18.05.2013 09:46 Merkliste 0

Ferien-Fortbildung laut Lehrergewerkschaft unmöglich

 (Die Presse)

AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin spricht von einer jährlich wiederkehrenden "Neiddebatte" über die Ferienzeit. Derzeit fallen laut Ministerium nur fünf Prozent der Fortbildungen in die Sommerferien.

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Wien/Apa. Das geplante neue Lehrerdienstrecht sieht eine Verschärfung vor: Anders als bisher sollen Pädagogen zu 15 Stunden Fortbildung verpflichtet werden, die ausschließlich außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden müssen. Die von politischer Seite geforderte vermehrte Fortbildung im Sommer stößt auf Widerstand der Lehrergewerkschaft. Die vorhandenen Ressourcen würden es unmöglich machen, Fortbildung nur in den Ferien anzubieten.

AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin rechnet vor, dass in diesem Fall für die rund 120.000 Lehrer in den Sommerferien 575 Fortbildungsveranstaltungen pro Woche angeboten werden müssten. Werden diese in Seminarform angeboten, würden 575.000 Nächtigungen anfallen, und zwar in der Hochsaison. Das wird wohl nur schwer zu bewältigen sein. Die Diskussion darüber nennt Quin eine jährlich wiederkehrende „Neiddebatte“ über die Ferienzeit. Derzeit fallen laut Unterrichtsministerium nur fünf Prozent der von Lehrern absolvierten Fortbildungen in die Sommerferien. An den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen finden laut Gewerkschafter Jürgen Rainer schon jetzt zwei Drittel der Fortbildung in der unterrichtsfreien Zeit statt. Allerdings, so Rainer, gebe es „im Bereich der BHS überhaupt keine gescheiten Angebote“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

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184 Kommentare
 
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Gast: ASVG-Sklave
12.08.2012 04:25
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Selbstverständlich ist es Neid!

Wie kann es denn sein, dass alle anderen Bürger nur 5 Wochen Urlaub haben und die Lehrer die einzige Gruppe in der Republik sind die alleine im Sommer neun Wochen zu Hause sind. Und als die Debatte das erste Mal aufkam, waren sie nicht einmal bereit eine Stunde pro Woche länger zu arbeiten. Unfassbar! Dies erzeugt eben eine gewisse Wut und Unverständnis beim Rest der Bevölkerung.

Re: Selbstverständlich ist es Neid!


Diese "Debatte" gibt es seit Jahrzehnten - nicht ohne Grund, d. h. es ist viel bequemer Lehrerbashing zu betreiben, statt die eigene Arbeit zu leisten.

Wenn man Stunden zählt, kommt ein Lehrer auf dieselben wie jeder andere Arbeitnehmer auch, d. h. 40 plus weitere, die nicht erfasst werden können / dürfen etc.
Man braucht die Stunden aber nicht zählen, weil der Arbeitserfolg entscheidend ist, d. h. die Frage, ob das, was im Vertrag vereinbart ist, auch gebracht wird.
Ich gehe auch nicht zu einem Arzt, damit ich möglichst lange dort sitze, sondern um von seiner Erfahrung, seinem Wissen und seinen Ratschlägen zu profitieren. Entscheidend ist, ob mir der Besuch hilft, alles andere ist wurscht.

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Re: Selbstverständlich ist es Neid!

Wer sagt denn, dass wir zu Hause sind?

Antworten Antworten Gast: wolff1160
14.08.2012 20:08
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Re: Re: Selbstverständlich ist es Neid!

Und wer sagt, dass wir allein sind? ;-)

Re: Selbstverständlich ist es Neid!

es ist eben so, dass manche im sommer gerne zu hause bei ihrer familie sind. das ist ein teil der lebensplanung, der jedem offen steht!
abgesehen davon bin ich überzeugt, dass 5 wochen urlaub pro jahr einfach zu wenig sind; dass diese tatsache psychopathen erzeugt, sieht man auf jeder autobahn..
wie sonst ist es zu erklären, dass so gefährlich gefahren wird?
leistungsdruck erzeugt idioten!

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
13.08.2012 16:25
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Re: Re: Selbstverständlich ist es Neid!

Die repräsentierst den typischen Lehrer Österreichs einfach nur perfekt.

Re: Re: Re: Selbstverständlich ist es Neid!

danke für das kompliment an mich und die übrigen lehrer österreichs!

Blödsinn


Überall woanders gibt es flexible Arbeitszeiten oder man möchte sie einführen.
Im Lehrerbereich hat man sie, d.h. Lehrer haben die Arbeitszeit ungleichmäßig bedarfskonform über das Jahr verteilt.
Kein Mensch käme auf die Idee, einem Angestellten, der auf Zeitausgleichbasis frei hat, an eben diesen freien Tagen als faules, überbezahltes, minderleistendes Etwas zu beschimpfen.

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Re: Blödsinn

schauen sie sich einmal die tatsächliche Arbeitszeit an. Und beachten sie auch, dass nicht alle Unterrichtsgegenstände sehr viel Vorbereitungszeit, Korrekturen, etc. benötigen!

Re: Re: Blödsinn

sie haben anscheinend den falschen beruf gewählt, oder?
dann hätten sie in ihrer jugend eben fleissig lernen sollen, ein lehramtsstudium abschließen und für zugegeben sehr bescheidenen anfangslohn in den lehrberuf einsteigen sollen...

Re: Selbstverständlich ist es Neid!

Ich stimme voll zu. Ich hätte lieber weniger Ferien, aber dann, wenn ich das will. Mit zwei Wochen im Mai/Juni und weiteren zwei im September/Oktober wäre ich vollauf zufrieden statt der neun Wochen im Juli und August.

woanders habens die leute endgültig satt

http://diepresse.com/home/bildung/1276940/index.do

na, es gibt ja auch keinen bedarf

schuld am schlechten abschneiden österreichischer schüler sind demnach die schüler selbst und die eltern, die sich die nachmittagsförderung nicht leisten können.

mit dem nassen fetzen gehören fortbildungsunwillige ausgejagt, schafft endlich die pragmatisierung ab, das ist ja nur noch zum kotzen. man sieht ja bereits jetzt, auf welchen abgund die bande die nächste generation hinführt!

Re:

sie plappern nur!
die pragmatisierung gibts bei lehrern unter 50 nicht mehr!
übrigens: ich mache nächste woche wieder eine fortbildung: eine radtour die donau aufwärts bis zum ursprung!
die zeit, die über 15 stunden hinausgeht, schenke ich dem staat, bin ja ein fleissiger! ;-)

Re: na, es gibt ja auch keinen bedarf

Ich habe mich in diesen Ferien mit HTML5 und CSS3 beschäftigt, um meinen Schülern neue Funktionen im Notenverwaltungsprogramm anbieten zu können.

15 Stunden? *lol*

Das ist in den Ferien, auf meine Kosten - und scheint in keiner Statistik auf. Und ich glaube nicht, dass ich der einzige bin, der das macht. PH-Kurse für Nichtinformatiker zu diesem Thema - Fehlanzeige. Von einer berufsbegleitenden Ausbildung zum Informatiklehrer ganz zu schweigen.

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Re: Re: na, es gibt ja auch keinen bedarf

Gut, dass es auch solche Lehrer gibt. In ihrem Interesse müsste es doch auch sein, die vielen schwarzen Schafe ordentlich in den Hintern zu treten, damit was weitergeht?

Gast: jagerne
11.08.2012 09:12
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gute Idee

Ich bin sehr für die Fortbildung in den Sommerferien, zB die Sommerakademie in Kitzbühel würde ich gerne jedes Jahr besuchen (derzeit leider nicht möglich, da Kosten von rund 800 Euro die Woche anfallen) - aber so eine Fortbildungsverpflichtung ware fein, dann muss der Staat dafür bezahlen! Ist doch gut investiertes Geld, jetzt wo wir eh so viel davon haben, dass wir nicht sparen müssen!

Gast: :Gernot
10.08.2012 21:12
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wirkliche fortbildung nicht erwünscht

Das Problem sind die PHs und die angebotenen Fortbildungen. Sehr oft findet sich kein geeignetes Angebot. Viel sinnvoller wäre, dass Lehrer sich auch an Universitäten oder anderen Einrichtungen fortbilden dürften.

Antworten Gast: Insider1
11.08.2012 22:50
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Re: wirkliche fortbildung nicht erwünscht

Wer hindert Sie daran, Vorlesungen etc. an der Univ. zu besuchen - es gibt sogar ein großes Online-Angebot, wenn man ein wenig bereit ist, zu suchen!

Wenn Kollegen (das geht auch in Richtung Hr. Rainer) nichts besseres zu tun wisssen, als Antwort auf die üblichen Untergriffe von Medien und Politik völlig sinnentleert auf die eigenen Institutionen (in diesem Fall PH, vormals PI) hinzuhauen, ist das letztklassig - und nebenbei auch inhaltlich völlig daneben.

Das große Problem liegt darin, dass aus einem "all in one"-System mit hoher Eigenverantwortung immer mehr ein "Stundenkreutzeln" (und gleichzeitig "Wadelbeißen") wird. Das Resultat - selbst schon einige Male erlebt - ist immer:

a) ein Wegfall der freien Zeiteinteilung mit "Stechuhr"-Betrieb
und, man wird's kaum glauben
b) viel weniger Arbeit und geringere Leistung der betroffenen Leute, da die Selbstverantwortung in mind. 95% aller Fälle auch ein hohes Maß an Selbstausbeutung mit sich bringt, das dann naturgemäß wegfällt.

Antworten Gast: gehtschon
11.08.2012 09:16
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Re: wirkliche fortbildung nicht erwünscht

wer sich fortbilden will, kann das tun - alles andere sind ausreden! der zugang zu den unis ist für alle offen, geht halt dann nicht während der unterrichtszeit, aber möglich ist es - aber eben nur wenn man will!

Re: Re: wirkliche fortbildung nicht erwünscht

Welche tollen Fortbildungen werden denn in den Ferien an den Unis angeboten? Und zu welchem Preis?

Gast: bergziege
10.08.2012 17:42
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Feststellung

Wer beides kennt - Privatwirtschaft und Schuldienst - kann sich nur wundern, was in manchen Postings steht. Wenn Österreichs Lehrer tatsächlich so faul und fortbildungsunwillig sind, müssten in unserem Land hauptsächlich "Analphabeten" herumlaufen. Ist das der Fall?

Antworten Gast: 1. Parteiloser
10.08.2012 18:39
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Es ist der Fall!

Nachweislich laufen 28% funktionelle Analphabeten herum, wenn man die Gruppe der 15/16jährigen betrachtet.

Ist das nicht dramatisch genug?

Dazu kommen aber noch 23% welche erhebliche Probleme mit den Grundrechenarten haben. Alles nach 9 Jahre Schule!

Ob es an der Faulheit und Fortbildungsunwilligkeit liegt, dazu gibt wohl sehr verschieden Meinungen.

Sicher ist aber, dass die Fähigkeiten der Absolventen inzwischen eine Katastrophe sind!

Antworten Antworten Gast: bärig
11.08.2012 20:17
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Re: Es ist der Fall!

Warum muss ein 15Jähriger das alles schon können? Nur um ein braver Arbeiter und Steuerzahler zu werden?
Heute kann man auch mit 20 Jahren oder später noch alles lernen! Hetzen Sie doch nicht die Jugendlichen so- das Leben dauert doch immer länger!
Viele Eltern sehen das übrigens genau so! Die meisten wollen ihren Kindern ein schönes, angenehmes Leben ermöglichen und sie nicht sofort an den Arbeitsmarkt verkaufen!

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.08.2012 16:02
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Re: Re: Es ist der Fall!

Offensichtlich sind Sie der Meinung, dass die Kinder und Eltern alleine für den Erwerb der Grundfähigkeiten fürs Leben verantwortlich sind. Das staatliche Bildungssystem und die 125.000 Lehrpersonen und 9 Jahren vergeblicher Schulbesuch haben mit den Erwerb der Fähigkeiten gar nichts mehr zu tun?

Sie können mit dieser Meinung schon Recht haben. Dann wären die Schulen aber vollkommen sinnlos und die 125.000 Lehrpersonen nur Posterlinhaber ohne Sinn für die Gesellschaft.

Warum lassen wir die kranke Schulpflicht nicht und ersetzen diese durch ein Angebot?

Warum lassen wir die schwer kranken staatlichen Schulen nicht und stellen auf ein Angebot durch Privatschulen um?

Re: Re: Re: Es ist der Fall!

Nun wir haben hier zwei Seiten: Einersteits die Lehrer/innen, die ein optimales Angebot machen müssen und andererseits die Schüler/innen, die LERNEN müssen - das kann man nämlich nur selber!

 
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Eduard 2013

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