch mit ihr eine andere Haltung vertrete als zwei, drei Wochen später. Parteipolitische Motive wären bei der wieder abgesagten Bestellung nicht gegeben gewesen.

(APA)

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12 Kommentare
Gast: Eselsbank
04.08.2012 08:14
0 0

LehrerInnenbildung - PHs - Personalentscheidungen

Die Neubesetzungen der Rektorate wären jetzt die Chance gewesen, einen Schritt in die Zukunft der LehrerInnenbildung zu machen, aber diese wurde an vielen PHs leider versemmelt. Es wurden parteinahe und stimmlose Führungskräfte bestimmt, welche wie Marionetten für den Stadtschulrat Wien, die Landesschulräte oder für Teile des Ministeriums zappeln.

Die Ausschreibungen, Bewerbungen und Hearings waren an manchen PHs ein Kabarett, um den "richtigen" Kandidaten durchzubringen.

Was wurde im letzten Jahr alles angestellt, um die Kandidaten "gut" auszusehen lassen. Dies war fast so skandalträchtig wie ein Wahlkampf in Übersee.

Einige vermuten, dass die BM von ihren eigenen Leuten im Ministerium "gelegt" wurde, denn die ersten Vorzeichen für die Bestellungen waren schon vor über einem Jahr zu sehen. Die Besetzung der Hochschulräte, Studienkommisionen usw. waren schon spannend zu beobachten. Damals machten sich schon Gerüchte die Runde.

Wenn nicht bald Nägel mit Köpfen gemacht werden, dann werden die PHs immer mehr die LehrerInnenausbildungsstätte für "Arme" und der Slogan "Wir bilden nur die Besten aus!" wird nie Wirklichkeit werden.

Re: LehrerInnenbildung - PHs - Personalentscheidungen

.... mit dem Begriff "gelegt" haben sie leider recht - das geschah so, wie dargestellt - z.B. nichts gegen "nur Magisterium" - aber es kann doch nicht sein, dass eine Person einer "Universität" vorsteht, welche nie völlig eigenständig wissenschaftlich gearbeitet hat - ohne Doktorat kann man nicht auf Rektor machen !!

Antworten Antworten Gast: eselsbank
04.08.2012 21:51
0 0

Re: Re: LehrerInnenbildung - PHs - Personalentscheidungen

Danke, hab' ich mir gedacht!

Der Zeitpunkt für die Rektoratsbestellung war auch sehr gut gewählt, denn die Ferienzeit ist "freie Zeit" und jeder tut dieses Thema als Sommerlochfüllung ab.

Pädak versus Universitäten -> Teil 2

Ich bin gerne bereit meine eigene Sprachregelung von PÄDAK auf Päd. Hochschule zu ändern – aber es ist nun einmal eine Schule und kann nie und nimmer das vermitteln, was Lehrer brauchen, um Schüler auf die Universitätsreife vorzubereiten.

Die Universitäten Salzburg und Innsbruck haben bereits Zentren für die Lehrerausbildung eingerichtet und die Universität Wien, die mit weitem Abstand die meisten Lehrer ausbildet, baut gerade die entsprechenden Strukturen auf. Würde ich als UNI-Lehrer behaupten, dass alles mit der LA-Ausbildung auf den UNIs bis jetzt gut war, dann würde ich lügen - aber man arbeitet intensiv an der Optimierung der Ausbildung. Und da werden die Kollegen aus den päd. Hochschulen sicher gute Partner darstellen.

Als Sozialdemokrat sage ich aber auch, dass bei meiner Beurteilung der Ministeriellen Ideen der gute Wille für das Werk steht - aber das momentane Konzept kann so nie umgesetzt werden

Was sie nicht verstanden hat ist vor allem der modulere Aufbau der Reformen:

Pädak versus Universität Teil 1

Es kann ein staatliches System nicht funktionieren , wenn die Fachminister nicht zu ihren Leuten steht - wie will sie Vertrauen gewinnen, um all die anstehenden Probleme GEMEINSAM mit ihren Mitarbeitern zu lösen, wenn sie ständig nur das Negative der Lehrer herausstreicht.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass ein Fachminister ohne tiefgehende Kenntnis in ihrem Fachbereich eine Katastrophe darstellt - das ist dann kein Problem sofern die Bereitschaft besteht sich in einen ernsthaften Diskussionsprozess mit allen Akteuren zu begeben - aber das macht sie einfach nicht - sie hat eine kleine Gruppe von Leuten um sich gescharrt, die ihre bestimmte Ideen einflüstern. Dass PÄDAKs mit Universitäten nichts zu tun haben muss auch ihr klar sein – es beginnt bei der Autonomie und endet beim Fehlen von Fachprofessoren. Und das sagt sie selbst, dass es nicht sein kann, dass so wichtige Dinge wie Bildung in einem autonomen Raum agieren.

----- > teil 2

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Nähe

PH`s sind der "Chefin" näher und daher viel leichter in die gewünschte Richtung zu dirigieren- Einheitsschule, Ganztagsschule; die Kinder gehören ja dem Staat und müssen zu Einheitskonsummenschen erzogen werden, die ohne Kritik am System alles mitmachen.

Gast: bgan
02.08.2012 15:22
0 16

Klare Linie, gute Argumentation, seriös gemachte Politik

Ganz so unrecht hat sie nicht - ich erachte sie durchaus als ausgezeichnete BM, wobei dies klarerweise nicht bedeutet, immer ihre Meinung teilen zu können. Aber dies ist auch gar nicht erforderlich, um zu erkennen, daß ausgezeichnet gearbeit und schrittweise viele erforderlichen Veränderungen umgesetzt werden.

Die pädagogische Ausbildung ist allerdings auch an den Unis sehr praxisbezogen und wird nicht erst jetzt verstärkt entdeckt. Je nach Studienfach ist man bereits während des Studiums bis zu acht Semester regelmäßig im Klassenzimmer gestanden, und dies bereits vor gut zwanzig Jahren.

Antworten Gast: bärig
03.08.2012 09:16
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Re: Klare Linie, gute Argumentation, seriös gemachte Politik

Träumen Sie?

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Re: Klare Linie, gute Argumentation, seriös gemachte Politik

Seriöse Politik??? Schauen sie einmal genauer hin und sie werden merken, auf welch Füßen das System steht- zuwenig Geld, zuwenig Lehrer, massenweise politisch bedingte Systemänderungen uvm. Fragen sie einmal die Ausführenden, wie es ihnen mit dieser Chaospolitik geht. Schrecklich! Wie kann man das loben?

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und was ist

mit der Kommunalkredit, Frau Minister?
noch immer: "no comment"?

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Eigentlich kann man diese peinliche Person nicht mehr sehen und hören,

allein die PC verbietet es, hier deutlicher zu werden. Aber: so ist eben die sozialistische Personal-Auswahl - mache Schlagzeilen gegen Ordnung, Tradition und Hausverstand und schon bist du dabei.

Gast: CD
02.08.2012 14:01
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Rücktritt!

"Schmied erinnerte auch daran, dass die Lehrerausbildung "sehr berufsbezogen" sei."

...ein ARMUTSZEUGNIS!

warum finanziere ich diese Frau mit meinen Steuern?


Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung